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Bewusstsein für den Schutz der Artenvielfalt schärfen

26.05.2026

Seit dem Jahr 2000 wird weltweit jedes Jahr am 22. Mai der Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Der Gedenktag wurde vor 26 Jahren von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung und den Schutz von Tier- und Pflanzenarten, Genen und Lebensräumen aufmerksam zu machen.

Dank moderner Technologien wie DNA-Analysen werden jedes Jahr Tausende neue Arten identifiziert. Gleichzeitig wächst aber auch das Wissen über den massiven Verlust der globalen Biodiversität durch Klimawandel, Umweltverschmutzung, Überfischung sowie eingeschleppte invasive Arten. Zudem schwinden immer mehr Lebensräume.

„Der Kampf gegen das weltweite Artensterben ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern hat für uns Priorität. Dort, wo wir gezielt mit Schutzprogrammen helfen, können wir messbare Erfolge erzielen. Dadurch siedeln sich längst verschwundene Arten wie die Wildkatze oder der Fischotter wieder bei uns an. Wir setzen auch in Zukunft auf die enge Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort“, betont Oliver Krischer, Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen. So wird das Land in diesem Jahr mehr Fördermittel für Projekte im Artenschutz bereitstellen: Rund 8,8 Millionen Euro fließen zusätzlich in Maßnahmen für mehr Biodiversität.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nimmt den internationalen Tag der biologischen Vielfalt zum Anlass, die Bevölkerung einzuladen, die Wildnis in Deutschland zu entdecken. Ob in Naturwäldern, an Küsten, in den Bergen oder in Moor- und Auenlandschaften – die 85 Wildnisgebiete Deutschlands sind bedeutende Rückzugsräume für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz.

Wer sich bewusst in diese Gebiete begibt, könne besondere Naturerlebnisse in vielen Facetten erleben, so der BUND. Oftmals ließen sich Wildtiere hier besser beobachten, weil nicht gejagt wird. Für die bessere Planung hat der BUND eine Karte mit allen 85 Wildnis- und Wildnisentwicklungs-Gebieten erstellt, die auf seiner Internetseite zu sehen ist.Auf der Karte sind neben der geografischen Lage der Flächen jeweils Steckbriefe, Links zu Angeboten wie Führungen oder Erlebnis-Camps sowie zur umweltverträglichen Anreise abrufbar.

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