FAO plant neues Programm zur Tierseuchenbekämpfung
27.07.2010
Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) hat aufgrund der steigenden Tierzahlen ein neues Programm zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen angekündigt. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) habe man das auf fünf Jahre ausgelegte Programm "One Health" (Eine Gesundheit) entwickelt, teilte die FAO am Montag mit. So sollen in Asien, Afrika und Südamerika Früherkennungssysteme für Tierkrankheiten aufgebaut werden. Außerdem soll der Ausbau ausreichender Bekämpfungskapazitäten und wirksamer Bekämpfungsstrategien unterstützt werden. Denn
immer wieder würden Krankheiten vom Tier auf den Menschen übertragen. Vogel- und Schweinegrippe sowie die Lungenkrankheit SARS haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen das Leben gekostet und die Gesundheitsbehörden beschäftigt. Aber auch reine Tierseuchen kosten Regierungen und Bauern Milliarden wie z.B. der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien im Jahr 2001. Dieser habe staatliche und private Stellen bis zu 25 Milliarden Euro gekostet. Außerdem werde bis zum Jahr 2020 die Zahl der zur Fleischproduktion gehaltenen Tiere um 50 Prozent zunehmen, schätzt die FAO. Damit stiegen im Falle einer Tierseuche nicht nur die Kosten, sondern es drohten auch Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung.