Katzen können Verhaltensstörungen entwickeln, wenn sie zu lange allein gelassen werden. Das zeigen neuere Studien, wie auch die Auswertung einer Fragenbogenstudie mit 130 Katzenbesitzer:innen im brasilianischen Juiz de Fora deutlich. Demnach leiden besonders Wohnungskatzen unter Einsamkeit, wenn sie regelmäßig längere Zeit allein zu Hause sind. Die Untersuchungen ergaben, dass mehr als jede zehnte Katze Auffälligkeiten zeigt, die auf Einsamkeit oder Trennungsangst zurückzuführen sein können. Zu den Verhaltensweisen gehören Aggressivität gegenüber Menschen und anderen Tieren im Haushalt, Unsauberkeit und Zerstörungswut. Besonders häufig treten diese Probleme auf, wenn Katzen zwischen fünf und sieben Tagen pro Woche jeweils mehr als sechs Stunden allein gelassen werden.
Brasilianische Forschenden konnten mit Hilfe eines Fragebogens die Verhaltensweisen und den psychischen Zustand im Zusammenhang mit Trennungsangst bei Katzen identifizieren. Obwohl der Fragebogen eine detaillierte Untersuchung jedes einzelnen Falls nicht ersetzen kann, könnte dieser als Ausgangspunkt für zukünftige Forschung zu Trennungsangst bei Katzen dienen und ein praktisches sowie effizientes Instrument darstellen, das Etholog:innen und Tierärzt:innen hilft, eine sicherere Erstdiagnose von Trennungsangst zu stellen.
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Das 10-teilige Modulreihe ist in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie und der DVG-Fachgruppe Verhaltensmedizin und Bissprävention entstanden.




