Züchterische Fortschritte, eine verbesserte Tiergesundheit sowie höhere Leistungen in den Betrieben haben in den vergangenen Jahren in der Schweiz zu einer jährlichen Zunahme der Schweinefleischproduktion um mehr als 1,5 Prozent geführt. Pro Woche werden in der Schweiz rund 48.000 Schweine geschlachtet, verkauft werden jedoch nur 44.000 Tiere. Nach Informationen des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID ist der Auszahlungspreis für Schlachtschweine durch das Überangebot innerhalb eines Jahres stark gefallen.
Um den dadurch entstehenden Preisdruck aus der Branche zu nehmen, stellt der Bund Zuchtbetrieben, die früher aussteigen wollen, bis zu 10 Millionen Franken zur Verfügung. Die Regierung verfolgt mit dieser Maßnahme das Ziel, die Zahl der Schweine zu verringern. Wer an dem Modell teilnimmt, darf den betroffenen Zuchtschweineplatz für 25 Jahre nicht mehr nutzen. Zusätzlich soll während zehn Jahren der Bau neuer Schweineställe untersagt werden.
Das über einen Fonds der Branchenorganisation Proviande finanzierte Vorhaben hat innerhalb der Branche zu kontroversen Diskussionen geführt. So werden fehlende Abklärungen sowie eine unzureichende Ausarbeitung des Modells kritisiert.




