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Mehr Einschränkungen bei Wasserentnahme gefordert

13.07.2026

Die Folgen des Klimawandels werden immer spürbarer. Länger anhaltende Hitzewellen, Trockenheit und Dürre sowie Starkregen und Hagel – Extremwetterereignisse nehmen drastisch zu. Aufgrund der häufigeren Trockenperioden und knapper werdender Grundwasservorkommen fordert der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) jetzt strengere Regeln zur Wasserentnahme. Der Druck auf die Grundwasserressourcen wachse mit dem Klimawandel. „Genehmigungsfreie Nutzungen müssen so weit wie möglich eingeschränkt werden“, sagte VKU-Vizepräsident Karsten Specht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Dazu gehöre auch die private Nutzung. „Sauberes Wasser jederzeit, überall und zu fairen Preisen ist in unserem Land keine Kür, sondern Pflicht“, ergänzte er. Damit das so bleibe, müsse Transparenz in der Frage geschaffen werden, wer wann und in welchem Umfang auf die Wasserressourcen zugreift.

Der VKU fordert daher endlich die Umsetzung des digitalen Wasserbuches in allen Bundesländern. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Register, in dem wasserrechtliche Genehmigungen, Wasserentnahmen, Einleitungen und Schutzgebiete zentral dokumentiert und verwaltet werden.

Bisher müssen lediglich kommunale Wasserversorger und wirtschaftliche Unternehmen Wasserentnahmen genehmigen lassen. Zu den genehmigungsfreien Nutzungen gehören unter anderem die Bewässerung des Gartens oder die Wassernutzung für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, einschließlich Tränken von Vieh außerhalb des Hofes. Der VKU fordert außerdem eine Priorisierung, in der die öffentliche Wasserversorgung an erster Stelle steht.

NOZ