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Klimawandel verstärkt Blaualgenentwicklung 

21.07.2026

Die teilweise seit Ende Mai herrschenden hohen sommerlichen Temperaturen erwärmen auch die Seen und Flüsse in Deutschland massiv. Besonders in stehenden Gewässern fördert das die Vermehrung von Cyanobakterien (Blaualgen) sowie die Bildung der typischen grünlichen Algenblüten stark.

Da einige der Cyanobakterien-Arten Giftstoffe produzieren, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Schäden verursachen, werden jedes Jahr für diverse Seen und Weiher amtliche Warnungen vor den Blaualgen ausgesprochen. Seltener treten die Cyanobakterien in Flüssen auf. Wegen eines möglichen Zusammenhangs mit Blaualgen raten aktuell die Behörden vom Baden in der Donau ab. Nach Angaben des Landratsamt Kelheim wurden die Algen bei Wasserproben aus der Donau nachgewiesen. Zwei Menschen und mehrere Hunde sind nach dem Baden in der Donau bei Kelheim erkrankt, ein Tier starb.

Wenn belastetes Wasser verschluckt wird oder Giftstoffe über die Schleimhäute aufgenommen werden, können Krankheitszeichen wie Hautausschläge, Übelkeit, Durchfall, Atemnot oder Muskelkrämpfe auftreten. Schon geringe Mengen der Giftstoffe können für Hunde jedoch lebensgefährlich sein, da die Vierbeiner aus flachen Uferbereichen trinken bzw. Steine und Wasserpflanzen ablecken. Erste Warnzeichen für eine mögliche Vergiftung sind Nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) starker Speichelfluss, Zittern oder Krämpfe. In diesem Fall sollten Tierhaltende umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Forschende der Technischen Universität München untersuchen bereits seit Jahren die Verbreitung der Bakterien im Zusammenhang mit dem Klimawandel und befürchten, dass diese in Zukunft häufiger vorkommen könnten. Cyanobakterien benötigen neben Sonnenlicht auch Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) erklärt. Um die Verbreitung zu verringern, sollten Nährstoffeinträge möglichst reduziert werden, was den Wissenschaftler:innen der TU jedoch nicht ausreicht. Sie raten dringend zu Maßnahmen, die einer weiteren Erwärmung der Gewässer entgegenwirken, damit diese als funktionierende Systeme erhalten werden können. 

BR