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EIA bei Pferd in Niedersachsen 

04.08.2026

Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) oder auch ansteckende Blutarmut der Einhufer (ABE) genannt, ist eine weltweit vorkommende Viruserkrankung, die vor allem in Asien, Osteuropa und Südamerika vorkommt. In Deutschland tritt sie eher selten auf. Am vergangenen Donnerstag (30.07.2026) ist die EIA jedoch bei einem Pferd im niedersächsischen Landkreis Northeim nachgewiesen worden. Wie der Landkreis mitteilt, sei das betroffene Tier eingeschläfert und ein entsprechender Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet worden. Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel müssen dort nun im Stall bleiben. Zudem werden empfängliche Tiere im Umkreis von einem Kilometer untersucht.

EIA ist eine unverzüglich meldepflichtige Tierseuche nach der Tierseuchenmeldeverordnung und gemäß der Einteilung des neuen Tiergesundheitsrechts der EU eine Seuche der Kategorie D+E. Impfungen und Heilversuche seuchenkranker oder -verdächtiger Einhufer sind gesetzlich verboten. Nachweislich infizierte Tiere müssen getötet werden, da sie lebenslange Virusträger sind, wodurch sich immer weitere Einhufer anstecken können.

In erster Linie übertragen blutsaugende Insekten das Virus, in Einzelfällen finden Infektionen über gemeinsam genutztes Pflegezubehör statt. Hierzulande wurden vereinzelte Ausbrüche der EIA gemeldet, zuletzt trat die Ansteckende Blutarmut in Thüringen auf.

Halter:innen sind nun aufgerufen, unverzüglich dem Landkreis Anzahl ihrer gehaltenen Einhufer sowie deren Standort mitzuteilen. Gleiches gilt für die Zahl erkrankter oder verendeter Tiere. Dies ist per Mail an veterinaeramt@landkreis-northeim.de möglich.

Tierseucheninfo Niedersachsen

NDR