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12.12.2019: TV-Tip: Steigende Pegel - wenn das Wasser kommt

Der Klimawandel lässt das Eis schmelzen, die Eisbären aussterben und die Meeresspiegel steigen. Um wie viele Zentimeter der Meeresspiegel steigen und das Land unter Wasser setzen wird, ist bislang unter Experten strittig. Einige Wissenschaftler korrigieren sie derzeit stark nach oben. Entscheidend wird die weitere Entwicklung Grönlands und der
Antarktis sein. Bereits im Jahr 2100 könnten sich die Küsten unseres Planeten stark verändert haben. Mit dem Anstieg der Meeresspiegel und den Folgen für die Küstenanrainer und ihrer Bevölkerung befasst sich die am Donnerstag um 20:15 Uhr in 3sat ausgestahlte Dokumentation "Steigende Pegel - wenn das Wasser kommt".

12.12.2019: Bericht der IUCN stärkt Arbeit der Zoos

Durch die Mithilfe von zoologischen Gärten konnten zuletzt zehn Tierarten von der Roten Liste in ihrem Bedrohungsstatus herabgestuft werden. Das verkündete die Weltnaturschutzunion IUCN. Unter anderem konnte die Guam-Ralle, ein kleiner, flugunfähiger Vogel, durch Nachzuchten in Zoos nun auf einer im Pazifik gelegenen Insel erfolgreich wieder angesiedelt werden, nachdem diese Vogelart als bereits ausgestorben galt. Damit konnte die Wirkung der zoologischen Gärten für den Artenschutz belegt werden. „Natürlich bestärkt uns der Bericht der IUCN in unserem Handeln", sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ). „Für uns heißt das, dass die Natur sich erholen kann, wenn man ihr nur mit vereinten Kräften auch die Chance dazu gibt." Der Loro Parque auf Teneriffa beispielsweise hat dazu
beigetragen, dass der Status des Mauritiussittichs von "stark gefährdet" zu "gefährdet" herabgestuft werden konnte. „Die erfolgreiche Wiederansiedelung einer bedrohten Art ist ein ungeheurer Erfolg für den Artenschutz der international vernetzten Zoos", sagt der Geschäftsführer des VdZ weiter. „Sie ist Höhepunkt und Lohn für die kostenintensive, auf Dekaden angelegte Arbeit unserer wissenschaftlich geleiteten Einrichtungen." „Angesichts der traurigen Tatsache, dass sich zwar der Bedrohungsstatus von zehn Arten auf der Roten Liste verbessert hat, aber zeitgleich 73 Arten schlechter als zuvor eingestuft werden mussten, steigt die Bedeutung moderner Zoos", ergänzt Homes. „Unser Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt ist unersetzbar. In vielen Fällen schützen wir die letzten Exemplare ihrer Art und bringen sie – wenn es sinnvoll ist – wieder in die Natur."

12.12.2019: Kontinuierlicher Sauerstoffrückgang in den Ozeanen

Der Bericht der International Union for Conservation of Nature (IUCN), der auf der Weltklimafonferenz in Madrid präsentiert wurde, beschreibt deutlich eine kontinuierliche Abnahme von Sauerstoff in den Ozeanen. Das hat zur Folge, dass sich das biologische, chemische und physikalische Gleichgewicht in den Meeren verschiebt und damit die Lebensräume der Meeresbewohner bedroht. Der Sauerstoffverlust in den Ozeanen ist in erster Linie auf die Erderwärmung zurückzuführen, aber auch überdüngte Küstengewässer und Veränderungen in der Ozeanzirkulation tragen dazu bei. „Die globale Erwärmung trägt aber ihren Teil dazu bei, denn wärmeres Wasser kann weniger
Sauerstoff aufnehmen, das dann von der Oberfläche in die tieferen Schichten des Ozeans transportiert wird“, erklärt Dr. Lothar Stramma, Ozeanograph am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das mit ihren Forschungsergebnissen an der Erstellung des IUCN-Berichts mitgewirkt hat. Die ForscherInnen vom GEOMAR haben Ihre Erkenntnisse insbesondere im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs (SFB) 754 „Klima-Biogeochemische Wechselwirkungen im tropischen Ozean“ gewonnen. So konnte der Kieler Ozeanograph Dr. Sunke Schmidtko in einer seiner Arbeiten nachweisen, dass der globale Sauerstoffgehalt in den vergangenen 50 Jahren um mehr als zwei Prozent zurückgegangen ist.

12.12.2019: Tierschutzbericht der Regierung stößt auf scharfe Kritik

Am Dienstag, den 11.12.19, wurde der Tierschutzbericht für die Jahre 2015 bis 2018 von Bundeslandwirtschaftsministerin Dr. Julia Klöckner im Bundeskabinett vorgestellt. Diesen hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN als Armutszeugnis der Regierung tituliert. „Nach wie vor werden Ferkel betäubungslos kastriert, männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet und Welpen im Internet unreguliert von Kriminellen verkauft. Bei einem nur alle vier Jahre erscheinenden Bericht bedeutet dies vier Jahre Stillstand für den Tierschutz. Das im Bericht als Highlight angepriesene freiwillige Tierwohlkennzeichen ist in Wahrheit ein Tiefpunkt für den Tierschutz: Es täuscht die Verbraucher und hilft den Tieren nicht. Auf die Spitze treibt es die Ministerin mit dem Versuch, die illegale Haltung von Sauen in zu engen Kastenständen nachträglich zu legalisieren. Der aktuelle Tierschutzbericht ist ein Armutszeugnis
und Augenwischerei, denn er enthält tatsächlich keinen Tierschutz“, äußert der Geschäftsführer von VIER PFOTEN, Rüdiger Jürgensen, seine Kritik. Besonders kritisiert die Organisation, dass Ministerin Klöckner ein rechtsgültiges Gerichtsurteil zu der Kastenhaltung von Zuchtsauen offenbar ignoriert und stattdessen den entsprechenden Passus aus der überarbeiteten Haltungsverordnung für Schweine streichen lassen will. Auch bei der betäubungslosen Ferkelkastration, den Lebendtiertransporten in Drittländer sowie dem Töten von männlichen Küken sei ein bereits vier Jahre dauernder Stillstand in der deutschen Politik zu beobachten. Zudem hätte die Bundesregierung sowohl gegen den illegalen Welpenhandel als auch gegen die sogenannten Qualzuchten keine wirksamen Maßnahmen entwickelt.

12.12.2019: Keine Kennzeichnungspflicht für Katzen in der Schweiz

Die Schweiz wird auch künftig keine verpflichtende Kennzeichnung von Katzen mittels elektronischen Chips einführen. Der Nationalrat hat am vergangenen Dienstag einen entsprechenden Antrag der Wissenschaftskommission mit 97 zu 88 Stimmen abgelehnt. Darin wurde die Pflicht zur elektronischen Identifizierung aller Katzen gefordert. Nicht identifizierte Katzen
sollten demnach auch ohne Einverständnis der HalterInnen sterilisiert werden dürfen. Als Argumente für eine verpflichtende Kennzeichnung von Katzen wurden eine vereinfachte Rückgabe entlaufener Katzen an ihre Halter oder eine leichtere Identifikation in Zusammenhang mit Verkehrsunfällen angegeben. Für Hunde gilt die Kennzeichnungspflicht bereits seit Jahren.

11.12.2019: Impfstoff bewirkt sterile Immunität gegen ASP

Wissenschaftler aus den USA ist es angeblich gelungen, mit Hilfe eines Impfstoffs eine sogenannte sterile Immunität gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu induzieren. Demnach würde ein geimpftes Schwein die ASP-Viren vollständig eliminieren können und somit wäre es weder Virusträger noch Virusausscheider. Allerdings sei
dies bislang nur experimentell bei einer Infektion mit einem Virusstamm aus Georgien gelungen, wie die Wissenschaftler des Agricultural Research Service (ARS) auf Biorxiv schreiben. Biorxiv ist ein Preprint-Server für Biologie, der auch Artikel enthält, die noch nicht durch unabhängige Wissenschaftler geprüft und zertifiziert wurden.

11.12.2019: 250.000 Lebensmittelkontrollen entfallen - weitere Absenkung geplant

Etwa jede dritte vorgeschriebene Lebensmittel-Kontrolle findet aufgrund von Personalmangel nicht statt. Damit entfallen rund 250.000 Kontrollen pro Jahr. Besonders viele Kontrollen unterbleiben in Berlin und Bremen. Das ergab eine aktuelle Analyse von foodwatch. Da diese Situation so unhaltbar ist, plant Bundesverbraucherschutzministerin Julia Klöckner (CDU) nun eine Absenkung der
vorgeschriebenen Pflicht-Kontrollen. Ein Aufstocken des Personals ist hingegen nicht in Sicht. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch ruft die Verbraucherinnen und Verbraucher daher auf, eine Petition zu unterschreiben, die sich gegen ein Absenken der Lebensmittelkontrollen ausspricht, um auch in Zukunft die Sicherheit der Lebensmittel noch gewährleisten zu können.

11.12.2019: Brandenburg ordnet verstärkte Wildschweinebejagung an

Um das Risiko des Eintrages der Afrikanischen Schweinepest 8ASP) nach Brandenburg zu reduzieren, hat Brandenburg u.a. die verstärkte Bejagung der Wildschweine angeordnet. Die entsprechende Verordnung soll noch diese Woche wirksam werden und betrifft die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz sowie die kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) und Cottbus, die im direkten Grenzbereich zu Polen liegen, wo die ASP immer näher an die deutsche Grenze heranrückt. Zudem soll eine verstärkte Fallwildsuche in einem Abstand von bis zu 15 Kilometern zur polnischen Grenze angeordnet werden, um möglichst früh
eventuell erkrankte und verendete Tiere zu erkennen. Darüber hinaus ist auch eine Anordnung zur Anzeige und Probennahme zur virologischen Untersuchung jedes verendet aufgefundenen Wildschweins in den grenznahen Gebieten geplant. Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90 / Die Grünen) bringt sogar die Errichtung lokal und zeitlich begrenzter mobiler Wildschutzzäune entlang der Hochwasserschutzanlagen an der deutsch- polnischen Grenze ins Gespräch. Das Land hat erste Zäune bereits beschafft und steht über einen möglichen Einsatz mit den Kreisbehörden in Kontakt. Zuvor will man sich jedoch mit Polen und allen an Polen angrenzenden Bundesländern abstimmen.

10.12.2019: Queensland will nach Buschbränden Schutz von Koalas verbessern

Bereits seit Wochen wüten im Osten Australiens verheerende Buschfeuer, denen auch Hunderte von Koalas zum Opfer gefallen sind. Zudem wurden zahlreiche Lebensräume der Beuteltiere zerstört. Der Bundesstaat Queensland strebt nun die Verbesserung des Schutzes der nur in Australien lebenden Tiere an. Dafür sollen im Südosten des Staates mehr als 570.000 Hektar als Koala-Prioritätsgebiet ausgewiesen werden. Waldrodungen
sollen hier in Zukunft stärker begrenzt werden, damit die Tiere, die vor allem in Bäumen leben, besser geschützt werden. „Koalas sind eine ikonische Spezies des Staates, sie haben eine nationale und internationale Bedeutung, und die Queenslander wollen sie geschützt sehen“, betonte Umweltministerin Leeanne Enoch. Bis Ende Januar 2020 können Einwohner des Bundesstaates nun Kritik oder Anregungen zu dem Plan äußern.

10.12.2019: Deutschland rückt im Klima-Index auf Rang 3 vor

In der vergangenen Woche ist auf dem Klimagipfel in Madrid der Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch vorgestellt worden. Demnach liegt Deutschland nach dem Jahrhundertsommer im Jahr 2018 erstmals in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index hinter Japan und den Philippinen auf dem 3. Rang. In Deutschland forderte die anhaltende Hitze 1.234 Todesopfer und verursachte in Kombination mit der lang anhaltenden Dürre über 1,3 Milliarden US-Dollar an Schäden in Kaufkraftparitäten. Allein die Schäden in der Landwirtschaft werden mit rund 700 Mio. Euro beziffert. Insgesamt verzeichnete Deutschland 2018 rund 5 Mrd. US-Dollar (4,5 Mrd. Euro) Schäden durch Wetterextreme. „Der Klima-Risiko-Index zeigt, dass massive Klimawandelfolgen weltweit zunehmen - sie treffen immer öfter auch Industrienationen wie Deutschland oder Japan. Folgen von Extremwetter wie Dürren, Überflutungen oder Hitzewellen führen auch hierzulande zu Todesopfern und großen Schäden",
sagt Dr. Maik Winges, einer der Autoren des Index. Wenn man jedoch den Langfrist-Index der letzten 20 Jahre betrachtet, sind die Entwicklungsländer mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen noch größeren Risiken ausgesetzt als Deutschland, da die Hauptverursacher des Klimawandels diese Länder für erlittene Schäden und Verluste nicht entschädigen. Neben Hurrikanen, die in Ländern wie beispielsweise Puerto Rico massive Schäden verursachten, ist aber noch ein weiterer Trend zu sehen: „Wir beobachten in Ländern wie Haiti, den Philippinen oder Pakistan in so kurzen Abständen wiederkehrende extreme Wetterlagen, dass diese Länder kaum Gelegenheit haben, sich nach Wetterkatastrophen zu erholen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass arme Länder nicht nur bei der Anpassung an den Klimawandel, sondern auch bei nicht mehr vermeidbaren Schäden und Verlusten Unterstützung von den Hauptverursachern des Klimawandels erhalten", sagt Vera Künzel, Co-Autorin des Index.

10.12.2019: Schafzuchtprogramm in Neuseeland gegen den Klimawandel

In Neuseeland werden rund 30 Prozent der Treibhausgase von Weidetieren produziert. Um an diesem Punkt anzusetzen, hat ein Forscherteam in einer mehrjährigen Studie an einem genetischen Schafzuchtprogramm gearbeitet und nun als Weltneuheit einen Methanzuchtwert eingeführt, wie agrarheute berichtet. Laut Informationen der Branchenorganisation Beef+Lamb New Zealand konnten die ForscherInnen belegen, dass einzelne Schafe unterschiedliche Methanemissionen aufweisen und diese Eigenschaft an die nächste Generation weitergegeben wird. In einem speziellen Methanzuchtwertprogramm sollen nun die „schadstoffarmen“ Tiere identifiziert werden. Teilnehmende Züchter müssen ihre Schafe in transportablen Akkumulationskammern messen lassen, um herauszufinden,
ob ihre Tiere für dieses Programm geeignet sind. In diesen Kammern werden innerhalb von zwei Wochen zweimal die Gasemissionen gemessen. Der Methanzuchtwert wird dann zusammen mit weiteren genetischen Werten berechnet. „Methanzuchtwert ist ein Instrument, um die Verpflichtungen des landwirtschaftlichen Sektors zum Klimaschutz durch Senkung der Treibhausgasemissionen umzusetzen", erklärte Sam McIvor, Geschäftsführer der Branchenorganisation. Daneben arbeiten Forscher an weiteren Maßnahmen der Methanemissionsreduzierung, wie beispielsweise der Züchtung spezieller Futterpflanzen oder der Veränderung der Pansenmikroben. Neben der Einbringung von methanreduzierenden Verbindungen in den Pansen werde auch an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen diese Mikroben gearbeitet.

09.12.2019: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

In gut zwei Wochen ist Heiligabend und die heiße Phase der Weihnachtseinkäufe hat begonnen. Aus diesem Anlass weist das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz erneut darauf hin, dass keine Tiere verschenkt werden sollten. Sie können nicht, wie andere Geschenke, bei Nichtgefallen einfach wieder umgetauscht werden und sollten daher auf keinen Fall leichtfertig angeschafft werden. Viele Punkte gibt es zudem zu bedenken, bevor ein Tier einziehen kann. Denn ein Heimtier bedeutet, dass sich jemand dauerhaft um das neue Familienmitglied kümmern kann.
Die hektische Vorweihnachtszeit eignet sich nicht für eine wohlüberlegte und verantwortungsbewusste Kaufentscheidung. Viele Fragen müssen zuvor durchdacht und beantwortet werden, z.B. wer passt während der Urlaubszeit auf das Haustier auf? Auch sollten sich die neuen Besitzer bewusst machen, dass auch der finanzielle Aufwand für Futter und Tierarztbesuche mit einkalkuliert werden muss. Gerade wenn Kinder beschenkt werden sollen, sind es doch meist die Eltern, die letztendlich die Verantwortung für das Tier tragen müssen.

09.12.2019: Gegen Dürre resistente Gene in Eichen entdeckt

Ein Forscherteam der Goethe-Universität in Frankfurt konnte in einer Studie Gene in Eichen identifizieren, die die Bäume resistenter gegen Trockenheit in Dürrezeiten machen könnten. „Wenn wir wissen, wie Baumarten auf der molekularen Ebene auf Trockenheit reagieren, verstehen wir besser, wie sich der Klimawandel auf die europäischen Wälder auswirkt“, sagt Peter Kotrade, Erstautor der Studie und Biologe am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität am Fachbereich Biologie der Goethe-Universität. „Unsere Studie bestätigt vorherige Ergebnisse an Modellpflanzen zum ersten Mal an Waldbäumen und zeigt zudem detaillierte Expressionsmuster für die ausgewählten Gene. Das trägt zum Verständnis der molekularen Reaktion von Eichen auf Dürreperioden bei. Künftig könnte dieses
Wissen dazu genutzt werden, um bei Waldbegründungen und Aufforstungen auszuwählen, welche Bäume gepflanzt werden“, so der Biologe weiter. In ihrer Studie haben die WissenschaftlerInnen die Gene der heimischen Stieleiche sowie der südeuropäischen Flaumeiche und Steineiche analysiert. Ihr Fokus lag auf 12 Genen, die als potenziell bedeutsam für die Resistenz gegenüber Trockenheit gelten. Die Bäume und ihre Gene wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht und einzelne Gen-Sequenzen erstellt. Bei einigen Genen konnten die ForscherInnen so vorherige Funde an krautigen Pflanzen bestätigen, die darauf hinwiesen, dass die Gene während extremer Trockenperioden verstärkt abgelesen werden. Bei anderen Genen war dieser Mechanismus bisher noch nicht bekannt.

09.12.2019: Gericht ordnet jährliche Schafschur an

Das Verwaltungsgericht Trier hat einen Schäfer aus der Eifel per Anordnung dazu verpflichtet, seine Schafe mindestens einmal pro Jahr zu scheren. Die Klagen gegen diese Anordnung seitens des Schäfers wurden zurückgewiesen. Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten bereits im Jahr 2016 unter anderem das Fehlen eines Unterstandes sowie den Pflegezustand der Altschafe beanstandet. Im Juli des vergangenen Jahr stellte die Amtstierärztin bei einer weiteren Kontrolle dann fest, dass zahlreiche Altschafe nicht geschoren waren, was bei einigen Tieren bereits zu einer schnellen und pumpenden Atmung geführt hatte. Trotz telefonischer
Zusicherung der Schur ließ der Schäfer einige der Tiere weiterhin ungeschoren, was die Erlassung einer tierschutz- und tierseuchenrechtlichen Verfügung nach sich zog. Das Gericht erklärte, dass eine nicht erfolgte Schur einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle, wonach Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen zu pflegen seien. Die jährliche Schur gehöre zur erforderlichen Pflege, da die Schafe keinen natürlichen Wollwechsel aufwiesen. Andernfalls drohe ein Verfilzen des Vlieses, wodurch das Wärmeregulationsempfinden der Tiere empfindlich gestört werde, so das Gericht.

09.12.2019: Maßnahmen für den Ausbruchsfall der ASP werden verstärkt

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der vergangenen Woche bis auf 40 Kilometer an die deutsch-polnische Grenze herangerückt ist, wird die EU-Kommission das in Westpolen eingerichtete Restriktionsgebiet bis zur deutsch-polnischen Grenze ausweiten. Zur Beratung über weitere Maßnahmen und zum Informationsaustausch werden im Laufe der Woche Veterinäre aus Polen und Deutschland zusammenkommen. Weiterhin hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die zuständigen Landesministerien und verschiedene Bundesministerien zur Unterstützung bei der Aufklärung über die ASP aufgerufen. Darunter fällt die Sensibilisierung von Reisenden wie beispielsweise Fernfahrern, Jägern und Landwirten,
aber auch Mitgliedern der Bundeswehr und Pflegekräften, die im betroffenen Gebiet im Einsatz sind. Betriebe werden angemahnt, die Sicherheitsmaßnahmen der Schweinehaltungshygiene-Verordnung strikt einzuhalten. Welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen, werden die Bundesländer in Kürze entscheiden. Neben der umfangreichen Präventions- und Aufklärungsarbeit, ist das BMEL auch auf den Ernstfall vorbereitet. Kontinuierlich werden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht geprüft. Sollte die ASP auch in Deutschland ausbrechen, soll beispielsweise zur Eindämmung der Tierseuche sichergestellt werden, dass die Schwarzwildreduzierung zielgerichtet erfolgen kann.

06.12.2019: Stammzellen zur Heilung von Knochenbrüchen im Einsatz

In einer Studie des Klinikums der LMU München läuft noch bis Mai 2020 eine Studie, in der die Stammzellentherapie als Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmaßnahmen bei nicht heilenden Knochenbrüchen untersucht wird. „Wenn mehrere Knochen betroffen sind, kann der Körper so überfordert sein, dass er es nicht mehr von selbst schafft, alle Knochen zum Heilen zu bringen“, erklärt Privatdozent Dr. Christian Ehrnthaller, Oberarzt der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums der LMU München und Leiter der Orthounion-Studie. Für die Untersuchung einer neuen Form der Stammzellentherapie werden den Teilnehmer Stammzellen aus dem Knochenmark mit einer Spritze entnommen, die im nächsten Schritt im Labor des Instituts für klinische Transfusionsmedizin Ulm (IKT) des Deutschen Roten Kreuzes
auf die 100- bis 200-millionenfache Dosis vervielfacht werden. Anschließend werden die Stammzellen in Kombination mit einem künstlichen Knochenersatzmaterial operativ in den fehlverheilten Knochen eingesetzt, um so die unverheilte Bruchstelle zu füllen. „Was anfangs wie krümelige, kreideartige weiße Masse aussieht, entwickelt sich mit der Zeit zu festem Knochenmaterial“, beschreibt PD Dr. Ehrnthaller, der den Vorteil der Stammzellen vor allem in der hohen Heilungspotenz und die beliebige Wiederholbarkeit sieht. Bislang sind drei Patienten mit Schienbein- und Oberschenkelbrüchen erfolgreich mit dem neuen Verfahren behandelt worden. Noch können Patienten in die Studie aufgenommen werden. Ausschlusskriterien sind allerdings Infektionskrankheiten, Tumor-, Knochen- und Hormonerkrankungen.

06.12.2019: Online-Rechner ermittelt Auswirkungen von Fleischkonsum

Ein neues Online-Tool errechnet in wenigen schnellen Schritten die CO2-Belastung durch den persönlichen Fleischkonsum und zeigt die dadurch entstehenden Klimaauswirkungen auf. Blitzschnell rechnet das Tool zudem aus, wie viele Ressourcen bei einem Ersatz des Fleisches durch alternative Proteinquellen gespart würden. „Viele wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber das Thema ist abstrakt und so komplex, dass die meisten nicht wissen, wie und wo sie am besten beginnen. Unser Rechner liefert einen konkreten Ansatz. Wir zeigen auf welche Fleischmengen sich
der eigene Konsum im Laufe der Zeit summiert. Und welche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen und in welchem Umfang das Klima dadurch belastet wird. Wir zeigen aber auch, wie sich schon durch kleine Anpassungen der eigenen Ernährung große Veränderungen umsetzen lassen", erklärt Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de. Das Online-Tool zeigt außerdem auf, warum der CO2-Ausstoß durch Fleischproduktion enorm ist und wie der Verbraucher mit wenigen Schritten seinen eigenen Verbrauch reduzieren kann.

06.12.2019: TV-Tipp: Die Qualen der Weihnachtsgänse

Die Weihnachtszeit verbinden viele Menschen automatisch mit einer Gans auf dem Teller. Doch meist stammen die Weihnachtsgänse aus osteuropäischer Massenproduktion, wo die Tiere teils unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Einen Grund für die Billigpreisgans sehen Experten in der sogenannten Quersubventionierung. Jürgen Stellpflug, Testwatch, erklärt: „Wenn ich eine Gans kaufe, die beispielweise jetzt beim Discounter derzeit unter 6 Euro pro Kilo kostet und sogar aus Freilandhaltung stammt, also aus einer Haltung die tatsächlich ein bisschen besser ist, dann ist diese Gans mutmaßlich und ganz wahrscheinlich mehrmals in ihrem Leben gerupft worden. Ihr wurden die Daunen, die Federn ausgerissen. An diesen Daunen da verdient der Mäster dann schon so viel Geld, dass er das Fleisch billig hergeben kann." Die Tiere werden ohne Betäubung gerupft, entstandene Verletzungen zugenäht. Auch dies geschieht, ohne dass die Gänse betäubt werden. Ein weiteres unermessliches Leid bedeutet auch die Stopfmast für die Gänse. Gerade in Ungarn, Bulgarien und Frankreich ist die Stopfleber eine Delikatesse
und die Produktion legal. Hier werden große Mengen an Maisbrei mehrmals täglich mit Druck in die Mägen der Tiere gepresst. Dr. Anna Kirchner vom Deutschen Tierschutzbund erläutert: „Mit dem Stopfen erleiden die Tiere massive Verletzungen der Speiseröhre und durch die massive Futterzufuhr schwillt die Leber an, auf die 10 bis 12-fache Größe, und die Tiere sind krank, wenn sie geschlachtet werden." Ohne Schlachtung würden sie an Leberverfettung versterben. „Wir fordern, dass Gänse in Deutschland artgerecht gehalten werden und genug Platz haben in der Haltung, und natürlich auch eine Badegelegenheit und genug Wasser für ihr Pflegeritual zur Verfügung haben, und zudem fordern wir ein Importverbot von Stopfleber und gerupften Daunen nach Deutschland." Aber auch in Deutschland gibt es Missstände. Zusammengepferchte Tiere auf engsten Raum, gemästet mit Billigfutter und unter Einsatz von Antibiotika. Das Magazin PlusMinus hat das Thema Weihnachtsgans näher beleuchtet: Die Doku "Alle Jahre wieder: Das grausame Schicksal der Weihnachtsgänse" ist bis zum 04.12.2020 in der ARD-Mediathek verfügbar.

05.12.2019: Dänemark erlaubt Hofschlachtungen

In Dänemark werden Hausschlachtungen von Rindern, Schweinen, Schafen oder anderen Tiere ab dem 1. Januar 2020 legal. Das bedeutet, diese Tiere dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auf dem eigenen Hof anstatt im Schlachthof geschlachtet werden. Vorausgesetzt wird ein geeigneter Bereich, in welchem ein zugelassener Schlachthof die Tiere
töten und entbluten kann. Anschließend werden die Schlachtkörper dann zur Verarbeitung in den Schlachtbetrieb verbracht. Der Schlachthof ist dann entsprechend für die Einhaltung von Tierschutz- und Hygienevorschriften verantwortlich. Die Schlachtung unterliegt auch in diesem Fall der Kontrolle der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde.

05.12.2019: Zahl der Wolfsrudel in Deutschland steigt

In Deutschland lebten 2018/2019 über das gesamte Bundesgebiet verteilt, 105 Wolfsrudel. Die meisten Rudel sind mit 41 Rudeln in Brandenburg beheimatet, genauer gesagt in der Lausitz im Süden des Bundeslandes. 22 Wolfsrudel gibt es aktuell in Sachsen, 21 in Niedersachsen und 100 Tiere leben in Sachsen-Anhalt. Dies teilten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) mit.
Zudem seien erstmals in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein einzelne ortstreue Wölfe bestätigt worden. Insgesamt sind demnach in Deutschland 257 erwachsene Wölfe erfasst. Somit ist ihre Zahl gegenüber dem vorangegangenen Monitoringjahr 2017/18 gestiegen. Damals lebten in Deutschland 77 Rudel, 40 Paare und 3 Einzelwölfe.

05.12.2019: EU-Umweltbericht fällt erschütternd aus

Europa hat ein enges Zeitfenster von zehn Jahren, um gegen den Artenverlust, die Auswirkungen des Klimawandels und den übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen vorzugehen. Zu diesem Schluss kommt der am heutigen Mittwoch veröffentlichte Bericht „Zustand der Umwelt“ der Europäischen Umweltagentur (EUA) und mahnt dringendes Handeln an. Europa stehe im Umweltbereich vor Herausforderungen von nie da gewesener Größenordnung und Dringlichkeit. Insgesamt haben sich die Umwelttrends in Europa seit dem letzten
Umweltbericht der EUA von 2015 nicht verbessert. Die Bewertung der Umweltagentur zeigt, dass die meisten Ziele für 2020, insbesondere im Bereich der biologischen Vielfalt, nicht erreicht werden, aber immer noch die Möglichkeit zur Erreichung der längerfristigen Vorgaben und Ziele für 2030 und 2050 besteht. Auch die Auswirkungen des Klimawandels, der Luftverschmutzung und der Lärmbelastung auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit geben nach wie vor Anlass zur Sorge. Die neue EU-Initiative "Green Deal" gäben jedoch auch Anlass zur Hoffnung.

05.12.2019: Zu viel Antibiotika in der konventionellen Putenhaltung

In mehr als 40% des untersuchten Putenfleisches aus konventioneller Haltung sind im Jahr 2018 antibiotikaresistente Keime gefunden worden. Das sind viermal so viele Nachweise als in Putenfleischproben aus ökologischer Haltung. Hier waren 11% der Proben positiv für MRSA. Wie das Magazin Topagrar berichtet, fordert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV) eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Putenhaltung. Dr. Helmut Tschiersky, scheidender
Präsident des BLV, appelliert an die Geflügelhalter, einen größeren Wert auf die Gesundheit der Tiere zu legen. Das Institut hatte gut 760 Proben auf das methicillin-resistente Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) untersucht. Das Ergebnis sei alarmierend! Prof. Michael Kühne von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz stellte ergänzend zu diesen Ergebnissen fest, dass es noch keine Ahndung von MRSA- Befunden gebe. Er sieht die Wissenschaft mit einer Grundlagenschaffung in der Pflicht.

04.12.2019: Juristen fordern Freigängerverbot für Katzen

Hauskatzen töten jedes Jahr Millionen von Vögeln, Reptilien und kleinen Säugetieren. Das wollen zwei Juraprofessoren der Universität Tilburg in den Niederlanden nun beenden, indem der Freigang für Katzen untersagt werden soll. Wie die Professoren in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Law schreiben, könnte die korrekte Auslegung der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union sowie deren sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie alle Katzen künftig zu einem Dasein als Stubentiger degradieren. Dies sei mit den Zahlen der Tiere, die jedes Jahr Katzen zum Opfer fielen, vertretbar. Allein in Deutschland sollen jedes Jahr bis zu 200 Millionen Vögel betroffen sein.
In Großbritannien sind es schätzungsweise 27 Millionen Vögel und 248 Millionen andere Wildtiere. In den USA wird die Zahl sogar mit 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögel und 6,9 bis 20,7 Milliarden Kleinsäuger angegeben. Vor allem in Siedlungsbereichen führe dies dazu, dass sich bodenbrütende Singvögel und Reptilien kaum noch ansiedeln können. Daher sollten Katzen zumindest während der Brutzeit von April bis Juli nicht frei herumstreunen dürfen. Eine Glocke am Halsband schaffe hingegen keine Abhilfe, da immobile Jungtiere nicht die Flucht ergreifen können. Zudem könne sie dem sensiblen Gehör der Katze nicht zugemutet werden.

04.12.2019: Winterfütterung kann Rehe und Hirsche krank machen

Eine im Oktober 2019 veröffentlichte Forschungsarbeit unter Mitarbeit der Vetmeduni Vienna hat gezeigt, dass eine Winterfütterung von Wildwiederkäuern den Tieren schadet. Die WissenschaftlerInnen konnten belegen, dass sich bei Rehen (Capreolus capreolus) die Mikrobiotika im Pansen deutlich verändern und dies negative Auswirkungen auf deren Gesundheit haben kann. Untersucht wurden weibliche Rehe- eine Gruppe, die in einem Gebiet mit zusätzlichen Fütterungsstellen lebten und eine weitere, die ausschließlich auf natürliches Futter angewiesen waren. Dabei stellten die ForscherInnen heraus, dass die Zusammensetzung der Pansenbakterien der beiden Gruppen signifikant unterschiedlich waren. „Die Ergebnisse unserer Studie lassen darauf schließen, dass die Versorgung von
Rehen mit leicht fermentierbaren Ergänzungsfuttermitteln im Winter die bakterielle Population im Pansen von Rehen signifikant beeinflusst und ähnlich negative Veränderungen wie bei domestizierten Wiederkäuern hervorrufen kann“, beschrieben die LetztautorInnen der Studie, Stefanie Wetzels und Gabrielle Stalder, ihre Analysen. Demnach fördert beispielsweise auch bei Rehen leicht fermentierbares Ergänzungsfuttermittel die Entwicklung von Bakterienstämmen, die bei Hauswiederkäuern zu Azidosezuständen – einer Störung des natürlichen Säure-Basen-Haushaltes – führen. „Die Veränderung der Pansen-Mikrobiota durch die Winterfütterung lässt eine negative Auswirkung auf den Gesundheitszustand von Rehen vermuten“, so Wetzels und Stalder abschließend.

ASP nur noch 40 Kilometer entfernt

03.12.2019

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer weiter an Deutschland heran. Inzwischen ist nahe Nowogrod Bobrzanski, ca. 40 Kilometern von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ein infiziertes Wildschwein tot aufgefunden worden. Nowogrod Bobrzanski liegt im Westen der Woiwodschaft Lebus, wo bereits vor drei Wochen infizierte und an dem Virus verendete Wildschweine in ca. 80 Kilometer Entfernung von der Grenze zu Deutschland gefunden worden
sind. Außerdem ist das Virus nahe der Kreisstadt Zielona Gora (Grünberg), in rund 60 Kilometer Entfernung zu Deutschland, bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Unterdessen hat Dänemark seinen Wildschweinschutzzaun an der Grenze zu Deutschland fertiggestellt. Damit soll der Eintrag der ASP durch infizierte Wildschweine aus bzw. über Deutschland nach Dänemark verhindert werden.

03.12.2019: Agrargipfel mit guten ersten Ergebnissen

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen des Agrargipfels im Berliner Kanzleramt. „Es ist ein guter Auftakt für einen notwendigen Dialog, den wir jetzt intensivieren und fortsetzen müssen“, beschrieb Rukwied den Auftakt der Gespräche über die Zukunft der Landwirtschaft. Die Themen
Insektenschutz und kooperativer Naturschutz anstatt pauschaler Verbote sollen bei dem Dialogprozess zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft im Fokus stehen. Zudem hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Aktionsprogramm Insektenschutz, ein nationales Dialogforum und eine Wertschätzungs-Kampagne für Landwirtschaft und Lebensmittel stark gemacht.

03.12.2019: Neue Biberverordnung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

Die im Frühjahr von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus angekündigte Biberverordnung ist fertiggestellt und wird zum Anfang des neuen Jahres in Kraft treten. „Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine Regelung vorzulegen, die für alle betroffenen Landnutzer den Umgang mit dem Biber ein ganzes Stück erleichtern wird“, teilte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald auf der Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände mit. Der neue Maßnahmenplan sieht vor, in erster Linie Nutz- und Schutzinteressen auszugleichen, wobei das Töten des zweitgrößten Nagetieres der Welt der letzte Ausweg sein müsse, wie Buchwald erklärte. Im Fall, dass durch Aktivitäten des
Bibers Havarien wie Deichbrüche oder Überschwemmungen von Verkehrsinfrastruktur drohen, dürfen laut Verordnung ab 1. Januar 2020 Maßnahmen ergriffen werden, ohne dass dafür im Einzelfall eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen ist. Der erste Schritt sei in solch einem Fall das Einbauen von Dammdrainagen. Maßnahmen dürfen zudem nur von geschulten Personen ausgeführt werden. Der Staatssekretär stellte auch noch einmal heraus, dass aus seiner Sicht die Wiederansiedlung des Bibers ein Erfolg des Naturschutzes sei. In vielfältiger Weise beeinflusse der Biber unsere Gewässerlandschaft in positiver Weise, so Buchwald abschließend.

03.12.2019: DAFA entwickelt Bild für zukünftige Landwirtschaft

Beim diesjährigen Strategischen Forum der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) haben sich mehr als 100 Experten aus Politik, Forschung und Verbänden zusammengefunden, um ein Bild der Landwirtschaft in 30 Jahren zu entwickeln. Die Perspektive 2049 zeigt eine nachhaltige Landwirtschaft mit starken regionalem Bezug, mit verringertem Antibiotikaeinsatz sowie besseren Ställen. Diesem Zielbild zu Folge, setzt sich die Landwirtschaft für den Schutz des Klimas und der Biodiversität ein und wird dafür mit angemessenen Preisen belohnt. Um dieses Bild Realität werden zu lassen, muss neben einer angepassten Agrarpolitik auch ein Umdenken in der Ernährung stattfinden. Verbraucher müssen bereit sein, mehr Geld für die Umsetzung
dieser Ziele zu zahlen, Unterstützung muss aber auch von Seiten der Politik kommen. Außerdem sieht diese Perspektive vor, dass die landwirtschaftliche Praxis, die Lebensmittelverarbeitung und der Handel in den Prozess einbezogen werden müssen, denn eine hohe Wertschätzung der Produkte passt nicht zum Wettbewerb um den niedrigsten Preis. Der Sprecher des DAFA-Vorstands, Hubert Wiggering, fordert: „Die Lebensmittelpreise an der Ladentheke müssen die wahren Kosten der Produktion widerspiegeln“. Dafür muss der Verbraucher die Vorteile eines neuen Ernährungssystems erkennen und erleben. Gemeinsam mit allen interessierten Gruppen will die DAFA die Zielbilder weiter entwickeln und Wege zu ihrer Erreichung aufzeigen.

02.12.2019: Hund im Haus kann vor Allergien schützen

Neuere Studien haben die Diskussion um die Ausbildung von Allergien und geeignete Präventionsstrategien neu entfacht. Demnach kann ein Hund im Haushalt sogar vor der Ausbildung einer Allergie, insbesondere bei genetisch vorbelasteten Kindern, schützen. Dies ist auch in der aktuellen Leitlinie „Allergieprävention“ erkranken Kinder nachzulesen. Darin heißt es: Kinder, die zusammen mit einem Hund aufwachsen, erkranken seltener an Neurodermitis und teilweise auch an Asthma. Somit könnte ein Hund im Haushalt auch vor der Ausbildung von Allergien schützen. „Heute weiß man, dass die frühe
Konfrontation mit Allergenen zur Toleranzentwicklung beitragen kann“, erklärt Professor Claudia Traidl-Hoffmann, Chefärztin der Umweltmedizin am Klinikum Augsburg und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin der TU München. Dennoch sollten sich betroffene Familien unbedingt vor der Anschaffung eines Hundes von einem Allergologen beraten lassen. Andere Tiere wie Katzen oder kleine Nagetiere sollten auf keinen Fall in einem Haushalt mit Allergie-gefährdeten Menschen, insbesondere Kindern, gehalten werden. Auch für Menschen mit Neurodermitis sind diese Tiere tabu, da hier eine sehr große Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese auch eine Tierhaarallergie entwickeln.

02.12.2019: Agrargipfel in Berlin

Am heutigen Montag diskutieren auf Einladung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner 40 landwirtschaftliche Verbände in Berlin die aktuelle Situation der Landwirte sowie die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft in Deutschland. Ebenfalls dabei: Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Die Einladung hatte Klöckner nach der Großdemonstration von etwa 40.000 Landwirtinnen und Landwirten in der vergangenen Woche
in Berlin ausgesprochen, nachdem die Landwirte mit tausenden Treckern aus dem gesamten Bundesgebiet die Hauptstadt blockiert hatten, um gegen das neue Agrarpaket und mehr Wertschätzung ihrer Arbeit zu protestieren. Ebenfalls in der vergangenen Woche verabschiedete der Bundestag den Haushalt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von knapp 6,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Erhöhung um circa 400 Millionen Euro und ist damit ein Rekordhaushalt.

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