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Verbände fordern wirtschaftlich tragfähige Tiermedizin

31.07.2026

In einer gemeinsamen Erklärung erneuern der Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bp ), der Verbund Unabhängiger Kleintierkliniken e.V. (VUK) und der Wirtschaftsverband Freier Großtierärzte GmbH (WFG) ihre Forderung einer verlässlichen tierärztlichen Gebührenordnung (GOT). Nur so könne eine Basis für faire Gehälter und gute Arbeitsbedingungen geschaffen werde, so die Verbände.

Hintergrund für die Forderung sind sie alarmierenden Zahlen, die aus der aktuellen Tierärztestatistik der Bundestierärztekammer hervorgeht. Demnach ist die Zahl der inhabergeführten Tierarztpraxis im vergangenen Jahr erneut gesunken. Aktuell gibt es in Deutschland noch 11.216 Praxen. Gleichzeitig ist die Zahl der Angestellten weiter gestiegen. Da immer weniger Tierärztinnen und Tierärzte den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sei die flächendeckende Versorgung im Klein- wie im Großtierbereich, vor allem in ländlichen Regionen, gefährdet. 

„Immer weniger Kolleginnen und Kollegen wagen die eigene Niederlassung. Deshalb brauchen wir bei der gerade laufenden Evaluation der tierärztlichen Gebührenordnung (GOT) das richtige Augenmaß, das die tatsächlichen Kosten abbildet und so sichere Arbeitsplätze und eine flächendeckende Versorgung erhält“, erklären Heiko Färber (bpt), Oliver Volin (VUK) und Dr. Stefan von Rüden (WFG), die Geschäftsführer der drei Verbände.

Die Unterzeichner warnen davor, die wirtschaftliche Zukunft des Berufs auf einen Verteilungskonflikt zwischen Tierhaltenden, Angestellten und Praxen zu verengen. Alle Seiten seien auf eine wirtschaftlich tragfähige Tiermedizin angewiesen. 

Im laufenden Evaluationsprozess erwarten bpt, VUK und WFG eine verlässliche GOT mit einem regelmäßigen Anpassungsmechanismus, die die tatsächlichen Kosten der Praxen abbildet und so das Fundament der freien, inhabergeführten Praxis mit tragfähigen Praxiskonzepten sichert. 

bpt