Im letzten Jahresdrittel 2025 hat der Bund angestellter Tierärzte (BaT) eine bundesweite Umfrage zu den aktuellen Arbeitsbedingungen von Veterinärmediziner:innen durchgeführt. Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass unter den Befragten eine nur mäßige Arbeitszufriedenheit herrscht, die jedoch dem Niveau der Gesamtbevölkerung gleicht. Während ein überwiegender Teil der Teilnehmenden zufrieden mit dem Team und den körperlichen Arbeitsbedingungen war, zeigten sich viele äußerst unzufrieden mit den Karriereperspektiven und der Vergütung sowie mit dem Management und der Art und Weise, wie ihre Fähigkeiten genutzt bzw. gewertschätzt werden.
Grundsätzlich spiegeln die Umfrageergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren jedoch eine verbesserte Situation wider. Der BaT als reine Arbeitnehmendenvertretung sieht jedoch noch immer einen deutlichen Handlungsbedarf. So fällt weiterhin der Vergleich zwischen tiermedizinischen Berufsanfänger:innen und anderen akademische Berufsgruppen hinsichtlich der Einstiegsgehälter schlecht aus. Die Ergebnisse legen zudem dar, dass das Lohnniveau trotz Erhöhung der GOT nicht stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Auch zeigen die Ergebnisse häufige Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, denn mehr als zwei Drittel der Befragten leisten regelmäßig Überstunden. Fehlende Pausen, unzureichende Ruhezeiten und eine problematische Arbeitszeiterfassung wurden von etwa der Hälfte der Teilnehmenden kritisiert.
„Die Studie zeigt deutlich, dass gute Arbeitsbedingungen entscheidend für die Zukunft der tierärztlichen Versorgung sind“, erklärt Dr. Elisabeth Brandebusemeyer, 1. Vorsitzende des BaT. „Höhere Gehälter, mehr Personal und eine verlässlichere Dienstplanung sind zentrale Voraussetzungen, um den Beruf langfristig attraktiv zu halten“, ergänzt der 2. Vorsitzende Dr. Christian Wunderlich.




