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10.12.2019: Queensland will nach Buschbränden Schutz von Koalas verbessern

Bereits seit Wochen wüten im Osten Australiens verheerende Buschfeuer, denen auch Hunderte von Koalas zum Opfer gefallen sind. Zudem wurden zahlreiche Lebensräume der Beuteltiere zerstört. Der Bundesstaat Queensland strebt nun die Verbesserung des Schutzes der nur in Australien lebenden Tiere an. Dafür sollen im Südosten des Staates mehr als 570.000 Hektar als Koala-Prioritätsgebiet ausgewiesen werden. Waldrodungen
sollen hier in Zukunft stärker begrenzt werden, damit die Tiere, die vor allem in Bäumen leben, besser geschützt werden. „Koalas sind eine ikonische Spezies des Staates, sie haben eine nationale und internationale Bedeutung, und die Queenslander wollen sie geschützt sehen“, betonte Umweltministerin Leeanne Enoch. Bis Ende Januar 2020 können Einwohner des Bundesstaates nun Kritik oder Anregungen zu dem Plan äußern.

10.12.2019: Deutschland rückt im Klima-Index auf Rang 3 vor

In der vergangenen Woche ist auf dem Klimagipfel in Madrid der Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch vorgestellt worden. Demnach liegt Deutschland nach dem Jahrhundertsommer im Jahr 2018 erstmals in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index hinter Japan und den Philippinen auf dem 3. Rang. In Deutschland forderte die anhaltende Hitze 1.234 Todesopfer und verursachte in Kombination mit der lang anhaltenden Dürre über 1,3 Milliarden US-Dollar an Schäden in Kaufkraftparitäten. Allein die Schäden in der Landwirtschaft werden mit rund 700 Mio. Euro beziffert. Insgesamt verzeichnete Deutschland 2018 rund 5 Mrd. US-Dollar (4,5 Mrd. Euro) Schäden durch Wetterextreme. „Der Klima-Risiko-Index zeigt, dass massive Klimawandelfolgen weltweit zunehmen - sie treffen immer öfter auch Industrienationen wie Deutschland oder Japan. Folgen von Extremwetter wie Dürren, Überflutungen oder Hitzewellen führen auch hierzulande zu Todesopfern und großen Schäden",
sagt Dr. Maik Winges, einer der Autoren des Index. Wenn man jedoch den Langfrist-Index der letzten 20 Jahre betrachtet, sind die Entwicklungsländer mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen noch größeren Risiken ausgesetzt als Deutschland, da die Hauptverursacher des Klimawandels diese Länder für erlittene Schäden und Verluste nicht entschädigen. Neben Hurrikanen, die in Ländern wie beispielsweise Puerto Rico massive Schäden verursachten, ist aber noch ein weiterer Trend zu sehen: „Wir beobachten in Ländern wie Haiti, den Philippinen oder Pakistan in so kurzen Abständen wiederkehrende extreme Wetterlagen, dass diese Länder kaum Gelegenheit haben, sich nach Wetterkatastrophen zu erholen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass arme Länder nicht nur bei der Anpassung an den Klimawandel, sondern auch bei nicht mehr vermeidbaren Schäden und Verlusten Unterstützung von den Hauptverursachern des Klimawandels erhalten", sagt Vera Künzel, Co-Autorin des Index.

10.12.2019: Schafzuchtprogramm in Neuseeland gegen den Klimawandel

In Neuseeland werden rund 30 Prozent der Treibhausgase von Weidetieren produziert. Um an diesem Punkt anzusetzen, hat ein Forscherteam in einer mehrjährigen Studie an einem genetischen Schafzuchtprogramm gearbeitet und nun als Weltneuheit einen Methanzuchtwert eingeführt, wie agrarheute berichtet. Laut Informationen der Branchenorganisation Beef+Lamb New Zealand konnten die ForscherInnen belegen, dass einzelne Schafe unterschiedliche Methanemissionen aufweisen und diese Eigenschaft an die nächste Generation weitergegeben wird. In einem speziellen Methanzuchtwertprogramm sollen nun die „schadstoffarmen“ Tiere identifiziert werden. Teilnehmende Züchter müssen ihre Schafe in transportablen Akkumulationskammern messen lassen, um herauszufinden,
ob ihre Tiere für dieses Programm geeignet sind. In diesen Kammern werden innerhalb von zwei Wochen zweimal die Gasemissionen gemessen. Der Methanzuchtwert wird dann zusammen mit weiteren genetischen Werten berechnet. „Methanzuchtwert ist ein Instrument, um die Verpflichtungen des landwirtschaftlichen Sektors zum Klimaschutz durch Senkung der Treibhausgasemissionen umzusetzen", erklärte Sam McIvor, Geschäftsführer der Branchenorganisation. Daneben arbeiten Forscher an weiteren Maßnahmen der Methanemissionsreduzierung, wie beispielsweise der Züchtung spezieller Futterpflanzen oder der Veränderung der Pansenmikroben. Neben der Einbringung von methanreduzierenden Verbindungen in den Pansen werde auch an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen diese Mikroben gearbeitet.

09.12.2019: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

In gut zwei Wochen ist Heiligabend und die heiße Phase der Weihnachtseinkäufe hat begonnen. Aus diesem Anlass weist das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz erneut darauf hin, dass keine Tiere verschenkt werden sollten. Sie können nicht, wie andere Geschenke, bei Nichtgefallen einfach wieder umgetauscht werden und sollten daher auf keinen Fall leichtfertig angeschafft werden. Viele Punkte gibt es zudem zu bedenken, bevor ein Tier einziehen kann. Denn ein Heimtier bedeutet, dass sich jemand dauerhaft um das neue Familienmitglied kümmern kann.
Die hektische Vorweihnachtszeit eignet sich nicht für eine wohlüberlegte und verantwortungsbewusste Kaufentscheidung. Viele Fragen müssen zuvor durchdacht und beantwortet werden, z.B. wer passt während der Urlaubszeit auf das Haustier auf? Auch sollten sich die neuen Besitzer bewusst machen, dass auch der finanzielle Aufwand für Futter und Tierarztbesuche mit einkalkuliert werden muss. Gerade wenn Kinder beschenkt werden sollen, sind es doch meist die Eltern, die letztendlich die Verantwortung für das Tier tragen müssen.

09.12.2019: Gegen Dürre resistente Gene in Eichen entdeckt

Ein Forscherteam der Goethe-Universität in Frankfurt konnte in einer Studie Gene in Eichen identifizieren, die die Bäume resistenter gegen Trockenheit in Dürrezeiten machen könnten. „Wenn wir wissen, wie Baumarten auf der molekularen Ebene auf Trockenheit reagieren, verstehen wir besser, wie sich der Klimawandel auf die europäischen Wälder auswirkt“, sagt Peter Kotrade, Erstautor der Studie und Biologe am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität am Fachbereich Biologie der Goethe-Universität. „Unsere Studie bestätigt vorherige Ergebnisse an Modellpflanzen zum ersten Mal an Waldbäumen und zeigt zudem detaillierte Expressionsmuster für die ausgewählten Gene. Das trägt zum Verständnis der molekularen Reaktion von Eichen auf Dürreperioden bei. Künftig könnte dieses
Wissen dazu genutzt werden, um bei Waldbegründungen und Aufforstungen auszuwählen, welche Bäume gepflanzt werden“, so der Biologe weiter. In ihrer Studie haben die WissenschaftlerInnen die Gene der heimischen Stieleiche sowie der südeuropäischen Flaumeiche und Steineiche analysiert. Ihr Fokus lag auf 12 Genen, die als potenziell bedeutsam für die Resistenz gegenüber Trockenheit gelten. Die Bäume und ihre Gene wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht und einzelne Gen-Sequenzen erstellt. Bei einigen Genen konnten die ForscherInnen so vorherige Funde an krautigen Pflanzen bestätigen, die darauf hinwiesen, dass die Gene während extremer Trockenperioden verstärkt abgelesen werden. Bei anderen Genen war dieser Mechanismus bisher noch nicht bekannt.

09.12.2019: Gericht ordnet jährliche Schafschur an

Das Verwaltungsgericht Trier hat einen Schäfer aus der Eifel per Anordnung dazu verpflichtet, seine Schafe mindestens einmal pro Jahr zu scheren. Die Klagen gegen diese Anordnung seitens des Schäfers wurden zurückgewiesen. Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten bereits im Jahr 2016 unter anderem das Fehlen eines Unterstandes sowie den Pflegezustand der Altschafe beanstandet. Im Juli des vergangenen Jahr stellte die Amtstierärztin bei einer weiteren Kontrolle dann fest, dass zahlreiche Altschafe nicht geschoren waren, was bei einigen Tieren bereits zu einer schnellen und pumpenden Atmung geführt hatte. Trotz telefonischer
Zusicherung der Schur ließ der Schäfer einige der Tiere weiterhin ungeschoren, was die Erlassung einer tierschutz- und tierseuchenrechtlichen Verfügung nach sich zog. Das Gericht erklärte, dass eine nicht erfolgte Schur einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle, wonach Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen zu pflegen seien. Die jährliche Schur gehöre zur erforderlichen Pflege, da die Schafe keinen natürlichen Wollwechsel aufwiesen. Andernfalls drohe ein Verfilzen des Vlieses, wodurch das Wärmeregulationsempfinden der Tiere empfindlich gestört werde, so das Gericht.

09.12.2019: Maßnahmen für den Ausbruchsfall der ASP werden verstärkt

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der vergangenen Woche bis auf 40 Kilometer an die deutsch-polnische Grenze herangerückt ist, wird die EU-Kommission das in Westpolen eingerichtete Restriktionsgebiet bis zur deutsch-polnischen Grenze ausweiten. Zur Beratung über weitere Maßnahmen und zum Informationsaustausch werden im Laufe der Woche Veterinäre aus Polen und Deutschland zusammenkommen. Weiterhin hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die zuständigen Landesministerien und verschiedene Bundesministerien zur Unterstützung bei der Aufklärung über die ASP aufgerufen. Darunter fällt die Sensibilisierung von Reisenden wie beispielsweise Fernfahrern, Jägern und Landwirten,
aber auch Mitgliedern der Bundeswehr und Pflegekräften, die im betroffenen Gebiet im Einsatz sind. Betriebe werden angemahnt, die Sicherheitsmaßnahmen der Schweinehaltungshygiene-Verordnung strikt einzuhalten. Welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen, werden die Bundesländer in Kürze entscheiden. Neben der umfangreichen Präventions- und Aufklärungsarbeit, ist das BMEL auch auf den Ernstfall vorbereitet. Kontinuierlich werden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht geprüft. Sollte die ASP auch in Deutschland ausbrechen, soll beispielsweise zur Eindämmung der Tierseuche sichergestellt werden, dass die Schwarzwildreduzierung zielgerichtet erfolgen kann.

06.12.2019: Stammzellen zur Heilung von Knochenbrüchen im Einsatz

In einer Studie des Klinikums der LMU München läuft noch bis Mai 2020 eine Studie, in der die Stammzellentherapie als Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmaßnahmen bei nicht heilenden Knochenbrüchen untersucht wird. „Wenn mehrere Knochen betroffen sind, kann der Körper so überfordert sein, dass er es nicht mehr von selbst schafft, alle Knochen zum Heilen zu bringen“, erklärt Privatdozent Dr. Christian Ehrnthaller, Oberarzt der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums der LMU München und Leiter der Orthounion-Studie. Für die Untersuchung einer neuen Form der Stammzellentherapie werden den Teilnehmer Stammzellen aus dem Knochenmark mit einer Spritze entnommen, die im nächsten Schritt im Labor des Instituts für klinische Transfusionsmedizin Ulm (IKT) des Deutschen Roten Kreuzes
auf die 100- bis 200-millionenfache Dosis vervielfacht werden. Anschließend werden die Stammzellen in Kombination mit einem künstlichen Knochenersatzmaterial operativ in den fehlverheilten Knochen eingesetzt, um so die unverheilte Bruchstelle zu füllen. „Was anfangs wie krümelige, kreideartige weiße Masse aussieht, entwickelt sich mit der Zeit zu festem Knochenmaterial“, beschreibt PD Dr. Ehrnthaller, der den Vorteil der Stammzellen vor allem in der hohen Heilungspotenz und die beliebige Wiederholbarkeit sieht. Bislang sind drei Patienten mit Schienbein- und Oberschenkelbrüchen erfolgreich mit dem neuen Verfahren behandelt worden. Noch können Patienten in die Studie aufgenommen werden. Ausschlusskriterien sind allerdings Infektionskrankheiten, Tumor-, Knochen- und Hormonerkrankungen.

06.12.2019: Online-Rechner ermittelt Auswirkungen von Fleischkonsum

Ein neues Online-Tool errechnet in wenigen schnellen Schritten die CO2-Belastung durch den persönlichen Fleischkonsum und zeigt die dadurch entstehenden Klimaauswirkungen auf. Blitzschnell rechnet das Tool zudem aus, wie viele Ressourcen bei einem Ersatz des Fleisches durch alternative Proteinquellen gespart würden. „Viele wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber das Thema ist abstrakt und so komplex, dass die meisten nicht wissen, wie und wo sie am besten beginnen. Unser Rechner liefert einen konkreten Ansatz. Wir zeigen auf welche Fleischmengen sich
der eigene Konsum im Laufe der Zeit summiert. Und welche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen und in welchem Umfang das Klima dadurch belastet wird. Wir zeigen aber auch, wie sich schon durch kleine Anpassungen der eigenen Ernährung große Veränderungen umsetzen lassen", erklärt Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de. Das Online-Tool zeigt außerdem auf, warum der CO2-Ausstoß durch Fleischproduktion enorm ist und wie der Verbraucher mit wenigen Schritten seinen eigenen Verbrauch reduzieren kann.

06.12.2019: TV-Tipp: Die Qualen der Weihnachtsgänse

Die Weihnachtszeit verbinden viele Menschen automatisch mit einer Gans auf dem Teller. Doch meist stammen die Weihnachtsgänse aus osteuropäischer Massenproduktion, wo die Tiere teils unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Einen Grund für die Billigpreisgans sehen Experten in der sogenannten Quersubventionierung. Jürgen Stellpflug, Testwatch, erklärt: „Wenn ich eine Gans kaufe, die beispielweise jetzt beim Discounter derzeit unter 6 Euro pro Kilo kostet und sogar aus Freilandhaltung stammt, also aus einer Haltung die tatsächlich ein bisschen besser ist, dann ist diese Gans mutmaßlich und ganz wahrscheinlich mehrmals in ihrem Leben gerupft worden. Ihr wurden die Daunen, die Federn ausgerissen. An diesen Daunen da verdient der Mäster dann schon so viel Geld, dass er das Fleisch billig hergeben kann." Die Tiere werden ohne Betäubung gerupft, entstandene Verletzungen zugenäht. Auch dies geschieht, ohne dass die Gänse betäubt werden. Ein weiteres unermessliches Leid bedeutet auch die Stopfmast für die Gänse. Gerade in Ungarn, Bulgarien und Frankreich ist die Stopfleber eine Delikatesse
und die Produktion legal. Hier werden große Mengen an Maisbrei mehrmals täglich mit Druck in die Mägen der Tiere gepresst. Dr. Anna Kirchner vom Deutschen Tierschutzbund erläutert: „Mit dem Stopfen erleiden die Tiere massive Verletzungen der Speiseröhre und durch die massive Futterzufuhr schwillt die Leber an, auf die 10 bis 12-fache Größe, und die Tiere sind krank, wenn sie geschlachtet werden." Ohne Schlachtung würden sie an Leberverfettung versterben. „Wir fordern, dass Gänse in Deutschland artgerecht gehalten werden und genug Platz haben in der Haltung, und natürlich auch eine Badegelegenheit und genug Wasser für ihr Pflegeritual zur Verfügung haben, und zudem fordern wir ein Importverbot von Stopfleber und gerupften Daunen nach Deutschland." Aber auch in Deutschland gibt es Missstände. Zusammengepferchte Tiere auf engsten Raum, gemästet mit Billigfutter und unter Einsatz von Antibiotika. Das Magazin PlusMinus hat das Thema Weihnachtsgans näher beleuchtet: Die Doku "Alle Jahre wieder: Das grausame Schicksal der Weihnachtsgänse" ist bis zum 04.12.2020 in der ARD-Mediathek verfügbar.

05.12.2019: Dänemark erlaubt Hofschlachtungen

In Dänemark werden Hausschlachtungen von Rindern, Schweinen, Schafen oder anderen Tiere ab dem 1. Januar 2020 legal. Das bedeutet, diese Tiere dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auf dem eigenen Hof anstatt im Schlachthof geschlachtet werden. Vorausgesetzt wird ein geeigneter Bereich, in welchem ein zugelassener Schlachthof die Tiere
töten und entbluten kann. Anschließend werden die Schlachtkörper dann zur Verarbeitung in den Schlachtbetrieb verbracht. Der Schlachthof ist dann entsprechend für die Einhaltung von Tierschutz- und Hygienevorschriften verantwortlich. Die Schlachtung unterliegt auch in diesem Fall der Kontrolle der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde.

05.12.2019: Zahl der Wolfsrudel in Deutschland steigt

In Deutschland lebten 2018/2019 über das gesamte Bundesgebiet verteilt, 105 Wolfsrudel. Die meisten Rudel sind mit 41 Rudeln in Brandenburg beheimatet, genauer gesagt in der Lausitz im Süden des Bundeslandes. 22 Wolfsrudel gibt es aktuell in Sachsen, 21 in Niedersachsen und 100 Tiere leben in Sachsen-Anhalt. Dies teilten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) mit.
Zudem seien erstmals in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein einzelne ortstreue Wölfe bestätigt worden. Insgesamt sind demnach in Deutschland 257 erwachsene Wölfe erfasst. Somit ist ihre Zahl gegenüber dem vorangegangenen Monitoringjahr 2017/18 gestiegen. Damals lebten in Deutschland 77 Rudel, 40 Paare und 3 Einzelwölfe.

05.12.2019: EU-Umweltbericht fällt erschütternd aus

Europa hat ein enges Zeitfenster von zehn Jahren, um gegen den Artenverlust, die Auswirkungen des Klimawandels und den übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen vorzugehen. Zu diesem Schluss kommt der am heutigen Mittwoch veröffentlichte Bericht „Zustand der Umwelt“ der Europäischen Umweltagentur (EUA) und mahnt dringendes Handeln an. Europa stehe im Umweltbereich vor Herausforderungen von nie da gewesener Größenordnung und Dringlichkeit. Insgesamt haben sich die Umwelttrends in Europa seit dem letzten
Umweltbericht der EUA von 2015 nicht verbessert. Die Bewertung der Umweltagentur zeigt, dass die meisten Ziele für 2020, insbesondere im Bereich der biologischen Vielfalt, nicht erreicht werden, aber immer noch die Möglichkeit zur Erreichung der längerfristigen Vorgaben und Ziele für 2030 und 2050 besteht. Auch die Auswirkungen des Klimawandels, der Luftverschmutzung und der Lärmbelastung auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit geben nach wie vor Anlass zur Sorge. Die neue EU-Initiative "Green Deal" gäben jedoch auch Anlass zur Hoffnung.

05.12.2019: Zu viel Antibiotika in der konventionellen Putenhaltung

In mehr als 40% des untersuchten Putenfleisches aus konventioneller Haltung sind im Jahr 2018 antibiotikaresistente Keime gefunden worden. Das sind viermal so viele Nachweise als in Putenfleischproben aus ökologischer Haltung. Hier waren 11% der Proben positiv für MRSA. Wie das Magazin Topagrar berichtet, fordert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV) eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Putenhaltung. Dr. Helmut Tschiersky, scheidender
Präsident des BLV, appelliert an die Geflügelhalter, einen größeren Wert auf die Gesundheit der Tiere zu legen. Das Institut hatte gut 760 Proben auf das methicillin-resistente Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) untersucht. Das Ergebnis sei alarmierend! Prof. Michael Kühne von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz stellte ergänzend zu diesen Ergebnissen fest, dass es noch keine Ahndung von MRSA- Befunden gebe. Er sieht die Wissenschaft mit einer Grundlagenschaffung in der Pflicht.

04.12.2019: Juristen fordern Freigängerverbot für Katzen

Hauskatzen töten jedes Jahr Millionen von Vögeln, Reptilien und kleinen Säugetieren. Das wollen zwei Juraprofessoren der Universität Tilburg in den Niederlanden nun beenden, indem der Freigang für Katzen untersagt werden soll. Wie die Professoren in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Law schreiben, könnte die korrekte Auslegung der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union sowie deren sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie alle Katzen künftig zu einem Dasein als Stubentiger degradieren. Dies sei mit den Zahlen der Tiere, die jedes Jahr Katzen zum Opfer fielen, vertretbar. Allein in Deutschland sollen jedes Jahr bis zu 200 Millionen Vögel betroffen sein.
In Großbritannien sind es schätzungsweise 27 Millionen Vögel und 248 Millionen andere Wildtiere. In den USA wird die Zahl sogar mit 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögel und 6,9 bis 20,7 Milliarden Kleinsäuger angegeben. Vor allem in Siedlungsbereichen führe dies dazu, dass sich bodenbrütende Singvögel und Reptilien kaum noch ansiedeln können. Daher sollten Katzen zumindest während der Brutzeit von April bis Juli nicht frei herumstreunen dürfen. Eine Glocke am Halsband schaffe hingegen keine Abhilfe, da immobile Jungtiere nicht die Flucht ergreifen können. Zudem könne sie dem sensiblen Gehör der Katze nicht zugemutet werden.

04.12.2019: Winterfütterung kann Rehe und Hirsche krank machen

Eine im Oktober 2019 veröffentlichte Forschungsarbeit unter Mitarbeit der Vetmeduni Vienna hat gezeigt, dass eine Winterfütterung von Wildwiederkäuern den Tieren schadet. Die WissenschaftlerInnen konnten belegen, dass sich bei Rehen (Capreolus capreolus) die Mikrobiotika im Pansen deutlich verändern und dies negative Auswirkungen auf deren Gesundheit haben kann. Untersucht wurden weibliche Rehe- eine Gruppe, die in einem Gebiet mit zusätzlichen Fütterungsstellen lebten und eine weitere, die ausschließlich auf natürliches Futter angewiesen waren. Dabei stellten die ForscherInnen heraus, dass die Zusammensetzung der Pansenbakterien der beiden Gruppen signifikant unterschiedlich waren. „Die Ergebnisse unserer Studie lassen darauf schließen, dass die Versorgung von
Rehen mit leicht fermentierbaren Ergänzungsfuttermitteln im Winter die bakterielle Population im Pansen von Rehen signifikant beeinflusst und ähnlich negative Veränderungen wie bei domestizierten Wiederkäuern hervorrufen kann“, beschrieben die LetztautorInnen der Studie, Stefanie Wetzels und Gabrielle Stalder, ihre Analysen. Demnach fördert beispielsweise auch bei Rehen leicht fermentierbares Ergänzungsfuttermittel die Entwicklung von Bakterienstämmen, die bei Hauswiederkäuern zu Azidosezuständen – einer Störung des natürlichen Säure-Basen-Haushaltes – führen. „Die Veränderung der Pansen-Mikrobiota durch die Winterfütterung lässt eine negative Auswirkung auf den Gesundheitszustand von Rehen vermuten“, so Wetzels und Stalder abschließend.

ASP nur noch 40 Kilometer entfernt

03.12.2019

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer weiter an Deutschland heran. Inzwischen ist nahe Nowogrod Bobrzanski, ca. 40 Kilometern von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ein infiziertes Wildschwein tot aufgefunden worden. Nowogrod Bobrzanski liegt im Westen der Woiwodschaft Lebus, wo bereits vor drei Wochen infizierte und an dem Virus verendete Wildschweine in ca. 80 Kilometer Entfernung von der Grenze zu Deutschland gefunden worden
sind. Außerdem ist das Virus nahe der Kreisstadt Zielona Gora (Grünberg), in rund 60 Kilometer Entfernung zu Deutschland, bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Unterdessen hat Dänemark seinen Wildschweinschutzzaun an der Grenze zu Deutschland fertiggestellt. Damit soll der Eintrag der ASP durch infizierte Wildschweine aus bzw. über Deutschland nach Dänemark verhindert werden.

03.12.2019: Agrargipfel mit guten ersten Ergebnissen

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen des Agrargipfels im Berliner Kanzleramt. „Es ist ein guter Auftakt für einen notwendigen Dialog, den wir jetzt intensivieren und fortsetzen müssen“, beschrieb Rukwied den Auftakt der Gespräche über die Zukunft der Landwirtschaft. Die Themen
Insektenschutz und kooperativer Naturschutz anstatt pauschaler Verbote sollen bei dem Dialogprozess zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft im Fokus stehen. Zudem hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Aktionsprogramm Insektenschutz, ein nationales Dialogforum und eine Wertschätzungs-Kampagne für Landwirtschaft und Lebensmittel stark gemacht.

03.12.2019: Neue Biberverordnung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

Die im Frühjahr von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus angekündigte Biberverordnung ist fertiggestellt und wird zum Anfang des neuen Jahres in Kraft treten. „Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine Regelung vorzulegen, die für alle betroffenen Landnutzer den Umgang mit dem Biber ein ganzes Stück erleichtern wird“, teilte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald auf der Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände mit. Der neue Maßnahmenplan sieht vor, in erster Linie Nutz- und Schutzinteressen auszugleichen, wobei das Töten des zweitgrößten Nagetieres der Welt der letzte Ausweg sein müsse, wie Buchwald erklärte. Im Fall, dass durch Aktivitäten des
Bibers Havarien wie Deichbrüche oder Überschwemmungen von Verkehrsinfrastruktur drohen, dürfen laut Verordnung ab 1. Januar 2020 Maßnahmen ergriffen werden, ohne dass dafür im Einzelfall eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen ist. Der erste Schritt sei in solch einem Fall das Einbauen von Dammdrainagen. Maßnahmen dürfen zudem nur von geschulten Personen ausgeführt werden. Der Staatssekretär stellte auch noch einmal heraus, dass aus seiner Sicht die Wiederansiedlung des Bibers ein Erfolg des Naturschutzes sei. In vielfältiger Weise beeinflusse der Biber unsere Gewässerlandschaft in positiver Weise, so Buchwald abschließend.

03.12.2019: DAFA entwickelt Bild für zukünftige Landwirtschaft

Beim diesjährigen Strategischen Forum der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) haben sich mehr als 100 Experten aus Politik, Forschung und Verbänden zusammengefunden, um ein Bild der Landwirtschaft in 30 Jahren zu entwickeln. Die Perspektive 2049 zeigt eine nachhaltige Landwirtschaft mit starken regionalem Bezug, mit verringertem Antibiotikaeinsatz sowie besseren Ställen. Diesem Zielbild zu Folge, setzt sich die Landwirtschaft für den Schutz des Klimas und der Biodiversität ein und wird dafür mit angemessenen Preisen belohnt. Um dieses Bild Realität werden zu lassen, muss neben einer angepassten Agrarpolitik auch ein Umdenken in der Ernährung stattfinden. Verbraucher müssen bereit sein, mehr Geld für die Umsetzung
dieser Ziele zu zahlen, Unterstützung muss aber auch von Seiten der Politik kommen. Außerdem sieht diese Perspektive vor, dass die landwirtschaftliche Praxis, die Lebensmittelverarbeitung und der Handel in den Prozess einbezogen werden müssen, denn eine hohe Wertschätzung der Produkte passt nicht zum Wettbewerb um den niedrigsten Preis. Der Sprecher des DAFA-Vorstands, Hubert Wiggering, fordert: „Die Lebensmittelpreise an der Ladentheke müssen die wahren Kosten der Produktion widerspiegeln“. Dafür muss der Verbraucher die Vorteile eines neuen Ernährungssystems erkennen und erleben. Gemeinsam mit allen interessierten Gruppen will die DAFA die Zielbilder weiter entwickeln und Wege zu ihrer Erreichung aufzeigen.

02.12.2019: Hund im Haus kann vor Allergien schützen

Neuere Studien haben die Diskussion um die Ausbildung von Allergien und geeignete Präventionsstrategien neu entfacht. Demnach kann ein Hund im Haushalt sogar vor der Ausbildung einer Allergie, insbesondere bei genetisch vorbelasteten Kindern, schützen. Dies ist auch in der aktuellen Leitlinie „Allergieprävention“ erkranken Kinder nachzulesen. Darin heißt es: Kinder, die zusammen mit einem Hund aufwachsen, erkranken seltener an Neurodermitis und teilweise auch an Asthma. Somit könnte ein Hund im Haushalt auch vor der Ausbildung von Allergien schützen. „Heute weiß man, dass die frühe
Konfrontation mit Allergenen zur Toleranzentwicklung beitragen kann“, erklärt Professor Claudia Traidl-Hoffmann, Chefärztin der Umweltmedizin am Klinikum Augsburg und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin der TU München. Dennoch sollten sich betroffene Familien unbedingt vor der Anschaffung eines Hundes von einem Allergologen beraten lassen. Andere Tiere wie Katzen oder kleine Nagetiere sollten auf keinen Fall in einem Haushalt mit Allergie-gefährdeten Menschen, insbesondere Kindern, gehalten werden. Auch für Menschen mit Neurodermitis sind diese Tiere tabu, da hier eine sehr große Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese auch eine Tierhaarallergie entwickeln.

02.12.2019: Agrargipfel in Berlin

Am heutigen Montag diskutieren auf Einladung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner 40 landwirtschaftliche Verbände in Berlin die aktuelle Situation der Landwirte sowie die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft in Deutschland. Ebenfalls dabei: Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Die Einladung hatte Klöckner nach der Großdemonstration von etwa 40.000 Landwirtinnen und Landwirten in der vergangenen Woche
in Berlin ausgesprochen, nachdem die Landwirte mit tausenden Treckern aus dem gesamten Bundesgebiet die Hauptstadt blockiert hatten, um gegen das neue Agrarpaket und mehr Wertschätzung ihrer Arbeit zu protestieren. Ebenfalls in der vergangenen Woche verabschiedete der Bundestag den Haushalt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von knapp 6,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Erhöhung um circa 400 Millionen Euro und ist damit ein Rekordhaushalt.

02.12.2019: Kompetenzzentrum für Wiederkäuer im Alpenraum eröffnet

Die Veterinärmedizinische Universität Wien hat zusammen mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Außenstelle in Tirol als Teil der Universitätsklinik für Wiederkäuer eröffnet. Hier soll ein Kompetenzzentrum für Wiederkäuer im Alpenraum entstehen. „Wir verstehen die Gründung unserer neuen Universitäts-Außenstelle in Innsbruck als wichtigen Beitrag, um die tierärztliche Versorgung in ländlichen Regionen langfristig sicherzustellen und unsere Studierenden bereits während des Studiums mit den relevanten regionalen Stakeholdern zu vernetzen“, beschreibt Rektorin Petra Winter Hintergrund und Zielsetzung. Thomas Kickinger, Geschäftsführer
der AGES, fügt hinzu: „Mit dem Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck spielt die AGES seit langem eine wesentliche Rolle im Bereich Tiergesundheit gerade in Westösterreich. Für uns ist es daher naheliegend, unsere Expertise in diese Kooperation einzubringen, um angehenden Tierärztinnen und Tierärzten die bestmögliche Ausbildung zu bieten.“ Ziel der neuen Außenstelle ist neben der Stärkung des Standortes auch, nachhaltige Kooperationen mit Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen und lokalen Tierarztpraxen zu bilden. Somit sollen die VeterinärstudentInnen praxisnah auf die besonderen Anforderungen im alpinen Bereich vorbereitet werden.

02.12.2019: Nutztierhaltung: Backhaus sieht Politik in der Pflicht

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft im Dialog“ des Agrarfachmagazins top agrar hat sich Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zur Nutztierhaltung in Deutschland positioniert: „Haltungsbedingungen von Tieren müssen gesellschaftlich akzeptiert und zugleich wirtschaftlich leistbar sein. Das macht eine Wertedebatte unumgänglich. Systematische Probleme dürfen nicht kaschiert werden, sondern müssen offen diskutiert werden“. Zudem erklärte Backhaus, dass der Bund in Hinblick auf Tierschutzstandards darauf abzielt, Spitzenreiter in Europa werden zu wollen und dass die Politik dafür die Weichen stellen müsse, um eine Abwanderung der Nutztierhaltung in Länder mit niedrigeren Standards zu vermeiden. „Wir müssen einerseits zu einer umwelt- und klimaverträglichen sowie
tierwohlgerechten Tierhaltung kommen – möglichst weltweit, aber zumindest in Europa“, betonte der Minister. „Andererseits muss die Gesellschaft aber auch bereit sein, die Umweltleistungen der Landwirtschaft angemessen zu honorieren. Und damit meine ich nicht, dass wir nur den Mehraufwand ausgleichen. Der Landwirt muss auch zukünftig noch Geld verdienen können, um sich und seinen Angestellten ein auskömmliches Einkommen zu sichern. Genau das kann er aber im Moment in weiten Teilen nicht mehr.“ Die Einführung des Tierwohlkennzeichens sei zwar richtig und gut, doch sollte dieses verpflichtend für alle sein, so Backhaus weiter. Damit die tierschutzgerechte Tierhaltung auch wirtschaftlich leistbar ist, müsse die Politik die finanziellen Mittel dafür auch bereitstellen, sagte der Minister abschließend.

29.11.2019: 21. PET-VET in Baden-Baden

Am morgigen Samstag öffnen sich in Baden-Badener Kongresshaus die Pforten für die 21. PET-VET. Es wird mit rund 800 Tierärztinnen und Tierärzten sowie rund 400 weiteren Teilnehmern gerechnet. An zwei Tagen erwartet die Kleintiermediziner ein vielfältiges Programm mit namhaften Referenten zum Fokusthema Weichteilchirurgie. Auch für Pferdepraktiker wird es am Samstag zu diesem Thema zahlreiche Vorträge geben. Für Tiermedizinische Fachangestellte hält die PET- VET ebenfalls an zwei Tagen ein straff organisiertes, umfassendes Programm zu den Themen Weichteilchirurgie bzw.
Verhalten bereit. Auf der begleitenden Industrieausstellung können sich die Teilnehmer zudem bei 55 Ausstellern über Produktneuheiten informieren. Die PET-VET wird sich erstmals auch im Frühjahr präsentieren- Kongressstandort wird am 28./29. März 2020 die Frauenhofer-Halle im bayerischen Straubing sein. Für ihre Teilnahme an der nächsten PET- VET können Tierärztinnen und Tierärzte im diesjährigen Adventskalender von Vetion.de einen Rabatt in Höhe von 50 Euro gewinnen. Außerdem sind viele weitere Gewinne und Gratisteilnahmen hinter den Türchen des Adventskalenders versteckt.

29.11.2019: Leitungswechsel im BVL

Nach 11 Jahren Dienstzeit übergibt Dr. Helmut Tschiersky die Leitung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) an Friedel Cramer. Tschiersky übernimmt zum
1. Dezember 2019 die Leitung der Unterabteilung Produktsicherheit, Gesundheitlicher Verbraucherschutzfunktion im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

29.11.2019: Hundehalter stirbt an Infektion mit Capnocytophaga canimorsus

Ein 63-jähriger Mann hat sich beim Schmusen mit seinem Hund mit dem Bakterium Capnocytophaga canimorsus infiziert und ist gestorben. Das Bakterium kommt im Hundespeichel vor und hat bei dem Mann im August 2018 zu einer schweren Blutvergiftung geführt, die auch mit Antibiotika nicht mehr therapiert werden konnte. Der Mann starb zwei Wochen später an multiplem Organversagen. Demnach scheint der Erreger über einen Hautdefekt in den Organismus des Mannes
eingedrungen zu sein, nachdem der Hund ihn abgeleckt hatte. Eine Infektion mit Capnocytophaga canimorsus tritt beim Menschen jedoch sehr selten auf. Das Bakterium kann jedoch häufig im Speichel von vollkommen symptomfreien Hunden und Katzen nachgewiesen werden. Daher ist es ratsam, jeden Tierbiss vom Arzt reinigen und versorgen zu lassen, damit möglichst wenig Keime in die Wunde gelangen und die Gefahr schwerer septischer Verläufe reduziert wird.

29.11.2019: Weihnachtsdeko birgt Gefahren für Haustiere

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und wird begleitet von festlich dekorierten Häusern und Wohnungen. Kurz vor dem ersten Advent warnt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) Tierhalter jedoch vor Weihnachtsdeko in Form von Kerzen, Kugeln und Lametta, die besonders für Hunde und Katzen eine Gefahrenquelle darstellen. „Die Tiere können sich beispielsweise an zerbrochenen Kugeln verletzen oder kleine Teile verschlucken,“ erklärt Norbert Holthenrich, der Präsident des ZZF. Denn neugierige Vierbeiner klettern gerne an Weihnachtsbäumen hoch – dieser sollte daher auf jeden Fall vor einem Umkippen gesichert werden. Brennende Kerzen stellen für Katzen ein Risiko dar, denn sie können sich an der Flamme die Schnurrbarthaare ansengen. Geeignet sind hier LED-Kerzen und -Teelichter. Vor allem sollten Tierhalter darauf achten, dass keine Süßigkeiten im Raum stehen, denn der Verzehr von einer Tafel Schokolade kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen bei Hund und Katze führen. Auch bei Geschenken für die
Haustiere ist Vorsicht geboten: Zu kleine Teile könnten verschluckt werden. „Wer seinen tierischen Gefährten etwas zum Spielen schenken möchte, findet im Zoofachhandel eine große Auswahl an weihnachtlichem Spielzeug wie Nikoläuse und Rentiere aus Plüsch oder Latex“, weiß Norbert Holthenrich. Grundsätzlich sollten Katzen und Hunde beim Spielen mit dem neuen Spielzeug stets beaufsichtigt werden. Der ZZF appelliert zudem an die Schenkenden, keine Heimtiere als Überraschungsweihnachtsgeschenk zu wählen. „Tierhalter müssen die Bedürfnisse des Heimtieres kennen, und es muss zum Alltagsleben der Familie passen“, betont Norbert Holthenrich. Daher sollte vor der Anschaffung gut und gemeinsam überlegt werden, ob die Familie einem Haustier gerecht werden kann. „Manche Kinder sind mit der Versorgung überfordert und verlieren schnell die Lust. Im schlimmsten Fall landen die Tiere dann sogar im Tierheim“, warnt der Tierexperte. Besser sei es, zunächst einen Gutschein aus dem Zoofachhandel oder Ratgeber-Literatur zu verschenken.

29.11.2019: VIER PFOTEN gibt Tipps für Winterfütterung von Vögeln

Fallende Temperaturen und eine sinkende Schneefallgrenze kündigen den nächsten Winter an. Für den Ausgleich der Energie, die bei Kälte verloren geht, brauchen heimische Vögel große Futtermengen. VIER PFOTEN empfiehlt daher eine Zufütterung der Wildvögel, um Nahrungsengpässen der Tiere entgegenzuwirken. Doch nicht jedes Futter ist geeignet, besonders Essensreste von zubereiteten Speisen können den Tieren eher schaden als nutzen. Auch sollten Vogelfreunde für eine einwandfreie Hygiene des Futterplatzes sorgen. Geeignetes, hochwertiges und auf die einzelnen Vogelarten abgestimmtes Futter ist im Handel erhältlich. Während Spatzen oder Meisen eher Sonnenblumenkerne und Hanfsamen fressen, freuen sich Weich- und Insektenfresser
wie Amseln, Drosseln oder Rotkehlchen über getrocknete Beeren, gemahlene Nüsse oder zerkleinerte Äpfel. Bei der Futterauswahl sollte zudem beachtet werden, dass feuchtes Futter wie frisches Obst bei Minustemperaturen gefriert. Für die Fütterung eignen sich besonders Futtersäulen oder Futtertrichter. Futterhäuschen benötigen eine intensivere Pflege, hier muss sehr auf Sauberkeit geachtet werden, da sich schnell Infektionskrankheiten verbreiten können. Naturnahe Gärten mit Beerensträuchern, abgefallenem Obst, Büschen und Laubhaufen als Unterschlupf für Kleintiere sorgen dafür, dass die natürlichen Nahrungsgrundlagen bewahrt bleiben. VIER PFOTEN hat auf seiner Internetseite einen kostenlosen Ratgeber mit vielen wichtigen Tipps zum Download bereit gestellt.

29.11.2019: Tierschutzverbände protestieren gegen Kastenstandhaltung

Mit einer Protestaktion wollen zahlreiche Tierschutz- und Tierrechtsverbände am kommenden Montag (2.12.2019) vor dem Bundeskanzleramt in Berlin auf die rechtswidrige Kastenstandhaltung von Sauen aufmerksam machen. PROVIEH und acht weitere Verbände nehmen den von Bundekanzlerin Merkel einberufenen Landwirtschaftsgipfel auch zum Anlass, gegen einen Verordnungsentwurf zu protestieren, der die Situation der Tiere sogar noch verschlimmern würde und den sie außerdem als verfassungswidrig ansehen. „Wir Verbände laufen gemeinsam Sturm gegen die die Zementierung der tierschutzwidrigen und viel zu engen Kastenstände für weitere 17 Jahre. Dem darf der Bundesrat
in keinem Fall zustimmen. Anstatt die Verordnung an die für rechtswidrig erklärten Zustände anzupassen, muss die Ministerin Klöckner endlich die Säue raus lassen und die Weichen für eine zukunftsfähige Tierhaltung stellen“, sagt Jasmin Zöllmer, Referentin für Agrarpolitik bei PROVIEH. Mit der Aktion unter dem Motto „Leid der Sauen im Kastenstand beenden! Staatsziel Tierschutz einhalten!“ fordern die Verbände Bundeskanzlerin Merkel und Bundesministerin Klöckner auf, das Staatsziel Tierschutz einzuhalten. Am kommenen Montag könnten die Bundesländer noch Einfluss auf den Inhalt des Verordnungsentwurfs, über den schon am 20. Dezember 2019 im Bundesrat entschieden werden soll, nehmen.

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