Menü ≡

News

Sie können maximal 2 Stichwörter eingeben, die mit einem Leerzeichen getrennt sein müssen. Es werden dann nur Nachrichten angezeigt welche beide Begriffe enthalten.

20.02.2020: TV-Tipp: Kampf gegen Killerkeime

Am kommenden Samstag (22.02.2020) beschäftigt sich die Dokumentationsreihe "plan b" mit den Ursachen für die Verbreitung von gefährlichen Keimen und stellt Konzepte in den Niederlanden, Dänemark und Belgien zur möglichen Vermeidung der Keime vor. Der niederländische Hygienearzt und Berater Ron Hendrix hat sich beispielsweise dafür stark gemacht, dass deutsche Kliniken ihre eigene Labordiagnostik wieder aktivieren, nachdem viele Krankenhäuser diese aus Kostengründen aufgegeben hatten. „Wir haben in den Niederlanden früh erkannt, dass wir die Verbreitung der Keime genauso kompromisslos bekämpfen müssen wie die eigentlichen Infektionen. Dazu müssen wir aber möglichst schnell wissen, mit welchen Keimen wir es zu tun haben", erläutert Hendrix. Ein weiteres Beispiel,
die Verbreitung der gefährlichen Keime zu verhindern, ist Dänemark: hier haben sich die Nutztierlandwirte nach der nachgewiesenen Vermehrung von antibiotikaresistenten Keimen durch die Massentierhaltung dazu entschlossen, den Einsatz von Antibiotika massiv zu reduzieren. „plan b“ beschreibt zudem Phagen als Therapie gegen hartnäckige antibiotikaresistente Keime, die in Belgien als Medikamente anerkannt sind. „Wenn wir den Kampf gegen die Resistenzen gewinnen wollen, müssen wir alle Erfolg versprechenden Methoden anwenden, und Phagen gehören eindeutig dazu. Es gibt zahlreiche nachgewiesene Erfolgsgeschichten aus Osteuropa", erklärt der belgische Mediziner Patrick Soentjens in der Dokumentation. Die Sendung ist ab dem 21. Februar auch in der ZDF- Mediathek abrufbar.

20.02.2020: Verpflichtende Deklaration nach Herkunft gefordert

Nach zu den neuesten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zu dem Ei-Skandal um die Firma „Pro Ovo“ in Oberösterreich hat Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, seine Forderung nach Einführung einer verpflichtenden und kontrollierten Kennzeichnung nach Herkunft und Tierwohl in Restaurants und öffentlichen Küchen bekräftigt. Die Untersuchungen haben aufgedeckt, dass offenbar importierte, verdorbene Eier zu Flüssigware verarbeitet und unter falscher Kennzeichnung an Industrie und Gastronomie verkauft worden waren. „Leider war absolut klar, dass sowas passiert, wenn bei Lebensmitteln weitestgehend Intransparenz herrscht. Derzeit muss weder gesagt werden, woher die Eier stammen noch, wie sie produziert wurden. Der Konsument muss darauf vertrauen, dass stimmt, was auf
der Packung oder Speisekarte steht. Das ist unzumutbar. Mit einer verpflichtenden Deklaration nach Herkunft und Tierwohl wäre das wohl viel früher aufgefallen. Die Bundesregierung sollte nun umgehend handeln, damit dieses Betrugs-System endlich ein Ende findet“, erklärt Bohrn Mena. „Die Täuschung der Konsumenten muss ein Ende finden. Viel zu lange schon tolerieren wir, dass uns Essen vorgesetzt wird, dessen Herkunft wir nicht kennen. So steckt im Kaiserschmarrn oder Gugelhupf oft das importierte Flüssig-Ei aus der Ukraine oder Indien. Die Wirtschaftskammer muss spätestens jetzt endlich die Blockade aufheben. Wir fordern Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Konsumentenschutzminister Rudolf Anschober auf sofort zu reagieren und unmittelbar das Thema Kennzeichnung ganz oben auf die Agenda zu setzen“, so der Initiator abschließend.

20.02.2020: Neues Modell sagt Biodiversität von Vögeln auf Inseln voraus

WissenschaftlerInnen des Museums für Naturkunde Berlin / Naturalis Biodiversity Center haben die molekularen Daten hunderter Vogelarten von 41 ozeanischen Archipelen weltweit gesammelt und analysiert. Damit wollten die Forschenden auf globaler Ebene aufzeigen, wie Inselfläche und Isolation die Geschwindigkeit bestimmen, mit der Arten neue Inseln besiedeln bzw. sich neue Arten entwickeln oder Arten aussterben. Unter der Leitung von Dr. Luis Valente konnten die Ornithologen feststellen, dass die Besiedlung mit der Isolation der Insel abnimmt, weiterhin das Aussterben
mit deren Fläche abnimmt, die Artbildung mit der Fläche und der Isolation jedoch zunimmt. Dazu diente den Forschern ein neues Modell, das die Artenvielfalt auf vielen Inseln weltweit vorhersagen kann. Ein weiteres faszinierendes Ergebnis dieser Studie war, dass Inseln zwar hauptsächlich für ihre spektakulären Artbildungsprozesse von Vögeln bekannt sind - wie die Darwinfinken auf den Galápagos-Inseln -, dass aber die überwiegende Mehrheit der Inselvogelarten einzigartige evolutionäre Zweige darstellen, die keine nahen Verwandten auf den Inseln haben, auf denen sie leben.

20.02.2020: Tierschutzbund rät von Kostümen für Hunde ab

Am heutigen Donnerstag (20.02.2020) beginnt in vielen Städten und Gemeinden der Straßenkarneval. Aus diesem Anlass weist der Deutsche Tierschutzbund Hundehalter darauf hin, ihre Tiere an solchen Tagen besser nicht mit in das karnevalistische Treiben mitzunehmen. „Menschenansammlungen, Lärm und Durcheinander sowie Wurfgeschosse oder herumliegende Glassplitter sind Stress- und Gefahrenquellen für Hunde“, sagt Dr. Katrin Umlauf, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Zudem wird an die Hundehalter appelliert, ihren Vierbeiner nicht zu kostümieren. Neben der Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit könnte dies seinen Wärmehaushalt
negativ beeinflussen oder durch Wundreibung zu Verletzungen führen. Im schlimmsten Fall kann ein Kostüm oder ein Accessoire das Tier strangulieren. Pferde, die bei Karnevalszügen mitgeführt werden, bergen ein weiteres Risiko: die laute Musik, Tröten oder Gegröle belasten die Tiere oft sehr. Das kann dazu führen, dass die Pferde gerade in engen Gassen sich selbst oder die Feiernden am Straßenrand verletzen. „Pferde mögen in Umzügen Tradition haben, aber aus Rücksicht auf die Tiere und zur Sicherheit der Karnevalisten sollten sie nicht mitlaufen. Alles andere ist fahrlässig und ein unnötiges Risiko für Mensch und Tier“, so Andrea Mihali, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund.

19.02.2020: BTK erneuert Forderung zu Tiertransportverboten

Anlässlich einer ZDF-Dokumentation aus der Reihe "37°" hat die Bundestierärztekammer ihre Forderung nach einem Verbot von Tiertransporten in Drittländer erneuert. Die aktuelle Reportage "Tiertransport grenzenlos – Leder für Deutschland" thematisiert erneut die Missstände auf den Transportrouten: z.T. tagelange Wartezeiten in sengender Hitze, ohne angemessene Versorgung der Tiere, an den Außengrenzen der EU und tierschutzwidrige Transport- und Schlachtbedingungen in den Zielländern. An der katastrophalen Situation hat sich seit der Berichterstattung von 2017 trotz zahlreicher Debatten nichts geändert. „Es müssen unverzüglich durchgreifende Maßnahmen, die nachhaltig für die Abstellung der Mängel sorgen, ergriffen werden", so forderte Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der
Bundestierärztekammer (BTK), bereits im Jahr 2017. Die BTK fordert u.a., dass die Abfertigung von Tiertransporten nur dann erfolgen dürfe, wenn eine Route vor dem ersten Transport durch eine Kommission inspiziert wurde, die die Einhaltung aller Tierschutzbestimmungen bestätigt. Zudem müssen unbedingt die im Europäischen Übereinkommen über den Schutz von Tieren beim internationalen Transport festgelegten Bestimmungen eingehalten werden. Auch muss die Abfertigung bei Grenzüberschritt so schnell wie möglich mit möglichst geringen Wartezeiten erfolgen. Sollten Wartezeiten erforderlich sein, müsse ein zügiges Abladen der Tiere erfolgen. Transportzeiten müssen zudem so kurz wie möglich gehalten werden und Schlachtungen sollten so nah wie möglich am Ort der Erzeugung erfolgen.

19.02.2020: Campylobacter in der Stallluft nachweisen

Wissenschaftlern der Technischen Universität Dänemarks ist es gelungen, einen Test zu entwickeln, mit dem die Identifikation von Camplyobacter in Geflügelställen deutlich verbessert werden könnte. Die möglichst frühzeitige Entdeckung dieser Keime spielt eine besondere Rolle, weil diese Keime der häufigste Erreger lebensmittelbedingter Infektionen beim Menschen in Europa sind und Geflügelfleisch hierfür eine bedeutende Infektionsquelle darstellt. Bisher findet die Untersuchung im Geflügelstall über sogenannte Sockentupferproben statt, die dann noch in das Labor eingeschickt und dort untersucht werden. Hier dauert es vier Tage, bis das Ergebnis vorliegt. Mit dem neuen
Verfahren liegt ein Ergebnis bereits nach rund zwei Stunden vor. Hierbei saugt ein kleiner Staubsauger Stallluft an. Verunreinigungen sowie auch in der Luft befindliche Keime bleiben in einem Spezialfilter hängen. Die in dem Filter eingefangenen Bestandteile werden dann mittels PCR analysiert. Auch die DNA von Campylobacter kann so nachgewiesen werden. Mit diesem Test wird nach Ansicht der Forscher die Wahrscheinlichkeit, die Keime im Stall zu entdecken, bis zum Vierfachen erhöht. Dies könnte helfen, die Keime direkt im Stall zu bekämpfen und so die Möglichkeit der Infektion des Menschen über Geflügelfleisch zu reduzieren.

19.02.2020: Pulsüberwachung mittels Kamera

Wissenschaftlern der University of South Australia ist in einem Pilotprojekt die Messung von Herz- und Atemfrequenz mittels hochauflösender Kameras gelungen. Dabei fand nach Angaben der Untersucher kein Körperkontakt statt. Die Untersuchungen wurden in einem Zoo an verschiedenen Wildtierspezies wie Pandabären, Löwen, Tigern aber auch an Affen und Kanguruhs vorgenommen. Dabei wurden die Tiere jeweils über drei Minuten aus bis zu 40 Meter Entfernung gefilmt. Dann wurde aus charakteristischen Bewegungen im Bereich der Brusthöhle die Herz- sowie die Atemfrequenz ermittelt. Auch wenn die Ergebnisse bisher bereits vielversprechend waren, gehen die Forscher davon aus, dass noch weitere Untersuchungen und Anpassungen notwendig sind, bevor dieses System eingesetzt werden kann. Aber grundsätzlich könnte ein solches System bei der Überwachung der Tiergesundheit besonders von Wildtieren helfen, da man die entsprechenden Messungen durchführen kann, ohne mit den Tieren in Kontakt zu kommen.

18.02.2020: Tropenkrankheiten bisher nicht in Zecken in Deutschland

Nach den ersten Nachweisen der tropischen Hyalomma-Zecke sowie der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) in Deutschland hatte die Universität Hohenheim zur Einsendung verdächtiger Zecken aufgerufen. Damit wollte man einerseits mehr über die Verbreitung dieser Parasiten in Deutschland erfahren, andererseits auch untersuchen, welche Krankheitserreger die Zecken in sich tragen. Insgesamt wurden rund 3.500 Zecken eingeschickt. Darunter befanden sich auch Exemplare der neu aufgetretenen Zeckenarten. Glücklicherweise trugen keine der Hyalomma- Zecken Erreger der gefürchteten Tropenkrankheiten Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber und Arabisch Hämorrhagisches Fieber in sich. Allerdings wurde in 41 Hyalomma- Zecken, die grundsätzlich besonders von Pferdehaltern eingeschickt worden waren, der Erreger des sogenannten Zecken-Fleckfiebers entdeckt. „Neben der Hyalomma-Zecke und der Braunen
Hundezecke wurden auch mehr als 3000 Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) und Schafzecken (Dermacentor marginatus) eingeschickt – und das aus Gebieten, aus denen wir nicht einmal wussten, dass sich die Dermacentor-Arten dort verbreitet haben", erklärte Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg verweist darauf, dass es früher zwei große Zecken-Phasen im Jahr gab. Einmal im April und dann noch einmal im September. „Unsere Daten zeigen nun, dass sich diese Aktivitäten zunehmend verändern können. An einigen Standorten fällt die zweite Aktivitätsphase vollständig aus, an anderen sind die Zecken dafür auch im Hochsommer aktiv," erklärt Oehme. Prof. Mackenstedt verwies auf den weiterhin bestehenden großen Forschungsbedarf zu Hyalomma und Brauner Hundezecke in Deutschland. Deshalb wird auch weiterhin darum gebeten, Zecken an die Universität Hohenheim zu senden.

18.02.2020: Schmallenberg in Rheinland-Pfalz

Das Schmallenberg-Virus ist erstmals seit drei Jahren wieder in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) mitteilt. Der für Menschen ungefährliche Erreger wurde bei zwei neugeborenen Ziegen aus der Pfalz nachgewiesen. Dieser aktuelle Nachweis zeigt, dass das Virus weiterhin in der Nutztierpopulation in Rheinland-Pfalz zirkuliert. Das LUA rät Tierhaltern deshalb, Rinder, Schafe und Ziegen während
der Ablamm- und Abkalbeperiode genau zu beobachten. Ein Impfstoff gegen das Virus steht zur Verfügung. Da das Virus von Stechmücken von Tier zu Tier übertragen wird, kann deshalb auch der Einsatz von entsprechenden Präparaten sowie die Unterbringung im Stall helfen, die Virusverbreitung zu minimieren. Für Menschen ist der Erreger, der erstmals im Jahr 2011 nachgewiesen worden war, ungefährlich.

18.02.2020: Geflügelpest in Tschechien

In Tschechien wurde in einem landwirtschaftlichen Betrieb die Aviäre Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen. Es handelt sich bereits um den zweiten Nachweis des Erregers in diesem Jahr. War im Januar noch ein kleiner Hobbybetrieb betroffen,
handelt es sich beim aktuellen Ausbruchsbetrieb um eine andere Dimension. Betroffen ist offenbar der Teil des Betriebes, in dem rund 7.500 Puten gehalten werden. Zudem werden in dem Betrieb noch rund 130.000 Masthähnchen gehalten. Der Betrieb liegt rund 100 Kilometer östlich von Prag.

17.02.2020: Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe bis 2040 halbiert

Einer Studie der DZ Bank zufolge wird sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bis zum Jahr 2040 mehr als halbieren. Mit diesem prognostizierten massiven Höfesterben sei auf Grund von fortschreitender Digitalisierung, einer anhaltenden Nachfolgeproblematik und der Verrentung der in den 1960er Jahren geborenen geburtenstarken Jahrgänge zu rechnen, wie das Wochenblatt berichtet. Die Folge werde die Bildung größerer Betriebseinheiten sein, wie die Studienergebnisse belegen. Demnach wird sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von momentan 267.000 auf dann nur noch 100.000
verringern. Die Betriebsgrößen wären dann vergleichbar mit heute bereits in den USA üblichen Farmbetrieben. Laut der DZ-Studie wird sich bis 2040 zudem die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Bereich halbieren. Geprägt werde die deutsche Landwirtschaft in 20 Jahren von zwar inhabergeführten, aber großen, kapitalintensiven und betriebswirtschaftlich organisierten Agrarunternehmen. Der ökologischen Landwirtschaft hingegen wird ein starker Wachstum von aktuell 27.000 auf 45.000 Betriebe vorhergesagt, der unter anderem auf Umweltschutzbemühungen und veränderte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sei.

17.02.2020: Abschuss von Wölfen wird erleichtert

Der Bundesrat hat den Abschuss von Wölfen neu geregelt und damit in einigen Fällen vereinfacht. Bisher war der Abschuss von Wölfen bereits zulässig, um ernste Schäden abzuwehren. Dieser Passus wurde derart verändert, dass zukünftig auch Hobbytierhalter geschützt werden können. Künftig ist zudem der Abschuss eines Wolfes auch dann erlaubt, wenn unklar ist, welcher Wolf genau die Herdentiere angegriffen hat. Sollten die Angriffe nach der Entnahme eines Tieres nicht aufhören, dürfen weitere Rudeltiere getötet werden. Allerdings muss ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen den Rissvorfällen bestehen. Auch soll
es ermöglicht werden, Mischlinge aus Hund und Wolf zu töten. Voraussetzung für die Entnahme von Tieren ist, dass die zuständige Landesbehörde den Abschuss genehmigt hat. Dann sind grundsätzlich Jäger zum Abschuss berechtigt. In einer begleitenden Entschließung bekräftigen die Bundesländer ihre Forderung nach einer Prämie für die Haltung von Weidetieren. Mit dieser Prämie werde die gesellschaftlich anerkannteste Form der Nutztierhaltung angemessen gefördert und ein wesentlicher Beitrag zum Natur-, Arten, Hochwasser- und Klimaschutz sowie zum Schutz der biologischen Vielfalt geleistet.

17.02.2020: Bestand der Turteltauben in Deutschland stark gesunken

In Deutschland hat sich die Zahl der Turteltauben innerhalb der letzten 40 Jahre um knapp 90 Prozent verringert. Aktuellen Zahlen zufolge gibt es bundesweit nur noch knapp 22.000 Brutpaare. Daher wird sich das Bundesumweltministerium (BMU) für den euroweiten Schutz der bestandsgefährdeten Vögel stark machen, wie Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, am Freitag vergangener Woche bekannt gab: „Die Turteltaube ist ein Symbol für Frieden und Liebe, aber weitaus weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Vogel des Jahres 2020 in seinem Bestand stark gefährdet ist. Das BMU setzt sich deshalb bei der Europäischen Kommission für einen besseren, europaweiten Schutz der
Turteltaube ein. Denn auch unsere nationalen Maßnahmen für den Habitat-Schutz, die auf Länder-Ebene umgesetzt werden müssen, sind nur dann erfolgreich, wenn es in anderen EU-Staaten Beschränkungen für die Jagd der Turteltaube gibt. Das Bundesumweltministerium wird sich deshalb auch weiterhin für ein europaweites Jagdmoratorium einsetzen." Der Naturschutzbund NABU, der schätzt, dass allein 1,4 bis 2,2 Millionen Turteltauben jährlich durch Jagdmaßnahmen umkommen, hat mehr als 75.000 Unterschriften für ein generelles Jagdverbot der Vögel gesammelt. Zudem unterstützt die Europäische Kommission Bemühungen um ein zumindest temporäres EU-Jagdverbot.

17.02.2020: Erstmals Leishmaniose beim Hund auf Island

In Island ist erstmals die Leishmaniose bei einem Hund nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Der Erreger wurde bei einem Tier nachgewiesen, das im Jahr 2018 aus Spanien nach Island verbracht worden war. Die Leishmaniose des Hundes wird von Schmetterlingsmücken übertragen, die bisher
in Island nicht vorkommen. Grundsätzlich sind auch Übertragungen des Erregers von Tier zu Tier möglich. Dies wurde bisher allerdings nur sehr selten beobachtet. Da das betroffene Tier zur Zucht eingesetzt wurde, sollen aber weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Verbreitung des Erregers auszuschließen.

17.02.2020: Kastenstand: Entscheidung über Neuregelung vertagt

Am vergangenen Freitag (14.02.2020) sollte im Bundesrat eigentlich über die Neuregelung des so genannten Kastenstandes in der Schweinehaltung entschieden werden. Doch kurzfristig wurde der Verordnungsentwurf abgesetzt, da der Agrarausschuss an zahlreichen Stellen Nachbesserungen gefordert hatte. Einige der Verordnungspunkte ständen nicht im Einklang mit den EU-Richtlinien, so die Kritik des Ausschusses, der unter anderem mehr Tierschutz auch bei der Haltung von Jungsauen und Sauen fordert. Entgegen den Regierungsplänen sollten auch die vorgeschriebenen Mindestanforderungen ausnahmslos und deshalb auch in kleinen Betrieben gelten. Eine Übergangsvorschrift
soll es nach Ansicht des Ausschusses nicht geben. Um europäische Tierschutz-Vorgaben zu erfüllen, müssen zudem die baulichen Anforderungen an die Kastenstände so geändert werden, dass Schweine im Liegen ihre Beine ausstrecken können. Des weiteren sieht der Agrarausschuss sowohl eine größere Abferkelbucht als auch einen größeren Liegebereich für Saugferkel vor. Auch wird eine Streichung der geplanten Ausnahmeregelung gefordert, wonach Zuchtläufer während der Rausche im Kastenstand fixiert werden dürfen. Welche Vorschläge des Ausschusses mehrheitsfähig im Bundesrat sind, entscheidet sich frühestens am 13. März 2020 in einer der nächsten Sitzungen.

14.02.2020: Lebensmittelüberwachung soll transparenter werden

Die Ernährungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, hat von der Bundesregierung eine Änderung des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) und Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) gefordert. Damit Verbraucher und Verbraucherinnen schneller an Informationen über Gesundheitsgefahren durch belastete Lebensmittel gelangen können, sollten beispielsweise große Lebensmittelunternehmen dazu verpflichtet werden, Lieferlisten in einem einheitlichen Format zu führen. Damit soll gewährleistet werden, dass von einem Rückruf betroffene Lebensmittel schneller aus dem Handel entfernt werden können. „Schnelligkeit ist bei Rückrufen unerlässlich und muss gesetzliche Vorgabe sein, damit gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden können. Krisen können so vermieden und das Verbrauchervertrauen gestärkt werden. Die Bundesregierung muss daher für eine effizientere Rückverfolgbarkeit von
Lebensmittel sorgen. Denn bislang gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung wie eine Lieferliste eines lebensmittelverarbeitenden Unternehmens geführt werden muss“, sagt die Ministerin vor der Bundesratsdebatte. „Wir wollen beim Thema Lebensmittelsicherheit Transparenz. Ich fordere daher, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher besser über die Ergebnisse von Kontrollen der Lebensmittelüberwachung informieren können. Sollte ein gesundheitlich relevanter Verstoß eines Betriebs festgestellt werden, muss dies schnell transparent gemacht werden können“, so Höfken. Wichtig hierfür sei, dass die Behörden für eine Veröffentlichung der Ergebnisse klare bundeseinheitlich gültige Regelungen hätten. „Eine falsche oder missverständliche Veröffentlichung kann gravierende Folgen für ein Unternehmen haben. Die Betriebe und die veröffentlichenden Behörden brauchen deshalb Rechtssicherheit“, so die Ernährungsministerin weiter, die auf breite Zustimmung hofft.

14.02.2020: Mischlingshunde und Labrador Retriever beliebteste Hunde

Wie auch in den vergangenen Jahren waren 2019 Mischlingshunde, Labrador Retriever und Deutscher Schäferhund die Lieblingsrassen der Deutschen. Die Französische Bulldogge hat den Chihuahua vom vierten Platz verdrängt. Das teilte Tasso nach einer Auswertung der Registrierungen im letzten Jahr mit. Die Rassenvielfalt in Deutschland wird von der Tierschutzorganisation und Europas größtem Haustierregister sehr begrüßt, denn nur so könne einem illegalen Welpenhandel Einhalt geboten werden, wie TASSO-Leiter Philip McCreight erklärt: „Steigt die Nachfrage nach
einzelnen Rassen plötzlich massiv an, können seriöse Züchter die Nachfrage kaum befriedigen. Das öffnet Verbrechern Tür und Tor. Sie verkaufen zu junge und oft kranke Welpen von unseriösen Vermehrern, die häufig im Ausland tätig sind.“ Häufig sind die Hunde zum Zeitpunkt des Verkaufs schon krank, da die Tiere unter schlimmsten Umständen gehalten werden und keine medizinische Versorgung erhalten. Wer sich für die Aufnahme eines Hundes entscheidet, sollte sich zuerst in Tierheimen bzw. bei Tierschutzorganisationen nach einem Tier umschauen, so die Empfehlung von Tasso.

Neue Notdienstgebühr gilt ab 14. Februar

13.02.2020

Die geänderte Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) tritt am 14. Februar 2020 in Kraft. Damit sind ab dann auch die neuen Notdienstgebühren fällig. Neu ist, dass ab dann die Tierhalter im Notdienst grundsätzlich eine pauschale Notdienstgebühr von 50 Euro beim Tierarztbesuch entrichten müssen. Für die tierärztlichen Leistungen, die im Notdienst erbracht werden, muss ab dann auch mindestens der 2-fache Gebührensatz erhoben werden. Auch wurden die Notdienstzeiten ausgeweitet. Die Notdienstgebührensätze sind in der Woche zwischen 18:00 Uhr und 8:00 Uhr zu erheben.
Das Wochenende gilt ab Freitag 18:00 Uhr bis Montag 8:00 Uhr. Die Notfallgebühren sollen dazu beitragen, dass die Tierärzte auch künftig bei Notfällen außerhalb der normalen Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Die höheren Kosten im Notdienst konnten bisher im erlaubten GOT- Rahmen nicht über eine höhere Abrechnung erwirtschaftet werden und waren daher für die Tierarztpraxen nicht kostendeckend. Die Bundestierärztekammer (BTK) hat ein Merkblatt zu diesem Thema erstellt, das ausgedruckt und an die Tierhalter verteilt werden kann, um den Hintergrund der neuen Gebühren zu erläutern.

13.02.2020: Haustiere schon jetzt vor Zecken schützen

Mit dem nahenden Frühling beginnt auch wieder die Hauptzeit der Zecken. Wie in den Vorjahren erwarten die Experten auch in diesem Jahr wieder eine starke Aktivität der Krabbeltiere, die gefährliche Krankheiten, wie beispielsweise die sogenannte Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME), auf Mensch oder Tier übertragen können. Zudem beschäftigen die ForscherInnen neu eingewanderte Zeckenarten wie die tropische Zecke Hyalomma, die die Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers (Rickettsien) in sich tragen kann. WissenschaftlerInnen der Universität Hohenheim hatten die Bevölkerung im Frühjahr 2019 aufgefordert, Zecken einzusenden, um diese zu untersuchen. Am kommenden Montag (17.02.2020) sollen die Untersuchungsergebnisse auf einer Pressekonferenz präsentiert werden. „Das Besondere an Hyalomma ist ihr Jagdverhalten“, so Zeckenexpertin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim.
„Anders als unsere heimischen Zecken wie der gemeine Holzbock klettert sie nicht an Gräsern oder Sträuchern hoch und lässt sich von Wildtieren oder Wanderern abstreifen. Hyalomma jagt ihre Beute aktiv, erkennt Warmblüter auf Distanzen von bis zu 10 Metern und kann sie über mehrere 100 Meter verfolgen.“ Aber auch die Forschung an der Braunen Hundezecke wird fortgesetzt. „Die Braune Hundezecke ist wie Hyalomma ebenfalls eine invasive Art, die eigentlich neben dem Mittelmeerraum und Nordafrika in vielen Teilen der Tropen und Subtropen heimisch ist“, so Prof. Dr. Mackenstedt. „Sie liebt ein warmes und trockenes Klima, weshalb sie sich auch in unseren Wohnungen so wohl fühlt. Vor allem, wenn ein Hund in der Nähe ist.“ Aufgrund des milden Winters sind die Plagegeister auch schon jetzt aktiv auf Nahrungssuche. Daher wird empfohlen, Hunde und Katzen, die viel draußen sind, vor einem Zeckenbefall zu schützen. Tierhalter sollten die Vierbeiner daher mit Mitteln vom Tierarzt schützen und sie außerdem regelmäßig absuchen.

13.02.2020: Illegaler Handel mit Haustieren soll EU-weit bekämpft werden

Am gestrigen Mittwoch (12.02.2020) hat das EU-Parlament einen Antrag für einen Aktionsplan gegen den illegalen Handel mit Haustieren in den europäischen Mitgliedsländern angenommen. Darin werden ein EU-weites, verpflichtendes System zur Registrierung von Hunden und Katzen, eine verbesserte Strafverfolgung und härtere Sanktionen sowie Kampagnen zur Sensibilisierung der Bürger gefordert. Mit dem Maßnahmenplan sollen die Gesundheit von Tieren und Tierhaltern geschützt sowie die kriminellen Machenschaften von illegalen Tierhändlern unterbunden werden. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt diese „Meilenstein- Entscheidung“. „Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes hat Österreich bereits 2017 ein klares Zeichen gegen
den illegalen Handel mit Haustieren gesetzt. Wir freuen uns, dass auch das Europäische Parlament einen so wichtigen Meilenstein für den Tierschutz vorantreiben will“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Die verpflichtende Identifizierung und Registrierung aller Katzen und Hunde ist ein entscheidender Schritt gegen den illegalen Haustierhandel. Strenge und ordnungsgemäß durchgesetzte Vorschriften in der gesamten EU, die Händler daran hindern, illegal importierte und ungeimpfte oder kranke Tiere auf Online-Plattformen zu verkaufen, werden Mensch und Tier gleichermaßen schützen. Wir fordern nun die EU-Kommission auf, auf den Antrag zu reagieren und einen entsprechenden rechtlichen Rahmen zu schaffen.“

13.02.2020: Am Samstag startet Katzenschutz-Aktion in Schleswig-Holstein

In teilnehmenden Gemeinden Schleswig-Holsteins können erneut vom 15. Februar bis zum 13. März Straßenkatzen kostenfrei kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Unterstützt wird die Aktion vom Deutschen Tierschutzbund und dessen Landesverband Schleswig-Holstein, um das Leid der Streunerkatzen und die unkontrollierte Fortpflanzung dieser Tiere langfristig zu beenden. „In Schleswig-Holstein gibt es etwa 60.000 bis 70.000 Straßenkatzen, die täglich einen harten Kampf ums Überleben führen müssen, meist im Verborgenen und ohne menschliche Zuwendung“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Schleswig-Holstein zeigt
vorbildhaft, dass nur die Kastration dieses Elend nachhaltig eindämmen kann.“ Holger Sauerzweig-Strey, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein, ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit auch 2020 fortgesetzt wird. In den Tierheimen wird der Erfolg deutlich sichtbar: Mittlerweile müssen bis zu 30 Prozent weniger Fundkatzen aufgenommen werden.“ Katzen aus Privathaushalten können jedoch nicht kostenfrei kastriert werden. Doch da Straßenkatzen von unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten abstammen, appellieren die Tierschützer auch an alle Katzenhalter, ihre Tiere – egal ob weibliche Katze oder Kater - stets kastrieren zu lassen.

12.02.2020: Impfung gegen Blauzungenkrankheit weiterhin aktuell

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit bleibt auch aktuell ein wesentlicher Baustein, damit Baden-Württemberg wieder als BTV-frei von der EU-Kommission anerkannt wird. Darauf wies Landwirtschaftsminister des Landes, Peter Hauk (CDU), hin. Das CVUA Aulendorf weist darauf hin, dass Baden- Württemberg wie auch das Saarland und Rheinland-Pfalz sowie Teile von Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen zum aktuellen BTV-8-Restriktionsgebiet gehören. Wiederkäuer dürfen aus dem Restriktionsgebiet nur verbracht werden, wenn sie einen gültigen Impfstatus aufweisen.
Die Einschleppung sowohl von BTV-8 als auch von BTV-4 aus Nachbarländern ist aktuell weiterhin möglich. In Baden-Württemberg ist es auch auf Grund der hohen Impfquote seit Mai 2019 zu keinem neuen Fall gekommen. Nach Angaben des FLI ist der letzte Fall in Deutschland im November 2019 in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden. Grundsätzlich wird auch für 2020 wieder dringend die Impfung gegen BTV-4 und BTV-8 angeraten. Auch in diesem Jahr werden das Land Baden-Württemberg und die Tierseuchenkasse die Impfung wieder finanziell unterstützen.

12.02.2020: Kompetenznetzwerk fordert Änderung der Tierhaltung

Das Kompetenznetzwerk Tierhaltung hat am Montag seine Empfehlungen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland veröffentlicht. Das Gremium war von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im Frühling 2019 unter Vorsitz des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert ins Leben gerufen worden und besteht aus Fachleuten aus Politik, Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Verbänden. Das Gremium sollt die aktuellen Entwicklungen in der Nutztierhaltung analysieren und Lösungswege für den Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland erarbeiten, die ein Mehr an Tierwohl, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit für die Bauern vereinen. Auch sollten Vorschläge zur Verbesserung der Akzeptanz der Nutztierhaltung in Deutschland erarbeitet werden. Ministerin Klöckner stellte fest, dass der
notwendige Umbau der Nutztierhaltung Geld kosten werden. „Höhere Erwartungen der Gesellschaft verursachen Mehrkosten. Ställe müssen umgebaut, die Produktion angepasst werden. Hierfür brauchen die Bauernfamilien einen Ausgleich und Planungssicherheit. Zudem soll Fleisch kein Luxusgut werden. Die Belange verschiedener Verbrauchergruppen gilt es bei der Finanzierung im Blick zu haben. Die vorliegenden Empfehlungen - die auch herausfordernd sind - sind umfassend. Wir werden sie nun sorgfältig prüfen. Letztlich wollen wir zu einem gesellschaftlichen Konsens kommen, was uns bessere Bedingungen für Nutztiere wert sind. Wir brauchen nichts weniger als einen nationalen Tierwohlkonsens, der Vorbild für Europa ist“, erklärte Klöckner. Die Empfehlungen stehen zum Download zur Verfügung.

11.02.2020: Forscher erstellen erstmals Weltkarte zum Schutz von Fischen

Forschende der ETH Zürich und verschiedener französischer Universitäten haben zum Schutz von Arten- und genetischer Vielfalt von Fischen erstmals eine Weltkarte erstellt, die die Verbreitung von Süß- und Salzwasserfischen auf der ganzen Welt darstellt. Dazu wurden Daten von über 50.000 DNA-Sequenzen von 3815 Arten Meeres- und 1611 Arten Süßwasserfischen analysiert. Eine Vielzahl von lokalen Forschern hatte dazu DNA-Proben von Fischen sequenziert und die Daten in einer offen zugänglichen Datenbank veröffentlicht. Die Wissenschaftler konnten anhand der Daten zeigen, wie sich die genetische Vielfalt der Fische global verteilt. Während sich im westlichen Pazifik, im
nördlichen Indischen Ozean und in der Karibik die größte genetische Vielfalt von Meeresfischen findet, ist diese bei Süßwasserfischen in Südamerika am höchsten. Bisher lag der Fokus von Schutzmaßnahmen jedoch meist auf den Erhalt der Artenvielfalt. „Wenn wir unsere Biodiversität erhalten wollen, müssen wir auch die genetische Vielfalt von Populationen überwachen. Nur so können wir sicherstellen, dass das Reservoir an verschiedenem Genmaterial groß genug ist, um Arten das Überleben unter sich verändernden Umweltbedingungen zu ermöglichen“, erklärt ETH-Professor und Co-Studienleiter Loïc Pellissier vom Institut für Terrestrische Ökosysteme.

11.02.2020: Westfleisch nimmt Improvac-Eber zur Schlachtung an

Die Westfleisch SCE wird für einen gewissen Zeitraum von seinen Vertragslieferanten auch mit Improvac immunokastrierte Eber zur Schlachtung an den Standorten Coesfeld und Oer-Erkenschwick annehmen, wie agrarheute berichtet. Das hat Dr. Frank Greshake, Marktexperte der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der landwirtschaftlichen Presse mitgeteilt. So bietet Westfleisch an, dass Ebermastbetriebe ihre Schweine in den nächsten drei Wochen mit Improvac impfen lassen und diese Tiere dann von Ende April bis Mitte Juni zur Schlachtung bringen können. Bis zum 18. Februar bittet der Fleischvermarkter um Meldung interessierter Landwirte. Die teilnehmenden Mäster müssen den Impfstoff über ihren Tierarzt bzw. bei Erstimpfung auf direktem Weg über den Hersteller Zoetis beziehen.
Westfleisch teilt zudem mit, dass die Abrechnung der Improvac-Eber nach der Standard-Westfleischmaske erfolgt, wobei das Unternehmen einen Abschlag von 3 Cent/kg Schlachtgewicht erheben wird, um Kosten für die Geruchsdetektion und die gesonderte Zerlegung und Disposition umzulegen. Der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Fraktion Helmut Dammann-Tamke beklagt indessen, dass sich der Handel noch immer seiner Verantwortung entziehe und bisher keine klare Stellung genommen habe, welche Art von männlichen Schlachtschweinen ab 2021 vermarktet werden sollen. Sicher ist, dass ab Anfang des kommenden Jahres die betäubungslose Ferkelkastration verboten ist. Eine weitere Fristverlängerung werde es nicht geben, so der Politiker.

11.02.2020: Geflügelpest in Baden-Württemberg

Im baden-württembergischen Hohenlohekreis ist am Wochenende der Ausbruch der Aviären Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 bestätigt worden. Wie der Landkreis mitteilt, ist ein Bestand mit rund 30 Tieren im Ort Bretzfeld betroffen. Die Tiere wurde bereits in der vergangenen Woche getötet und entsorgt. Zudem wurden ein Sperrbezirk mit einen Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit
einem Radius von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Die Infektionsquelle ist bisher noch nicht nachgewiesen worden. Da sich der Betrieb mit Auslaufhaltung in der Nähe eines Fließgewässers befindet, wird der Kontakt mit wildlebenden Wasservögeln als wahrscheinlichste Infektionsursache angesehen. Um dies abzuklären, werden weiterführende Untersuchungen eingeleitet.

11.02.2020: IZW sucht Teilnehmer für Fledermaus-Projekt in Berlin

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) sucht für die letzte Runde seines Citizen-Science-Projekts Fledermausforscher, die in Berlin Fledermäuse auf einer von 60 festgelegten Wegstrecken mit einem Detektor belauschen. Mit den gesammelten Ergebnissen wollen die IZW-Wissenschaftler herausfinden, welche Fledermausarten in Berlin leben und welche Regionen der Stadt einen Rückzugsort für die Tiere darstellen. Diese finale Runde startet am 20. April. Bewerbungsschluss ist der 8. März. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 60 begrenzt. Wer sich zudem für die Auswertung der zusammengetragenen Daten interessiert, kann an einem Workshop
teilnehmen, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-IZW Grundlagen der statischen Auswertung erklären. Die Ergebnisse aus den ersten beiden Runden waren eindrucksvoll: „Die Teilnehmenden haben insgesamt mehr als 350.000 Rufe von mehr als fünf Arten aufgenommen“, sagt Projektkoordinatorin Anke Schumann. „Darunter waren beispielsweise die Rauhautfledermaus, die jedes Jahr zwischen dem Baltikum im Nordosten und Süd-West-Europa hin- und herwandert, und die Mückenfledermaus, die nur vier bis acht Gramm wiegt und damit ein echtes Leichtgewicht unter den Fledermäusen ist. Zum Vergleich: Ein Zuckerwürfel wiegt ungefähr drei Gramm.“

10.02.2020: Invasiver Wurm breitet sich in Frankreich rasant aus

Ein mit großer Wahrscheinlichkeit in der Erde von Kübelpflanzen aus Argentinien importierter Wurm entwickelt sich aktuell zu einer wahren Landplage in Frankreich. Wie die Süddeutschen Zeitung (SZ) berichtet, ist Obama nungara ein fingerlanger, flacher Strudelwurm - zu erkennen an dem bräunlich-schleimigen Glanz-
der Schnecken, andere Würmer und Insekten frisst. Biologen haben in der Fachzeitschrift Peer-J berichtet, dass das Ausmaß seiner Verbreitung besondere Sorgen bereitet. Der invasive Wurm ist inzwischen in 72 von 96 französischen Départements zu finden und könnte dort die Ökosysteme empfindlich stören.

10.02.2020: Vorsicht vor der Fuchsräude in der Schweiz

Wie das Schweizer Tagblatt mitteilt, grassiert bereits seit Jahren im Appenzeller Mittelland die Fuchsräude, eine Erkrankung, die durch Grasmilben übertragen wird und fast immer zum Tod führt. Gerade jetzt während der Paarungszeit können infizierte Füchse durch vermehrten direkten Körperkontakt häufig andere Tier anstecken. „Von Räude betroffene Wildtiere sind oft geschwächt und stark abgemagert. Sie können auch Verhaltensauffälligkeiten zeigen und die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren“, erläutert der Ausserrhoder Jagdverwalter Heinz Nigg.
Da die Grasmilben auch außerhalb des Körpers überleben können, besteht die Gefahr, dass diese die Räude auch auf Hunde oder Katzen übertragen können, wenn diese sich beispielsweise in einen Fuchsbau begeben. Daher sollten Tiere am besten nicht in einem Wald freigelassen werden. Haustiere, die sich mit der Räude anstecken, entwickeln einen Juckreiz und können bei frühzeitiger Behandlung geheilt werden. Spaziergänger, denen ein offensichtlich kranker Fuchs begegnet, sollten umgehend den Wildhüter benachrichtigen. Auch sollten tote Tiere nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

10.02.2020: ASP erstmals in Griechenland nachgewiesen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist weiter auf dem Vormarsch und wurde erstmals in Griechenland nachgewiesen. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurde das Virus in Mazedonien im Osten des Landes festgestellt.
Betroffen ist ein Betrieb, in dem 32 Schweine gehalten wurden. Alle Tiere des Betriebes wurden getötet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Zudem wurde Überwachungszonen eingerichtet und Transportverbote verhängt.

Verstöße in der Nutztierhaltung

Immer wieder kommt es zu gravierenden Verstößen in der Nutztierhaltung.

Welche Maßnahmen könnten dies Ihrer Meinung nach verhindern?