Erster Geflügelpestnachweis bei Eisbär in Norwegen
Saisonbedingt hat sich das Seuchengeschehen der Geflügelpest in Europa weitestgehend beruhigt. Nach einer starken Infektionswelle im vergangenen Winter ist die Zahl der Ausbrüche nach offiziellen Angaben stark zurückgegangen.
Nun ist das Virus des Subtyps H5N5 erstmals bei einem tot aufgefundenen Eisbären auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen nachgewiesen worden. Wie das norwegische Veterinärinstitut mitteilt, sei der Erreger auch bei einem ausgewachsenen toten Walross entdeckt worden. Bereits vor drei Jahren hatten die Behörden das Virus bei einem jungen Eisbären in Alaska nachgewiesen.
„Die Funde sind Teil einer Entwicklung, bei der das Vogelgrippe-Virus vermehrt bei Säugetieren in Europa nachgewiesen wird“, erklärt Ragnhild Tønnessen vom Veterinärinstitut. Nach Angaben der Veterinärin habe sich das Virus demnach in den vergangenen Jahren in neue Gebiete ausgebreitet, unter anderem in die Arktis, wo es Auswirkungen auf gefährdete Populationen und Ökosysteme haben könne.
Warnung vor tierischen Lebensmitteln als Urlaubsmitbringsel
Mit den anstehenden Pfingstferien beginnt auch die Reisezeit in Deutschland. Aus diesem Anlass weist das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg erneut auf die Gefahren von tierischen Lebensmitteln als Urlaubsmitbringsel hin. Landwirtschaftsministerin Marion Gentges warnt vor der Einschleppungsgefahr von Tierseuchen, wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder der Maul- und Klauenseuche (MKS).
„Lebensmittel tierischen Ursprungs im Reisegepäck können Tierseuchen wie die Maul- und Klauenseuche, Afrikanische Schweinepest oder die Schafpocken unbemerkt mit nach Deutschland bringen. Solche schmackhaften Erinnerungen an den Urlaub oder nett gemeinte Mitbringsel an Freunde können für die Tierbestände unserer heimischen Landwirtschaft verheerende Folgen haben. Zum Schutz unserer Tiere ist dringend davon abzuraten Fleisch- und Wurstwaren oder Milch und Milchprodukte aus dem Urlaub mit nach Deutschland zu bringen. Der Ausbruch von Tierseuchen muss unbedingt mit Achtsamkeit, Rücksicht und Sorgfalt vermieden werden“, so die Ministerin.
Der Aufruf richtet sich besonders an Rückkehrende aus Zypern und Griechenland, da in Teilen dieser Länder derzeit ein aktives Infektionsgeschehen der Maul- und Klauenseuche (MKS) herrsche. Zudem seien in Griechenland bereits 600.000 Schafe nach Infektionen mit dem Schafpocken-Virus gestorben, so Gentges. „Ich rufe alle Reisenden in diesen Regionen zu erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit auf. Verzichten Sie auf das Mitbringen von Lebensmitteln tierischen Ursprungs und achten Sie auf eine gründliche Reinigung von Kleidung und Schuhwerk nach dem Aufenthalt in ländlichen Regionen betroffener Länder“, betont die Ministerin.
Sowohl Schafpocken als auch die MKS seien zwar für den Menschen ungefährlich, hätten jedoch im Falle eines Tierseuchenausbruches verheerende Auswirkungen auf die Tierbestände und die Wirtschaftsbeteiligten. Das Gleiche gilt für die ASP.
Niederlande plant verpflichtende Impfung von Legehennen gegen HPAI
Die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat niederländische Geflügelhaltende in den Niederlanden in den vergangenen sieben Monaten stark gebeutelt. Aufgrund von HPAI-Ausbrüchen mussten allein in diesem Zeitraum rund 2,25 Millionen Tiere gekeult werden.
Nachdem ein groß angelegter Impfversuch auf einem Legehennenbetrieb bislang ohne Probleme verlaufen ist und die befürchtenden Handelsbeschränkungen ausgeblieben sind, plant Deutschlands Nachbarland nun in Abstimmung mit der Geflügelbranche eine Impfstrategie. Geplant ist laut Angaben der Regierung eine verpflichtende Impfung für Legehennen.
Im Vorfeld hat Wageningen Bioveterinary Research (WBVR) im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums bereits mehrere Feldversuche mit unterschiedlichen Impfstoffen durchgeführt. Die Studienergebnisse fallen durchweg positiv aus. Nach Aussagen der Forschenden erkrankten geimpfte Bestände seltener an der Geflügelpest. Zudem breite sich das Virus langsamer aus, falls es dennoch in einen Betrieb gelangt.
Mit den wichtigsten Handelspartnern USA, Kanada, Japan und Großbritannien hat die Regierung bereits Gespräche über den Strategieplan, der noch in diesem Jahr vorgelegt werden soll, geführt. Die Partner akzeptierten den Versuch unter der Bedingung, dass die Eier ausschließlich in den Niederlanden vermarktet werden.
Als weitere Bekämpfungsmaßnahme will die Regierung eine Verschärfung der Biosicherheitsmaßnahmen als Schutz vor Erregereinträgen in die Ställe weiter vorantreiben. So muss seit März 2025 jeder kommerzielle Geflügelbetrieb einen verbindlichen Biosicherheitsplan vorweisen.
Tierärzt:innen können sich auf Myvetlearn.de zum Thema Biosicherheit online fortbilden. Kurs 5 beschäftigt sich mit der Biosicherheit in Geflügelbeständen.
WOAH: Tiergesundheit als Schlüssel für globale Gesundheits- und Ernährungssicherheit
Im Rahmen der 93. Generalversammlung der World Organisation for Animal Health (WOAH) im Mai 2026 in Paris haben die teilnehmenden Minister:innen und hochrangige Vertreter:innen aus den Bereichen Tiergesundheit, Landwirtschaft und Ernährung eine gemeinsame Erklärung zur globalen Stärkung der Tiergesundheit und des Tierwohls verabschiedet. Darin wird betont, dass Tiergesundheit längst kein rein veterinärmedizinisches Thema mehr ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für Ernährungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität, sichere Handelsbeziehungen sowie die Prävention von Gesundheitskrisen im Sinne des One-Health-Ansatzes darstellt.
Es wird betont, dass die Welt zunehmend mit biologischen Risiken, klimabedingten Veränderungen, neuen Handelsdynamiken und einer steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln tierischer Herkunft konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund werden leistungsfähige Veterinärdienste als essenziell für resiliente Gesundheitssysteme angesehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen (AMR), der Verbesserung von Tierwohlstandards sowie der Prävention grenzüberschreitender Tierseuchen.
Daher sollten Investitionen in Tiergesundheit und Tierwohl als strategische Zukunftsinvestitionen betrachtet werden. Die Verfasser fordern nationale Regierungen, internationale Organisationen, Finanzinstitutionen und den privaten Sektor dazu auf, Tiergesundheit stärker in politische und finanzielle Prioritäten einzubinden. Dabei wird darauf verwiesen, dass Tierseuchen erhebliche volkswirtschaftliche Schäden verursachen und direkte Auswirkungen auf menschliche Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und soziale Stabilität haben können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Erklärung ist die Modernisierung des öffentlichen Veterinärwesens. Digitale Technologien, verbesserte Surveillance-Systeme, Datenaustausch und innovative Diagnostik sollen zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Gleichzeitig wird die Bedeutung von gut ausgebildetem veterinärmedizinischem Fachpersonal hervorgehoben, einschließlich der stärkeren Einbindung junger Fachkräfte und Frauen in das Veterinärwesen.
Die WOAH-Mitgliedstaaten sprechen sich zudem für eine intensivere internationale Zusammenarbeit aus. Insbesondere bei zoonotischen Erkrankungen, der hochpathogenen aviären Influenza, der Afrikanischen Schweinepest sowie anderen grenzüberschreitenden Tierseuchen sollten Kooperation, Transparenz und harmonisierte Standards weiter ausgebaut werden. Die WOAH wird in diesem Zusammenhang als zentrale wissenschaftliche und koordinierende Instanz bestätigt.
Für praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte ist die WOAH-Erklärung vor allem deshalb relevant, weil sie die zentrale Rolle des Berufsstandes in der globalen Gesundheitsvorsorge ausdrücklich anerkennt. Die Veterinärmedizin wird als unverzichtbarer Bestandteil der internationalen Gesundheitsarchitektur beschrieben – nicht nur im Hinblick auf Tierseuchenbekämpfung, sondern auch für Pandemievorsorge, Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Tierhaltung und die Sicherstellung des internationalen Handels.
Weltbienentag: gesunde Bienenvölker für Ökosysteme unverzichtbar
Am 20. Mai ist Weltbienentag. Im Jahr 2018 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen diesen besonderen Tag eingeführt, um einerseits auf die immense Bedeutung von Bienen hinzuweisen und andererseits auf den starken Rückgang der Bienenpopulation und den erforderlichen Schutz dieser Insekten aufmerksam zu machen.
Die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) nimmt den Weltbienentag zum Anlass, die Bedeutung von Honigbienen als eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere aufzuzeigen. „Der Weltbienentag erinnert uns daran, wie unverzichtbar gesunde Bienenvölker für unsere Ernährung und unsere Ökosysteme sind. Bienengesundheit ist daher auch ein veterinärmedizinisches Thema“, betont ÖTK-Präsident Mag. Kurt Frühwirth. Höhere Bestandsdichten sowie eingeschleppte Parasiten und Krankheitserreger, die das Risiko für Krankheitsausbrüche erheblich erhöhen, hätten die Anforderungen an die Bienenhaltung in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, so Frühwirth weiter. Um so wichtiger sei die veterinärmedizinische Expertise. So fordert die ÖTK eine stärkere Einbindung der Veterinärmedizin in die Betreuung von Bienenvölkern. Wie bei anderen Nutztieren müsse auch bei Bienen die Gesunderhaltung, Prävention und Behandlung veterinärmedizinisch begleitet werden.
„Seuchenhafte Erkrankungen gefährden nicht nur die Bienen, sondern auch die gesamte Lebensmittelkette. Mit wissenschaftlich fundierter Expertise und gesetzlicher Grundlagen setzen wir uns gezielt für die Gesunderhaltung der Bienenvölker ein. Denn gesunde Bienen bedeuten nicht nur sichere Honigprodukte, sondern auch eine funktionierende Landwirtschaft und Biodiversität. Die Biene verdient unsere volle Aufmerksamkeit – heute und jeden Tag“, sagt Frühwirth abschließend.
„Wir Menschen sind auf Bienen angewiesen“, betont auch Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus und verweist auf die Rolle der Landwirt:innen. „Auch sie sind wichtig bei der Erhaltung der Bienen. Schließlich werden 58 Prozent der Fläche unseres Landes landwirtschaftlich genutzt.“
Um die Nahrungssituation der Bienen auch in den Städten und Gemeinden zu verbessern, seien öffentliches Grün und private Gärten von großer Bedeutung. „Und da zählt jede noch so kleine Wiese oder jedes begrünte Dach. Denn jeder kann selbst zum Bienenschutz und damit zur Artenvielfalt beitragen. Neben der Schaffung von Lebensräumen, in denen Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten für Insekten vorkommen, sollte man darauf achten, gezielt Gehölze oder Wildpflanzen aus der Region zu kaufen und anzupflanzen. Beliebt bei Wildbienen sind etwa Glockenblumen, Korbblütler wie Färberkamille und Rainfarn sowie der Natternkopf“, sagt der Minister abschließend.
Hinweis: Im Herbst startet auf Myvetlearn.de zum Thema Bienengesundheit eine mehrteilige Fortbildungsreihe für Tierärztinnen und Tierärzte.
Wasserhygiene für Impferfolg bei ND wesentlich
Die Newcastle Disease (ND) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die aktuell nach 30 Jahren ohne Ausbrüche wieder in den Bundesländern Brandenburg und Bayern grassiert. Das Virus ist hochansteckend und ein Ausbruch hat drastische wirtschaftliche Folgen. Deshalb ist die Impfung gegen die Erkrankung, die in der Regel über das Trinkwasser erfolgt, eine Pflichtimpfung, die regelmäßig bei Hühnern und Puten durchzuführen ist. Geflügelhalter sind angehalten, den Impfschutz zu prüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Für einen erfolgreichen Impfschutz ist aber nicht allein die Impfstoffgabe, sondern auch das begleitende Hygienemanagement maßgeblich, weiß Carola Basmer, Fachberaterin Geflügel. „Wir sehen in Blutuntersuchungen immer wieder unzureichende Impftiter, trotz korrekt durchgeführter Impfmaßnahmen.“
Ein zentraler Schwachpunkt ist laut Basmer die Trinkwasserhygiene, genauer gesagt der Umgang mit Desinfektionsmitteln, da die meisten der erhältlichen Impfstoffe Lebendimpfstoffe sind, also lebende, wenn auch abgeschwächte Viren enthalten. Diese wiederum sind sehr empfindlich.
Viele Betriebe setzen zur Kontrolle von Biofilmen in den Tränkwassersystemen noch immer auf herkömmliche Chlorprodukte. Verbleiben vor der Impfung Chlorreste im Leitungssystem, kann dies zu einer Inaktivierung des Impfstoffes noch im Rohr führen. „Das Tier nimmt zwar Wasser auf, aber keinen wirksamen Impfstoff mehr. Im schlimmsten Fall bleibt der Impfschutz komplett aus“, weiß Basmer.
Um diesen ungewollten Effekt zu vermeiden, müssen die Desinfektionsmaßnahmen rechtzeitig vor der Impfung gestoppt und die Leitungen gründlich gespült werden. „Es reicht nicht, einfach nur den Dosierer abzustellen“, betont Basmer. „Das System muss wirklich frei von Rückständen sein.“ Neben der regelmäßigen und fachgerecht angewendeten Impfung spielen aber auch weitere Biosicherheitsmaßnahmen eine wichtige Rolle. „Biosicherheit ist kein bürokratischer Aufwand, sondern ein wirtschaftlicher Schutzschild für den Betrieb“, fasst Basmer zusammen. Gerade bei der Newcastle Disease zeigt sich, dass nicht die Impfung allein über den Erfolg entscheidet, sondern die Bedingungen, unter denen sie stattfindet.
Interzoo erfolgreich zu Ende gegangen
Die Interzoo 2026 in Nürnberg, die am 15. Mai zu Ende ging, hat erneut ihre Bedeutung als weltweit wichtigste Fachmesse der Heimtierbranche unter Beweis gestellt. Mit rund 2.400 Ausstellern aus etwa 70 Ländern sowie rund 39.000 Fachbesuchern aus mehr als 130 Nationen verzeichnete die Messe die höchsten Teilnehmerzahlen ihrer Geschichte. Besonders deutlich zeigte sich dabei die internationale Ausrichtung: Über 87 % der Aussteller und mehr als 70 % der Besucher kamen aus dem Ausland.
Inhaltlich standen insbesondere die Themen Tiergesundheit und Nachhaltigkeit im Fokus. Der globale Heimtiermarkt wächst weiterhin dynamisch und erreichte laut Euromonitor ein Volumen von 189 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelt sich der Bereich präventiver Gesundheitslösungen für Heimtiere. Zahlreiche Aussteller präsentierten Produkte, die Tierhalter dabei unterstützen sollen, die Gesundheit ihrer Tiere aktiv zu überwachen und zu fördern. Dieses Thema spiegelte sich auch im Rahmenprogramm wider, unter anderem mit einer eigenen Academy Session zum Bereich Healthcare.
Ein weiterer Schwerpunkt war die nachhaltige Entwicklung der Heimtierbranche. Bereits vor Messebeginn fand die Interzoo Sustainability Conference mit Teilnehmern aus 30 Ländern statt. Im Mittelpunkt standen praxisorientierte Ansätze zur nachhaltigen Gestaltung von Produktions- und Lieferketten. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung innovativer Inhaltsstoffe und ressourcenschonender Herstellungsverfahren.
Experten halten Klimakrise für gesundheitliche Notlage
Eine Expertenkommission hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, die Klimakrise zur gesundheitlichen Notlage mit internationaler Tragweite zu erklären. Denn die von der WHO selbst eingesetzte paneuropäische Expertenkommission, zu der auch Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach gehört, sehen in der Klimakrise einen medizinischen Notfall. "Die WHO muss der Bekämpfung der Klimakrise mehr Aufmerksamkeit widmen. Abwarten im Verlauf der Katastrophe macht keinen Sinn", so Lauterbach.
Die Experten fordern außerdem die Einrichtung und Bereitstellung eines Klima-Informations-Hub mit Faktenchecks und seriösen Prognosen auf wissenschaftlicher Basis. Regierungen werden aufgefordert, die Klimakrise in ihrer nationalen Sicherheits- und Gesundheitspolitik zu verankern.
Umfrage zur Zukunft der Selbstständigkeit
Der Wirtschaftsverband Freier Großtierärzte (WFG), der verbund unabhängiger Kleintierkliniken (VUK) und der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) wollen durch eine kurze Online-Umfrage (ca. 3 Minuten) herausfinden, wie Tierärzt:innen über das Thema Selbstständigkeit denken.
Durch die Umfrage sollen die größten Herausforderungen, Wünsche oder auch Hindernisse analysiert werden. Anschließend sollen passende Angebote zur Verwirklichung der Selbstständigkeit entwickelt werden.
Unter allen Teilnehmenden wird ein Ticket (inkl. Rahmenprogramm) für das DACH-Wirtschaftsforum am 15. und 16. September in Freiburg verlost.
Die Umfrage steht bis 31. Mai zur Verfügung.
Peptide in Ameisengift schützen Brut vor Krankheitserregern
Wissenschaftler:innen der Freien Universität (FU) Berlin und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konnten zwei völlig neue Peptid-Familien in den Giften von Schuppenameisen nachweisen. Die in dem untersuchten Ameisengift erstmals identifizierten Peptide erfüllen scheinbar die Funktion, die Brut vor Infektionen zu schützen.
„Einige der Peptide zeigen eine ausgeprägte Wirkung gegen Pilze. Das ist interessant vor dem Hintergrund einer Bedrohung sozialer Gemeinschaften durch Umweltmikroben und Krankheitserreger sowie zunehmender Resistenzen dieser Mikroben gegen antimikrobielle Wirkstoffe“, betont Dr. Simon Tragust, Projektleiter am Institut für Biologie der Universität Halle. „Mit über 3.700 Arten eröffnet die Unterfamilie Formicinae (Schuppenameisen) ein enormes Potenzial für die Entdeckung weiterer bioaktiver Substanzen.“
Bislang stand die Annahme im Raum, dass Ameisensäure zentraler und nahezu alleiniger Inhaltsstoff von Ameisengiften ist. „Wir sind in unserem Projekt einer jahrzehntealten und weitgehend unbeachteten Publikation nachgegangen, in der erwähnt wurde, dass diese Gifte vielleicht auch eiweißartige Stoffe enthalten“, sagt der Projektleiter und Professor für Pharmazeutische Biologie am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin, Timo Niedermeyer. Er ergänzt: „Wir haben nun zwei völlig neue Peptid-Familien in den Giften von Schuppenameisen nachgewiesen. Diese Peptide sind einzigartig in diesen Ameisen, kommen dort aber weit verbreitet vor. Ihr Gift ist wesentlich komplexer als bisher angenommen.“
Mit ihren Studienergebnissen schließen die Forschenden eine jahrhundertalte Wissenslücke. Die Entdeckung der neuen Peptide hat Bedeutung für die medizinische Wirkstoffforschung und eröffnet neue Perspektiven auf die Immunabwehr und den Umgang mit Mikroben in sozialen Insektengemeinschaften. Die Studie ist im Fachmagazin Science Advances erschienen.
Schweiz will Ausstiege aus Schweinehaltung fördern
Züchterische Fortschritte, eine verbesserte Tiergesundheit sowie höhere Leistungen in den Betrieben haben in den vergangenen Jahren in der Schweiz zu einer jährlichen Zunahme der Schweinefleischproduktion um mehr als 1,5 Prozent geführt. Pro Woche werden in der Schweiz rund 48.000 Schweine geschlachtet, verkauft werden jedoch nur 44.000 Tiere. Nach Informationen des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID ist der Auszahlungspreis für Schlachtschweine durch das Überangebot innerhalb eines Jahres stark gefallen.
Um den dadurch entstehenden Preisdruck aus der Branche zu nehmen, stellt der Bund Zuchtbetrieben, die früher aussteigen wollen, bis zu 10 Millionen Franken zur Verfügung. Die Regierung verfolgt mit dieser Maßnahme das Ziel, die Zahl der Schweine zu verringern. Wer an dem Modell teilnimmt, darf den betroffenen Zuchtschweineplatz für 25 Jahre nicht mehr nutzen. Zusätzlich soll während zehn Jahren der Bau neuer Schweineställe untersagt werden.
Das über einen Fonds der Branchenorganisation Proviande finanzierte Vorhaben hat innerhalb der Branche zu kontroversen Diskussionen geführt. So werden fehlende Abklärungen sowie eine unzureichende Ausarbeitung des Modells kritisiert.
Datenbank für Falltiere gefordert
In Deutschland versterben jedes Jahr Millionen Nutztiere auf landwirtschaftlichen Betrieben schon vor der Schlachtung. Die Hauptgründe sind Krankheiten oder Verletzungen, die sich Geflügel und Schweine sowie andere Tiere aufgrund von schlechten Haltungsbedingungen zuziehen. Wie hoch die Zahl der sogenannten Falltiere genau ist, steht nicht fest. Lediglich für Rinder wird jährlich eine Zahl ermittelt, die bei ca. 500.000 Tieren pro Jahr liegt.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher von der Bundesregierung, eine Datenbank über die Sterblichkeitsraten von Nutztieren zu erstellen, um einen grundlegenden Überblick über die tatsächliche Zahl der Tiere, die die Schlachtung gar nicht erst erreichen, sondern verenden oder notgetötet werden müssen, zu erhalten.
„Die Bundesregierung hat offensichtlich kein Interesse daran zu wissen, wie viele Tiere in Deutschland “für die Tonne” gezüchtet werden“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Trotz bestehender Strukturen zur Entsorgung der Tiere werden diese Daten nicht systematisch gesammelt oder ausgewertet. Dadurch bleibt unsichtbar, wie groß das tatsächliche Ausmaß von Tierverlusten in der Landwirtschaft ist und wo die größten tierschutzrelevanten Probleme liegen.“
Gemäß Koalitionsvertrag sollte „eine praxistaugliche Rechtsgrundlage für Kontrolle und Kennzeichnung von toten Tieren in Verarbeitungsbetrieben tierischer Nebenprodukte" geschaffen werden, was bisher nicht umgesetzt wurde, so der Verband. Die Tierschützer:innen fordern daher eine verpflichtende bundesweite Erfassung aller „Falltiere“ und ihrer Todesursachen in einer Datenbank.
Hessen stellt Broschüre rund um die Schaf- und Ziegenhaltung vor
Schafe und Ziegen tragen seit Jahrtausenden durch ihre Beweidung wesentlich zur Förderung der biologischen Vielfalt bei und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der Kulturlandschaft in Deutschland. Mit einer überarbeiteten Broschüre möchte das Land Hessen die Situation von Halter:innen dieser kleinen Wiederkäuer verbessern und neue Perspektiven aufzeigen.
Die Broschüre „Schaf- und Ziegenhaltung in Hessen“ bietet den Halter:innen und politischen Entscheidungsträger:innen umfassende Informationen zum Herdenschutz und beleuchtet unter anderem Tiergesundheit, Tierwohl und Wirtschaftlichkeit in der Haltung. Gleichzeitig möchte das hessische Landwirtschaftsministerium die gesellschaftliche Wahrnehmung und Wertschätzung dieser Haltungsformen stärken. Interessierten steht die Broschüre auf der Internetseite des Ministeriums zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus informiert die Broschüre über Bildungs- und Beratungsangebote des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH), Fördermöglichkeiten des Landes und stellt ausgewählte Projekte vor.
Da Ziegen sich auch als Haustiere zunehmender Beliebtheit erfreuen und nicht nur als Nutztiere gehalten werden, bietet Myvetlearn.de zwei Online-Seminare zu den kleinen Wiederkäuern für die tierärztliche Fortbildung an. Die beiden Kurse wurden in Zusammenarbeit mit der Tierklinik für Reproduktionsmedizin und Neugeborenenerkrankungen der Justus-Liebig-Universität durchgeführt.
Bekämpfung von Nagetieren schützt vor Infektionen mit Hantaviren
In den vergangenen Tagen haben Hantavirus-Fälle für viel Aufregung gesorgt. Auf dem unter niederländischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiff "Hondius" hatten sich einige Passagiere mit dem in Südamerika vorkommenden Andesvirus angesteckt. Drei Personen, darunter eine Deutsche, starben an der Infektion. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich das Virus mit großer Wahrscheinlichkeit von Mensch zu Mensch übertragen, was bei diesem Erreger nur in seltenen Fällen und bei engem Kontakt stattfindet. Nach aktueller Einschätzung der WHO handelt es sich jedoch um ein sehr seltenes und lokal begrenztes Ereignis.
Auch wenn Infektionen auch in Deutschland verbreitet seien, gäbe es bislang keine Informationen über Übertragungen von Mensch zu Mensch für die in Europa vorkommenden Hantaviren, stellt auch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) klar. Das Risiko einer Infektion bestehe hierzulande etwa durch den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Kleinsäuger, also mit Urin, Kot oder Speichel, z.B. wenn erregerhaltiger Staub eingeatmet wird.
Eine besondere Relevanz in Deutschland hat das Puumala-Virus, dessen natürlicher Reservoirwirt die Rötelmaus ist. Zu den hierzulande vorkommenden Hantaviren gehören zudem das Dobrava-Belgrad-, Tula- und das Seoul-Virus. Die natürlichen Reservoirwirte des Andesvirus, bestimmte Zwergreisratten, sind hingegen auf Südamerika beschränkt. Da es keinen Impfstoff oder eine spezifische antivirale Therapie gegen Infektionen mit Hantaviren gibt, sollte unbedingt der Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Reservoirwirte vermieden werden. Weiterhin ist eine konsequente Bekämpfung von Nagetieren im Wohnumfeld sowie die Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere beim Umgang mit möglicherweise kontaminiertem Staub, von Bedeutung. Neben Mäusen und Ratten als natürliche Wirte wurden in den vergangenen Jahren auch neue Hantavirus-Typen bei bislang unbekannten Reservoirwirten wie Spitzmäusen, Maulwürfen und Fledermäusen nachgewiesen.
Die Viren bleiben außerhalb des Wirts – selbst im getrockneten Zustand – bis zu zwei Wochen infektiös. Infektionen können ganzjährig auftreten. Ein erhöhtes Risiko für eine Infektion besteht insbesondere zwischen April und September, jedoch sind Übertragungen ganzjährig möglich. Bei einer Erkrankung zeigen sich Symptome wie plötzliches hohes Fieber über mehrere Tage sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Schwere Verläufe mit inneren Blutungen oder akutem Nierenversagen sind selten und treten in weniger als einem Prozent der Fälle auf.
EU-Parlament fordert mehr Unterstützung von heimischen Tierhaltenden
Ende April 2026 hat das Europäische Parlament eine Entschließung zur stärkeren Unterstützung der Tierhaltenden in Europa verabschiedet. Darin fordern die Parlamentarier:innen die Europäische Kommission auf, Maßnahmen festzulegen, um die Tierhaltenden vor der Konkurrenz durch Importe aus Drittstaaten zu schützen und eine Verlagerung der Produktion ins außereuropäische Ausland zu verhindern.
Neben Maßnahmen zur Sicherung der Budgets der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), der Berücksichtigung der EU-Standards für Tierschutz, Tiergesundheit und Umweltverträglichkeit in allen Handelsabkommen und einer optimierten Vermarktung von EU-Tierprodukten im Ausland, fordert das Parlament unter anderem auch eine verbesserte EU-Koordinierung bei Impfstrategien, Früherkennungssystemen und Datenaustausch, einschließlich einer zentralen Impfdatenbank sowie Entschädigungsregelungen für von Krankheitsausbrüchen betroffene Landwirt:innen.
Mit diesen Maßnahmen soll der zunehmende ökonomische, ökologische und soziale Druck der Tierhaltenden verringert werden, damit ein weiterer Rückgang der Tierzahlen in Europa verhindert wird.
Erneuter Rinder-Diebstahl in Brandenburg
Nachdem bereits im April diesen Jahres 70 junge Rinder aus einem Stall in Brandenburg entwendet worden sind, ist es nun zu einem weiteren Rinder-Diebstahl in dem Bundesland gekommen. Betroffen ist ein Landwirt aus Raddusch im Spreewald, dessen 48 Rinder von der Weide gestohlen wurden. Wie die Polizei in Cottbus mitteilt, war der Landwirt im Begriff, seine Tiere zu impfen, als er den Diebstahl feststellte. Der rein finanzielle Schaden betrage rund 75.000 Euro, so die ermittlende Kriminalpolizei.
Der Vorstandsvorsitzende der von dem Diebstahl im April betroffenen Agrargenossenschaft, Michael Jänsch, vermutet, dass die Täter:innen mit einem Sattelschlepper rückwärts an den Stall gefahren sind, nachdem sie das Tor aufgebrochen hatten. Darauf hatten Lkw-Spuren hingedeutet. Die 70 entwendeten Rinder gehören der Rasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind an, sind alle weiblich und zwischen drei und sechs Monate alt. Noch nicht geklärt ist bis jetzt, wo Tiere in beiden Fällen gebracht worden sind. Da die Polizei noch völlig im Dunkeln tippt, ist die Bevölkerung dringend aufgerufen, sich mit Hinweisen an sie zu wenden.
Wettbewerbsfähigkeit der Industrie muss gestärkt werden
Für den Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) steht im nächsten Monat der Umzug nach Berlin an. Sein 40-jähriges Bestehen hat der Verband noch einmal in Bonn mit rund 200 Mitgliedern und Gästen gefeiert. In verschiedenen, unterschiedlich besetzten Podiumsdiskussionen zum Thema Perspektiven für die Tiergesundheit von morgen - Chancen und Herausforderungen zwischen Innovationen, Regulierung und Verantwortung wurde ein Fazit des vergangenen Jahres gezogen.
So war das nationale politische Umfeld durch die Regierungsneubildung mit komplexen Koalitionsverhandlungen und einem Reformwillen mit angezogener Handbremse geprägt. Gesetzesinitiativen wie die Änderungen am Tierarzneimittelgesetz (TAMG), das bereits in der vorherigen Legislatur begonnen worden waren, wurden beschlossen.
Die Rahmenbedingungen für die Tiergesundheitsbranche und die für sie in vielen Facetten bedeutende chemische Industrie wurden durch die US-Präsidentschaft, die Unsicherheiten auf Handelspolitik und internationale Konflikte schuf, weiterhin maßgeblich beeinflusst. Der BfT weist in einer aktuellen Presseaussendung darauf hin, dass die Branche daher gefordert ist, internationale Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.
Zu den weiterhin elementaren Aufgaben der Politik und der Gesellschaft gehören die überbordende Bürokratie, steigende Kosten, Ausbrüche von neuen und alten Tierseuchen sowie steigende gesellschaftliche Erwartungen mit Blick auf Tierwohl, Klima- und Umweltschutz.
Der Tiergesundheitsmarkt könne auf eine stetig positive Entwicklung in vier Jahrzehnten der Marktbeobachtung blicken. Um die regelmäßige Versorgung der Tiere und die notwendigen Innovationen sicherzustellen, bleibe es für die veterinärpharmazeutische Industrie wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland und Europa deutlich zu stärken, lautet die abschließende Forderung des Verbandes.
Garten-Vignette für den Igelschutz
Igel finden immer weniger Lebensraum, denn versiegelte Flächen sowie Zäune und Mauern nehmen den Wildsäugern den Platz für Rückzugsmöglichkeiten. Damit wird auch Suche nach Nahrung und Paarungspartnern massiv erschwert.
Um den bedrohten Tieren das Leben zu erleichtern und (über)lebenswichtige Wege für Igel wieder zu öffnen, hat Tierschutz Austria die Garten-Vignette ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist, Gärten in sichere Zufluchtsorte für Igel und andere Wildtiere umzuwandeln. Die Garten-Vignette zeigt: Hier sind Igel willkommen. Schon mit einem kleinen Durchgang von 13 x 13 Zentimetern im Gartenzaun könne dem Igel „freie Durchfahrt“ ermöglicht werden, sagt Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria.
Teilnehmende Personen müssen lediglich ihren Garten mit nur kleinen Veränderungen igelfreundlich und wildtierfreundlich gestalten, damit wichtige Rückzugsorte geschaffen werden und sichere Wege erhalten bleiben. Nach dem Registrieren ihres Gartens erhalten die Besitzer:innen ihre Garten-Vignette und unterstützen damit den Tier- und Artenschutz.
Nur kurze Zeit nach dem Start der Initiative sind bereits 275 Gärten registriert, 150 Vignetten verkauft und mehr als 100.000 Quadratmeter Gartenfläche naturnah gesichert worden. Durch die Vernetzung dieser Flächen ist schon jetzt eine über 10 Kilometer lange „Igel-Straße“ entstanden – ein wachsendes Netzwerk an Lebensräumen für Wildtiere im Siedlungsraum.
„Dass so viele Menschen in so kurzer Zeit mitmachen, freut uns enorm, damit hatten wir nicht gerechnet“, erklärt Aschauer. „Jeder Garten, der dazukommt, macht die Igel-Straße länger und den Lebensraum für Wildtiere größer.
“
Da verletzte oder kranke Igel auch immer häufiger in der Tierarztpraxis landen, bietet Myvetlearn.de eine Online-Fortbildung für Tierärzt:innen an. TFAs können sich mit der vierteiligen Reihe zu Wildtieren online fortbilden.
Mehr Geld für Rinderhaltende bei TBC-Ausbrüchen
Offiziell gilt Frankreich als frei von der Rindertuberkulose. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ANSES wurden besonders im Südwesten des Landes sowie in der Normandie immer wieder TBC-Ausbrüche nachgewiesen. Trotz umfangreicher Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen hatten diese Ausbrüche lokal teils erhebliche Auswirkungen. Zu einer der möglichen Ursachen zählt die lange Überlebensdauer des Erregers in der Umwelt, wodurch auch indirekte Infektionen möglich sind.
Um die Rinderhalter:innen im Fall eines Tuberkulose-Ausbruchs besser zu entschädigen, hat die französische Regierung nun die Entschädigungszahlungen deutlich erhöht. Demnach erhalten die Landwirt:innen über zwei Jahre eine pauschale Zahlung in Höhe 3.350 Euro für jedes gekeulte Tier. Wie Landwirtschaftsministerin Annie Genevard mitteilt, gilt die Regelung rückwirkend ab Beginn des Wirtschaftsjahres 2025/26. Weiterhin können sich künftig die Tierhaltenden auch Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen vollständig staatlich finanzieren lassen, die Kosten für den Abtransport der gekeulten Tiere werden ab sofort ebenfalls erstattet. Im Rahmen des Programms zur vorübergehenden Produktionsausfallkompensation können Beihilfen für Milchbetriebe künftig erhöht werden.
Mit der Erhöhung der Zahlungen beugt sich die Regierung den Forderungen verschiedener Agrarverbände. Die begrüßen den Beschluss und erwarten, dass dadurch Maßnahmen zur Bekämpfung der Rindertuberkulose konsequenter umgesetzt werden. Gleichzeitig fordern sie die vollständige Umsetzung des Tuberkulose-Maßnahmenplans für den Zeitraum 2024 bis 2029.
Deutscher Erdüberlastungstag 2026 bereits am 10. Mai
Der ökologische Fußabdruck errechnet sich aus dem Verbrauch von Wasser, Holz oder anderen Rohstoffen, aber auch Müll und Abgase fließen mit in die Bilanzierung rein. Der Earth Overshoot Day ist der Tag, an dem die Weltbevölkerung alle Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde pro Jahr auf natürlichem Weg ersetzen kann. Der deutsche Erdüberlastungstag fällt in diesem Jahr auf den kommenden Sonntag (10.05.2026). Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Menschen hierzulande mehr natürliche Ressourcen verbraucht haben, als bis Ende des Jahres wieder nachwachsen können. Deutschland rutscht damit in diesem Jahr rund 8 Wochen früher als in 2025 auf seinem imaginären Umweltkonto in die roten Zahlen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert daher Sofortmaßnahmen wie Tempolimit und den raschen Ausbau erneuerbarer Energien. „Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig. Der Iran-Krieg zeigt uns, wie abhängig wir von fossilen Rohstoffen sind, die immer knapper werden. Anstatt umzuschwenken auf Erneuerbare, setzen wir weiter auf Kohle, Öl und Gas. Wir treiben damit unseren CO2-Austoß weiter in die Höhe und zerstören so unsere Wälder, Wiesen, Flüsse und Meere, unsere Lebensgrundlagen und den Lebensraum von Tieren. Mit Strom aus Sonne und Wind, Wärmepumpen und leichten, kleinen und sparsamen E-Autos schaffen wir Unabhängigkeit, Planungssicherheit und Klimaschutz“, betont Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND.
Mithilfe von sofortigen Maßnahmen könne die Überlastung bald sinken, sagt Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Aber diese und weitere ermutigende Trends müssen stark beschleunigt werden, um irreversible Klima-Kipppunkte und massive weitere Artenverluste zu verhindern", so Bals abschließend.
Vor nahezu 40 Jahren hat Deutschland sein Ökokonto nur leicht überzogen: Damals war der Earth Overshoot Day "erst" am 19. Dezember. Von diesem Datum sind wir inzwischen weit entfernt.
AK bei Hausschweinen in den USA
Erstmals seit 22 Jahren ist die Aujeszkysche Krankheit (AK), auch Pseudowut genannt, in den USA bei Hausschweinen nachgewiesen worden. Am 22. April 2026 ist das Virus bei fünf Ebern in einem Betrieb in der Nähe von Eldora im Hardin County (Iowa) festgestellt worden. Nach Angaben des Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) stammten alle betroffenen Tiere aus einer Freilandhaltung. Auch innerhalb des Herkunftsbetriebes wurden laut APHIS weitere Schweine positiv auf Pseudowut getestet. Die infizierten Schweine wurden gekeult. Gemäß einer Erklärung der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH), sei kein Sperma von betroffenen Tieren ins In- oder Ausland versandt worden.
Die Aujezsky-Krankheit wird durch das SchweineHerpesvirus 1 verursacht. Erkrankte Tiere zeigen Symptome wie Atemwegsbeschwerden und Fortpflanzungsstörungen wie Fehlgeburten und Totgeburten. Bei Ferkeln können die Symptome Koordinationsstörungen, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall umfassen. Ältere Schweine können unter Niesen, Husten, Lungenentzündung und in einigen Fällen unter Erblindung leiden.
Während Hausschweinebestände hierzulande offiziell als frei von der Aujezsky-Krankheit gelten, zirkuliert das Virus in der Wildschweinepopulation. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2.000 Wildschweine positiv auf AK getestet. Die Krankheit kann auch für andere Säugetiere fatal sein, insbesondere für (Jagd)Hunde. Deswegen sollte jeglicher Kontakt zu Wildschweinen vermieden und niemals rohes Wildschweinfleisch verfüttert werden. Das Virus ist extrem widerstandsfähig und überlebt selbst in tiefgekühltem Fleisch viele Wochen.
Bewerbungsfrist für den Tierschutzpreis Rheinland-Pfalz gestartet
Bereits seit über 30 Jahren schreibt das Land Rheinland-Pfalz den Tierschutzpreis aus. Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Preis ist gerade gestartet. Bis zum 30. September 2026 können einzelne Personen oder Gruppen, die im Bereich Tierschutz tätig sind, von Behörden, dem Tierschutzbeirat des Landes sowie Organisationen für die Auszeichnung vorgeschlagen werden.
Der Tierschutzpreis Rheinland-Pfalz ist mit 10.000 Euro dotiert und wird in vier Kategorien vergeben: für den besonderen ehrenamtlichen Einsatz und vorbildliche Einzelbeiträge für den Tierschutz sowie den vorbildlichen beruflichen Umgang mit Tieren und Projekte im Jugendtierschutz.
„Der Preis verhilft einzelnen Projekten und damit der Bedeutung des Tierschutzes zu Sichtbarkeit und soll zur Nachahmung anregen“, betont Umweltministerin Katrin Eder. Vorschläge, die Personen oder Institutionen in Rheinland-Pfalz betreffen, werden vorrangig berücksichtigt.
Neues Förderkonzept zum Schutz der Honigbienen in NRW
In zahlreichen deutschen Bundesländern hat sich die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ausgebreitet, so auch in Nordrhein-Westfalen. Die als invasive Art eingestuften Insekten haben sich dank der gestiegenen Temperaturen im vergangenen Jahrzehnt so stark vermehrt, dass eine Ausrottung nicht mehr als realistisch gilt.
Die Asiatische Hornisse ist als große Bedrohung der heimischen Bienenvölker anzusehen. Zum Schutz der Honigbienen hat das Land Nordrhein-Westfalen nun ein neues Förderkonzept entwickelt. Das neue Maßnahmenpaket gegen die invasive Art basiert auf drei zentralen Säulen: Stärkung der Qualifizierung für sachkundige Bekämpfung, die finanzielle Unterstützung für Bekämpfungstechnik sowie bei der besseren Schutzausstattung von Imker:innen und eine Prämienauszahlung für die fachkundige Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse.
Nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen ist das neue Förderkonzept ein starkes Signal für den Artenschutz und die Imkerei. Die Umsetzung erfolgt durch die Landesimkerverbände Westfalen-Lippe und Rheinland sowie die NRW-Landesgruppe des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.
Illegaler Handel mit Tieren wieder angestiegen
Die bislang ergriffenen Maßnahmen gegen den illegalen Heimtierhandel scheinen noch nicht ausreichend zu sein. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes wurden im Jahr 2025 noch immer zu viele illegal nach Deutschland importierte Tiere entdeckt. Gemäß einer aktuellen Auswertung haben die Behörden in 257 Fällen ermittelt, bei denen mindestens 2.250 Tiere involviert waren. Damit ist die Zahl im Vergleich zu 2024 wieder gestiegen.
Unter den nahezu 600 Hunden, die im vergangenen Jahr befreit werden konnten, waren besonders häufig Rassehunde wie Zwergspitze, Malteser oder Pudel entdeckt worden. Zudem konnten die Behörden 56 Katzen und 1.596 Landschildkröten, Vogelspinnen, Koikarpfen und verschiedene Vogelarten sowie sechs Affen, zwei Zebras, ein Serval und eine Antilope sicherstellen. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass die Dunkelziffer weitaus höher anzusiedeln ist, denn noch immer bleiben zu viele Fälle unentdeckt.
„Der skrupellose Handel mit Hunden und Katzen geht unaufhörlich weiter. Nach den Rekordzahlen während der Coronapandemie und einem Rückgang nach der Pandemie beobachten wir aktuell wieder eine steigende Tendenz. Zudem werden auch viele Wildtiere verschiedenster Arten illegal transportiert“, erklärt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.
Angesichts der gestiegenen Zahlen erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem Verbot des Onlinehandels mit Tieren, zumindest aber strengere gesetzliche Vorgaben. Unter anderem fordern die Tierschützer:innen einen verpflichtenden Identitätsnachweis der Händler:innen sowie eine Verpflichtung der Portalbetreiber, Anzeigen vor ihrer Freischaltung prüfen. Eine wichtige Maßnahme gegen den illegalen Tierhandel sei die jüngst vom EU-Parlament verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen in Europa, so der Tierschutzbund.
Videoüberwachung in Schlachthöfen soll Pflicht werden
Die Einführung einer verpflichtenden Videoüberwachung in größeren Schlachthöfen steht kurz vor der Entscheidung. Mitte der vergangenen Woche hat die Bundesregierung den Entwurf eines 5. Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen. Wenn der Bundestag dem Gesetzesentwurf zustimmt, sollen Schlachtbetriebe ab einer festgelegten Größe ab dem 1. Januar 2027 verpflichtet werden, Videoaufzeichnungen von tierschutzsensiblen Vorgängen am Schlachthof anzufertigen und diese der zuständigen Kontrollbehörde zur Verfügung zu stellen.
Das Gesetz soll für Betriebe gelten, die jährlich 150.000 Geflügel-Tiere oder 1.000 sogenannte Großvieheinheiten schlachten, also 1.000 Rinder oder 5.000 Mastschweine. Kleinere Schlachtbetriebe sollen demnach von dieser Verpflichtung ausgenommen sein. Jedoch sieht das Gesetz vor, dass die Landesbehörden eine Videoüberwachung auch für kleinere Betriebe anordnen können, wenn tatsächliche Anhaltspunkte für Verstöße gegen Tierschutzvorschriften bestehen.
„Die Kameras sind wie ein Tierschutz-Assistent“, erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. „Wer Tiere auf den letzten Metern ihres Lebens schlecht behandelt, muss dafür geradestehen.“
Mecklenburg-Vorpommern bündelt Wolfsmanagement im Ministerium
Am 30. April wird jedes Jahr der internationale Tag des Wolfes begangen. Diesen Tag sowie die veränderten rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen hat das Land Mecklenburg-Vorpommern (MV) zum Anlass genommen, wichtige Weichen für die Zukunft des Wolfsmonitorings im Land zu stellen. So soll das bisher in Jasnitz angesiedelte Wolfskompetenzzentrum künftig organisatorisch in das Agrarministerium integriert werden. Zudem arbeitet das Land derzeit an einem eigenen Wolfsmanagementplan.
„Wir reagieren damit auf neue Anforderungen im Umgang mit dem Wolf. Mit der Bündelung im Ministerium stellen wir sicher, dass fachliche Expertise, rechtliche Bewertung und politische Steuerung noch enger verzahnt sind“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
In MV leben aktuell 26 Wolfsrudel und zwei Paare (2024/25: 28 Rudel, 5 Paare, ein Einzeltier). Trotzdem die Population stabil geblieben ist, wurden mehr Nutztierrisse verzeichnet. In den vergangenen 19 Jahren hat das Land mehr als 270.000 Euro an Kompensationszahlungen beglichen.
„Diese Entwicklung zeigt, dass wir den Schutz des Wolfs und die berechtigten Interessen der Weidetierhalter gemeinsam denken müssen. Unser Ziel ist ein funktionierendes Wolfsmanagement, das beides in den Blick nimmt“, so Backhaus.
Mit der neuen Bündelung sollen sowohl Entscheidungswege verkürzt als auch Abläufe verbessert sowie die Handlungsfähigkeit im Wolfsmanagement weiter gestärkt werden. Das Kompetenzzentrum bleibt dabei eine zentrale Schnittstelle zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung.
Abschließend warb der Minister für einen sachlichen Umgang mit dem Thema: „Der Wolf polarisiert. Umso wichtiger ist es, dass wir faktenbasiert diskutieren und praktikable Lösungen entwickeln. Unser Anspruch ist es, sowohl dem Artenschutz als auch den Interessen der Menschen im ländlichen Raum gerecht zu werden.“
Erneut Borna-Virus-Opfer in Bayern
In Bayern ist erneut ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Borna-Virus (BoDV-1) gestorben. Die Infektion sei im Raum Bad Wörishofen im Landkreis Unterallgäu nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt mit. Das Virus wird überwiegend von der Feldspitzmaus übertragen. Aktuell sei jedoch nicht bekannt, wo und wie sich die Person infiziert habe. Infizierte Tiere scheiden das Virus unter anderem über Kot, Urin, Speichel und die Haut aus, ohne selbst zu erkranken.
Jährlich werden bundesweit weniger als zehn Infektions-Fälle gemeldet, ein Großteil davon in Bayern.
Erst im März wurde ein Infektions-Fall im Landkreis Erding gemeldet. Im Herbst 2025 starb im Landkreis Tirschenreuth eine 57 Jahre alte Person. Wenige Monate zuvor waren zwei Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm an dem Borna-Virus gestorben. Für die Häufung von zwei Borna-Fällen in der Gegend gab es damals keine Erklärung.
Neues Online-Game macht Tierschutz spiel- und erfahrbar
Um den professionellen Tierschutz sichtbarer zu machen, hat der Deutsche Tierschutzbund das Online-Spiel Animal Rescue Tycoon entwickelt. Das kostenfreie Online-Game hat das Ziel, den Spieler:innen den Alltag vieler Tierrettungsvereine in Deutschland näher zu bringen.
„Tierschützer leisten jeden Tag Unglaubliches, um das Leben von Tieren zu retten. Mit dem Spiel wollen wir diesen Alltag ein Stück weit erfahrbar machen - und so auch gezielt junge Menschen erreichen, die bislang wenig Berührungspunkte mit organisiertem Tierschutz hatten“, betont Dominik Brauckmann, Referent für Fundraising beim Deutschen Tierschutzbund.
Durch mögliche In-Game-Käufe können die meist jungen Gamer:innen die Arbeit der Tierschutzvereine unterstützen. In dem Spiel müssen Tiere aus Notsituationen gerettet werden sowie Auffangstationen aufgebaut und Pflege, Unterbringung und Versorgung der Tiere organisiert werden. Dabei beruhen die Spielmissionen auf realen Erfahrungen und der fachlichen Expertise des Deutschen Tierschutzbundes.
Für das Gemeinschaftsgefühl könne das Spiel von bis zu vier Spieler:innen gespielt werden, so Brauckmann. Animal Rescue Tycoon werde fortlaufend weiterentwickelt und zukünftig um neue Tiere, Story-Elemente und Gameplay-Funktionen ergänzt, erklärt der Tierschützer abschließend.
Der Großteil der Einnahmen aus dem Spiel fließt direkt in die Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes.
Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen soll beschleunigt werden
Der Deutsche Bundestag hat am 26. März 2026 beschlossen, die Anerkennung in Heilberufen zu beschleunigen. Demnach gilt für Ärzt:innen aus Drittstaaten ab dem 1. November 2026 eine schnellere sowie einheitliche und digitale Anerkennung.
Nach Zustimmung durch den Bundesrat sollen sich einerseits die Kenntnisprüfungen um eine Berufszulassungsprüfung im ärztlichen Bereich nicht auf etwaige Defizite konzentrieren, sondern gleiche Standards für alle anlegen. Andererseits haben die Bundesländer ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, sprachliche Kompetenzen von Antragstellenden aus Drittstaaten bereits vor der Berufsqualifikation zu prüfen.
„Anerkennungsverfahren von Berufsqualifikationen dürfen nicht länger der Flaschenhals bei der schnellen Integration von qualifizierten Fachkräften in unseren Arbeitsmarkt sein, die unser Land dringend benötigt. Die direkte Kenntnisprüfung soll zum Regelfall werden und den Zugang in den Arbeitsmarkt deutlich beschleunigen. Einheitliche Standards und digitale Verfahren entlasten alle Seiten von überflüssiger Bürokratie. Schnelligkeit bei Verwaltungsakten ohne Abstriche bei unseren hohen Standards an die Versorgungsqualität und Patientensicherheit – genau das wird dieses Gesetz leisten“, erklärt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Dem neuen Gesetz zufolge soll eine elektronische Übermittlung (z.B. Datenaustausch zwischen Behörden) sowie als Alternative zur Schriftform auch die elektronische Form (z.B. Verzicht auf die Approbation) zulässig sein.
Für die Tiermedizin gilt dies nicht automatisch, da die Veterinärmedizin dem Bundeslandwirtschaftministerium und nicht dem Gesundheitsministerium unterstellt ist.
Sperrgebiet nach weiterem ASP-Fund in Katalonien ausgeweitet
Nach 30 Jahren ist im November 2025 erstmals auch in Spanien die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Zwei infizierte Wildschweine waren im Raum Barcelona (Katalonien) aufgefunden worden. Seitdem breitet sich die Tierseuche weiter aus. Mittlerweile sind zwölf Gemeinden in der Provinz Katalonien von Ausbrüchen betroffen. Zuletzt war ein infiziertes Wildschwein in einer bislang unbetroffenen Region entdeckt worden, was zu einer Neuausrichtung der Gebietsgrenzen der ASP-Sperrzone geführt hat.
Insgesamt wurden in den vergangenen fünf Monaten 248 infizierte Tiere gefunden. Rund 3.740 weitere Tiere wurden nach Angaben des spanischen Landwirtschaftsministerium untersucht und negativ auf das Virus getestet.




