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11.08.2020: Übernahme der Bayer Animal Health durch Elanco Animal Health abgeschlossen

Am 3. August 2020 hat Elanco Animal Health Incorporated (NYSE: ELAN) den Abschluss der Übernahme von Bayer Animal Health bekannt gegeben. Die Transaktion im Wert von 6,89 Milliarden US-Dollar skaliert Elancos Größe und Fähigkeiten und positioniert das Unternehmen langfristig als führendes Unternehmen in der attraktiven, beständigen Tiergesundheitsbranche. "Dieser Meilenstein ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg von Elanco. Aber letztendlich geht es heute darum, das Leben von Tieren und Menschen zu verbessern und die Gesundheit des Planeten zu fördern. Haustiere und Proteine waren noch nie so wichtig wie heute. Lücken in der Nahrungsmittelversorgung und zunehmende Arbeitslosigkeit steigern die Herausforderungen für die Ernährungssicherheit auf der ganzen Welt. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass die vermehrte Zeit
zu Hause die langfristige Beziehung zwischen Haustieren und ihren Besitzern verändert hat, da Haustiere zunehmend wertvolle emotionale Unterstützung bieten. Wir wissen, das Leben von Tieren zu verbessern, macht auch unser Leben besser", erklärte der Präsident und CEO von Elanco, Jeff Simmons, während einer Pressekonferenz. Die Kombination von Elanco und Bayer Animal Health verbindet die bestehende starke Beziehung von Elanco zum Tierarzt mit dem Schwerpunkt von Bayer Animal Health im Einzelhandel und im Online-Bereich, um einen führenden Omnichannel-Anbieter zu schaffen, der optimal positioniert ist, um Tierärzte und Tierhalter dort zu bedienen, wo sie einkaufen möchten. Der Zusammenschluss erhöht Elancos Geschäft im Heimtierbereich auf etwa 50 Prozent des Umsatzes und verdreifacht fast das internationale Geschäft des Unternehmens im Bereich Heimtiergesundheit.

11.08.2020: Neuer Schweinestall des FBN Dummersdorf bezugsbereit

Der Erweiterungsanbau an der Experimentalanlage Schwein am Leibniz-Institut für Nutztierforschung Dummerstorf (FBN) ist am vergangenen Montag eröffnet worden. Der neue Stallkomplex bietet Platz für 24 Sauen und ihren Nachwuchs. Sechs Gruppen mit jeweils vier Tieren werden für vergleichende Forschungen gehalten. Der Stall, seine Flächen und seine Ausgestaltung entsprechen den Vorgaben für die ökologischen Sauenhaltung mit einem entsprechenden, dauerhaften Auslauf für die Schweine. In den Stall wurde zudem umfangreiche
Technik eingebaut, um die Daten aus dieser Haltung genau erfassen zu können. "Verschiedene Schweinerassen werden dahingehend verglichen, wie sie mit den unterschiedlichen Haltungssystemen zu Recht kommen. Es ist denkbar, dass alte Schweinerassen durch stärker Tierwohl orientierte Haltungssysteme wieder an Bedeutung gewinnen werden. Für die Erhaltung der genetischen Vielfalt und die Stärkung regionaler Erzeugungs- und Verarbeitungsketten wäre das durchaus hilfreich“, erklärte der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus.

11.08.2020: Thüringen plant Machbarkeitsstudie für mehr regionale Schlachthöfe

Mit einer Machbarkeitsstudie möchte Thüringens Landwirtschaftsstaatssekretär Torsten Weil die Möglichkeit zur Etablierung von regionalen Schlachtstätten im Freistaat prüfen lassen. Dies brachte er in einem Brief an mehrere Akteure aus Landwirtschaft und Fleischverarbeitung zum Ausdruck und verdeutlichte dabei zugleich, dass das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft eine solche Ausarbeitung finanziell unterstützen und fachlich begleiten werde. „Bei meinen zahlreichen Besuchen in Thüringer Agrarbetrieben wurde häufig die fehlende Möglichkeit
der regionalen Schlachtung angesprochen. Wir wollen die regionale und somit direkte Vermarktung von Lebensmittel stärken. Dabei zählen für die Verbraucher vor allem maximale Transparenz und nachvollziehbare Produktionsketten. Diese kann man hervorragend mit regionalen Schlachtstätten im Freistaat gewährleisten“, so Weil. Zudem führe dies zu kurzen Transportwegen und weniger Stress für die Tiere. Die vorgeschlagene Studie könnte laut Ausführungen Weils Hilfe bei der Unternehmensbeschreibung, Standortfindung bis hin zu Förder- und Bauunterlagen leisten.

11.08.2020: Hitze-Tipps von Tierärzten für Hundehalter

Wie es sich an den Hundstagen gehört, herrschen in ganz Deutschland aktuell hohe Temperaturen und ein wirklicher Wetterwechsel ist nicht in Sicht. Deshalb gibt die Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) Tipps für den Umgang mit Hunden während der Hitzeperiode. Da Hunde lediglich an den Pfoten und an der Zunge über Schweißdrüsen verfügen, kühlen sie sich durch Hecheln ab. Wie für den menschen ist es auch für Hunde sehr wichtig, an heißen Tagen, an denen sie viel Flüssigkeit verlieren, den Flüssigkeitsverlust auch wieder auszugleichen. Daher sollten Hunde immer freien Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Weiterhin sollte unbedingt immer ein schattiger Platz zur Verfügung stehen, möglichst mit kühlendem Untergrund. Besonders ältere und kurznasige Hunde wie Möpse oder Französische Bulldoggen sind sehr hitzeanfällig und können leichter überhitzen – durch ihren gezüchtete Nasenform sind die oberen Atemwege verkürzt und sie verfügen über viel weniger Wärmeaustauschfläche, sodass sie über das Hecheln nicht so gut abkühlen können. In Bezug auf die Fütterung ist keine Anpassung bei Hitze notwendig. Die längere Gassirunde sollte vornehmlich am frühen Morgen oder in den kühleren Abendstunden erfolgen, während Spaziergänge in der prallen Mittagssonne möglichst vermieden werden sollten. Auf ausgiebige Ballspiele sollte verzichtet werden. Durch die Sonne heitzt sich Sand und Asphalt stark auf und kann sehr heiß werden. Daran ist bei der Auswahl der Gassi-Strecke zu achten, da es sonst zu Verbrennung an den Hundepfoten kommen kann. Die TiHo rät hier, die Temperatur mit der Hand zuvor zu testen. Weiterhin können Hunde mit sehr hellem oder dünnen Fell Sonnenbrand bekommen. An unbehaarten Stellen sind alle Hunderassen gefährdet. Da viele Hunde Sonnencremes sofort ablecken, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Produkte keine für den Hund giftigen Inhaltsstoffe enthalten.
Am besten greift man auf spezielle Tierprodukte zurück oder schützt den Hund vor massiver direkter Sonnenstrahlung. Bei einem Hitzschlag, der sich durch sehr starkes Hecheln mit erschwerter Atmung, einer sehr hohen Atemfrequenz und Herzrasen äußert, sollte der Hund als wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme umgehend gekühlt werden! Am effektivsten funktioniert das über Verdunstungskälte: Der Hund sollte mit kaltem Wasser komplett nass gemacht werden. Auf dem Weg zum Tierarzt sollte im Auto die Lüftung auf die maximale Kühlleistung eingestellt und alle Fenster geöffnet werden. Nicht zu empfehlen ist es, den Hund mit nassen Tüchern einzuwickeln, weil die Wärme so nicht über Verdunstung entweichen kann. Ebenfalls sollte kein Eiswasser bzw. Eis eingesetzt werden, weil sich dadurch die Blutgefäße verengen und der Wärmeverlust verringert wird. Hat der Hund eine Körpertemperatur von 42 Grad Celsius überschritten, ist das lebensgefährlich und kann auch nach einer initialen augenscheinlichen Stabilisierung noch zu verzögert eintretenden Problemen, wie massiven Gerinnungsstörungen oder Nierenversagen führen. Auf jeden Fall sollte der Hund bei Verdacht auf Hitzschlag einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorgestellt werden. Wer seinem Hund durch ein Eis ein wenig Linderung verschaffen möchte, sollte auf spezielles Hundeeis zurückgreifen. Speiseeis für Menschen ist zu reich an Fett und Zucker. Auf gar keinen Fall dürfen Hunden mit Diabetikereis gefüttert werden, weil der darin häufig enthaltene Zuckerersatzstoff Xylit hochgiftig für sie ist. Eine Alternative ist noch selbst hergestelltes Hundeeis.

11.08.2020: Zahl der FSME-Fälle in der Schweiz auf Rekordhoch

In der Schweiz gibt es im laufenden Jahr so viele Fälle von Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) wie je zuvor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt gibt. Allein seit Jahresbeginn wurden 341 FSME-Fälle in der Schweiz gemeldet und die Zeckensaison ist noch lange nicht vorbei. Da der Erreger der FSME durch den Stich des Gemeinen Holzbocks (Ixodus ricinus) übertragen wird, ist mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen. Das BAG rät zu
einer Impfung gegen FSME. Neben FSME übertragen diese Zecken auch Borrelien, sie bei Mensch und Tier eine Borreliose verursachen können. In 2020 seinen bisland rund 10.200 Borreliose-Fälle diagnostiziert worden. Gegen die Borreliose existiert kein Impfstoff, weshalb hier stark auf Zeckenprophylaxe gesetzt werden sollte, um sich und sein Tier zu schützen. Eine unbehandelte Borreliose kann zu bleibenden Behinderungen wie Lähmungen oder sogar zum Tod führen.

10.08.2020: Anmeldefrist für kostenfreies BVL-Antibiotika-Webinar endet in Kürze

Am 11. August 2020 findet vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ein Webinar zum Thema "Antibiotikaeinsatz bei Tieren in Deutschland" statt. Dabei wird Dr. Jürgen Wallmann ein Update zur aktuellen Situation geben. Außerdem werden die von den Tierärztinnen und Tierärzten im Rahmen des BVL E-Leanings zum Thema Antibiotika eingereichten Fragen von den Referenten Dr. Jürgen Wallmann, Dr. Heike Kaspar
und Dr. Christoph Bode beantwortet. Selbstverständlich wird auch auf weitere Fragen der Webinar-Teilnehmer eingegangen. Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist noch bis zum 11. August 2020 um 15:00 Uhr möglich. Für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Online-Fortbildung wird eine ATF-Stunde anerkannt. Die Anmeldung erfolgt über www.Myvetlearn.de; technisch wird das Webinar Vetion.de realisiert.

10.08.2020: Thüringen steigert Schwarzwildstrecke um mehr als 50 Prozent

In Thüringen ist die Schwarzwildjagd im Jagdjahr 2019/2020 nicht zuletzt für den Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) intensiviert worden. Die Jagdstrecke betrug 2019/2020 insgesamt 45.814 Stück Schwarzwild. Damit konnte diese um rund 55 Prozent (+ 29.458) mehr als verdoppelt werden. „Mit Blick auf vorbeugende Maßnahmen gegen die Afrikanischen Schweinepest ist die hohe Jagdstrecke beim Schwarzwild bedeutend zur Seuchenprävention“, sagt Staatssekretär Torsten Weil. Die Jagdstrecken des Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwilds
haben sich im Vorjahresvergleich ebenfalls erhöht. "Besonders in Hinblick auf die im Baltikum, Polen, Tschechien, Belgien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn aufgetretene Afrikanische Schweinepest (ASP) ist die ständige Reduzierung des Schwarzwildbestands von großer Bedeutung.“ Doch ist die Gefahr der ASP nach wie vor nicht gebannt. Aus den Nachbarländern werden immer wieder neue Fälle gemeldet. Vor allem in Polen scheint sich das ASP-Geschehen zu beschleunigen, insbesondere bei Hausschweinen. Um so wichtiger sei eine weiterhin konsequente Bejagung des Schwarzwildes.

10.08.2020: Kinder müssen Hundesprache richtig deuten lernen

Viele Studien haben gezeigt, dass (Klein-)Kinder Signale von Hundes nicht richtig verstehen. So orientieren sich vor allem Kleinkinder hauptsächlich am Kopf und Gesicht des Hundes und halten etwa gefletschte Zähne beim Knurren häufig für Lachen. Außerdem entwickelt sich das Empfinden für Empathie erst ab dem Alter von vier Jahren. Das bedeutet, dass es ihnen vorher nicht möglich ist, sich in die Bedürfnisse des Hundes hineinzuversetzen. „Kinder bemerken oft gar nicht, wenn Hunde mit ihrer Körpersprache vermitteln, dass sie nicht gestreichelt werden wollen. Sie brauchen die Unterstützung von Erwachsenen, um sie richtig zu verstehen“, so Maggie Entenfellner, Vizepräsidentin des Vereines „Tierschutz macht Schule“. Daher ist hier die Anleitung von Kind und Hund im Umgang sehr wichtig. Zudem benötigen Hunde, die mit Kindern zusammen leben, stets eine
Rückzugsmöglichkeit, damit sie ihrem Schlafbedürfnis von bis zu 14 Stunden am Tag nachkommen können. Welpen benötigen sogar bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag. Bekommt der Hund nicht genügend Ruhe, leidet er unter Dauerstress, was zu Verhaltensproblemen führen kann. Auch während der Kind-Hund-Interaktion müssen Erwachsene übergriffiges Verhalten von beiden Seiten sofort unterbinden. „Die Gefahr, die auch vom eigenen Hund ausgehen kann, wird von Eltern oft unterschätzt“, so Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Vetmeduni Vienna. Obgleich sich 85% der Beißunfälle mit bereits vertrauten Hunden ereignen, nicht mit fremden. Klare Regeln helfen, Unfälle zu vermeiden. Diese finden sich u.a. in der Broschüre des Vereins "Tierschutz macht Schule".

10.08.2020: Bundeskabinett berät über 'Rote Gebiete'

Das Bundeskabinett wird am kommenden Mittwoch darüber abstimmen, ob Deutschland hinsichtlich der Nitratbelastung in sogenannte "Rote Gebiete" eingeteilt wird. In diesem Falle sollen bei der Ermittlung der mit Nitrat belasteten Gebiete künftig neben den Nitratgehalten im Wasser auch Standortfaktoren wie die Bodenart und die Grundwasserbildung einbezogen werden. Darüber hinaus sollen auch Nährstoffflüsse aus der landwirtschaftlichen Nutzung dort hineinfließen. Dadurch soll eine bessere Datengrundlage geschaffen werden. Das dafür zu schaffende Messnetz soll mindestens eine Messstelle je 50 km2 beinhalten. Zudem soll die Ausweisung der belasteten Gebiete künftig alle vier Jahre überprüft werden. Besonders wichtig sei jeoch, dass mit dem
vorgelegten Verordnungsentwurf ein bundeseinheitliches Vorgehen geschaffen werde, heißt es von Seiten des Landwirtschaftsministeriums. Bislang gibt es ein von Bundesland zu Bundesland differierendes Vorgehen, das unter den Landwirten zu Unmut geführt hat. Wenn das Kabinett dem Verordnungsentwurf einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) zur Düngeverordnung für eine einheitliche Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten in ganz Deutschland am 12. August 2020 zustimmt, könnte sich der Bundesrat dem Thema bereits am 18. September 2020 annehmen und die AVV dann Ende September 2020 in Kraft treten. Die Roten Gebiete müssten dann von den Ländern bis zum 30.12.2020 ausgewiesen werden.

07.08.2020: Unterscheidung zwischen Haus- und Wildkatze nicht immer leicht

Anlässlich des am 8. August bevorstehenden Tags der Katze klärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Katzenfreunde über die Unterschiede zwischen Wild- und Hauskatze auf. Im Gegensatz zu den 14,8 Millionen Hauskatzen in deutschen Haushalten leben nur geschätzt 6.000 bis 8.000 Wildkatzen in der Republik. „Besonders in den vergangenen Monaten erreichten uns jedoch viel häufiger als sonst Hinweise auf mögliche Wildkatzen", so Friederike Scholz, Wildtierexpertin des BUND. „Das kann auch damit zusammenhängen, dass in der Corona-Zeit mehr Menschen die Zeit zum Spazierengehen und Wandern in ihren Regionen genutzt haben. Bei einigen Hinweisen gehen wir davon aus, dass es sich tatsächlich um echte Wildkatzen handelte." Selbst für Fachleute
ist die Unterscheidung zwischen der Wildkatze und graugetigerten Hauskatze schwierig. „Die wichtigsten Merkmale der Wildkatze sind ihr verwaschen gezeichnetes braun-graues Fell und der buschige Schwanz mit einer schwarzen Spitze und dunklen Ringen", so Friederike Scholz. „Gerade die jungen Kätzchen sehen unseren Hauskatzen aber zum Verwechseln ähnlich." In Deutschland ist die Wildkatze streng geschützt. Ihre Lebensräume werden durch Straßen, Siedlungen sowie große Ackerflächen zunehmend kleiner. Langsam scheint sich der Bestand der Wildkatzen jedoch wieder zu erholen. Ein Erfolg, der unter anderem auch auf dem Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" des BUND basiert. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet der Naturschutzverband bundesweit für den Schutz der Europäischen Wildkatze.

07.08.2020: Bestand der Nutrias in Europa nimmt rasant zu

In immer mehr europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, nehmen die Nutriabestände dramatisch zu. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Biberratte wurde einst zur Pelztierzucht eingeführt und im Zuge des Zusammenbruchs des Pelztierhandels ausgesetzt. Der Klimawandel begünstigt die rasante Verbreitung der invasiven Art, was vielerorts für Konflikte sorgt. Denn invasive Arten haben einen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt und verursachen enorme Schäden. Zudem können Nutrias diverse Krankheiten, etwa die Toxoplasmose, übertragen. Laut einer aktuellen Studie von BiologInnen der Universität Wien könnte sich der nicht ganz bibergroße Nager in den nächsten Jahren noch weiter ausbreiten.
„Bei hohen Populationsdichten entstehen beträchtliche Schäden an Uferbefestigungen und in der Landwirtschaft, etwa auf Maisfeldern. Auch natürliche Lebensräume und seltene Pflanzenarten können geschädigt werden", erläutert Anna Schertler, Autorin der Studie. Seit einer EU-Verordnung im Jahre 2015 sind die anpassungsfähigen Tiere als invasiven Art erfasst. Das Ziel ist, eine weitere Ausbreitung in Europa zu verhindern. Dafür sei vor allem in urbanen Gebieten Aufklärungsarbeit wichtig, denn immer wieder werden die Nager von Personen gefüttert. „Auch sind viele länderübergreifende Vorkommen, etwa entlang von Grenzflüssen, zu finden. Hier ist eine koordinierte internationale Zusammenarbeit essentiell", so Schertler.

06.08.2020: Auszeichnung für Stralsunder Zoo

Im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist der Zoo Stralsund für sein Projekt „Tiergestützte Intervention – Einsatz von Tieren in sozialen Diensten“ ausgezeichnet worden. „Es freut mich sehr, dass ich heute ein vorbildliches Projekt an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen auszeichnen darf. Das Projekt ist bundesweit einzigartig. Es lenkt den Blick besonders auf die Chancen, die Natur und biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten“, erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus. Neben Besuchsdiensten sowie Ergotherapie mit Tieren beinhaltet das Projekt des Stralsunder Zoos auch die Beratung in Fragen der Tierhaltung. „Wissenschaftliche
Studien haben den positiven Effekt von Tieren auf Menschen mehrfach nachgewiesen. Die Nutzung von Tieren in sozialen Diensten, als Co-Therapeuten, zur Unterstützung in Schulen oder Pflegeeinrichtungen erlebt einen starken Aufschwung“, so der Minister. Ein weiterer Grund für die Auszeichnung sei das Weiterbildungsprogramm, das der Tierpark gemeinsam mit dem Förderverein und der Volkshochschule Stralsund anbietet: „Diese Form der Organisation eines Weiterbildungskurses ist bisher einmalig und hat auch in Fachkreisen große Resonanz gefunden“, so Backhaus. „Damit Projekte und Angebote zur tiergestützten Therapie Erfolge bringen, sind fundiertes Wissen und praktisches Können notwendig.“

06.08.2020: Zoonosegefahr steigt durch zunehmende Landnutzung

Ein Forscherteam um Rory Gibb vom University College London hat in einer aktuellen Studie belegen können, dass die zunehmende Landnutzung Infektionskrankheiten, die von tierischen Trägern auf den Menschen überspringen, wie aktuell Covid-19, fördert. Ihren Berechnungen zufolge sind Tierarten, die sich in vom Menschen geprägten Landschaften gut ausbreiten, meist auch besonders effektive Reservoire zoonotischer Erreger. Und die Zahl dieser Tierarten nimmt in urbanen Regionen stark zu. „Die Art und Weise, wie der Mensch Landschaften rund um die Welt verändert, beispielsweise indem er aus Wald Äcker macht, hat Einflüsse auf viele wildlebende Tierarten. Sie lässt einige Arten weniger werden, andere dagegen bleiben da oder werden sogar häufiger“, so Gibb. Um herauszufinden, ob tierische Reservoire zoonotischer Erreger eher zu den Gewinnern oder Verlierern der anthropogenen Landnutzung gehören, hat das britische Forscherteam Datensätze aus weltweit 6801 Ökosystemen analysiert.
Sie konnten zeigen, dass sich Wirtsarten zoonotischer Erreger besser an die Landnutzungsveränderungen anpassen als Nichtwirtsarten. Die Wissenschaftler vermuten, dass bestimmte biologische Merkmale die potenziellen Überträgerarten sowohl zu geeigneten Virenreservoiren als auch zu erfolgreichen Kulturfolgern machen könnten. So begünstigt eine kurze Generationszeit und hohe Fortpflanzungsrate die Anpassung an anthropogene Veränderungen der Umwelt, gleichzeitig gehen diese Merkmale oft mit einem besonders aktiven Immunsystem und einer hohen Erregertoleranz einher. „Ausbrüche von zoonotischen Krankheiten scheinen zunehmend häufiger zu werden. Unsere Ergebnisse können dabei helfen, das Muster dieser Ausbrüche zu erklären, indem sie die ökologischen Prozesse dahinter klären“, sagt Gibbs Kollege David Redding. Gleichzeitig unterstreichen die Forscher die Notwendigkeit, gerade Gebiete mit starken Veränderungen der Landnutzung intensiv auf neu auftretende Krankheiten zu überwachen.

06.08.2020: Zunehmende Zahl der Wolfsrisse alarmierend - DBV fordert gesetzliche Regulierung

Der Deutsche Bauernverband (DBV) zeigt sich besorgt über die zunehmende Zahl der Wolfsangriffe auf Weidetiere. DBV- Generalsekretär Bernhard Krüsken erläutert: „Die Zahl der bei Wolfsangriffen getöteten und verletzten Weidetiere nimmt weiter dramatisch und exponentiell zu, 2019 erneut um 40 Prozent. Es ist nicht akzeptabel, dass diese vorhersehbare Entwicklung von Seiten des Naturschutzes mit Achselzucken hingenommen wird. Die Taktik des Verharmlosens und Verniedlichens der massiven Schäden ist unverantwortlich. Wir müssen jetzt endlich den Einstieg in die ernsthafte Bestandsregulierung beim Wolf finden.“ Bei 887 Wolfsübergriffen wurden im vergangenen Jahr knapp 2.900 Nutztiere verwundet oder getötet. Die meisten Wolfsangriffe fanden auf Schafe und Ziegen statt,
wie die Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigen. „Die ungebremste Ausbreitung der Wölfe in Deutschland ist für die Weidetierhaltung in den betroffenen Regionen verheerend“, mahnt Krüsken, der es als Affront sieht, dass der DBBW-Schadensbericht so auszulegen ist, dass die Weidetierhalter ihre Tiere nicht umfassend genug schützen. So soll ihnen die Verantwortung für die Wolfsrisse zugeschoben werden, so Krüsken weiter. „Hier werden Ursache und Wirkung verdreht. In der Praxis sehen wir einen Wettlauf zwischen Wölfen und Schutzmaßnahmen. Auch vom Naturschutz als „wolfssicher“ eingestufte Einzäunungen werden regelmäßig überwunden“, bemängelt der Generalsekretär des DBV und fordert Bund und Länder auf, den Wolfsbestand gesetzlich zu regulieren.

06.08.2020: Projekt in Schleswig-Holstein soll Insekten schützen

In Schleswig-Holstein wurde ein neues Projekt zum Schutz von Insekten sowie der Artenvielfalt ins Leben gerufen. Das Projekt "BlütenBunt-InsektenReich“ soll unter Einbeziehung der Bevölkerung insektenfreundliche Lebensräume schaffen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärt: „Parks, Grünflächen, Gärten und sogar Verkehrsinseln können Heimat für Insekten sein. Mit den richtigen Tipps und Tricks kann jede und jeder aus einem Stückchen Land ein Insektenparadies machen. Hier setzt unser Projekt an. Wir wollen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land zeigen, wie man Wildbienen, Tagfaltern und anderen Insekten wertvollen Lebensraum geben kann." Für diesen Zweck sollen in fünf Städten des Landes artenreiche Grünflächen entstehen, die als Modell- und Exkursionsflächen für Bildungsangebote und für die Öffentlichkeitsarbeit dienen. „Entsprechend gestaltete öffentliche und private Flächen vor der eigenen Haustür ermöglichen uns, Artenvielfalt im Alltag zu erleben und Eindrücke zu sammeln, die das Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge stärken. Projekte,
die möglichst vielen Menschen anhand solcher Flächen Wissen über Insekten vermitteln, sind deshalb stets eine große Chance für den Naturschutz. Insbesondere dann, wenn wie bei ‚BlütenBunt – InsektenReich‘ Unterrichtsmaterialien entwickelt und Lehrkräfte zu Artenkennerinnen und Artenkennern ausgebildet werden. So kann es gelingen, frühzeitig ein breites Interesse an Insekten und deren Schutz zu wecken", beschreibt BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel das Projekt, das das Ziel hat, möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, sich mit Insekten zu beschäftigen und zugleich selbst Informationen über die Verbreitung insbesondere von Tagfaltern und ausgewählten Wildbienenarten zu erheben. Dafür sollen vorhandene digitale Angebote wie Bestimmungs-Apps und Meldeportale genutzt und auch für Schülerinnen und Schüler angepasst werden. Das Verbundvorhaben wird von der Stiftung Naturschutz Schleswig- Holstein gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik durchgeführt.

05.08.2020: Thüringen: Biberberater sorgen für Konfliktlösung

Der Biber ist in vielen Regionen Deutschlands zurückgekehrt und macht sich nicht überall Freunde. Ihre meisterhaften Bauten und Biberburgen bereiten vielen Anwohnern Angst und Sorge vor Überschwemmungen und umstürzende Bäume. Natur- und Artenschützer beobachten aus diesem Grund auch immer wieder Übergriffe auf den Nager, wie Vergiftungen oder die Zerstörung der Bauten und Dämme. Auch seien bereits Nager durch Schüsse getötet worden, weiß Naturschützer und -filmer Wilfried Matz. Um die Beziehung zwischen dem wieder heimisch gewordenen Nager und den Menschen konfliktfrei zu gestalten, hat das Land Thüringen gemeinsam mit dem Naturschutzbund Thüringen Biberberater ausgebildet. Denn die Wiederansiedelung des Bibers hat auch seltene Tier- und Pflanzenarten zurückkehren lassen, wie beispielsweise in Uhlstädt-Kirchhasel im Landkreis Saalfeld- Rudolstadt. Durch die Biber ist der Etzelbach, der bis zum Jahr
2012 nur eine Abflussrinne war, heute dicht bewachsen und zu einem Biotop für seltene Pflanzen- und Tierarten geworden. „Wir haben Schilf, wir hören Frösche quaken, die Rohrsänger, hier fliegt der Eisvogel. Das alles sind Tierarten, die es hier nicht mehr gab, bevor der Biber kam. Nun sind sie wieder zurückgekehrt", erklärt Dirk Rappmann, Artenschützer des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt. Für ihn bleibt deshalb nur das Gespräch. „Wir versuchen natürlich zu entschärfen, versuchen zu helfen und Tipps zu geben", sagt der Tierschützer. Zum Beispiel könnten Grundstücksbesitzer nahe Biber- Revieren ihre Bäume mit sogenannten Drahthosen schützen. Um Landwirte, die wegen der Tiere gewässernahe Flächen nicht mehr bewirtschaften können oder Ernteausfälle haben, ein wenig zu entlasten, gebe es Förderprogramme. „Die Konflikte sind lösbar", erklärt Rappmann. „Man muss nur miteinander reden und darf nicht immer sagen, es geht nicht."

05.08.2020: Thüringen fördert Bau eines Strohschweinestalls mit mehr als 600.000 Euro

Die Agrargenossenschaft Königshofen eG im Thüringer Heideland hat in der vergangenen Woche eine Förderung über 625.400 Euro für den Bau eines Strohschweinestalls erhalten, wie Topagrar berichtet. Die Mittel stammen aus dem Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP), mit dem Stallbauinvestitionen unterstützt werden, wenn damit baulich- technische Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung oberhalb der gesetzlichen Standards erreicht werden. „Verbraucher wünschen sich mehr Tierwohl. Als Land unterstützen wir diese gesellschaftliche Forderung und unterstützen Agrarbetriebe bei Investitionen in Tierwohlställe. Die Agrargenossenschaft Königshofen eG investiert in dieses Stallbaukonzept, das den Mastschweinen wesentlich mehr Platz pro Tier und durch Stroheinstreu deutlich mehr Wohlbefinden bieten
kann“, erklärte Thüringens Agrarstaatssekretär Torsten Weil, der den Förderbescheid übergab. „Die aktuellen Skandale in der Fleischindustrie bergen die Gefahr, dass die ganze Branche in Verruf gerät und die Menschen ein negatives Bild von der Landwirtschaft erhalten. Es ist mein Ziel, dass Landwirte die Anerkennung erhalten, die sie wirklich verdienen. Sie produzieren unsere Lebensmittel und bei meinen Branchengesprächen wurde immer wieder deutlich, wie wichtig den Bauern Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutzbelange sind. Bei den Investitionen in höhere ökologische und soziale Standards unterstützen wir die Betriebe, damit wir den berechtigten Forderungen aus der Gesellschaft nach einer besseren Tierhaltung gerecht werden können“, betonte Weil die Bedeutung von tierwohlgerechten Investitionen.

04.08.2020: Maßnahmen für eine verbesserte Hornviehhaltung im Laufstall

WissenschaftlerInnen der Universität Kassel konnten mit ihrem Forschungsprojekt „Hörner im Laufstall“ belegen, dass Hornviehhaltung auch im Laufstall funktionieren kann. Zusammen mit dem Anbauverband Demeter und Bioland haben die ForscherInnen knapp 40 Betriebe über fünf Jahre wissenschaftlich begleitet, wie Topagrar berichtet. Enge Gänge, Konkurrenz am Futtertisch oder ein schlechtes Herdenmanagement können im Laufstall in der Hornviehhaltung Probleme bereiten. Für eine wesensgemäße und zukunftsfähige
Milchviehhaltung seien aber der Weidegang im Sommer sowie beispielsweise breitere Gänge im Laufstall zielführend, wie Mitautor und Demeter-Berater Ulrich Mück erklärt: „Das genaue Beobachten der Kühe und ein gutes Mensch-Tier-Verhältnis ist die beste Voraussetzung dafür.“ Eine weitere Maßnahme sei zudem mehr Platz am Futtertisch, damit die Konkurrenz unter den Tieren gemindert wird. Laut Mück soll das Projekt auch anderen Betrieben Mut machen, wieder horntragende Milchkühe zu halten und über eine Bio-Zertifizierung nachzudenken.

04.08.2020: Corona: Menschen können Hunde und Katzen anstecken

Italienische ForscherInnen haben mit ihrer Studie belegen können, dass mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen ihre Hunde und Katzen anstecken können. Dazu wurden 540 Hunde und 277 Katzen in Norditalien untersucht. Alle Tiere hatten entweder in einem Haushalt mit einem Corona-Infizierten oder in einer Region gelebt, die besonders von Coronainfektionen betroffen war. Bei 3,4 Prozent der Hunde bzw. 3,9 Prozent der Katzen hatten sich Antikörper gegen das Virus gebildet, was auf eine vergangene Infektion hindeutet. „Wir gehen davon aus, dass im Regelfall die Übertragung des Virus vom Menschen
auf das Tier erfolgt“, erklärt der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts Greifswald, Thomas Mettenleiter, denn die Mehrheit der positiv getesteten Tiere kamen aus einem Haushalt mit infizierten Personen. Bei der Verbreitung des Covid-19-Erregers spielen Hunde und Katzen jedoch keine Rolle, denn das Virus kann sich in diesen Tieren nicht vermehren. Laut FLI gibt bisher auch keine Hinweise darauf, dass sich Schweine, Hühner und andere landwirtschaftliche Nutztiere mit Sars-CoV-2 infizieren können. Die Verbreitung des Coronavirus geschehe durch Mensch- zu-Mensch-Übertragung.

03.08.2020: Konstanzer Biologen mit Ursula M. Händel-Tierschutzpreis ausgezeichnet

Der Ursula M. Händel-Tierschutzpreis 2020 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist an zwei Biologen der Universität Konstanz vergeben worden. Die beiden Professoren Dr. Marcel Leist und Dr. Thomas Hartung sind mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Innerhalb der letzten zehn Jahren geht die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal an Forschende der Universität Konstanz. Mit dem Preis werden Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewürdigt, die sich vorbildlich und nachhaltig darum bemühen, den Tierschutz in der Forschung zu verbessern, insbesondere durch die Entwicklung von Verfahren, die zur Reduzierung, Verfeinerung und zum Ersatz von Tierversuchen
beitragen (3R-Prinzip). Die diesjährigen Preisträger nutzen unter anderem künstliche Intelligenz, um Rückschlüsse auf die Toxizität von noch unerforschten Substanzen zu ziehen oder um auf Grundlage der in toxikologischen Datenbanken hinterlegten Informationen automatisierte Vorhersagen zu treffen. Beide Ansätze tragen dazu bei, Tierversuche zu vermeiden oder deutlich zu reduzieren. Die Preisverleihung wird im Rahmen einer offiziellen Zeremonie stattfinden, die für den 1. Oktober 2020 am 3R-Zentrum in Gießen (ICAR3R) vorgesehen ist und virtuelle mit Präsenzanteilen kombinieren wird. Im Vorfeld der Preisverleihung wird außerdem ein 3R-Symposium stattfinden. Das Preisgeld beträgt 80.000 Euro.

03.08.2020: Fall von Hasenpest in Bayern

In Lixenried im bayerischen Landkreis Cham ist bei einem Feldhasen Tularämie (Hasenpest) festgestellt worden. Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt. Das Veterinäramt empfiehlt dringend, keine kranken oder toten Feldhasen anzufassen, da sich die Hasenpest durch direkten Kontakt auf andere Tiere oder Menschen überträgt. Aber auch Infektionen durch Stäube, Bisse, blutsaugende Insekten und unzureichend erhitztes Wildbret sind möglich.
Zu erkennen sind erkrankte Feldhasen, da sie matt und teilnahmslos erscheinen und verlieren ihre Schnelligkeit sowie ihre angeborene Scheu verlieren. Auch wenn sich Hunde selten mit dem Erreger der Tularämie infizieren, sollten sie dennoch von kranken oder toten Tieren ferngehalten werden. Gefährdet sind hauptsächlich Jäger, Metzger, Köche und Tierärzte. Tularämie lässt sich aber mit Antibiotika behandeln, die Heilungschancen sind sehr gut. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

03.08.2020: Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg untersagen lange Tiertransporte in Drittstaaten

Rheinland-Pfalz verbietet ab sofort per Erlass lange Transporte von Wiederkäuern und Schweinen in Nicht-EU-Länder. Eine Ausnahme bildet die Schweiz. Mehr als achtstündige Lebendtiertransporte in Länder außerhalb der EU sind somit nicht mehr möglich. Auch bei geplanten Transporten innerhalb der EU wird weiterhin geprüft, ob unter anderem verlässliche Informationen zu den Beförderungs- und Ruhezeiten der Tiere oder zu den Versorgungsstationen
vorliegen, die mit den EU- Tierschutzanforderungen konform sind. Geprüft werden zudem die Witterungsbedingungen im angesteuerten europäischen Zielland. Auch Baden-Württemberg untersagt bis auf Weiteres lange Beförderungen von Nutztieren in weit entfernte Drittstaaten, nachdem das Land Kenntnis über unzulängliche Transportbedingungen bzw. fehlende Versorgungsmöglichkeiten für Nutztiere erhalten hat, wie Minister Peter Hauk mitteilt.

31.07.2020: ZDG empört über neues Arbeitsschutzkontrollgesetz

Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf zum Verbot von Werksverträgen, Arbeitnehmerüberlassung und Unternehmenskooperation in der Fleischproduktion sorgt bei dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) für großen Unmut. „Wir sind erschüttert, mit welcher wirtschaftsfeindlichen Ideologie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit seinem Entwurf eines Arbeitsschutzkontrollgesetzes die in unserem Rechtsstaat geltenden ökonomischen und juristischen Grundlagen komplett über Bord geworfen hat. Das über die Werkverträge hinaus gehende Verbot der Arbeitnehmerüberlassung und der Unternehmenskooperation ist unverhältnismäßig, mit heißer Nadel gestrickt - und gefährdet Arbeitsplätze! Die Bundesregierung nimmt in nie dagewesener Art und Weise einer einzelnen Branche rechtsstaatlich zugesicherte, marktwirtschaftliche Grundprinzipien weg“, erklärt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke. Den Verzicht auf Werksverträge hat die Geflügelindustrie bereits
verkündet. Doch gegen die Arbeitnehmerüberlassung wehrt sich der Verband vehement, denn die Fleischindustrie fürchtet, dass die Betriebe dadurch nicht flexibel auf saisonale Spitzen reagieren könnten und fordert eine verbindliche Quote. „Darüber hinaus hebelt das Verbot von Unternehmenskooperation unter anderem zwingend notwendige und etablierte lebensmittelhygienerechtliche Fakten aus. Minister Heil ignoriert all das wissentlich und nimmt sehenden Auges in Kauf, dass ein ganzer Wirtschaftszweig mit tausenden Arbeitsplätzen in Deutschland existenzgefährdet und dem Import ausländischer Fleischerzeugnisse Tür und Tor geöffnet wird. Aus Sicht der deutschen Geflügelwirtschaft ist klar: Neben der Verletzung marktwirtschaftlicher Prinzipien im Gesetzentwurf wurde hier auch die notwendige Sorgfaltspflicht, die einem jedem deutschen Gesetz zugrunde liegen muss, auf das Gröbste verletzt. Wir appellieren an die Vernunft und Sachlichkeit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, im weiteren Gesetzgebungsverfahren diese Fehler zu korrigieren!", so Ripke weiter.

31.07.2020: Wien richtet Dog Zone ein

Am Samstag, den 1. August 2020, startet der Tierschutz Austria (vormals Wiener Tierschutzverein) für einen Monat jeweils von donnerstags bis samstags die „Dog Zone – Outdoor statt Auto“. Bei dieser Aktion können Hundehalter ihre Tiere während des Einkaufsbummels im Shopping Center Süd in einem eingezäunten, sichtgeschützten und privaten Hundeauslauf lassen. Hier gibt es für die Vierbeiner neben Spielzeug, frischem
Wasser und Leckerlies auch einen Hunde-Pool bzw. einen kühlen Indoor-Hundestall zur Abkühlung an heißen Sommertagen. So müssen die Hunde nicht draußen oder gar im Auto warten, das schon bei Außentemperaturen ab 20 Grad Celsius zur Hitzefalle wird. Um Voranmeldung und Buchung unter +43 1 699 24 50 wird gebeten. Je nach Dauer kostet die Unterbringung der Hunde zwischen 6,90 und 12,90/ Hund.

31.07.2020: Animal Hording: Mehr als 90 Katzen sichergestellt

Bei Wohnungsräumungen in den Berliner Stadtteilen Spandau und Pankow im Juli 2020 wurden mehr als 90 Katzen, oft in einem erbärmlichen Zustand, von den Veterinärämtern beschlagnahmt und ins Berliner Tierheim gebracht. Falsch verstandene Tierliebe führte dazu, dass unzählige Katzen in den beiden Haushalten gehortet wurden und die Haltung komplett außer Kontrolle geraten war. „Der erste Fall betraf eine Messie-Wohnung im Bezirk Pankow“, sagt Tierheim-Sprecherin Annette Rost. „Gegen die Bewohner hatte man schon vor Jahren ein Tierhaltungsverbot verhängt, doch sie hielten sich nicht daran.“ Die 55 in dem Pankower Haushalt sichergestellten Tiere waren alle in einem katastrophalen Zustand. Die Tiere hatten entzündete und verklebte
Augen oder litten an Katzenschnupfen. Bei einer Katze wurden so viele Tumore diagnostiziert, dass diese umgehend eingeschläfert werden musste. In der Tierarzt-Praxis des Tierheims stapelten sich die Boxen und die TierärztInnen kamen mit dem Behandeln der Tiere kaum hinterher. Diese Situation wurde durch die zweite Räumung einer Wohnung in Spandau nicht besser, denn da mussten weitere 36 Katzen versorgt werden. Entsprechend viele Katzen müssen nach ihrer Genesung in ein neues Zuhause vermittelt werden, allerdings sollen sie jeweils nur zu zweit abgegeben werden. Interessenten können sich per Mail an schillow1@tierschutz-berlin.de wenden, sie benötigen allerdings eine ausgefüllte Selbstauskunft.

31.07.2020: Versicherung für Tiere - wann sie Sinn machen

Versicherungen für Haustiere werden immer wichtiger. Wer Besitzer einer Katze oder eines Hundes ist oder sich mit dem Gedanken beschäftigt, sich ein Haustier anzuschaffen, sollte für den Krankheits- bzw. Schadensfall vorsorgen. Denn es kann ganz schnell gehen, dass Hund und Katze krank werden und hohe Behandlungskosten beim Tierarzt auflaufen. Eine Krankenversicherung deckt diese Kosten ab. Sie greift bei der Versorgung nach einem Unfall, nach Operationen und übernimmt die medikamentöse Versorgung des Tieres. Die Kosten einer solchen Tierkrankenversicherung berechnen sich meist anhand von Alter und Gesundheitsstatus des Tieres zum Zeitpunkt des Abschlusses. Je jünger das Tier, desto geringer sind die regelmäßigen Kosten für die Versicherung.
Ratsam ist darüber hinaus eine Haftpflichtversicherung für Tierbesitzer. Diese tritt in Kraft, wenn ein Sachschaden durch das Tier entsteht oder Menschen verletzt werden. Hier sollte darauf geachtet werde, dass der Tarif Mietschäden und Auslandsaufenthalte mit versichert. Bei einer Pferdehaftpflichtversicherung sollten Flurschäden, Deckschäden und Mietschäden mitsamt der Deckung der Kosten durch Verstöße gegen die Halterpflichten integriert sein. Bei Pferden empfiehlt sich außerdem eine OP-Kosten-Versicherung, die die Kosten für notwendige Operationen und die sich daraus ergebende Nachsorge abdeckt. Grundsätzlich sollten die unterschiedlichen Tarife miteinander verglichen werden, denn teuer bedeutet nicht auch gleichzeitig besser.

31.07.2020: Verluste durch Wildbienenrückgang höher als gedacht

In den USA sowie Kanada bereitet der immer weiter sinkende Wildbienenbestand Sorgen, da dieser die Obst- und Gemüseernte inzwischen stark beeinträchtigt. ForscherInnen verschiedener Universitäten in den beiden Ländern haben in einer Studie herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen der Rückgang der Wildbienenpopulationen und der geringeren Produktionsmenge bei fünf von sieben der für die nordamerikanische Agrarwirtschaft zentralen Nutzpflanzen besteht. Dafür hatten die WissenschaftlerInnen Proben von mehr als 130 landwirtschaftlichen Betrieben analysiert. Die Rolle der Wildbienen bei der Bestäubung von Nutzpflanzen wie Kürbissen, Äpfeln, Süßkirschen, Blaubeeren und Wassermelone hat sich
als bedeutender als bisher angenommen herausgestellt. Nach den Berechnungen der Studienautoren beträgt der monetäre Wert der Bestäuberleistung durch Wildbienen in den USA mehr als 1,5 Milliarden Dollar, bei den Honigbienen sind es 6,4 Milliarden Dollar. Letztere werden in den USA häufig von Landwirten für die Bestäubung ihrer Pflanzen angemietet. Um dem dramatischen Rückgang der Bienen sowie den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion entgegenzuwirken, appellieren die AutorInnen der Studie an die Landwirte, auf für Bienen giftige Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Mit dem Aufbaukurs Bienen auf myvetlearn.de können sich TierärztInnen zu dem Thema fortbilden.

30.07.2020: Grippeviren in Schweinehaltungen besitzen präpandemisches Potenzial

Zusammen mit dem Universitätsklinikum Freiburg hat das Friedrich- Loeffler-Institut (FLI) eine umfangreiche Studie veröffentlicht, die sich mit neuen Grippeviren mit präpandemischem Potenzial in Schweinehaltungen befasst hat. Bekannt ist, dass sich in Schweinen eine zunehmende Anzahl diverser, von Mensch, Schwein oder Vogel stammenden Influenzaviren vermehren und neu sortieren können. Daraus können wiederum zunehmend neue Virusvarianten entstehen. Für ihre Untersuchungen haben die ForscherInnen gut 18.000 Einzelproben aus fast 2.500 schweinehaltenden Betrieben mit Atemwegserkrankungen bei Schweinen in Deutschland und 16 weiteren europäischen Ländern analysiert. In über 50 Prozent der untersuchten Betriebe konnten die ForscherInnen ganzjährig Influenzavirusinfektionen ausmachen. Schwerpunktmäßig wurden besonders die Viren untersucht, die ein mögliches Potential haben, auf den Menschen übertragen zu werden. Die WissenschaftlerInnen konnten belegen, dass einige
Varianten der analysierten Influenzaviren ein zoonotisches Potential haben. „Einige der Schweine-Influenza-Viren haben bereits eine wichtige Barriere für die Übertragung auf den Menschen überwunden. Das erhöht das Risiko deutlich“, sagt Prof. Dr. Martin Schwemmle vom Universitätsklinikum Freiburg. Die Studienergebnisse sollen zu einem besseren Kenntnisstand über die Infektionslage und damit zu verbesserten Bekämpfungsstrategien sowie einer Optimierung von Impfstoffen für Schweine gegen Influenzaviren beitragen, was wiederum zu mehr Tierwohl führen, aber auch wirtschaftliche Einbußen in der Schweineproduktion vermindern könnte. Gleichzeitig würde ein Rückgang der Influenzaviren in Schweinebeständen eine Verringerung des Expositionsrisikos von Menschen gegenüber potentiell zoonotischen Influenzaviren aus diesem Reservoir bewirken. „Der vielbeschworene 'One Health-Gedanke' ließe sich gerade hier erfolgversprechend in praktische Projekte zum gegenseitigen Nutzen von Mensch und Tier umsetzen“, sagt Prof. Dr. Timm Harder vom FLI.

30.07.2020: Immunokastrationsverbot für Öko-Betriebe - Entscheidung stößt auf breites Unverständnis

Die Länderarbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK) hat beschlossen, die seit 2010 für den Öko-Landbau zugelassene Impfung gegen Ebergeruch für Öko-Betriebe zu verbieten. Mit ihrer Entscheidung gefährdet die LÖK den für Ende 2020 beschlossenen Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration. Hintergrund des drohenden Verbots ist eine nicht bindende Interpretation der EU- Öko-Verordnung durch die EU-Kommission. Der Öko-Verband Naturland, die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) und der Tierschutzverband PROVIEH sowie die REWE Group fordern nun von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die deutsche EU- Ratspräsidentschaft dazu zu nutzen, sich in Brüssel aktiv für das Tierwohl einzusetzen, das gerade in Öko-Betrieben einen besonders hohen Stellenwert hat. „Es ist völlig schleierhaft, warum die Impfung gegen Ebergeruch nicht vereinbar mit der EU-Öko-Verordnung sein soll. Die EU-Kommission hat für diese Einschätzung bislang keine einzige stichhaltige Begründung geliefert, weder aus wissenschaftlicher noch aus tierschutzfachlicher Sicht. Bei dem verwendeten Impfstoff handelt es sich nicht um ein Hormonpräparat; er unterdrückt auf immunologischem Wege die natürliche Hormonproduktion der männlichen Schweine. Die chirurgische Kastration stellt im
Gegensatz dazu einen viel größeren Eingriff in den Hormonhaushalt der Tiere dar und ist zudem mit Leiden und Schmerzen verbunden“, kritisiert Prof. Thomas Blaha, Stv. Vorsitzender der TVT die Entscheidung der LÖK. „Unser Ziel muss die Unversehrtheit der Schweine sein. Daher hat PROVIEH von Anfang an die Ebermast, mit und ohne Impfung gegen Ebergeruch, aktiv unterstützt. Die Immunokastration gewährleistet die Unversehrtheit der männlichen Ferkel und soll nun trotzdem ausgerechnet für den Öko-Landbau verboten werden. Diese Entscheidung ist absurd und gefährlich. Die Öko-Betriebe verlieren ein etabliertes und zukunftsweisendes Verfahren, und im konventionellen Sektor wird dessen Einführung von Beginn an erschwert. Stattdessen wird die chirurgische Kastration unter Narkose mit Millionen von Steuergeldern bezuschusst – ein Verfahren, bei dem die Tiere weiterhin verstümmelt werden“, erklärt Jasmin Zöllmer, PROVIEH e.V., abschließend. Dennoch ist es für TierärztInnen wichtig, bei Ferkeln eine fachgerechte Isofluran-Narkose durchführen zu können, wie sie bei der Ferkelkastration ab 2021 durchgeführt werden muss. Das entsprechende Wissen vermittelt ein gemeinsames Online-Seminar von bpt, ATF und Vetion.de am 18. August 2020 auf der Fortbildungsplattform Myvetlearn.de.

30.07.2020: Foodwatch fordert grundlegende Reform der Lebensmittelüberwachung

Die vom Bundeskabinett beschlossene Neufassung der sogenannten "Allgemeine Verwaltungsvorschrift Rahmen-Überwachung" (AVV RÜb) für die Lebensmittelkontrollen werden von foodwatch stark kritisiert. Den neuen Regeln gemäß sollen Pflicht-Kontrollen künftig verringert, Problembetriebe sollen hingegen häufiger kontrolliert werden. Oliver Huizinga, Leiter Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherorganisation foodwatch befürchtet, dass durch die neue Regelung der nächste Lebensmittelskandal vorprogrammiert sei und erklärt: „In Fleischbetrieben, die der höchsten Risikoklasse zugeordnet sind, sollen in Zukunft statt tägliche nur noch wöchentliche Kontrollen stattfinden müssen. Und andere Lebensmittelbetriebe, die bisher monatlich kontrolliert werden müssen, sollen künftig nur vierteljährlich verpflichtend kontrolliert
werden.“ Aber häufig würden Probleme bei Betrieben erst durch Pflicht-Kontrollen bemerkt. „Zudem orientiert sich die Zahl der Lebensmittelkontrolleure an der Zahl der Kontrollen. Werden diese Vorgaben verringert, kann das langfristig den Personalmangel in den Behörden noch verstärken. Statt die Zahl der Pflicht-Kontrollen zu verringern, muss Frau Klöckner eine grundlegende Reform der Lebensmittelüberwachung anstoßen. Was wir haben, sind 400 politisch abhängige Behörden mit oft eklatantem Personalmangel, die die allermeisten Kontrollergebnisse geheim halten. Was wir brauchen, ist eine unabhängige Landesanstalt für die Lebensmittelüberwachung pro Bundesland, die ausreichend Personal vorhält und alle Ergebnisse veröffentlichen muss", fordert Huizinga abschließend.

Verbot von Tiertransporten in Drittländer

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