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26.02.2020: Zukunftstag Veterinärmedizin in Berlin zur beruflichen Vielfalt

Am 26. März 2020 findet von 9:45 bis 14:00 Uhr in der Veterinärmedizinischen Bibliothek in Berlin auf dem Campus Düppel der Zukunftstag – Boys’ Day statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Schülern die Vielfältigkeit des tierärztlichen Berufes zu vermitteln.
Denn Tierärztinnen und Tierärzte können längst nicht nur kurativ in der Praxis tätig sein, sondern auch in Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie der Industrie und im Öffentlichen Dienst. Die Tiermedizin bietet ein weites Spektrum von Berufsmöglichkeiten!

26.02.2020: Tierschutzinitiative unterstützt Landwirte beim Preiskampf

Die österreichische Initiative Tierschutzvolksbegehren unterstützt als Stimme der Konsumenten die heimischen Landwirte bei der Forderung nach höheren Lebensmittelpreisen. Die einzigen Orte, an denen mit der Erzeugung von Lebensmitteln noch Profite generiert werden, seien im Handel und in der Industrie. Es sei Zeit, dass dieses Ungleichgewicht korrigiert wird, so die Initiative. "Unsere Ernährer sollten fair entlohnt und damit auch aus der Abhängigkeit von Fördergeldern geholt werden. Dabei
werden wir als Stimme der Konsumenten gerne behilflich sein,“ sagt Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens. Am Aschermittwoch plant der Bauernbund im ganzen Land Protestaktionen, um auf den Überlebenskampf der heimischen Landwirte hinzuweisen, der maßgeblich auch von der Preispolitik des Handels abhängt. Österreichische Landwirte stehen unter großem Druck, ausgelöst von Rabattschlachten, Aktionspreisen und von Billigimporten.

26.02.2020: Bayern macht sich für Weideschlachtung stark

Bayern möchte die Weideschlachtung im Sinne des Tierschutzes und zu Gunsten der Direktvermarktung weiter erleichtern und auf Schweine ausweiten. Das gab die bayerischen Landesregierung bekannt. Sie will die Bundesregierung im Rahmen einer Bundesratsentschließung auffordern, weitere Ausnahmeregelungen für eine Schlachtung im Haltungsbetrieb im In- und Ausland zu ermöglichen. Durch die Weideschlachtung kann auf den stressigen Transport der Tiere zum Schlachthof verzichtet werden,
was sich auch positiv auf die Fleischqualität auswirke, hieß es. Zudem kann dadurch der Erwerb regionaler Produkte verbessert werden. Aktuell ist eine Weideschlachtung lediglich als Ausnahmevorschrift bei ganzjährigen Weiderindern zulässig. Die Ausnahmeregelungen sollten auf andere Haltungsformen ausgeweitet werden, damit auch saisonal auf der Weide gehaltene Rinder auf diese Art getötet werden könnten. Weiterhin strebt die Bayerische Landesregierung eine Erweiterung für Schweine an.

26.02.2020: Aviäre Influenza in Großbeständen in Bulgarien

In Bulgarien ist die Aviäre Influenza in zwei größeren Geflügelhaltungen nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. In den beiden Betrieben, in denen das hoch pathogene Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen wurde, wurden
mehr als 55.000 bzw. 11.600 Stück Geflügel gehalten, die nun gekeult werden. Die beiden Betriebe liegen nicht weit voneinander entfernt. Der Betrieb, in dem Mitte des Monats der Erreger zuerst nachgewiesen worden ist, befindet sich ebenfalls in der Region Plowdiw.

25.02.2020: Milchkonsum erhöht offenbar drastisch das Brustkrebsrisiko

Der Verzehr von Kuhmilch bewirkt ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie der Loma Linda University Health, die im "International Journal of Epidemiology" publiziert wurde. Demnach kann bereits der Verzehr von relativ geringen Mengen von 60 bis 80 Milliliter pro Tag das Risiko um 30 Prozent erhöhen. Das Trinken einer Tasse (240 ml) kann das Risiko sogar um bis zu 50 Prozent ansteigen lassen. Beim Verzehr von zwei bis drei Tassen pro Tag wächst das Risiko um 70 bis 80 Prozent an. In die Studie sind die Ernährungsdaten von knapp 53.000 Frauen eingeflossen, von denen zu Beginn der Studie keine an Krebs litt. Die Frauen wurden für die Studie nahezu
acht Jahre lang begleitet und umfangreiche Daten mittels Fragebögen ermittelt. Dazu gehörten auch das Vorkommen von Brustkrebs in der Familie, Alkoholkonsum, Einnahme von Hormonen sowie die Krankengeschichte. Am Ende des Beobachtungszeitraumes waren 1.057 Frauen an Brustkrebs erkrankt. Als Erklärung des ermittelten Zusammenhangs zwischen Brustkrebs und Kuhmilchkonsum könnte in den Augen der Wissenschaftler der Gehalt an Geschlechtshormonen IGF-1 sein, die in der Milch von trächtigen Kühe enthalten sind. Brustkrebs bei Frauen ist ein auf Hormone reagierender Krebs und die Mehrzahl der gemolkenen Kühe ist bereits wieder tragend.

25.02.2020: Molekulargenetik im Kampf gegen das Artensterben

Das Artensterben messen und aufhalten: Eine gewaltige Herausforderung, für die dringend neue Ansätze und Methoden gesucht werden. Hoffnung ruht auch auf der modernen Molekulargenetik. Mit ihr können WissenschaftlerInnen bislang schwer zu generierende Daten gewinnen und daraus Schutzmaßnahmen ableiten.
Vom 26. bis 28. Februar 2020 werden beim „4th Annual Meeting in Conservation Genetics“ am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt 300 Teilnehmende aus 30 Ländern ihre eigenen Forschungsansätze vorstellen und neue Methoden diskutieren.

25.02.2020: OIE-Bericht zum Einsatz von Antibiotika bei Tieren

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hat den vierten Bericht über Antibiotika zur Anwendung bei Tieren veröffentlicht. Insgesamt haben sich daran 153 Länder beteiligt. 118 Länder haben dabei Daten zum quantitativen Einsatz von Antibiotika bei Tieren geliefert. Die OIE hebt hervor, dass von 2018 zu 2019 die Zahl der Länder, die den Einsatz von Antibiotika als Wachstumförderer verboten haben, weiter gestiegen ist. Inzwischen ist der Einsatz von Antibiotika zu diesem Zweck in 77 Prozent der beteiligten Länder verboten dies. 2018 waren es noch 73 Prozent. Die weltweiten Daten aus dem Jahr 2016 zeigen, dass besonders der Einsatz von Tetrazyklinen weit verbreitet ist. Hierfür wurden Daten von 93 Ländern ausgewertet. Mehr als ein Drittel der eingesetzten Antibiotika waren Tetrazykline, gefolgt von Penicillinen (16,4 Prozent) und Makroliden (10,9 Prozent). Anhand der gemeldeten Daten wurde für vier
Weltregionen ein Indikator errechnet, um den Einsatz vergleichbar zu machen. Dabei wurde errechnet, wie viel Milligramm (mg) Antibiotika pro produziertem Tier in Kilogramm (kg) eingesetzt wurden. Dabei zeigte sich der höchste Einsatz in Asien, in Fernost und Ozeanien gefolgt von Europa, Amerika und Afrika. Es wird darauf hingewiesen, dass für diese Unterschiede verschiedene Faktoren verantwortlich sein können. Dazu gehören die unterschiedlichen Tierarten, die in den Regionen vorhanden sind sowie der unterschiedliche Einsatz von Antibiotika bei verschiedenen Tierarten und Haltungssystemen. Zukünftig will die OIE ein interaktives und automatisiertes System entwickeln, mit dem die Länder Daten über den Einsatz von Antibiotika bei Tieren unkompliziert melden können. Die Datenplattform soll dann auch umfangreiche Analysesysteme zur Verfügung stellen.

StIKo Vet rät zur Impfung von Pferden gegen WNV

25.02.2020

Angesichts der Situation bezüglich des West-Nil-Virus im vergangenen Jahr, rät die StIKo Vet auch weiterhin zur Impfung von Pferden gegen eine Infektion mit dem Virus. Geimpft werden sollten Pferde in den betroffenen Gebieten in Mitteldeutschland und angrenzenden Regionen, z.B. in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Ost-Niedersachsen. Auch Tiere, die in betroffene Gebiete verbracht werden, sollten geimpft werden. Eine generelle Impfpflicht empfiehlt die StIKo Vet nicht, da
es sich um eine Einzeltiererkrankung handelt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 75 infizierte Vögel und 36 Ausbrüche bei Pferden nachgewiesen. Zudem konnten fünf klinische Fälle beim Menschen diagnostiziert werden. Betroffen sind nach wie vor hauptsächlich die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Berlin und Brandenburg. Grundsätzlich wird aber davon ausgegangen, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Überträger des Virus sind Stechmücken.

25.02.2020: EU stellt 232 Millionen Euro zur Bekämpfung des Coronarvirus bereit

Die EU stellt 232 Millionen Euro im Kampf gegen das Coronavirus bereit und ruft alle EU-Mitgliedstaaten zu koordiniertem und verhältnismäßigem Handeln auf. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte: „Da die Zahl der Fälle weiter steigt, hat die öffentliche
Gesundheit oberste Priorität.“ Die EU-Fördermittel sollen dazu beitragen, die Krankheit zu erkennen und zu diagnostizieren, infizierte Menschen zu versorgen und eine weitere Übertragung in dieser kritischen Zeit zu verhindern.

24.02.2020: Russische Milchproduktion leicht gewachsen

Im vergangenen Jahr sind in Russland 31,3 Millionen Tonnen Rohmilch produziert worden. Dies entspricht einer Produktionssteigerung gegenüber 2018 von 2,4 Prozent.
Experten rechnen für das laufende Jahr mit einer Milchproduktion zwischen 31,6 und 32,0 Millionen Tonnen.

24.02.2020: FLI aktualisiert Risikoeinschätzung zu H5

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat nach dem Auftreten einiger Fälle des hoch pathogenen Virus der Aviären Influenza vom Subtyp H5N8 die Risikoeinschätzung aktualisiert. Das Virus war in einigen Geflügelbetrieben in Mittel- und Osteuropa sowie in einer gemischten Kleinhaltung in Deutschland aufgetreten. Der Fall in Deutschland wurde in Baden-Württemberg nachgewiesen. In der Kleinhaltung mit Hühnern, Enten und Gänsen wird ein Eintrag durch direkten Kontakt mit Wasservögeln vermutet. Das FLI weist auf das in Deutschland durchgeführte Wildvogelmonitoring hin. Seit dem 1. Dezember vergangenen Jahres wurden 821 Wildvögel beprobt. Dabei konnte das Virus glücklicherweise nicht
nachgewiesen werden. Das FLI geht aktuell davon aus, dass auf Grund der Witterung mit dem Zuzug von Wildvögeln aus nordöstlicher Richtung nicht mehr zu rechnen ist. Stattdessen habe in Süddeutschland bereits die Rückwanderung von Wasservögeln nach Nordost begonnen. Das Risiko eines Eintrags von HPAIV in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen in Deutschland durch direkte Kontakte zwischen Wildvögeln und gehaltenen Vögeln wird als mäßig eingestuft. Aktuell empfiehlt man keine deutschlandweite Aufstallung von Freilandgeflügel. In betroffenen Regionen könnte jedoch zur Verhinderung der Viruseinschleeppung in Erwägung gezogen werden.

24.02.2020: BGH zum Begriff des Züchters eines aus einem Embryotransfer entstandenen Fohlen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in der vergangenen Woche eine Entscheidung zum Begriff des Züchters bei einem aus einem Embryotransfer gewonnenen Fohlen getroffen. In dem konkreten Fall ging es darum, dass die Eigentümerin eines Dressurpferdes dieses auf dem Hof des Beklagten eingestellt hatte. Es wurde vereinbart, dass der Beklagte das Tier zur Grand-Prix-Reife ausbildet und die Kosten für Pflege, Unterbringung und Beritt übernahm. Im Gegenzug durfte der Beklagte alle ein bis zwei Jahre einen Embryo aus der Stute entnehmen, um daraus ein Fohlen zu gewinnen. Genau dies erfolgte im Jahr 2012. Der Beklagte ließ die befruchtete Eizelle einer seiner eigenen Stuten einsetzen, was zur Geburt eines Fohlens im Jahr 2013 führte. Der Beklagte ließ daraufhin einen Equidenpass ausstellen und ließ sich darin als Züchter eintragen.
Die Klägerin macht geltend, nicht der Beklagte, sondern sie sei als Eigentümerin der genetischen Mutterstute die Züchterin des Fohlens. Der BGH wies dieses Ansinnen wie bereits die Vorinstanzen zurück. Demnach ist der Beklagte als Züchter des Fohlens anzusehen, da ihm durch die mit der Klägerin getroffene Vereinbarung, die Steuerung des Zuchtvorganges übertragen wurde. Er hat die Auswahl des Hengstes getroffen, die Austragungsstute ausgewählt und erworben, die Deckprämie und die mit Embryoentnahme und -transfer verbundenen finanziellen Belastungen getragen sowie die Tierärzte beziehungsweise Kliniken ausgesucht und beauftragt. Die Klägerin habe dagegen bei dem gesamten Zuchtvorgang kein Mitspracherecht gehabt.

24.02.2020: Australien exportiert nach Wert am meisten Rindfleisch

Australien hat sich im vergangenen Jahr beim wertmäßigen Export von Rindfleisch weltweit an die Spitze gesetzt und Länder wie die USA und Brasilien hinter sich gelassen, wie Euromeatnews.com berichtet. Mengenmäßig exportierte Brasilien am meisten Rindfleisch. Australien gelang es im vergangenen Jahr, Rindfleisch im Wert von 7,5 Milliarden US- Dollar zu exportieren. Die Plätze zwei und drei+gingen an die USA und Brasilien mit 7,0 bzw. 6,5 Milliarden US-Dollar. Der Anstieg Australiens basierte dabei sowohl auf einem mengenmäßigen Zuwachs als auch auf höheren preisen, die erzielt werden konnten. Besonders wichtig für Australien ist dabei der Hauptabnehmer China. Hierhin wurde Rindfleisch im Wert von 1,85 Milliarden US-Dollar geliefert. Dies bedeutete einen Zuwachs von fast 900 Millionen US-Dollar gegenüber 2018.

21.02.2020: Bereits über 1.800 ASP-Fälle in Europa

In Europa wurden in diesem Jahr bereits mehr als 1.800 Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen, wie aus den Zahlen des Friedrich- Loeffler-Instituts auf der Insel Riems hervorgeht. Insgesamt wurden dieses Jahr bereits 1.831 Fälle nachgewiesen. Davon wurden
1.692 bei Wildschweinen festgestellt. Am stärksten betroffen ist Polen, wo insgesamt 600 Fälle nachgewiesen wurden. Alle Fälle wurden dort bei Wildschweinen entdeckt. In Rumänien wurden insgesamt 363 Fälle nachgewiesen. Davon traten 127 Fälle bei Hausschweinen auf.

21.02.2020: Geflügelpest in Bulgarien

In Bulgarien ist ein Fall der Aviären Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit mitteilt. In dem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb wurden mehr als 15.000 Stück Geflügel gehalten. Alle Tiere des Bestandes wurden getötet, um eine weitere Ausbreitung des
Erregers zu verhindern. Bulgarien ist nicht das erste Land in Europa, in dem in diesem Jahr bereits Fälle mit diesem Erreger nachgewiesen wurden. Dazu gehört auch Deutschland, wo in diesem Jahr bereits der Nachweis bei Wildvögeln geführt wurde. Aber auch aus Tschechien, Polen, Rumänien und der Slowakei wurden in diesem Jahr bereits Fälle vermeldet.

21.02.2020: Besserer Schutz für Elefanten und Jaguar

Auf einer internationalen Konferenz in Indien wurde am Donnerstag beschlossen, den Schutz verschiedener Tierarten zu verbessern. Die Arten, die laut Beschluss der Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention (Convention on the Conservation of Migratory Species – CMS), zukünftig besser geschützt werden sollen, sind der Asiatische Elefant, der Weißspitzen-Hochseehai und der Jaguar, wie der IFAW (International Fund for Animal Welfare) berichtet. Asiatischer Elefant und Weißspitzen-Hochseehai erhalten künftig den höchsten Schutzstatus für wandernde Tierarten
über Ländergrenzen hinweg. Für den Jaguar wird zudem die Zusammenarbeit betroffener Staaten für den Schutz der Art gefordert. Der IFAW weist darauf hin, dass sich die Population des Asiatischen Elefanten in den letzten 75 Jahren nach Schätzungen auf weniger als 40.000 Tiere halbiert habe. Da das Fleisch des Weißspitzen-Hochseehais gerne zu Suppe verarbeitet wird, gehört er zu den gefährdetsten Haiarten. Für den Jaguar bedeuten insbesondere die Zerstörung des Lebensraumes und seiner Wanderkorridore, aber auch die Wilderei eine große Gefahr.

20.02.2020: TV-Tipp: Kampf gegen Killerkeime

Am kommenden Samstag (22.02.2020) beschäftigt sich die Dokumentationsreihe "plan b" mit den Ursachen für die Verbreitung von gefährlichen Keimen und stellt Konzepte in den Niederlanden, Dänemark und Belgien zur möglichen Vermeidung der Keime vor. Der niederländische Hygienearzt und Berater Ron Hendrix hat sich beispielsweise dafür stark gemacht, dass deutsche Kliniken ihre eigene Labordiagnostik wieder aktivieren, nachdem viele Krankenhäuser diese aus Kostengründen aufgegeben hatten. „Wir haben in den Niederlanden früh erkannt, dass wir die Verbreitung der Keime genauso kompromisslos bekämpfen müssen wie die eigentlichen Infektionen. Dazu müssen wir aber möglichst schnell wissen, mit welchen Keimen wir es zu tun haben", erläutert Hendrix. Ein weiteres Beispiel, die Verbreitung
der gefährlichen Keime zu verhindern, ist Dänemark: hier haben sich die Nutztierlandwirte nach der nachgewiesenen Vermehrung von antibiotikaresistenten Keimen durch die Massentierhaltung dazu entschlossen, den Einsatz von Antibiotika massiv zu reduzieren. „plan b“ beschreibt zudem Phagen als Therapie gegen hartnäckige antibiotikaresistente Keime, die in Belgien als Medikamente anerkannt sind. „Wenn wir den Kampf gegen die Resistenzen gewinnen wollen, müssen wir alle Erfolg versprechenden Methoden anwenden, und Phagen gehören eindeutig dazu. Es gibt zahlreiche nachgewiesene Erfolgsgeschichten aus Osteuropa", erklärt der belgische Mediziner Patrick Soentjens in der Dokumentation. Die Sendung ist ab dem 21. Februar auch in der ZDF- Mediathek abrufbar.

20.02.2020: Verpflichtende Deklaration nach Herkunft gefordert

Nach zu den neuesten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zu dem Ei-Skandal um die Firma „Pro Ovo“ in Oberösterreich hat Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, seine Forderung nach Einführung einer verpflichtenden und kontrollierten Kennzeichnung nach Herkunft und Tierwohl in Restaurants und öffentlichen Küchen bekräftigt. Die Untersuchungen haben aufgedeckt, dass offenbar importierte, verdorbene Eier zu Flüssigware verarbeitet und unter falscher Kennzeichnung an Industrie und Gastronomie verkauft worden waren. „Leider war absolut klar, dass sowas passiert, wenn bei Lebensmitteln weitestgehend Intransparenz herrscht. Derzeit muss weder gesagt werden, woher die Eier stammen noch, wie sie produziert wurden. Der Konsument muss darauf vertrauen, dass stimmt, was auf der Packung oder
Speisekarte steht. Das ist unzumutbar. Mit einer verpflichtenden Deklaration nach Herkunft und Tierwohl wäre das wohl viel früher aufgefallen. Die Bundesregierung sollte nun umgehend handeln, damit dieses Betrugs-System endlich ein Ende findet“, erklärt Bohrn Mena. „Die Täuschung der Konsumenten muss ein Ende finden. Viel zu lange schon tolerieren wir, dass uns Essen vorgesetzt wird, dessen Herkunft wir nicht kennen. So steckt im Kaiserschmarrn oder Gugelhupf oft das importierte Flüssig-Ei aus der Ukraine oder Indien. Die Wirtschaftskammer muss spätestens jetzt endlich die Blockade aufheben. Wir fordern Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Konsumentenschutzminister Rudolf Anschober auf sofort zu reagieren und unmittelbar das Thema Kennzeichnung ganz oben auf die Agenda zu setzen“, so der Initiator abschließend.

20.02.2020: Neues Modell sagt Biodiversität von Vögeln auf Inseln voraus

WissenschaftlerInnen des Museums für Naturkunde Berlin / Naturalis Biodiversity Center haben die molekularen Daten hunderter Vogelarten von 41 ozeanischen Archipelen weltweit gesammelt und analysiert. Damit wollten die Forschenden auf globaler Ebene aufzeigen, wie Inselfläche und Isolation die Geschwindigkeit bestimmen, mit der Arten neue Inseln besiedeln bzw. sich neue Arten entwickeln oder Arten aussterben. Unter der Leitung von Dr. Luis Valente konnten die Ornithologen feststellen, dass die Besiedlung mit der Isolation der Insel abnimmt, weiterhin das Aussterben
mit deren Fläche abnimmt, die Artbildung mit der Fläche und der Isolation jedoch zunimmt. Dazu diente den Forschern ein neues Modell, das die Artenvielfalt auf vielen Inseln weltweit vorhersagen kann. Ein weiteres faszinierendes Ergebnis dieser Studie war, dass Inseln zwar hauptsächlich für ihre spektakulären Artbildungsprozesse von Vögeln bekannt sind - wie die Darwinfinken auf den Galápagos-Inseln -, dass aber die überwiegende Mehrheit der Inselvogelarten einzigartige evolutionäre Zweige darstellen, die keine nahen Verwandten auf den Inseln haben, auf denen sie leben.

20.02.2020: Tierschutzbund rät von Kostümen für Hunde ab

Am heutigen Donnerstag (20.02.2020) beginnt in vielen Städten und Gemeinden der Straßenkarneval. Aus diesem Anlass weist der Deutsche Tierschutzbund Hundehalter darauf hin, ihre Tiere an solchen Tagen besser nicht mit in das karnevalistische Treiben mitzunehmen. „Menschenansammlungen, Lärm und Durcheinander sowie Wurfgeschosse oder herumliegende Glassplitter sind Stress- und Gefahrenquellen für Hunde“, sagt Dr. Katrin Umlauf, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Zudem wird an die Hundehalter appelliert, ihren Vierbeiner nicht zu kostümieren. Neben der Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit könnte dies seinen Wärmehaushalt
negativ beeinflussen oder durch Wundreibung zu Verletzungen führen. Im schlimmsten Fall kann ein Kostüm oder ein Accessoire das Tier strangulieren. Pferde, die bei Karnevalszügen mitgeführt werden, bergen ein weiteres Risiko: die laute Musik, Tröten oder Gegröle belasten die Tiere oft sehr. Das kann dazu führen, dass die Pferde gerade in engen Gassen sich selbst oder die Feiernden am Straßenrand verletzen. „Pferde mögen in Umzügen Tradition haben, aber aus Rücksicht auf die Tiere und zur Sicherheit der Karnevalisten sollten sie nicht mitlaufen. Alles andere ist fahrlässig und ein unnötiges Risiko für Mensch und Tier“, so Andrea Mihali, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund.

19.02.2020: BTK erneuert Forderung zu Tiertransportverboten

Anlässlich einer ZDF-Dokumentation aus der Reihe "37°" hat die Bundestierärztekammer ihre Forderung nach einem Verbot von Tiertransporten in Drittländer erneuert. Die aktuelle Reportage "Tiertransport grenzenlos – Leder für Deutschland" thematisiert erneut die Missstände auf den Transportrouten: z.T. tagelange Wartezeiten in sengender Hitze, ohne angemessene Versorgung der Tiere, an den Außengrenzen der EU und tierschutzwidrige Transport- und Schlachtbedingungen in den Zielländern. An der katastrophalen Situation hat sich seit der Berichterstattung von 2017 trotz zahlreicher Debatten nichts geändert. „Es müssen unverzüglich durchgreifende Maßnahmen, die nachhaltig für die Abstellung der Mängel sorgen, ergriffen werden", so forderte Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der
Bundestierärztekammer (BTK), bereits im Jahr 2017. Die BTK fordert u.a., dass die Abfertigung von Tiertransporten nur dann erfolgen dürfe, wenn eine Route vor dem ersten Transport durch eine Kommission inspiziert wurde, die die Einhaltung aller Tierschutzbestimmungen bestätigt. Zudem müssen unbedingt die im Europäischen Übereinkommen über den Schutz von Tieren beim internationalen Transport festgelegten Bestimmungen eingehalten werden. Auch muss die Abfertigung bei Grenzüberschritt so schnell wie möglich mit möglichst geringen Wartezeiten erfolgen. Sollten Wartezeiten erforderlich sein, müsse ein zügiges Abladen der Tiere erfolgen. Transportzeiten müssen zudem so kurz wie möglich gehalten werden und Schlachtungen sollten so nah wie möglich am Ort der Erzeugung erfolgen.

19.02.2020: Campylobacter in der Stallluft nachweisen

Wissenschaftlern der Technischen Universität Dänemarks ist es gelungen, einen Test zu entwickeln, mit dem die Identifikation von Camplyobacter in Geflügelställen deutlich verbessert werden könnte. Die möglichst frühzeitige Entdeckung dieser Keime spielt eine besondere Rolle, weil diese Keime der häufigste Erreger lebensmittelbedingter Infektionen beim Menschen in Europa sind und Geflügelfleisch hierfür eine bedeutende Infektionsquelle darstellt. Bisher findet die Untersuchung im Geflügelstall über sogenannte Sockentupferproben statt, die dann noch in das Labor eingeschickt und dort untersucht werden. Hier dauert es vier Tage, bis das Ergebnis vorliegt. Mit dem neuen
Verfahren liegt ein Ergebnis bereits nach rund zwei Stunden vor. Hierbei saugt ein kleiner Staubsauger Stallluft an. Verunreinigungen sowie auch in der Luft befindliche Keime bleiben in einem Spezialfilter hängen. Die in dem Filter eingefangenen Bestandteile werden dann mittels PCR analysiert. Auch die DNA von Campylobacter kann so nachgewiesen werden. Mit diesem Test wird nach Ansicht der Forscher die Wahrscheinlichkeit, die Keime im Stall zu entdecken, bis zum Vierfachen erhöht. Dies könnte helfen, die Keime direkt im Stall zu bekämpfen und so die Möglichkeit der Infektion des Menschen über Geflügelfleisch zu reduzieren.

19.02.2020: Pulsüberwachung mittels Kamera

Wissenschaftlern der University of South Australia ist in einem Pilotprojekt die Messung von Herz- und Atemfrequenz mittels hochauflösender Kameras gelungen. Dabei fand nach Angaben der Untersucher kein Körperkontakt statt. Die Untersuchungen wurden in einem Zoo an verschiedenen Wildtierspezies wie Pandabären, Löwen, Tigern aber auch an Affen und Kanguruhs vorgenommen. Dabei wurden die Tiere jeweils über drei Minuten aus bis zu 40 Meter Entfernung gefilmt. Dann wurde aus charakteristischen Bewegungen
im Bereich der Brusthöhle die Herz- sowie die Atemfrequenz ermittelt. Auch wenn die Ergebnisse bisher bereits vielversprechend waren, gehen die Forscher davon aus, dass noch weitere Untersuchungen und Anpassungen notwendig sind, bevor dieses System eingesetzt werden kann. Aber grundsätzlich könnte ein solches System bei der Überwachung der Tiergesundheit besonders von Wildtieren helfen, da man die entsprechenden Messungen durchführen kann, ohne mit den Tieren in Kontakt zu kommen.

18.02.2020: Tropenkrankheiten bisher nicht in Zecken in Deutschland

Nach den ersten Nachweisen der tropischen Hyalomma-Zecke sowie der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) in Deutschland hatte die Universität Hohenheim zur Einsendung verdächtiger Zecken aufgerufen. Damit wollte man einerseits mehr über die Verbreitung dieser Parasiten in Deutschland erfahren, andererseits auch untersuchen, welche Krankheitserreger die Zecken in sich tragen. Insgesamt wurden rund 3.500 Zecken eingeschickt. Darunter befanden sich auch Exemplare der neu aufgetretenen Zeckenarten. Glücklicherweise trugen keine der Hyalomma- Zecken Erreger der gefürchteten Tropenkrankheiten Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber und Arabisch Hämorrhagisches Fieber in sich. Allerdings wurde in 41 Hyalomma- Zecken, die grundsätzlich besonders von Pferdehaltern eingeschickt worden waren, der Erreger des sogenannten Zecken-Fleckfiebers entdeckt. „Neben der Hyalomma-Zecke und der Braunen Hundezecke wurden
auch mehr als 3000 Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) und Schafzecken (Dermacentor marginatus) eingeschickt – und das aus Gebieten, aus denen wir nicht einmal wussten, dass sich die Dermacentor-Arten dort verbreitet haben", erklärte Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg verweist darauf, dass es früher zwei große Zecken-Phasen im Jahr gab. Einmal im April und dann noch einmal im September. „Unsere Daten zeigen nun, dass sich diese Aktivitäten zunehmend verändern können. An einigen Standorten fällt die zweite Aktivitätsphase vollständig aus, an anderen sind die Zecken dafür auch im Hochsommer aktiv," erklärt Oehme. Prof. Mackenstedt verwies auf den weiterhin bestehenden großen Forschungsbedarf zu Hyalomma und Brauner Hundezecke in Deutschland. Deshalb wird auch weiterhin darum gebeten, Zecken an die Universität Hohenheim zu senden.

18.02.2020: Schmallenberg in Rheinland-Pfalz

Das Schmallenberg-Virus ist erstmals seit drei Jahren wieder in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) mitteilt. Der für Menschen ungefährliche Erreger wurde bei zwei neugeborenen Ziegen aus der Pfalz nachgewiesen. Dieser aktuelle Nachweis zeigt, dass das Virus weiterhin in der Nutztierpopulation in Rheinland-Pfalz zirkuliert. Das LUA rät Tierhaltern deshalb, Rinder, Schafe und
Ziegen während der Ablamm- und Abkalbeperiode genau zu beobachten. Ein Impfstoff gegen das Virus steht zur Verfügung. Da das Virus von Stechmücken von Tier zu Tier übertragen wird, kann deshalb auch der Einsatz von entsprechenden Präparaten sowie die Unterbringung im Stall helfen, die Virusverbreitung zu minimieren. Für Menschen ist der Erreger, der erstmals im Jahr 2011 nachgewiesen worden war, ungefährlich.

18.02.2020: Geflügelpest in Tschechien

In Tschechien wurde in einem landwirtschaftlichen Betrieb die Aviäre Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen. Es handelt sich bereits um den zweiten Nachweis des Erregers in diesem Jahr. War im Januar noch ein kleiner Hobbybetrieb betroffen,
handelt es sich beim aktuellen Ausbruchsbetrieb um eine andere Dimension. Betroffen ist offenbar der Teil des Betriebes, in dem rund 7.500 Puten gehalten werden. Zudem werden in dem Betrieb noch rund 130.000 Masthähnchen gehalten. Der Betrieb liegt rund 100 Kilometer östlich von Prag.

17.02.2020: Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe bis 2040 halbiert

Einer Studie der DZ Bank zufolge wird sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bis zum Jahr 2040 mehr als halbieren. Mit diesem prognostizierten massiven Höfesterben sei auf Grund von fortschreitender Digitalisierung, einer anhaltenden Nachfolgeproblematik und der Verrentung der in den 1960er Jahren geborenen geburtenstarken Jahrgänge zu rechnen, wie das Wochenblatt berichtet. Die Folge werde die Bildung größerer Betriebseinheiten sein, wie die Studienergebnisse belegen. Demnach wird sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von momentan 267.000 auf dann nur noch 100.000
verringern. Die Betriebsgrößen wären dann vergleichbar mit heute bereits in den USA üblichen Farmbetrieben. Laut der DZ-Studie wird sich bis 2040 zudem die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Bereich halbieren. Geprägt werde die deutsche Landwirtschaft in 20 Jahren von zwar inhabergeführten, aber großen, kapitalintensiven und betriebswirtschaftlich organisierten Agrarunternehmen. Der ökologischen Landwirtschaft hingegen wird ein starker Wachstum von aktuell 27.000 auf 45.000 Betriebe vorhergesagt, der unter anderem auf Umweltschutzbemühungen und veränderte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sei.

17.02.2020: Abschuss von Wölfen wird erleichtert

Der Bundesrat hat den Abschuss von Wölfen neu geregelt und damit in einigen Fällen vereinfacht. Bisher war der Abschuss von Wölfen bereits zulässig, um ernste Schäden abzuwehren. Dieser Passus wurde derart verändert, dass zukünftig auch Hobbytierhalter geschützt werden können. Künftig ist zudem der Abschuss eines Wolfes auch dann erlaubt, wenn unklar ist, welcher Wolf genau die Herdentiere angegriffen hat. Sollten die Angriffe nach der Entnahme eines Tieres nicht aufhören, dürfen weitere Rudeltiere getötet werden. Allerdings muss ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen den Rissvorfällen bestehen. Auch soll
es ermöglicht werden, Mischlinge aus Hund und Wolf zu töten. Voraussetzung für die Entnahme von Tieren ist, dass die zuständige Landesbehörde den Abschuss genehmigt hat. Dann sind grundsätzlich Jäger zum Abschuss berechtigt. In einer begleitenden Entschließung bekräftigen die Bundesländer ihre Forderung nach einer Prämie für die Haltung von Weidetieren. Mit dieser Prämie werde die gesellschaftlich anerkannteste Form der Nutztierhaltung angemessen gefördert und ein wesentlicher Beitrag zum Natur-, Arten, Hochwasser- und Klimaschutz sowie zum Schutz der biologischen Vielfalt geleistet.

17.02.2020: Bestand der Turteltauben in Deutschland stark gesunken

In Deutschland hat sich die Zahl der Turteltauben innerhalb der letzten 40 Jahre um knapp 90 Prozent verringert. Aktuellen Zahlen zufolge gibt es bundesweit nur noch knapp 22.000 Brutpaare. Daher wird sich das Bundesumweltministerium (BMU) für den euroweiten Schutz der bestandsgefährdeten Vögel stark machen, wie Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, am Freitag vergangener Woche bekannt gab: „Die Turteltaube ist ein Symbol für Frieden und Liebe, aber weitaus weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Vogel des Jahres 2020 in seinem Bestand stark gefährdet ist. Das BMU setzt sich deshalb bei der Europäischen Kommission für einen besseren, europaweiten Schutz der
Turteltaube ein. Denn auch unsere nationalen Maßnahmen für den Habitat-Schutz, die auf Länder-Ebene umgesetzt werden müssen, sind nur dann erfolgreich, wenn es in anderen EU-Staaten Beschränkungen für die Jagd der Turteltaube gibt. Das Bundesumweltministerium wird sich deshalb auch weiterhin für ein europaweites Jagdmoratorium einsetzen." Der Naturschutzbund NABU, der schätzt, dass allein 1,4 bis 2,2 Millionen Turteltauben jährlich durch Jagdmaßnahmen umkommen, hat mehr als 75.000 Unterschriften für ein generelles Jagdverbot der Vögel gesammelt. Zudem unterstützt die Europäische Kommission Bemühungen um ein zumindest temporäres EU-Jagdverbot.

17.02.2020: Erstmals Leishmaniose beim Hund auf Island

In Island ist erstmals die Leishmaniose bei einem Hund nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Der Erreger wurde bei einem Tier nachgewiesen, das im Jahr 2018 aus Spanien nach Island verbracht worden war. Die Leishmaniose des Hundes wird von Schmetterlingsmücken übertragen, die bisher
in Island nicht vorkommen. Grundsätzlich sind auch Übertragungen des Erregers von Tier zu Tier möglich. Dies wurde bisher allerdings nur sehr selten beobachtet. Da das betroffene Tier zur Zucht eingesetzt wurde, sollen aber weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Verbreitung des Erregers auszuschließen.

Verstöße in der Nutztierhaltung

Immer wieder kommt es zu gravierenden Verstößen in der Nutztierhaltung.

Welche Maßnahmen könnten dies Ihrer Meinung nach verhindern?