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31.03.2020: Geflügelpest im Landkreis Börde

Im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt ist die Geflügelpest ausgebrochen. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb nahe Bülstringen mit rund 20.000 Tieren, die aufgrund der Tierseuchenbekämpfung alle getötet wurden. Außerdem wurde eine Schutz- und Beobachtungszone rund um den Ausbruchsbetrieb ausgewiesen und die
Geflügelhalter zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert. Weiterhin sind alle Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Um welchen Virustyp es sich bei dem Ausbruch der aviären Influenza handelt, gab der Landkreis bislang nicht bekannt. Zuletzt waren in Deutschland mehrere Fälle vom Subtyp H5N8 aufgetreten.

31.03.2020: Konservieren von Hodenzellen zur Arterhaltung perfektioniert

Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat eine Methode zur Isolierung von Hodenzellen und deren Gefrierkonservierung entwickelt. Ziel ist es, durch die Methode Zellen des männlichen Fortpflanzungstraktes von gefährdeten und bedrohten Katzenarten zu konservieren. Bei der Methode kommt es vor allem auf die Gefriergeschwindigkeit an, da das Ausmaß möglicher Gefrierschäden stark von der Geschwindigkeit der Temperaturabsenkung beim Einfrierprozess mit flüssigem Stickstoff abhängt. Außerdem ist es notwenig, zuvor den Gewebeverband aufzulösen und die Hodenzellen als Zellsuspension einzufrieren, damit das Gefrierschutzmittel gleichmäßig und rasch in einzelne Zellen eindringen kann. Die Methode wurde bei einigen Säugetierarten bereits erfolgreich durchgeführt und von den WissenschaftlerInnen am Leibniz-IZW für die Konservierung von Katerhodenzellen angepasst.
Das Forschungsteam vom Leibniz-IZW sieht darin einen wichtigen Schritt zur Bewahrung der Keimbahn wertvoller Tiere für künftige Anwendungen im Rahmen der Erhaltung von Arten und der Vielfalt in ihrem Erbgut. Denn von den weltweit vorkommenden 39 Katzenarten, stehen 25 auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als potenziell bis stark gefährdet. Maßnahmen zur Unterstützung der Fortpflanzung werden zunehmend wichtiger für den Erhalt der genetischen Vielfalt innerhalb dieser Tierarten. Zu diesen Maßnahmen gehören auch die Gefrierkonservierung von Keimzellen und die künstliche Befruchtung. Die Hoden männlicher Tiere, die versterben oder einer Einschläferung unterzogen werden müssen, bergen in ihren Hoden Stammzellen und zahlreiche unreife Vorstufen männlicher Keimzellen. Diese könnten in der Zukunft etwa im Rahmen einer Spermatogenese „im Reagenzglas“ zu fertigen Spermien ausgereift werden.

31.03.2020: RKI-Präsident fordert Vorgehen gegen Wildtierhandel

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), hat sich in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dafür ausgesprochen, gegen illegalen Handel mit Wildtieren vorzugehen. Durch den immer enger werdenden Kontakt zu exotischen Tieren wie Schleichkatzen oder Affen sei die Gefahr sehr groß, dass neue Erreger ins Land gebracht werden könnten, berichtet der Deutschlandfunk. Auch Wildtiermärkte, wie sie besonders häufig in asiatischen Ländern stattfinden, müssten stärker reguliert werden, wie Experten fordern. Nur so könnten weitere Ausbrüche von Pandemien
verhindert werden. Die auf engem Raum in Käfigen gestapelten Wildtiere wie beispielsweise Vögel, Schlangen, Bambusratten und Zibetkatzen könnten neue Viren entstehen lassen, wie Wildtierarzt Christian Walzer, Leiter der Abteilung Gesundheit bei der Wildlife Conservation Society in New York, gegenüber der NZZ erklärt hat. Die sogenannten Lebendtiermärkte werden meist von wohlhabenden Chinesen besucht, für die diese Wildtiere Delikatessen sind. Noch ist das Verbot der Wildtiermärkte, das China verhängen will, nicht verabschiedet.

31.03.2020: VdZ bittet Bund um Unterstützung

Auch die Zoos in Deutschland sind durch die herrschende Corona- Pandemie stark gebeutelt. Die Einrichtungen sind im Moment alle für Besucher geschlossen. Dadurch fehlen den Betreibern wichtige Einnahmen. „Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden", erklärt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten (VdZ) und Zoodirektor in Leipzig. Aus diesem Grund hat sich der VdZ mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier sowie die Ministerpräsidenten der Bundesländer gewandt und um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro gebeten. Sollten
weiterhin Zahlungen ausbleiben, wäre die Zucht und Pflege von mehr als 180.000 Wirbeltieren in den 56 dem Verband angehörigen Zoos in Gefahr. Viele von ihnen gehören zu bedrohten Arten und sind Bestandteil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. „Ein möglicher Verlust dieses wertvollen Tierbestandes wäre ein herber Rückschlag für unseren Kampf um den Erhalt der Biodiversität und käme somit einer Katastrophe gleich", betont der VdZ-Präsident. Da davon auszugehen ist, dass viele Städte und Gemeinden gerade in strukturschwachen Regionen Deutschlands aufgrund der Corona- Pandemie in finanzielle Schieflage geraten werden, weist der Verband in seinem dringlichen Brief auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung durch den Bund in dieser Notlage hin.

30.03.2020: Neue Verordnung für die Meldepflicht von Beatmungsgeräten

Gemäß einer neuen Verordnung des Landes Hessen vom vergangenen Freitag (27.03.2020) müssen alle Einrichtungen dem Gesundheitsamt Auskunft geben über die Anzahl, Hersteller sowie Funktionsfähigkeit von vorhandenen Geräten,
die zur invasiven oder nicht-invasiven Beatmung von Menschen geeignet sind. Weiterhin müssen Name und Kontaktdaten von Personen übermittelt werden, sodass eine jederzeitige Erreichbarkeit der Einrichtung sichergestellt ist.

30.03.2020: Menschenaffenbestand durch Covid-19 gefährdet

WissenschaftlerInnen haben die Befürchtung, dass die Bestände der Menschenaffen als Folge der Coronavirus-Pandemie stark bedroht werden. Aufgrund ihrer zum Menschen ähnlichen DNA könnte sich eine Infektion mit Sars-CoV-2 bei Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen ebenso wie bei einer Infektion beim Menschen als tödlich erweisen. Orang-Utans sind ohnehin sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, sodass Experten vermuten, dass Covid-19 sie sogar noch schlimmer treffen könnte. Vier Pfoten unterhält die Orang-Utan Waldschule in Borneo und trifft nun notwendige Vorkehrungen für den Fall, dass auch dort die Pandemie ausbrechen sollte. Momentan befinden sich acht Orang-Utan-Waisen in der Waldschule, die dort aufgezogen und auf ein zukünftiges Leben in
Freiheit vorbereitet werden. Sorge bereitet der Primatologin bei VIER PFOTEN, Dr. Signe Preuschoft, dass auch in Indonesien die Zahl der Corona-Infektionen zugenommen hat und damit die Gefahr wächst, dass infizierte Tierpfleger die Tiere anstecken könnten. Als Vorkehrungsmaßnahmen müssen die Pfleger nun ihre Kleidung wechseln, bevor sie das Gehege betreten, Schutzmasken tragen sowie nur in ganz kleinen Teams arbeiten. Zudem wird das eingekaufte Futter zweimal gewaschen, bevor es den Orang-Utans gegeben wird. „Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz. Menschenkinder sind generell nicht besonders schlimm von Corona- Symptomen betroffen, deshalb hoffen wir, dass das bei unseren Orang-Utan Waisenkinder genauso ist“, so Preuschoft.

30.03.2020: Schweinebestand in China erholt sich zusehends

In China befindet sich der Schweinebestand auf Wachstumskurs. Demnach hat der Zuchtsauenbestand im Februar 2020 gegenüber dem Vormonat um 1,7% zugelegt. Insgesamt sei der Schweinebestand in China seit September 2019 um 10% gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der Schweinebestand
jedoch 39% geringer aus. Zudem gab das chinesische Landwirtschaftsministerium bekannt, dass bis Mitte März 87% der knapp 10.000 zugelassenen Futtermittelunternehmen ihre Tätigkeit nach der Corona-Krise wieder aufgenommen haben. Für die Tierarzneimittelhersteller wurde die Zahl mit 85% angegeben.

30.03.2020: ASP: Wieder totes Wildschwein nahe der Grenze gefunden worden

In Polen ist nur 10 km vor der deutschen Grenze entfernt, ein totes Wildschwein entdeckt worden, das mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Dies berichtet Wild und Hund unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Gefunden wurde das verendete Wildschwein
demnach in der polnischen Woiwodschaft Lebus bei Lubsko im Powiat Zarski. An diese Region grenzen sowohl das Bundesland Sachsen als auch das Land Brandenburg an. Zuletzt ist am 24. März 2020 in der polnischen Region der erste Schweinezuchtbetrieb des Landes positiv auf das Virus getestet worden.

30.03.2020: Tierversuche für Impfstoffentwicklung auf der Insel Riems

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat kürzlich mit Tierversuchen im Rahmen einer Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus begonnen. Wie der Präsident des Instituts, Prof. Dr. Dr. Thomas Mettenleiter in einem Interview mit ntv.de erklärt, könne mit ersten belastbaren Ergebnissen bis Mitte bzw. Ende April gerechnet werden. Die kleine Insel, die den Spitznamen „Alcatraz der Viren“ trägt, eignet sich besonders als Standort für die Forschung an Tierseuchen und - infektionen. Für die Versuche werden neben der Fledermausart Nilflughund auch Frettchen eingesetzt. Diese eignen sich besonders, weil sie bei vielen Atemwegsinfektionen ein gutes Modell für den Menschen darstellen. Zudem suchen die ForscherInnen weltweit auch nach Tieren, die nicht nur die Infektion, sondern auch den Krankheitsverlauf beim
Menschen widerspiegeln, sodass Impfstoffe oder Medikamente im Tierversuch belastbar getestet werden können. Mit Tests an Schweinen und Hühnern wollen die WissenschaftlerInnen klären, ob landwirtschaftliche Nutztiere durch den Erreger ebenfalls gefährdet sind. Die Sicherheitsvorkehrungen seien extrem hoch, wie der FLI- Präsident betont. Damit von innen keine Viren oder infizierte Tiere entweichen, würden die Bereiche der höheren Schutzstufen 3 und 4 unter Unterdruck gehalten. Auch im Falle der Entstehung von Leckagen sei ein Entweichen unmöglich. Die Zuluft werde entsprechend über erregerdichte Filter gefiltert, die Abluft über doppelte Filter. Zudem werde alles, was das Gebäude verlässt, dekontaminiert, Abwasser aufgekocht und Tierkörper entsprechend bei hohem Druck und hoher Temperatur verarbeitet.

27.03.2020: Beatmungsgeräte dringend gesucht - Tierarztpraxen gefragt!

In Zeiten der Corona-Krise sind Beatmungsgeräte Mangelware. Zwar stocken weltweit die Hersteller ihre Kapazitäten auf, trotzdem sind es aktuell zu wenige. Aus diesem Grund hat die Fachgruppe VAINS der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) alle Tierärztinnen und Tierärzte aufgefordert, nach Möglichkeit ihre Beatmungsgeräte bzw. Anästhesiegeräte mit Beatmungsmöglichkeit nach humanmedizinischem Standard (z.B. Dräger, Stephan, Heinen und Löwenstein, Datex Ohmeda etc., nicht älter als 10 Jahre) für den Bedarfsfall als Leihgabe zur Verfügung zu stellen und listen zu lassen. Denn die Ausbreitung des Coronavirus hat noch nicht seinen
Höhepunkt gefunden und die Krankenhäuser in Deutschland bereiten sich auf die erste Welle beatmungspflichtiger Coronapatienten mit Lungenversagen vor. Das Listen lassen kann entweder in Eigeninitiative auf regionaler Ebene mit den Krankhäusern in der Umgebung erfolgen oder aber über einen Eintrag in die Liste Veterinärmedizinischer Beatmungsgeräte über die DVG-Geschäftsstelle. Um Rückmeldung bis zum kommenden Montag, 30. März 2020, wird gebeten. Anschließend werden die Listen offiziellen Stellen (z. B. universitäre Einrichtungen, Kliniken, Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Ministerien auf Landes- und Bundesebene) zur Verfügung gestellt.

27.03.2020: Übersicht über die Hilfen für Freiberufler

Heute hat der Bundesrat die bereits am vergangenen Mittwoch vom Bundestag beschlossenen Soforthilfen für die Wirtschaft genehmigt. Somit können jetzt unterschiedliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Dies reicht von Soforthilfen, über KfW-Kredite, Stundung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und Darlehen
bis hin zur Beantragung von Kurzarbeitergeld. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat die Details der Leistungen sowie der Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um die Hilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, aufgelistet. Zudem gibt es eine Übersicht über die bundesweiten sowie länderspezifischen Hilfen für Freiberufler.

27.03.2020: QS setzt Audits auf Betrieben aus

Die QS - Qualität und Sicherheit GmbH als auch die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH empfehlen dringend, aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keine QS- bzw. Initiative Tierwohl (ITW) - Audits
auf den Betrieben durchzuführen, sondern diese auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Gleichzeitig wird die Lieferberechtigung aller QS- und ITW-zertifizierten Standorte pauschal um zwei Monate verlängert.

27.03.2020: Bundesrat stimmt neuer Düngeverordnung zu

Der Bundesrat hat heute dem Entwurf der Düngeverordnung zugestimmt, gegen die es von Seiten der Landwirte im Vorfeld massive Proteste gab. Allerdings werden Teile der Verordnung erst zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden müssen, da die Landwirte angesichts der Corona-Pandemie aktuell vor zusätzlichen Herausforderungen stehen. Staatsekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, sagte dazu: „Dass die Länder der Verordnung zugestimmt haben, hier ihrer Verantwortung nachgekommen sind, ist ein klares Zeichen. Wir erwarten nun das klare Signal von der EU-Kommission,
dass sie von einer Klageerhebung und damit verbundenen, massiven Strafzahlungen absieht." Die Regierung werde die Landwirte zudem bei der Umsetzung der neuen Regelungen finanziell unterstützen. Schwerpunkt wird die Förderung von Investitionen in Lagerung, Ausbringungstechnik und Aufbereitung von Gülle im Rahmen eines neuen Bundesprogramms sein. Die Verschärfung der Düngevorgaben war notwendig geworden, weil der Europäische Gerichtshof Deutschland aufgrund einer unzureichender Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie zu hohen Strafzahlungen verurteilt hatte.

27.03.2020: Geflügelpest erfordert erhöhte Achtsamkeit

Der Ausbruch der Geflügelpest (HPAI) vom Typ H5N8 in einem Putenbetrieb mit über 10.000 Puten im niedersächsi­schen Landkreis Aurich am 20. März 2020 sowie aktuelle Nachweise von HPAI H5N8 in Sachsen lenken angesichts des Frühjahrs­vogelzuges die Aufmerksamkeit der Geflügelhalter auf die Geflügelpest. „Die aktuellen Ausbrüche zeigen, dass Geflügelpest­erreger weiterhin kursieren und jederzeit mit neuen Fällen gerechnet werden muss. Sie geben uns dringend Anlass zu einer erhöhten Wachsamkeit, da nicht auszuschließen ist, dass das Virus auch Mecklenburg-Vorpommern erreichen könnte“ warnt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht ausschließlich in Ställen halten, müssten sich ihrer hohen Verantwortung bei der Einhaltung von Biosicherheits­maßnahmen bewusst sein. „Vor allem darf Wildvögeln kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben“, erklärte Backhaus. Wichtig sei auch, unklare Krankheits- bzw. Todesfälle bei Geflügel durch eine schnellstmögliche Untersuchung auf Geflügelpest abklären zu lassen. In allen Verdachts­fällen müsse außerdem umgehend das zuständige Veterinäramt informiert werden.

27.03.2020: BMEL stuft alle Tierärzte als systemrelevant ein

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich entschlossen, die im Nutztierbereich und für die Grund- und Notfallversorgung von Heimtieren tätigen Tierärzte, Tiermedizinischen Fachangestellten und Tierpfleger als systemrelevant einzustufen. Dies geht aus einer Mitteilung des Bundesverbandes der praktizierenden Tierärzte hervor. „Ich bin sehr froh darüber, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium unserer Forderung, die tierärztliche Infrastruktur in Zeiten der Pandemie aufrechtzuerhalten, gefolgt ist und damit sowohl Nutztiere wie auch Kleintiere
weiterhin medizinisch versorgt werden können. Unsere intensiven Bemühungen für Tiergesundheit und Tierschutz haben sich also gelohnt“, erklärt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder erleichtert. Über das Bundesministerium für Gesundheit wurden die obersten Landesgesundheitsbehörden über diese Entscheidung unterrichtet, damit der Hinweis auch die operativ tätigen Gesundheitsämter erreicht. Unabhängig von der Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministerium hat auch die EU-Kommission die Tiermedizin als systemrelevant eingestuft.

27.03.2020: Korrektes Aufstellen von Weidezäunen

Wie ein Weidezaun korrekt und sicher gebaut wird, ist genau festgelegt, weiß Schweizerbauer zu berichten. Denn es gibt unterschiedliche Bestimmungen für jede Tierart. Während für Kälber, Kühe und Rinder zwei Drähte ausreichend sind, müssen Stiere und auch Pferde durch drei Drähte umzäunt werden. Sowohl das Material als auch der Abstand zwischen den Pfählen sind genau einzuhalten. Hält sich der Bauer nicht daran, kann er in einem Schadensfall zur Verantwortung gezogen werden. Die Größe der Spannung richtet sich nach der Zaunlänge und der Felldichte
des Tieres. Wichtig ist, dass diese nicht unter 2000 Volt stark sein sollte. Vorsicht sollte walten bei zwei Elektrozäunen, die weniger als zwei Meter voneinander entfernt aufgestellt werden. Hier muss beachtet werden, dass diese nicht von unterschiedlichen Elektrozaungeräten betrieben werden. Der Weidebesitzer muss zudem Vorkehrungen treffen, wenn er Elektrozäune in unmittelbarer Nähe von Knoten- oder Maschengitterzäunen angebracht hat. Damit Kinder in die Gefahr geraten, beide Zäune gleichzeitig zu berühren, muss ein Mindestabstand von 40cm beachtet werden.

26.03.2020: Jägerschaft kritisiert Jagdzeitverlängerung in MV

Till Backhaus, Agrarminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, will scheinbar im Alleingang die Jagdzeiten von Rehen und Rotwild ab April verlängern, wie bereits im November 2019 angekündigt wurde. Backhaus folgt damit dem Rat der Forstexperten, die auf diesem Weg die zu hohen Wildbestände verringern wollen, die den Wald durch den Verbiss der Triebe stark belasten. Kritik für seine Verordnung
erhält der Minister nicht nur vom Landesjagdverband, auch die CDU- Landtagsfraktion auch hat formale und inhaltliche Bedenken geäußert. Die Jägerschaft lehnt die Verlängerung aus Tierschutzgründen ab und fordert eine weidgerechte Jagd. Der Präsident des Landesjagdverbandes, Volker Böhning, äußerte seinen Unmut über den Beschluss des Ministers und bemängelte die fehlende Beteiligung des Landes-Jagdbeirats.

26.03.2020: Webinar SARS-CoV-2 / Covid-19: Aktuelle Themen und Antworten

Am kommenden Montag, 30. März 2020, führen der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), Vetion.de und die ATF ab 18.00 Uhr unter www.myvetlearn.de gemeinsam ein Live-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte zur Corona-Situation und den Auswirkungen für die praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzte durch. Es kommen die Fragen zur Sprache, die Tierärztinnen und Tierärzten zurzeit besonders auf den Nägeln brennen und einer Klärung bedürfen. Das Live-Webinar beginnt am 30.3.2020 um 18.00 Uhr. Die Teilnahme ist für bpt-Mitglieder und Mitglieder der
ATF/DVG kostenfrei. Alle anderen müssen einen Unkostenbeitrag von 20 Euro beisteuern. Im Webinar werden die aktuelle (berufs-)politische Situation, Aktuelles zum Hygienemanagement in der tierärztlichen Praxis, Personal halten in der Krise (Kurzarbeit vs. Kündigung), das Hilfspaket der Bundesregierung - Zugang zu Finanzierungsmitteln via Bürgschaftsbanken und Ausweg Digitalisierung? und Technisches sowie Rechtliches zur Telemedizin besprochen. Es stehen 490 Plätze für die Live-Teilnahme zur Verfügung, die in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben werden.

26.03.2020: Experten erwarten hohes Zeckenaufkommen in 2020

Mit dem nahenden April haben auch Zecken in Deutschland wieder Hochsaison. Nachdem die Parasiten aus ihrer Winterstarre erwacht sind, geht die Jagd nach der ersten Blutmahlzeit los. Experten warnen schon jetzt vor einem besonders hohen Zeckenaufkommen in diesem Jahr und raten nicht nur in Risikogebieten zur Impfung gegen die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME). Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, verursacht durch ein Flavivirus, das durch Zeckenbisse des gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus) übertragen wird. „Impfen bietet den besten Schutz. Denn FSME-Viren werden beim Stich einer infektiösen Zecke sofort übertragen. Ein rasches Entfernen der Zecke aus der Haut schützt nicht vor einer Infektion", erläutert Zeckenexperte Prof. Dr. rer. nat. Franz Rubel. Vorsorge ist dabei nicht nur im Frühjahr wichtig,
denn in der Regel geht die Zeckensaison von April bis Oktober. Wegen der stark angestiegenen Mäusepopulation –die Nager dienen den Zecken als Wirt- erwartet Rubel besonders viele Zecken und FSME- Erkrankungen. „Mit FSME kann man sich auch außerhalb der Risikogebiete infizieren, denn Zecken können das Virus in ganz Deutschland übertragen. Deshalb ist die richtige Vorsorge, z. B. durch Impfen, wichtig“, betont der Experte. Damit es gar nicht erst zum Zeckenstich kommt, sollte man möglichst lange Kleidung und festes Schuhwerk tragen, ein Anti-Insektenmittel, das in der Apotheke gekauft werden kann, benutzen und sich nach jedem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken absuchen. Tierhalter sollten zudem ihre Vierbeiner vor Zeckenbissen schützen. Die TierärztInnen beraten Hunde- und Katzenbesitzer gern bei der Wahl des passenden Antiparasitikums.

26.03.2020: ÖTK fordert mehr Unterstützung für Tierärzte

Der Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK), Mag. Kurt Frühwirth, fordert von der Politik eine finanzielle Absicherung aus dem Covid-Härtefonds sowie eine umfangreiche Versorgung mit Schutzausrüstungen und entsprechenden Corona-Tests. „Lebensmittelliefernde Nutztiere müssen veterinärmedizinisch versorgt werden – diese Notwendigkeit ist politisch als auch gesellschaftlich unumstritten. Hier sind Tierärzte im Stall oder auch in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung ein unverzichtbarer Teil der Lebensmittelkette“, erklärt der Präsident. Gleichsam bedeutend sind Tierärzte für die Tierseuchenbekämpfung. Akut gehe vor allem
von der Aviären Influenza sowie von der Afrikanischen Schweinepest (ASF) eine große Gefahr mit verheerenden Folgen für die Landwirtschaft aus. „Wenn wir bei der Ausübung unseres Berufes keine Vorsichtsmaßnahmen treffen können und entsprechend mit Schutzkleidung und -masken ausgestattet werden bzw. nicht wissen, ob wir infiziert sind, können wir nicht weiterarbeiten. Ohne Schutz und ohne Tests gefährden wir nicht nur die systemrelevanten lebensmittelliefernden Betriebe – wir gefährden generell auch unsere Mitmenschen und die Allgemeinheit,“ erklärt der Kammerpräsident eindringlich.

26.03.2020: Veterinärmedizinische Labore könnten Corona-Tests durchführen

In Deutschland sind die derzeitigen Testzentren heillos überlastet. Die Veterinärmedizin steht bereit, um die Kolleginnen und Kollegen aus der Humanmedizin mit allen Kräften zu unterstützen Veterinärmedizinische Labore könnten helfend einspringen und rund 70.000 zusätzliche Tests pro Woche durchführen, trotzdem bewegt sich bislang nichts. Ein Grund
dafür scheint die fehlende Abrechnungsgrundlage für die Kassenärztlichen Vereinigungen zu sein. Soll die Corona-Pandemie schnell bekämpft werden, dann muss das Bundesgesundheitsministerium eine gangbare Regelung finden. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte.

26.03.2020: Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Das Bundesinnenministerium hat ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von heute, 17:00 Uhr an, im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher mit. Diese Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen
oder Österreich, "zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind". Diese Beschränkungen seien "zwingend erforderlich, um Infektionsketten zu unterbrechen". Vielen Landwirten fehlen Arbeitskräfte für Ernte und Aussaat. Verbände und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben Internet-Plattformen aufgesetzt, um Betriebe und Freiwillige, die auf den Feldern arbeiten könnten, in Kontakt zu bringen.

26.03.2020: Tierheim Berlin braucht nach Schließung mehr Unterstützung

Wie zahlreiche andere Tierheime in Deutschland, muss auch Europas größtes Tierheim in Berlin der Corona-Krise ihren Tribut zollen. Bereits in der vergangenen Woche hat die Einrichtung in Falkenberg die Türen für den Publikumsverkehr schließen müssen, um die Tierpfleger und Besucher zu schützen. Trotz der Schließung konnten mehr als 40 Hunde und Katzen an neue Besitzer vermittelt werden, denn die Mitarbeiter beraten Interessenten, die ein Tier adoptieren möchten, per Telefon, bevor ein Besichtigungstermin vereinbart wird. „Das ist erst einmal eine gute Nachricht und zeigt, dass die Menschen auch in der Krise ein Herz für Tiere haben", wie Tierheimsprecherin Annette Rost erklärte. Besorgt äußert sich Rost über die Zunahme von Tieraussetzungen in Berlin. Immer mehr Hunde, aber auch Meerschweinchen und Kaninchen, werden in der Stadt ausgesetzt, was sich die Sprecherin nicht erklären kann. „Und Engpässe stehen uns erst noch bevor, falls die amtliche Tiersammelstelle im Heim innerhalb
kurzer Zeit viele Tiere von alleinstehenden Corona-Patienten aufnehmen müsste", erklärt Rost. Die rund 1.400 Tiere im Berliner Tierheim müssen auch in der Krise versorgt werden. Dafür arbeiten die Pfleger nur noch in sehr kleinen Teams zusammen, damit unter anderem Spaziergänge mit den Hunden stattfinden können. „Auch sind die Außenanlagen so gestaltet, dass die Tiere abwechselnd Luft und Sonne tanken können“, so Rost weiter. Das Tierheim, das sich hauptsächlich aus Spenden finanziert, kann durch Veranstaltungen wie dem regelmäßig stattfindenden Trödelmarkt, dem beliebten Hundeseminar und dem Tierschutz-Festival aufrechterhalten werden. Alle in Kürze anstehenden Veranstaltungen wurden jedoch abgesagt, was bedeutet, dass jetzt vermehrt Spender über das Internet akquiriert werden müssen, um das Überleben der Einrichtung zu sichern. „Wir hoffen, dass Tierfreunde uns auch in dieser sorgenvollen Zeit finanziell unterstützen und unsere Tiere nicht vergessen", sagt Rost abschließend.

25.03.2020: Selbstständigkeit und Praxisgründung - kostenfreies Webinar

Vetion.de hält die eigene Praxis für eine schöne Sache, die geeigneten Persönlichkeiten viele Möglichkeiten, Chancen und großen Raum für Kreativität bietet. Außerdem ist das "Sich Niederlassen" auch für den tierärztlichen Berufsstand als sogenannter Freier Beruf nicht unwichtig. Gleichzeitig steht fest, dass nicht jeder von seiner Persönlichkeitsstruktur für diesen Schritt geschaffen ist und dass der Schritt in die Selbstständigkeit wohl überlegt und professionell geplant sein muss. Daher wird die Kollegin und Gründungsberaterin Dr. Carolin Deiner in einem Webinar auf die Chancen und Vorteile der Selbstständigkeit ebenso eingehen wie auf die unterschiedlichen „Arten“ der Selbstständigkeit. Weiterhin wird sie sich mit den notwendigen Skills und
Fähigkeiten befassen, die Frau/Mann für eine Selbstständigkeit aufweisen sollte, um mittel- und langfristig Erfolg und Freude im Beruf zu erlangen. Ein weiterer Schwerpunkt des Webinars wird die Planung sein. Welche Unterlagen fordern die Banken für die Bewilligung eines Kredites, wie hoch soll/darf dieser sein, wie finde ich den geeigneten Standort, Klienten und Personal und wie kann ich sowohl die Klienten als auch das Personal langfristig an mich binden, welche Instrumente der Personalführung sind wichtig und welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse muss Frau/Mann sich aneignen? Diese und weitere Fragen werden in diesem kostenfreien Webinar am Donnerstag, 26.3.2020, von 19:00 bis 20:00 Uhr beantwortet werden.

25.03.2020: Hungrige Ratten riechen anderes

Wanderratten verändern ihren Geruch, wenn sie hungrig sind. Anhand dieser Geruchsinformationen entscheiden die Nagetiere, den hungrigen Artgenossen zu helfen, an Futter zu kommen. Das fanden Forschende der Universitäten Bern, Neuchâtel und Potsdam heraus. Indem sie die Ratten in einem Experiment den Geruchssignalen entweder von hungrigen
oder satten Artgenossen aussetzten, die sich in einem anderen Raum befanden, konnten sie beobachten, dass die helfenden Ratten je nach Geruch unterschiedlich reagierten. „Wir stellten fest, dass die Ratten schneller Hilfe leisteten, wenn sie Geruchssignale von einer hungrigen Ratte erhielten als von einer satten Ratte“, erklärt Karin Schneeberger von der Universität Bern.

25.03.2020: Sich gemeinsam mit dem Haustier die Zeit vertreiben

Wohl dem, der zu Zeiten der Corona-Krise ein Haustier hat. Denn gerade in schwierigen Zeiten spielen Haustiere eine besondere Rolle als Begleiter und Freund. Sie spenden ihren Besitzern Trost und emotionale Unterstützung, die Interaktion mit Tieren senkt außerdem das Stressniveau. Haustierhalter, die aktuell zu Hause arbeiten oder sich in Quarantäne befinden, sollten die Zeit nutzen und sich jetzt besonders ausgiebig mit dem Tier beschäftigen. Die Tierschutzorganisation
Vier Pfoten hat auf ihrer Webseite für Tierhalter „tierische Spiele“ zusammengestellt, die vor allem Kindern Spaß und Information gleichzeitig bieten. Weiterhin findet sich hier eine Übersicht an Spielen für Haustiere, die Halter und Tier Spaß machen und zudem das Tier geistig fördern. Hunde sind aktuell auch ein willkommener Grund, das Haus verlassen zu dürfen, sofern man nicht unter Quarantäne steht. Den Hund freut der ein oder andere Spaziergang mehr.

25.03.2020: Vier Pfoten gibt Tipps zur Beschäftigung von Haustieren

Im Moment zwingt die steigende Zahl der Coronainfizierten viele Menschen, zu Hause zu bleiben. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN empfiehlt daher besonders Besitzern von Haustieren, diese Zeit positiv zu nutzen und sich gerade jetzt mit den Tieren ausgiebig zu beschäftigen. Für Hunde eignen sich zum Beispiel Suchspiele, Indoor-Agility oder das Aufstellen von mehreren umgedrehten Bechern oder Tassen mit verschiedenen Leckerlies, die von dem Vierbeiner erschnüffelt werden müssen. Auch Katzen freuen sich über Beschäftigung, beispielsweise in Form eines Parcours durch
das Wohnzimmer, Angelspiele oder durch den Raum hüpfende Laserlichtpunkte, die gejagt werden können. Für Heimtiere eignet sich auch Hindernis-Parcours sowie Fang- oder Versteckspiele. „Wir garantieren, dass sich mit diesen Tipps nicht nur die Tiere, sondern auch die Halter amüsieren werden. Außerdem werden die Tiere damit auch geistig gefordert, was sehr wichtig ist“, so VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck. Und gerade in so schwierigen Zeiten wie im Moment, sind Haustiere eine große emotionale Unterstützung und Trostspender, weiß die Heimtierexpertin.

25.03.2020: Nachhaltige Produkte für junge Menschen sehr wichtig

Eine Utopia-Studie mit dem Titel „Eine Frage der Haltung“ aus dem Herbst vergangenen Jahres hat ergeben, dass gerade die Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit legt. So zeigten die Umfrageergebnisse, dass schon jetzt mehr als die Hälfte bewusst auf den Verzehr von Fleischprodukten verzichtet und auch den eigenen Konsum für die Verbesserung des Klimas einschränken will. Ein Großteil der Befragten zieht es zudem vor, eher weniger, dafür aber langlebigere Produkte einzukaufen. Fast drei Viertel hat außerdem angegeben, dass ökologische und ethische Gründe beim Kauf von Produkten eine große Rolle spielen. Die Bereitschaft, für nachhaltige Produkte mehr
Geld auszugeben, ist bei den 25-34-Jährigen (62 Prozent) am höchsten, dicht gefolgt von der jüngsten Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren (59 Prozent). „In Zukunft wird Nachhaltigkeit die Märkte noch stärker verändern und bei Herstellern und Handel sichtbare Spuren hinterlassen", erklärt Dr. Meike Gebhard, Geschäftsführerin von Utopia. „Wohin die Reise geht, lässt sich heute schon an den Einstellungen und Verhaltensweisen von bewussten Konsumenten ablesen. Sie sind Seismographen für den Konsum der Zukunft. Mit unserer Studie liefern wir repräsentative Erkenntnisse über nachhaltigen Konsum und bewusste Konsumenten - und schaffen damit für Unternehmen, Organisationen und Politik eine Basis für zukünftige Entscheidungen."

24.03.2020: Landwirte spenden Einweg-Schutzkleidung

Die Solidarität ist groß in der Corona-Krise. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht überlegt, wodurch er helfen kann. Landwirte aus Westfalen-Lippe haben ihre Einweg-Schutzkleidung zusammengetragen, die für Stallbesichtigungen vorgesehen waren, und an Ärzte und Pflegepersonal verschenkt, damit sie sich vor einer Infektion mit dem hoch ansteckenden Coronavirus Sars-CoV-2 schützen können. Hofbesuche finden während der Corona-Krise und den bestehenden Ausgangsbeschränkungen vorerst ohnehin nicht statt. Bei der Sammelaktion kamen viele tausend Einweg-Overalls, Schuhüberzieher und auch Gummihandschuhe – alles eingeschweißt und
original verpackt – zusammen, die jetzt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe übergeben werden, um sie je nach Bedarf an die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu verteilen. Unter Tierärztinnen und Tierärzten werden aktuell ähnliche Aktionen diskutiert, so auch der Verleih medizinischer Geräte, die zum Beatmen der Patienten eingesetzt werden können. Jeder kann helfen. Ideen finden Sie u.a. im neuen Corona-Krisenblog von Vetion.de. Gerne veröffentlichen wir dort auch Ihre Ideen und Maßnahmen, die helfen, besser und vor allem gesund durch diese schwierigen Zeiten zu kommen.

24.03.2020: Gesetz zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

Hessen hat am Dienstag das Gesetz zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beschlossen. Landwirtschaftsministerin Priska Hinz sagte dazu: „Die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher. Mit dem Gesetz zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, das heute im Hessischen Landtag beschlossenen wurde, sind wir in Hessen gut vorbereitet. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der schweinehaltenden Betriebe sowie der Wildschweinpopulation in Hessen. Die Gesetzesänderung erlaubt es, die erforderlichen Anordnungen schnell und rechtssicher zu treffen, was zwingend für die effektive Bekämpfung der Afrikanischen
Schweinpest in der Wildschweinpopulation erforderlich ist und die Handlungsfähigkeit im Seuchenfall sicherstellt. Insbesondere Maßnahmen zur Intensivierung der Bejagung von Schwarzwild in den betroffenen Gebieten werden nötig sein. Dazu zählen die Jagd im Umfeld von Grünbrücken, die Möglichkeit zum unkomplizierten Aufspüren von kranken Wildschweinen sowie die effektive und sichere Entsorgung von potentiell infizierten Kadavern. Für Wildschweine und auch für Hausschweine führt diese hochansteckende Krankheit fast immer zum Tod. Deshalb ist es wichtig, sich auf den Seuchenfall vorzubereiten, wenngleich wir hoffen, dass es nicht dazu kommen wird."

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