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News

BfR: Antibiotikaverbrauchsmengen in 2025 leicht rückläufig – Resistenzentwicklung unerfreulich

28. August 2026

Die Antibiotikaverbrauchsmengen bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten sind für das Jahr 2025 um 3% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Insgesamt wurde im Jahr 2025 in allen Nutzungsarten ein Antibiotikaverbrauch von etwa 494 Tonnen erfasst. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervor.

Die bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten erfassten Verbrauchsmengen von für die Humanmedizin besonders wichtigen Wirkstoffen konnte seit Bestehen des Antibiotika-Minimierungskonzeptes deutlich von über 66 Tonnen im Jahr 2014 nur bei Masttieren auf 29 Tonnen im Jahr 2025 bei allen Nutztieren reduziert werden. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Reduktion des Antibiotikums Colistin zurückzuführen. 

Auch die Therapiehäufigkeiten war bei zugekauften Kälbern, Milchkühen sowie Lege- und Junghennen rückläufig; besonders stark bei Legehennen (−55 %) und Milchkühen (−7 %). Bei Mastferkeln und ‑schweinen, Masthühnern sowie Mastputen stieg die Therapiehäufigkeiten dagegen zumeist an.

„Seit der Einführung des Antibiotika-Minimierungskonzepts ist der Einsatz von für die Humanmedizin wichtigen Wirkstoffen deutlich reduziert worden”, sagt BfR-Präsident Professor Andreas Hensel. „Zudem sind in vielen neu in das System aufgenommenen Nutzungsarten bereits leichte Rückgänge des Antibiotika-Einsatzes zu verzeichnen. Bei den Masttieren sollte allerdings eine weitere Reduktion angestrebt werden.“ 

Dagegen ist die Resistenzentwicklung bei E. coli von Mastschweinen sowie Mastkälbern und Jungrindern weniger positiv als noch vor zwei Jahren. Kurzfristig, im Vergleich von 2025 zu 2023, stiegen die Resistenzraten bei E. coli von Mastschweinen bei der Schlachtung gegenüber den Wirkstoffen Sulfamethoxazol und Trimethoprim signifikant an. Die langfristigen Trends für den Zeitraum von 2015 bis 2025 zeigen bei Mastschweinen lediglich gegenüber einer einzigen Substanz eine statistisch signifikante Abnahme der Resistenz, nämlich gegenüber Tetracyclin. Gleichzeitig gab es eine statistisch signifikante Zunahme der Resistenz gegenüber dem Makrolid Azithromycin. 

Auch bei Mastkälbern und Jungrindern wurde eine kurzfristige signifikante Zunahme der Resistenzraten gegenüber den Wirkstoffen Sulfamethoxazol und Trimethoprim festgestellt. Langfristig stehen zwei statistisch signifikanten Rückgängen von Resistenzraten (gegen Nalidixinsäure und Azithromycin) sogar drei Zunahmen gegenüber (gegen Ampicillin, Chloramphenicol und Tetracyclin). Angesichts des ansteigenden Antibiotika-Einsatzes bei Masthühnern und ‑puten ist auch in diesen Nutzungsarten mit weiteren Zunahmen der Resistenzen von E. coli zu rechnen.

Weitere Informationen zum Thema Antibiotikaeinsatz bei Lebensmittel liefernden Tieren finden sich auf der BfR-Website. Online-Fortbildungen zur Antibiotikaminimierung im Stall finden Landwirt:innen und Tierärzt:innen auf VetMAB.de

BfR

Brasilien droht Importstopp von Rindern in die EU 

28. August 2026

Ab dem 3. September 2026 wird voraussichtlich kein Rindfleisch mehr aus Brasilien in die Länder der Europäischen Union importiert werden. Sollte das südamerikanische Land nicht doch noch fristgerecht bis Ende August 2026 nachweisen, dass auf Reserveantibiotika und Wachsturmshormone in der Zucht verzichtet wurde, wird die EU Ernst machen und Rindfleischimporte aus Brasilien stoppen. Noch seien keine ausreichenden Nachweise eingegangen, so eine Sprecherin der EU-Kommission. Es sei kaum damit zu rechnen, dass die Deadline gehalten werde.

Laut einer EU-Regelung muss Brasilien nachweisen, dass die Rinder über den gesamten Lebenszyklus nicht mit in der EU verbotenen Wirkstoffen oder nach EU-Recht als Reserveantibiotika deklarierten Wirkstoffen behandelt worden sind. Bei mehreren Audits des brasilianischen Kontrollsystems hatte die EU-Kommission zuvor Mängel festgestellt. Nach Informationen der EU ist für Ende August noch ein entsprechendes Audit eines Teams aus Kommissionsexperten der Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE) geplant.

Agrarheute

Kandidatengene für Zitzenzahl bei Sauen identifiziert

27. August 2026

Für Schweinehalter:innen sind Reproduktionsmerkmale wichtige Faktoren. Dazu gehört unter anderen auch die Zitzenzahl einer Sau. Denn eine hohe Zahl Zitzen verspricht eine höhere Milchleistung sowie eine hohe Anzahl Ferkel, die gleichzeitig versorgt werden kann. Weiterhin lässt die Zitzenzahl Rückschlüsse auf die Körpergröße zu. 

Wissenschaftler:innen der chinesischen Jilin-Universität haben in einer sogenannten genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) die genetischen Varianten im Zusammehang mit der Zitzenzahl bei 300 Jishen-Schwarz-Sauen untersucht. Neben der Gesamtzahl der Zitzen analysierten die Forschenden auch die Anzahl auf der linken und rechten Körperseite.

Die Wissenschaftler:innen identifizierten elf genetische Marker (sogenannte SNPs), die mit der Zitzenzahl in Zusammenhang standen. Solche Marker definieren Stellen im Erbgut, an denen sich Tiere derselben Art durch einen einzelnen DNA-Baustein unterscheiden. Zudem grenzten sie fünf Gene als mögliche Kandidatengene ein. Eine Variante eines solchen Gens war dabei sowohl mit der Gesamtzahl der Zitzen als auch mit der Zitzenzahl auf der linken Körperseite verbunden. Die Studie liefert damit einen möglichen Ansatzpunkt für die Zucht auf reproduktionsrelevante Merkmale. Die Autoren erklären, dass weitere Untersuchungen mit größeren Populationen und über mehrere Rassen hinweg nötig seien, um die gefundenen Zusammenhänge zu bestätigen. 

Agrarheute

Tierschutzbeirat Niedersachsen feiert 35-jähriges Jubiläum

27. August 2026

Seit 35 Jahren steht der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen der Landesregierung beratend zur Seite. Während seiner langjährigen Tätigkeit hat der Beirat den Tierschutz in dem Bundesland maßgeblich verbessert, unter anderem bei der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere oder bei grundsätzlichen Fragen im Tierschutzrecht. Viele Empfehlungen und Positionen des Gremiums sind dabei über die Jahre zu wichtigen Impulsen für die tierschutzpolitische Arbeit in Niedersachsen geworden.

„35 Jahre Tierschutzbeirat stehen für 35 Jahre fachliche Kompetenz, ehrenamtliches Engagement und den gemeinsamen Einsatz für das Wohl der Tiere. Der Beirat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis, unterschiedlichsten Verbänden, Wissenschaft und Politik. Heute sind Dialogformate ein beliebtes Instrument der niedersächsischen Landesregierung, aber vor 35 Jahren war es etwas Besonderes, ein solches Gremium einzurichten. Seine Arbeit zeigt: Guter Tierschutz braucht den Dialog, aber auch den Mut, Veränderungen anzustoßen. Dafür danke ich allen Mitgliedern, die sich über viele Jahre mit großer Sachkenntnis und Leidenschaft eingebracht haben“, betonte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten.

„Jahrzehnte-andauernden Tätigkeit des Tierschutzbeirats werden gleichzeitig auch konstruktive Auseinandersetzungen darüber geführt, wie wir das Leben von Tieren besser schützen und verbessern können. Besonders wertvoll ist, dass im Beirat unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen. Tierschutz lebt vom fachlichen Austausch und davon, dass auch schwierige Fragen offen diskutiert werden“, erklärt die Landestierschutzbeauftragte Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting. 

Am 3. und 4. September 2026 findet die traditionelle Hybrid-Tagung Aktuelle Probleme des Tierschutzes statt. Eine Anmeldung für das zweitägige Online-Seminar auf Myvetlearn.de ist auch jetzt noch möglich.

Ministerium Niedersachsen

Neuer Sammelband zum Kamel im Zusammenhang mit One-Health

26. August 2026

Angesichts von zunehmenden Dürrezeiten gewinnen Kamele immer mehr an Bedeutung. Anders als Nutztiere wie Schafe und Rinder können Kamele wochenlang ohne Wasser auskommen und fressen auch verdorrte Pflanzen. Aber auch in Hinblick auf den One-Health-Ansatz können die robusten und anpassungsfähigen Tiere Gesundheit, Ernährung und Klima verbinden. Das wird in einem neuen Sammelband verdeutlicht. Dieser Band thematisiert neben Zoonosen-Prävention und Tiergesundheit auch die nachhaltige Milch- und Fleischproduktion, Naturschutz und biomedizinische Anwendungen.

Gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam zeigt Mitherausgeberin Pamela Burger vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI), wie Kamele in Trockengebieten Leben sichern können und wie die Bedeutung der Tiere im Zusammenhang mit One-Health stetig wächst. Die Wissenschaftler:innen legen dar, wie sehr Kamele zur Gesundheit von Gemeinschaften, zur Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen und zur Resilienz gegenüber dem Klimawandel beitragen. 

Als Open-Access-Publikation macht der Band aktuelle Erkenntnisse zu Kamelgesundheit, Produktivität und ökologischem Einfluss breit zugänglich – und zeigt, warum Kamele für nachhaltige Entwicklung und die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zentral sind.

Eine neue dreiteilige Online-Seminar-Reihe auf Myvetlearn.de befasst sich mit Neuweltkamelen im Notdienst. Tierärzt:innen können sich ab dem 15. Oktober 2026 zu dem Thema online fortbilden. 

Vetmeduni Wien

Steigende Anzahl an Hühnern hat Auswirkungen auf Campylobacter-Stämme

26. August 2026

Die Entwicklung von Campylobacter jejuni wird offenbar eng von der zunehmenden weltweiten Hühnerhaltung beeinflusst. Forschende der Universitäten Oxford und Sheffield analysierten knapp 2.800 Campylobacter-Genome aus Proben von Hühnern und Wildvögeln, die zwischen 1979 bis 2024 in unterschiedlichen Ländern genommen wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Erreger heute wesentlich häufiger zwischen Hühnern und Wildvögeln wechselt als in der Vergangenheit. Gleichzeitig haben sich bestimmte Linien dauerhaft an Hühner angepasst. Die stark gewachsene Hühnerpopulation könnte dabei die Etablierung entsprechender Stämme begünstigt haben. Je mehr mögliche Wirte vorhanden sind, desto größer ist die Chance, dass ein ursprünglich bei Wildvögeln vorkommender Stamm auf Hühner überspringt und sich dort dauerhaft hält. Umgekehrt können auch an Hühner angepasste Stämme wieder Wildvögel erreichen.

Für die Geflügelwirtschaft bleibt die konsequente Kontrolle entlang der gesamten Produktionskette entscheidend. Im Mastbetrieb stehen Biosicherheitsmaßnahmen im Vordergrund, um einen Eintrag möglichst zu verhindern oder hinauszuzögern. Dazu gehören Hygieneschleusen, betriebseigene Kleidung und Schuhe, gereinigte Geräte sowie die Bekämpfung von Fliegen und Schadnagern. Am Schlachthof soll die Prozesshygiene die Keimbelastung reduzieren. Seit Januar 2025 dürfen nach dem EU-Prozesshygienekriterium höchstens 10 von 50 untersuchten Halshautproben den Wert von 1.000 KBE/g überschreiten. Für lebende Masthähnchen besteht dagegen kein gesetzlicher Grenzwert.

Parallel wird an neuen Möglichkeiten zur Reduktion der Campylobacter-Besiedlung geforscht. Dazu zählen Bakteriophagen, die gezielt Campylobacter-Stämme angreifen können, sowie Impfstoffe. Für Campylobacter sind entsprechende Präparate in der EU bislang jedoch nicht zugelassen. Dass Phagen grundsätzlich für die Geflügelhaltung nutzbar gemacht werden können, zeigt die seit 2025 bestehende EU-Zulassung eines Phagen-Futtermittelzusatzstoffes gegen Salmonella Enteritidis. Auch experimentelle Impfstoffe gegen C. jejuni liefern erste Ansätze. Bis zu einem praxistauglichen Impfstoff für Hühner besteht jedoch noch weiterer Forschungsbedarf.

DGS

Neue Technik könnte Ackerbau auf Sand möglich machen

25. August 2026

Bestimmte Bakterien und Pilze könnten helfen, dass auch Regionen mit sehr sandigen Böden für den Anbau von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen genutzt werden können. Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Universität Abu Dhabi haben in einer aktuellen Studie aus sogenannten Biopolymeren mikrobielle Netzwerke, eine Art natürlichen Verbundwerkstoff, hergestellt, die Wüstensand stabilisieren und diesen widerstandsfähiger gegen Erosion machen. Zudem lassen die den Sand durchziehenden Biopolymer-Fasern Wasser bis zu sechsmal langsamer durchsickern als normaler Sand, so die Wissenschaftler:innen.

Dieser Schritt könnte das Wachstum von anderen Mikroorganismen und Pflanzen in solchen Böden ermöglichen, hoffen die Wissenschaftler:innen. Der Einsatz solcher Mikroorganismen sei keine Science-Fiction, so die Forschenden. Als nächstes müssten die Biopolymeren in kontrollierten Feldstudien oder in Gewächshäusern eingesetzt werden, um zu sehen, welchen Einfluss sie auf das Wachstum von Pflanzen haben und wie groß das Potenzial der Technologie für die Landwirtschaft ist.

Schweizerbauer

Wurmbefall hat keinen Einfluss auf Impfschutz bei Hühnern

25. August 2026

Ein Befall mit Spulwürmern kann das Immunsystem von Hühnern beeinflussen – doch beeinträchtigt er auch den Impfschutz? Eine bereits 2021 veröffentlichte Untersuchung des damaligen Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie (FBN) und weiterer Forschungseinrichtungen liefert für die Infektiöse Bronchitis (IB) zunächst beruhigende Ergebnisse. Hennen der Linien Lohmann Brown Plus und Lohmann Dual waren nach einem üblichen Impfprogramm unter anderem gegen IB, Newcastle-Krankheit und aviäres Metapneumovirus immunisiert worden. Erst im Alter von 24 Wochen wurden sie experimentell mit Ascaridia galli und Heterakis gallinarum infiziert. In den folgenden 18 Wochen zeigte sich keine Abschwächung der Antikörperantwort gegen IB oder die anderen untersuchten Impfungen. Ein nach der Impfung auftretender Wurmbefall scheint demnach eine bereits aufgebaute humorale Immunantwort nicht wesentlich zu beeinträchtigen.

Offen bleibt jedoch, wie sich ein bereits bestehender Wurmbefall auf eine nachfolgende Impfung auswirkt. Dieser Frage geht derzeit auch die Freie Universität Berlin in einem Dissertationsprojekt unter Leitung von Prof. Isabelle Ruhnke nach.

DGS Magazin

Erneut massenhaftes Fischsterben in Polen wegen Goldalge

24. August 2026

In Polen scheint es wieder zu einem massenhaften Fischsterben zu kommen. In den vergangenen Tagen wurden mehr als vier Tonnen toter Fische aus einem Nebengewässer der Oder geborgen. Betroffen sei bislang der Abschnitt Gleiwitzer Kanal, so ein Bericht des Senders Tok.fm. Als Ursache für das Massensterben wird von den Behörden die Blüte der giftigen Goldalge (Prymnesium parvum) angegeben. Als Kosequenz wurde der Betrieb von zwei Schleusen ausgesetzt, wodurch die Ausbreitung der Goldalge auf weitere Kanalabschnitte verhindert werden soll. Sollte dies nicht gelingen, erwägt die Wasserbehörde die kontrollierte Einleitung von Wasserstoffperoxid, das die Zellen der Goldalge zerstört.

Proplanta

Baden-Württemberg sagt Weidetierhaltenden finanzielle Unterstützung zu

24. August 2026

Viele Wochen mit extrem hohen Temperaturen und wenig Niederschlägen haben in zahlreichen Region Deutschlands zu ausgetrockneten Weiden und Wiesen geführt. Teilweise mussten Reserven bereits jetzt an die Tiere verfüttert werden. In manchen Betrieben sind die Futterbestände so stark eingebrochen, dass Landwirt:innen erste Tiere notschlachten mussten.  

Um die Tierhalter:innen finanziell zu unterstützen, stellt das Agrarministerium Baden-Württemberg bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. Halter:innen von Rindern, Schafe und Ziegen haben so die Möglichkeit, auf einen finanziellen Teilausgleich von Schäden zu erhalten, die unmittelbar infolge der Hitze und Trockenheit an Futterflächen verursacht wurden.

„Im ganzen Land sind Wiesen und Weiden ausgetrocknet und auf den Grünlandflächen wächst kaum noch etwas nach. Silomais ist zum Teil großflächig vertrocknet oder gänzlich ausgefallen“, erklärt Agrarministerin Marion Gentges. „Sofern ergiebiger Regen ausbleibt und in den verbleibenden Vegetationsmonaten nichts nachwächst, stehen wir folglich erst am Anfang einer großen Herausforderung“, so Gentges weiter.

Proplanta

ASP in mehreren Hausschweinebeständen in Ungarn

20. August 2026

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Ungarn in mehreren Hausschweinebeständen im Süden des Landes nachgewiesen worden. Die Behörden haben umgehend Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehört die Keulung der Tiere sowie die Sperrung der Betriebe und das Einrichten von Sperr- und Überwachungszonen.

Erstmals war die ASP im Juni 2026 in Ungarn bei Hausschweinen nachgewiesen worden. Nun meldete die Nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit (Nébih) den Ausbruch der Tierseuche in drei weiteren Hausschweinebeständen im Komitat Baranya in unmittelbarer Nähe zur ungarisch-kroatischen Grenze. Demnach sind insgesamt rund 80 Schweine betroffen. Die Tiere zeigten klinische Symptome wie Fieber, Schwäche und Durchfall, zudem häuften sich die Verluste.

Die Behörden appellieren eindringlich an alle Schweinehalter in der Region, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten, um eine weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens zu verhindern.

Bei Myvetlearn.de finden Tierärzt:innen entsprechende Online-Fortbildungen zum Thema Biosicherheit und auch einen Grundkurs für Tierärzte zur Erlangung des besonderen Fachwissens gemäß § 7 (2) SchHaltHygV sowie viele weitere Online-Fortbildungen für Groß- und Kleintierpraktiker. Am 14.9.2026 wird ein kostenfreies Seminar zur neuen Tierseuchenmeldeverordnung angeboten.

ISN

Projekt macht Dimensionen von Animal Hoarding deutlich

20. August 2026

Das Animal Hoarding hat in Deutschland problematische Ausmaße angenommen. Das machen die Ergebnisse eine aktuellen Forschungsprojekts deutlich. Gemeinsam mit dem Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT), der Forschungsgruppe Mensch-Tier-Beziehung der TU Dresden und dem Verein TierSucht hat der Deutsche Tierschutzbund dieses interdisziplinäre Projekt durchgeführt und damit erstmals verlässliche, bundesweite Zahlen veröffentlicht. 

Gemäß aktueller Informationen der beteiligten Veterinärbehörden wurde im Jahr 2023 durchschnittlich ein Fall von Animal Hoarding pro Tag mit 47,5 Tieren pro Fall gemeldet. Dabei waren drei Viertel der Hoarder den Behörden bereits bekannt, davon über ein Viertel durch frühere Fälle von Tiersammelsucht.

„Das Forschungsprojekt macht die tatsächlichen Dimensionen von Animal Hoarding deutlich und zeigt, dass wir das Problem an der Wurzel angehen müssen. Auch, wenn die Beschlagnahmung der Tiere akutes Tierleid beendet, beginnt der Kreislauf immer wieder von vorn, wenn betroffene Menschen keine passende Unterstützung erhalten. Genau deshalb brauchen wir jetzt ein Umdenken in Politik und Praxis“, sagt Nina Brakebusch, Leiterin des Forschungsprojekts beim Deutschen Tierschutzbund.

Die Zahlen verdeutlichen, dass Animal Hoarding weiterhin ein gravierendes Tierschutzproblem bleibt, und dass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. So sollen im Rahmen des Forschungsprojekts auch die psychologischen und biografischen Ursachen untersucht werden. Ziel ist es, Präventionsmaßnahmen und Leitlinien für Veterinärbehörden, Sozialarbeit und weitere beteiligte Berufsgruppen zu entwickeln. 

Deutscher Tierschutzbund

ASP erfordert dauerhaftes und pragmatisches Seuchenmanagement 

19. August 2026

Auch wenn sich das Seuchengeschehen bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland etwas beruhigt hat, bleibt die ASP eine langfristige Herausforderung. Das verdeutlichen neben mehr als 500 positiv getesteten Wildschweinen in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen auch neue Funde in Brandenburg. Ende Juli 2026 wurde die ASP bei einem tot aufgefundenen Wildschwein in der Uckermark bestätigt. Bei weiteren fünf Tieren besteht ebenfalls der Verdacht auf eine Infektion. 

Aufgrund der aktuellen Funde hat die Kreisverwaltung Uckermark die Tierseuchenallgemeinverfügung geändert. Demnach gelten nun für weitere Teilgebiete der bisherigen Sperrzone II verschärfte Maßnahmen. So gilt für die landwirtschaftlichen Flächen innerhalb des Bereiches ein Bewirtschaftungsverbot und das Jagdverbot wird auf das neue Gesamtgebiet ausgedehnt. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen und die Tore des Schutzzauns zu schließen, teilt der Landkreis auf seiner Internetseite mit.

Weiterhin appellieren die Behörden an die landwirtschaftlichen Betriebe, Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Bis zu der möglichen Einführung eines Impfstoffs blieben Prävention und ein schnelles Eingreifen die wirksamsten Mittel. Wie der Umgang mit der Geflügelpest zeigt, wird auch bei der ASP ein dauerhaftes und pragmatisches Seuchenmanagement erforderlich sein.

Auf Myvetlearn.de können sich Tierärztinnen und Tierärztinnen in der neunteiligen E-Learningreihe „Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung" online fortbilden. Kurs 4 befasst sich mit der Betreuung von Schweinebeständen.

Landkreis Uckermark

BRS

20.000 Arztbehandlungen in Österreich wegen Lyme-Borreliose 

18. August 2026

Mit dem Klimawandel und den dami einhergehenden ganzjährig höheren Temperaturen nimmt auch die aktive Zeit der Zecken zu. Neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen die Spinnentiere u.a. auch die Borreliose (Lyme-Krankheit), die am häufigsten in Europa auftritt. Laut einer aktuellen Studie von Pfizer Austria müssen jedes Jahr allein in Österreich geschätzt 20.000 Menschen aufgrund einer Lyme-Borreliose medizinisch behandelt werden, rund 900 davon im Krankenhaus. Kinder und ältere Menschen waren am häufigsten betroffen. 

„Da die Erkrankung keiner Meldepflicht unterliegt, fehlten bisher belastbare epidemiologische Daten. Unsere Studie schließt nun diese Wissenslücke“, sagt Martin Zurl von Pfizer Austria und Mitautor der Studie.

Auch in Deutschland erkrankten im Jahr 2024 mehrere Tausend Menschen an der Borreliose. Das statistische Bundesamt Destatis bezifferte die Zahl der Krankenhausbehandlungen mit rund 4.830, bei 15 von ihnen verlief die Erkrankung letal. 

Im Unterschied zu der durch Viren verursachte FSME kann die Lyme-Borreliose verschiedene Organe befallen, allem voran die Haut. Ein typischer Hinweis auf eine Erkrankung ist ein ringförmiger, roter Hautausschlag, der nach 3–30 Tagen, meist an der Einstichstelle auftritt. Symptome wie Fieber, Müdigkeit sowie Kopf- und Gelenksschmerzen können zusätzlich auftreten. Unbehandelt kann sich die Infektion auf Gelenke, das Herz und das Nervensystem ausbreiten, wodurch es zu langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann. 

Borrelien können auch bei Tieren, vor allem beim Hund zu gesundheitlichen Problemen wie wechselnde Lahmheiten, Gelenksentzündungen und Fieber führen. Betroffene Hunde müssen unbedingt beim Tierarzt vorgestellt und antibiotisch versorgt werden. Um solchen vector borne disease vorzubeugen, sollten die Tiere das ganze Jahr hinweg durch ein geeignetes Präparat gegen Zecken geschützt werden.

OTS

FLI rechnet mit weiterer Ausbreitung des Shamonda-Virus

18. August 2026

Anfang August 2026 ist in Deutschland erstmals das Orthobunyavirus nachgewiesen worden. Diese neu eingeschleppte europäische Variante des Shamonda-Virus wird durch blutsaugende Gnitzen übertragen und verursacht ähnliche Symptome wie das Schmallenberg-Virus, das hierzulande vor rund 15 Jahren erstmalig festgestellt wurde.

Nach Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) breitet sich das Shamonda-Virus weiter bei Rindern von Süddeutschland aus. Inzwischen gab es Nachweise in Rheinland-Pfalz und Hessen. Wie das FLI mitteilt, scheint es sich diesem Virus um das gleiche zu handeln, das kürzlich auch in der Schweiz und Frankreich aufgetreten ist. 

Noch sei der Zeitpunkt der Einschleppung des Erregers nach Europa ungeklärt, so das Institut. Aktuell laufen die Untersuchungen dazu noch. Das FLI geht jedoch von einer weiteren Ausbreitung aus. So seien den Veterinärlaboren der Bundesländer bereits Testprotokolle für die Diagnostik zur Verfügung gestellt worden, um Erstuntersuchungen von Verdachtsfällen in den dafür zuständigen Landeslaboren zu beschleunigen. 

FLI

Baden-Württemberg erhöht Zuschuss für Nestentfernungen der Asiatischen Hornisse

17. August 2026

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich seit mehreren Jahren in Deutschland aus. Inzwischen hat sich die invasive Art in mehreren Bundesländer angesiedelt und gilt dort bereits als etablierte Art. Problematisch sind die Hornissen für Bienenvölker, da diese besonders im Spätsommer gezielt Honigbienen jagen und dadurch komplette Bienenvölker schwächen können. 

Baden-Württemberg plant, stärker gegen die Ausbreitung vorzugehen und hat die Erhöhung der Förderung bei Nestentfernungen beschlossen. Damit möchte das Land auch im Herbst den Anreiz für die Nestentfernung hoch halten. Während der Zuschuss bis einschließlich August 60 Euro je entferntem Nest beträgt, wird die Pauschale ab September auf 200 Euro erhöht. So sollen auch die sogenannten Sekundärnester, die meist schwer zugänglich sind, entfernt werden.

„Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau zunehmend zur Gefahr wird. Die  weitere Verbreitung müssen wir deshalb so weit wie möglich eindämmen. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Entfernung ihrer Nester. Deshalb passen wir die Förderpauschale für die Nestentfernung an und weiten die Förderung jetzt auch auf die Sekundärnester aus“, erklärt Sarah Schweizer, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat. Die Bezuschussung der Entnahme von Nestern richtet sich an qualifizierte und bei der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim registrierte Nestentferner:innen oder Schädlingsbekämpfer:innen. 

Ministerium Baden-Württemberg

Strukturwandel in der Schweinehaltung setzt sich fort

17. August 2026

Die Schweinehaltung in Deutschland befindet sich seit langem in einer Krise. Laut Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist ein kontinuierlicher Rückgang der Schweine haltenden Betriebe zu beobachten, der sich schon seit Jahrzehnten hinzieht. Demnach sank die Zahl der Betriebe in den vergangenen 15 Jahren um mehr als die Hälfte auf derzeit 14.700 Betriebe in Deutschland. Gleichzeitig ist die Bestandszahl pro Betrieb seit 2011 um knapp 70 Prozent gestiegen.

Vor 15 Jahren lag der Durchschnitt  noch bei 844 Tieren, aktuell leben durchschnittlich rund 1.400 Tiere in einem Betrieb. Durch die Spezialisierung in der Schweinehaltung geht die Zahl der kleinen Betriebe zurück und Betriebe mit über 1.000 Schweinen werden zum Standard. 

Niedersachsen ist das Land mit den meisten Schweinen (6,8 Mio. Tiere), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (5,9 Mio.) und Bayern (2,4 Mio.). Weiterführende Statistiken rund um die Schweinehaltung sind auf der Internetseite des BMLEH zu finden.

BMEL-Statistik

Erster Tollwutnachweis bei Fledermaus seit 2010

14. August 2026

Erstmals seit 16 Jahren ist bei einer Fledermaus in Rheinland-Pfalz die Tollwut nachgewiesen worden. Wie das Landesuntersuchungsamt mitteilt, gibt es aber lediglich ein sehr geringes Infektionsrisiko, da in der Regel kein Kontakt zu den scheuen und nachtaktiven Fledermäusen besteht. Nur bei einem direkten Kontakt mit einem infizierten Tier, wie etwa durch Kratz- oder Bissverletzungen, sei eine Ansteckung möglich.

Wer Fledermäuse nicht anfasst und gebotenen Abstand hält, habe praktisch kein Ansteckungsrisiko, so das Landesuntersuchungsamt. Grundsätzlich sei der aktuelle Tollwut-Nachweis nicht außergewöhnlich, da eine Infektion immer wieder in Deutschland beobachtet werde.

So wird empfohlen, geschwächte, verletzte, scheinbar tote oder sich auffällig verhaltende Fledermäuse niemals ungeschützt angefasst und aufgenommen werden sollten. Da das Risko einer Einschleppung durch illegale Tiertransporte bestehe, sollten Halter:innen ihre Hunde und Katzen gegen Tollwut impfen lassen. Eine Infektion mit dem Virus endet immer letal.

Proplanta

Verbot von Lebendtiertransporten gefordert

14. August 2026

Der Sommer hält ganz Deutschland mit Extremtemperaturen und einem dramatischen Mangel an Niederschlägen in Atem. Die wichtigsten Flüsse hierzulande weisen ein fast historisches Niedrigwasser auf, sodass der Transport zunehmende auf die Straße verlagert werden muss.

Der Deutsche Tierschutzbund macht in diesem Zusammenhang die drohenden Gefahren für Tiere auf Transporten deutlich und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger deshalb auf, während der Hitzeperiode umgehend ein bundesweites Verbot von Lebendtiertransporten zu verhängen.

„Tiertransporte sind insbesondere bei Hitze für Rinder, Schweine, Schafe und Geflügel purer Stress. Kommt durch die Verlagerung des Güterverkehrs von den Wasserwegen auf die Straße noch mehr Verkehr hinzu, drohen zunehmende Staus. Für die Tiere auf Transportern kann das zu einer Tortur werden, die mit dem Tod endet. An den Autobahnen gibt es keine ausreichende Versorgung, wenn beladene Tiertransporter stundenlang feststecken. Minister Rainer und Minister Bilger sind deshalb gefordert, sofort zu handeln und Lebendtiertransporte während der extremen Hitze zu untersagen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

In dem Fall, dass Transporte nicht vermeidbar seien, müssten diese gut geplant und so kurz wie möglich gehalten werden, so der Tierschutzbund weiter. Neben einer Verlagerung der Fahrten auf Morgen- oder Abendstunden fordern die Tierschützer:innen eine Reduzierung der Ladedichte sowie den Einsatz von Fahrzeugen mit aktiver Kühlung. Zudem sei eine ausreichende Wasserversorgung der Tiere jederzeit sicherzustellen. 

„Die aktuellen Regelungen sind unzureichend und können Tiere auf Transporten nicht sicher schützen. Hitzestress kann bei landwirtschaftlich genutzten Tieren bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen und auch auf kürzeren Strecken zum ernsten Problem werden – insbesondere, wenn die Fahrt durch einen Stau deutlich länger dauert als geplant. Direkte Sonneneinstrahlung und mangelnde Luftbewegung können die Belastung zusätzlich enorm verstärken“, kritisiert Schröder.

Der Tierschutzverein Vier Pfoten ermuntert zudem auch Passanten dazu, bei beobachteten Missständen auf Tiertransporten oder bei Pannenfahrzeugen sowie verlassenen Tiertransportern die Polizei oder ggf. auch die Autobahnpolizei zu benachrichtigen. Sie sind verpflichtet, dem nachzugehen. Außerdem sollten die beobachteten Missstände per Foto und Video dokumentiert und an das zuständige Veterinäramt weitergeleitet werden.

Deutscher Tierschutzbund

Französisches Gericht weist Beschwerde gegen LSD-Impfpflicht ab

14. August 2026

Seit Ende Juni vergangenen Jahres sind mehrere Ausbrüche der Lumpy-Skin-Disease (LSD) in Frankreich aufgetreten. In den betroffenen Regionen Auvergne-Rhône-Alpes Savoie und Haut-Savoie wurden daraufhin Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, die auch das Schweizer Kanton Genf miteingeschlossen haben. 

Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, hat die französische Regierung in den Risikoregionen und definierten Sperrzonen eine verpflichtende Impfung angeordnet. Gegen diese haben verschiedene Impfgegner, darunter der Kleinverband Verte France, Klage eingereicht. Der französische Staatsrat hat als das oberste Verwaltungsgericht  Frankreichs nun mehrere Beschwerden abgewiesen. So stehen der Fortführung der Impfkampagne und weiterer angeordneter Schutzmaßnahmen nichts mehr im Weg.

Verte France hatte in seiner Beschwerde angeführt, dass Eigentumsrechte und Unternehmensfreiheit dadurch eingeschränkt würden. Ebenfalls nicht stattgegeben hat das Gericht zudem mehreren Beschwerden nach behördlichen Anordnungen gegen impfunwillige Betriebe, wie ein Verbot von Viehtransporten.

Der Kleinverband war in der Vergangenheit bereits mit dem Versuch gescheitert, die Impfkampagne zur Bekämpfung der LSD vom Staatsrat stoppen zu lassen. Im Umfeld des Verbandes haben sich mittlerweile die impfkritischen Rinderhalter:innen organisiert und das „Collectif Libre“ gegründet, dem sich etwa tausend Unterstützer:innen angeschlossen haben. Das Kollektiv hat zudem eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingelegt. 

Die LSD ist eine anzeigepflichtige Virusseuche, die Rinder und Wasserbüffel betrifft. Sie wird hauptsächlich durch blutsaugende Insekten übertragen und verursacht schwere wirtschaftliche Schäden. Die erkrankten Tiere zeigen Symptome wie schmerzhafte Knoten am ganzen Körper sowie hohes Fieber und starken Tränen- und Nasenausfluss.

Schweizerbauer

Tierseucheninfo Niedersachsen

Umfrage zur tiermedizinischen Ausbildung mit Schwerpunkt One Health  

13. August 2026

Mit einer globalen Online-Umfrage zu One Health und Planetary Health möchte die Weltvereinigung für Veterinärmedizin (World Veterinary Association, WVA) herausfinden, wie weltweit die Konzepte in Studium und Ausbildung der Gesundheitsberufe verankert sind und wie die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden. Denn noch fehlen messbare Belege dafür, wie effektiv diese in die Aus- und Weiterbildung verschiedener Disziplinen und Länder integriert werden. Ziel dieser Umfrage ist ein besseres Verständnis, wie One Health und Planetary Health gelehrt, verstanden und in der Praxis angewendet werden.

Studierende und Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, evidenzbasierte Empfehlungen zu entwickeln, die mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen übereinstimmen. Ziel ist es, die interdisziplinäre Ausbildung zu stärken, die Qualifizierung der Fachkräfte im Gesundheitswesen zu verbessern, die Widerstandsfähigkeit von Klima und Ökosystemen zu fördern und die globale Gesundheitssicherheit weltweit zu verbessern. Jede Antwort hilft dabei, die erste globale Basiserhebung zur Integration von „One Health“ und „Planetary Health“ in den Gesundheitsberufen zu erstellen.

Die Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 10 Minuten. Machen Sie mit und unterstützen Sie so die Weiterentwicklung der Ausbildung und des Studiums im Sinne des One Health-Gedankens!

Hier geht es zur Umfrage

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Warnsignale für Schmerzen bei Kühen erkennen

13. August 2026

Ob Kühe Schmerzen haben, ist für Tierhalter:innen nicht leicht erkennbar. Die Tiere verändern meist trotz Beschwerden ihr Fressverhalten nicht oder machen sich durch Lautäußerungen bemerkbar. Rinerhalter:innen können jedoch anhand von Veränderungen an Beinen, Rücken, Gesicht oder im Verhalten erkennen, dass eine Kuh Beschwerden hat. Bei solchen Anzeichen sollten die Tiere genauer beobachtet werden, ein gesundheitliches Problem könnte bestehen, insbesondere wenn mehrere Auffälligkeiten zusammenkommen.

Belastet etwa eine Kuh ihre Gliedmaßen ungleichmäßig, könnte eine Lahmheit vorliegen. Dies zeigt sich dann in der Bewegung. Probleme an den Klauen äußern sich häufig in dem Versuch, die schmerzenden Bereiche zu entlasten. Ein gewölbter Rücken kann auf Schmerzen im Bauch- oder Beckenbereich bzw. an den Klauen oder Gliedmaßen hinweisen. Ein Hinweis auf starke Schmerzen ist ein hörbares Zähneknirschen. Ein solches Verhalten sollte deshalb zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Kühe mit Schmerzen zeigen teilweise auch ein "Schmerzgesicht". Die Augen können verengt oder eingesunken wirken, am Oberlid kann es zu Falten kommen. Hängende oder nach hinten gerichtete Ohren sowie eine Anspannung rund um Maul und Nüstern kann ebenfalls ein Zeichen für Schmerzen sein.

Weitere durch Schmerzen getriggerte Verhaltensauffälligkeiten sind eine Kopftiefhaltung, Unaufmerksamkeit, Apathie und ein leerer Blick. Manche Tiere ziehen sich außerdem von der Herde zurück. Auch ein verändertes Fress- und Trinkverhalten sowie ein gedämpftes Brunstverhalten kann ein Hinweis sein.

Agrarheute

Antiparasitikum verändert Zusammenspiel zwischen Pflanze und Insekt

13. August 2026

Damit Weidetiere gesund bleiben und vor Parasiten geschützt sind, verabreichen Landwirt:innen ihren Tieren Wurmmittel. Diese Antiparasitika haben jedoch einen vielfältigen Einfluss auf die Umwelt. Unter anderem wird das Keimungsverhalten von Samen verändert oder die Überlebensraten von Käfer- und Fliegenlarven verringert. 

Nun haben Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Universität Trier in einer Studie belegen können, dass ganze ökologische Beziehungsgefüge verändert werden. Die Wissenschaftler:innen haben den Einfluss des von Landwirt*innen häufig eingesetzten Präparates Cydectin® analysiert und die Effekte auf das Zusammenspiel mehrerer Arten unter die Lupe genommen.Der enthaltene Wirkstoff Moxidectin gehört zur Gruppe der makrozyklischen Laktone (Antiparasitika mit Langzeitwirkung). Da dieser im Körper der behandelten Tiere kaum abgebaut wird, gelangt der Wirkstoff deshalb zu großen Teilen über den Kot in den Boden. Die Forschenden konnten in Modellversuchen nachweisen, dass dadurch einerseits Pflanzen weniger Früchte bilden, andererseits sich Blattläuse zehnmal stärker vermehren können.

„Wir waren überrascht, wie weitreichend ein einzelnes Präparat das Zusammenspiel zwischen Pflanze und Insekt verändern kann", sagt Dr. Andrés García, Erstautor der Studie. „Das zeigt, dass wir bei der Bewertung von Tierarzneimitteln nicht nur einzelne Arten, sondern ganze ökologische Beziehungen im Blick behalten müssen."

Weitere Studien sollen zeigen, welchen Anteil der Wirkstoff Moxidectin, die übrigen Inhaltsstoffe und deren Abbauprodukte an diesen Effekten haben und wie sie in der Nahrungskette weitergegeben werden. 

Uni Kiel

Überlebenspaket für Schweinehalter:innen gefordert

12. August 2026

Am heutigen Mittwoch (12.08.2026) hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer Vertreter:innen der Schweinebranche zu einem runden Tisch eingeladen. Hintergrund des „Schweinegipfels“ ist der zunehmende Kostendruck durch massive Preisrückgänge und die Verschlechterung der Exportbedingungen, die die Schweinehalter:innen teilweise an den Rand der Existenz bringen.   

Mit diesem Hintergrund fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) ein sofortiges „Überlebenspaket“ mit Liquiditätshilfen, die unbürokratisch bewilligt werden sollten. „Die Marktlage ist so prekär, dass es für viele Betriebe ums nackte Überleben geht“, erklärt DBV-Veredelungspräsident Hubertus Beringmeier.

In einem Papier führt der Verband einige kurzfristige und breit wirksame Maßnahmen an, wie etwa die Anpassung und Streckung von Umbaufristen für Stallanlagen, die Einführung einer verbindlichen Haltungs- und Herkunftskennzeichnung für die gesamte Wertschöpfungskette sowie ein nationales Sonder-Förderungsprogramm für die Sauenhaltung.

DBV

Keine Einschleppung neuer Tierseuchen in die Schweiz

12. August 2026

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in der Schweiz (BLV) hat den Bericht zur Überwachung und Früherkennung von Tierseuchen 2025 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass im vergangenen Jahr keine neuen Tierseuchen in die Alpenrepublik eingeschleppt worden sind. Grundsätzlich sei der Gesundheitszustand der Schweizer Nutztiere gut, heißt es von Seiten der Bundesbehörde weiter.

Um Tierbestände und die öffentliche Gesundheit im Land zu schützen, überwacht die Schweiz Tierseuchen nicht erst bei Krankheitsfällen oder konkretem Verdacht. Ergänzt wird die laufende Überwachung durch die Früherkennung. „Nur wenn Daten und Informationen rasch erfasst, untersucht und weitergegeben werden, können Tierseuchen früh erkannt und wirksam bekämpft werden“, betont das BLV. 

Rund 377.000 Untersuchungen zu insgesamt 70 meldepflichtigen Tierseuchen und Zoonosen sind nach Angaben des BLV in 2025 im Rahmen der Überwachung in der ganzen Schweiz durchgeführt worden. Neben den im Land bereits auftretenden Tierseuchen, wie der Blauzungenkrankheit und der Moderhinke, wurde besonders die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) überwacht. Alle 456 untersuchten Proben waren jedoch negativ. Auch die nationalen Früherkennungsprogramme zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen, zum Kleinen Beutenkäfer und zur Tuberkulose bei Rotwild haben keine Hinweise auf eine Einschleppung ins Land ergeben.

Da sich das reglement zum Melden von Tierseuchen geändert hat, finden Tierärzt:innen bei Myvetlearn.de eine Online-Fortbildung zur neuen Meldeverordnung. Am 14.9.2026 findet um 19:00 Uhr ein entsprechendes Live-Seminar kostenfrei statt, das aufgezeichnet wird, so dass die Fortbildung auch langfristig zur Verfügung steht.

BLV

Schweizerbauer

Tollwutfall: Papiere und Impfungen waren manipuliert

11. August 2026

Jedes Jahr sterben weltweit etwa 60.000 Menschen an Tollwut. Annähernd 99 Prozent dieser Fälle gehen auf Bisse von streunenden oder infizierten Hunden zurück. Während in West-, Mittel- und Südwesteuropa die klassische Tollwut bei Füchsen oder Hunden ausgerottet ist, kommt das Rabiesvirus weiterhin weltweit in mehr als 150 Ländern vor. Aufgrund von konsequenten Impfprogrammen und strenger Überwachung gilt Deutschland seit 2008 als tollwutfrei.

Das Risiko der Tollwuteinschleppung ist jedoch weiterhin hoch, besonders durch illegale Einschleusung von Hunden meist aus osteuropäischen Ländern. So auch im Fall des im Januar 2026 an Tollwut gestorbenen Hundes. Der Vierbeiner soll nach offiziellem Impfpass gechipt und ordnungsgemäß gegen Tollwut geimpft gewesen sein. Wie das Unternehmen MSD Tiergesundheit aktuell mitteilt, waren sowohl die Papiere als auch die eingetragenen Impfungen manipuliert, um die illegalen Transporte zu tarnen. Das belegen Untersuchungen des forensischen Labors von MSD im schweizerischen Schachen, die eine eindeutige Fälschung nachweisen können.

„Gefälschte Impfnachweise stellen ein erhebliches Risiko für die Tiergesundheit und den Schutz der Bevölkerung dar“, erklärt Dr. F. Koithan, Amtstierarzt der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, Verbraucherschutz- und Veterinärwesen. „Der aktuelle Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Impfungen korrekt durchgeführt und lückenlos dokumentiert werden. Nur so lassen sich Tiere wirksam schützen und eine mögliche Einschleppung der Tollwut verhindern.“

MSD

Trennungsbedingte Verhaltensauffälligkeiten bei Katzen

11. August 2026

Katzen können Verhaltensstörungen entwickeln, wenn sie zu lange allein gelassen werden. Das zeigen neuere Studien, wie auch die Auswertung einer Fragenbogenstudie mit 130 Katzenbesitzer:innen im brasilianischen Juiz de Fora deutlich. Demnach leiden besonders Wohnungskatzen unter Einsamkeit, wenn sie regelmäßig längere Zeit allein zu Hause sind. Die Untersuchungen ergaben, dass mehr als jede zehnte Katze Auffälligkeiten zeigt, die auf Einsamkeit oder Trennungsangst zurückzuführen sein können. Zu den Verhaltensweisen gehören Aggressivität gegenüber Menschen und anderen Tieren im Haushalt, Unsauberkeit und Zerstörungswut. Besonders häufig treten diese Probleme auf, wenn Katzen zwischen fünf und sieben Tagen pro Woche jeweils mehr als sechs Stunden allein gelassen werden.

Brasilianische Forschenden konnten mit Hilfe eines Fragebogens die Verhaltensweisen und den psychischen Zustand im Zusammenhang mit Trennungsangst bei Katzen identifizieren. Obwohl der Fragebogen eine detaillierte Untersuchung jedes einzelnen Falls nicht ersetzen kann, könnte dieser als Ausgangspunkt für zukünftige Forschung zu Trennungsangst bei Katzen dienen und ein praktisches sowie effizientes Instrument darstellen, das Etholog:innen und Tierärzt:innen hilft, eine sicherere Erstdiagnose von Trennungsangst zu stellen.

Tierärzt:innen können sich mit den Online-Kursen Verhaltenstherapie auf Myvetlearn.de zu diesem Thema weiterbilden. Der Einstieg ist jederzeit möglich!
Das 10-teilige Modulreihe ist in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie und der DVG-Fachgruppe Verhaltensmedizin und Bissprävention entstanden.

Stern

Neue Impfung gegen Mastitis Erreger

10. August 2026

Mastitis gehört zu den Gesundheitsproblemen in Milchviehbetrieben, die am häufigsten auftreten. E. coli und coliforme Keime sind Umwelterreger, deren Bedeutung in Deutschland stetig zunimmt und die häufig zu schweren, akut verlaufenden Euterentzündungen führen, mit teilweise tödlichem Ausgang. Zudem verursacht eine Infektion hohe Kosten durch sinkende Milchleistung und tierärztliche Behandlungen sowie den potenziellen Verlust von Tieren. Weiterhin bedeuten Euterentzündungen einen erhöhten Arbeitsaufwand und ein beeinträchtigtes Tierwohl.

Das Unternehmen Boehringer Ingelheim Vetmedica hat nun die Zulassung für einen Impfstoff erhalten, der ein bestehendes Mastitis-Management ergänzt und dazu beitragen kann, Häufigkeit und Schwere von Mastitiden bei Kühen und Färsen durch E. coli und Staphylococcus aureus zu reduzieren.

Der neue inaktivierte Impfstoff erhöht die spezifischen Antikörperspiegel und konnte unter Feldbedingungen die somatische Zellzahl (SCC) bei geimpften Kühen senken. Durch die gezielte Stärkung der Immunabwehr in der Hochrisikophase der Laktation unterstützt der Impfstoff eine bessere Eutergesundheit, reduziert den Antibiotikaeinsatz und fördert Tierwohl sowie Leistungsstabilität.

Das Unternehmen weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass eine Impfung in ein strategisches Mastitis-Kontrollprogramm integriert werden muss. Die Impfung stärkt die Kuh in ihrer Abwehr gegen die genannten Mastitiserreger. Allerdings muss der Erreger, um die Immunantwort in Gang zu setzen, erst in das Euter eindringen – die Infektion kann also, wie bei vielen anderen Impfungen auch, nicht verhindert werden. Die meisten klinischen Mastitisfälle treten am Anfang der Laktation bis in die Hochlaktation hinein auf. Um diese Zeitspanne bestmöglich abzusichern, hat sich die gut planbare Impfung der Trockensteher etabliert. Die rechtzeitige Impfung in der Trockenstehzeit stellt sicher, dass zum Laktationsstart schützende Antikörper gebildet worden sind.

Boehringer Ingelheim Vetmedica

BTK und bpt nehmen Stellung zum Eckpunktepapier des BMELH

10. August 2026

Im vergangenen Monat hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMELH) ein Eckpunktepapier zur Vereinfachung des nationalen Antibiotikaminimierungskonzeptes vorgelegt.

Dieses hat das Ziel, das nationale Antibiotikaminimierungskonzept durch das Tierarzneimittelgesetz (TAMG) zu entschlacken. Demnach sollen Nutztierhaltende von Bürokratie entlastet und die Zahl behördlicher Maßnahmenpläne landesweit um mehr als die Hälfte verringert werden.  

In einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßten die Bundestierärztekammer (BTK) und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) Anpassungen, die zu einer sachgerechteren Differenzierung von Tierhaltungs- und Produktionssystemen beitragen. Diese bringen aus ihrer Sicht eine Reduzierung des teils unnötigen Dokumentations- und Verwaltungsaufwands mit sich.

Des Weiteren gehen die Verbände in ihrem Schreiben detailliert auf einzelne Punkte des Eckpunktepapiers ein. Die Stellungnahme kann hier nachgelesen werden.

Kostenfreies Kennenlern-Treffen bei Support4vetmed.de

7. August 2026

Am kommenden Montag (10.08.2026) um 12.30 Uhr findet erneut ein Kennenlerntreffen für internationale Tierärzt:innen auf Support4vetmed.de (s4vm) statt.

Bei dem Online-Meeting stellen sich das Unternehmen Purina PetCare Deutschland und der Verbund Unabhängiger Kleintierkliniken e.V. (VUK) als potentielle Arbeitgeber vor. Außerdem wird das Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) über die verschiedenen Möglichkeiten als "Nicht-EU-Tierarzt/Tierärztin" in Deutschland zu arbeiten referieren. Die Teilnehmenden erfahren bei dem Treffen, welche Voraussetzungen Tierärzt:innen aus dem Ausland erfüllen müssen, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, und wie sie am besten ans Ziel gelangen. Neben den Voraussetzungen wird auch auf die unterschiedlichen Visa eingegangen. Weiterhin gibt es Informationen über die Nutzung der Lernplattform Support4vetmed.de, die internationalen Tierärzt:innen bei der Anerkennung der Approbation helfen soll.

Um an dem Treffen teilnehmen zu können, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme an dem Zoom-Meeting ist kostenfrei.

Zur Anmeldung >>

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