Die bislang ergriffenen Maßnahmen gegen den illegalen Heimtierhandel scheinen noch nicht ausreichend zu sein. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes wurden im Jahr 2025 noch immer zu viele illegal nach Deutschland importierte Tiere entdeckt. Gemäß einer aktuellen Auswertung haben die Behörden in 257 Fällen ermittelt, bei denen mindestens 2.250 Tiere involviert waren. Damit ist die Zahl im Vergleich zu 2024 wieder gestiegen.
Unter den nahezu 600 Hunden, die im vergangenen Jahr befreit werden konnten, waren besonders häufig Rassehunde wie Zwergspitze, Malteser oder Pudel entdeckt worden. Zudem konnten die Behörden 56 Katzen und 1.596 Landschildkröten, Vogelspinnen, Koikarpfen und verschiedene Vogelarten sowie sechs Affen, zwei Zebras, ein Serval und eine Antilope sicherstellen. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass die Dunkelziffer weitaus höher anzusiedeln ist, denn noch immer bleiben zu viele Fälle unentdeckt.
„Der skrupellose Handel mit Hunden und Katzen geht unaufhörlich weiter. Nach den Rekordzahlen während der Coronapandemie und einem Rückgang nach der Pandemie beobachten wir aktuell wieder eine steigende Tendenz. Zudem werden auch viele Wildtiere verschiedenster Arten illegal transportiert“, erklärt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.
Angesichts der gestiegenen Zahlen erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem Verbot des Onlinehandels mit Tieren, zumindest aber strengere gesetzliche Vorgaben. Unter anderem fordern die Tierschützer:innen einen verpflichtenden Identitätsnachweis der Händler:innen sowie eine Verpflichtung der Portalbetreiber, Anzeigen vor ihrer Freischaltung prüfen. Eine wichtige Maßnahme gegen den illegalen Tierhandel sei die jüngst vom EU-Parlament verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen in Europa, so der Tierschutzbund.




