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News

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01.10.2020: Genetische Vermischung bedroht Wildkatzen

Die nach langer Zeit wieder in einigen europäischen Wäldern beheimateten Wildkatzen droht eine neue Gefahr: Sie werden durch die genetische Durchmischung mit Hauskatzen bedroht, wodurch sie unwiederbringlich aussterben könnten. Das zumindest fürchten Biologen der Universitäten Genf, Zürich und Oxford. Sie entwickelten nun auch ein Modell, um die Zukunft der Wildkatze in den Hügeln des Schweizer Jura vorherzusagen. Demnach könnte eine Vermischung innerhalb von 200 bis 300 Jahren zum
Verschwinden der Wildkatze führen.Diese unerfreuliche Vision ist in Schottland und Ungarn bereits eingetreten. Deshalb empfehlen die Biologen, die Vermischungsmöglichkeiten am Rande der Wildkatzengebiete so gering wie möglich zu halten, in dem Hauskatzen, die in der Nähe von Bauernhöfen oder Wäldern leben, sterilisiert werden müssen. Dies würde ohnehin auch vielen Hauskatzen großes Leid ersparen,denn viele Streunerkatzen führen ein bemitleidenswertes Dasein, sind krank und unterernährt.

01.10.2020: Ausrottung der BVD bleibt Ziel in der Schweiz

In der Schweiz verfolgt man weiterhin das Ziel, die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) auszurotten. Dies gab Claire Bussy vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz an, wie Schweizerbauer berichtet. Dabei hat man seit dem Beginn des Bekämpfungsprogrammes im Jahr 2008 bereits erhebliche Fortschritte erreicht, auch wenn man Rückschläge verzeichnen musste. Bussy gab an, dass das Bewusstsein für die Erkrankung bei Tierhaltern und Tierärzten zurückgegangen war, nachdem im Jahr 2013 eine
Umstellung von Ohrstanz- auf Tankmilch- und Blutproben erfolgt war. Aktuell befindet man sich aber offenbar auf dem letzten Teilstück auf dem Weg zur Ausrottung der BVD. besonderer Aufmerksamkeit kommen dabei den sogenannten PI-Tieren zu, die den Erreger lebenslang verbreiten können. In diesem Jahr wurden bereits fast 390.000 Kälbergeburten an die Tierverkehrsdatenbank der Schweiz gemeldet. Dabei betrug der von PI- Tieren nur noch 0,06 Prozent. Das BLV will die jährliche Testung der Betriebe zunächst beibehalten.

30.09.2020: Bayerischer Tierwohl-Preis 2020 verliehen

In Bayern sind drei landwirtschaftliche Betriebe mit dem Tierwohl-Preis 2020 ausgezeichnet worden. Sie erhielten den Preis für ihre stimmigen Konzepte zur Verbesserung des Tierwohls in ihren Ställen. Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sagte anlässlich der Preisverleihung: „Wir wollen den Landwirt dabei unterstützten, in seinem Betrieb mehr Tierwohl zu ermöglichen und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. Wir müssen aber auch die Verbraucher in die Pflicht nehmen: Fleisch muss erschwinglich bleiben, aber wir sollten es bewusster genießen, was unsere Landwirtschaft an hervorragenden Produkten herstellt." Der erste Preis in Höhe von 5.000 Euro geht in diesem Jahr an den Rindermastbetrieb Pöschl aus Zandt (Lkr. Cham).
Der 2. Preis in Höhe von 3.000 Euro wird dem Ferkelerzeugerbetrieb Loidl aus Sankt Wolfgang (Lkr. Erding) verliehen, der mit 2.000 Euro dotierte 3. Preis geht an den Milchviehbetrieb Schillinger aus Schmidstadt (Lkr. Altötting). „Die Preisträger haben sich intensiv mit dem Tierwohl und den Möglichkeiten der Ausgestaltung ihrer Tierhaltung auseinandergesetzt. Die gelungenen Beispiele zeigen, wie man mit Ideen und Kreativität die Lebensqualität der Nutztiere nachhaltig verbessern kann.“ Eine Jury hatte die drei Siegerbetriebe aus insgesamt 20 eingegangenen Bewerbern ausgewählt. Mit dem Tierwohl-Preis werden seit 2014 jährlich Projekte ausgezeichnet, die bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt sind.

38 ASP-Fälle in Deutschland bei Wildschweinen bestätigt

30.09.2020

Die Zahl der in Deutschland bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ist auf 38 gestiegen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte am 30.09.20 einen ASP-Fall im bereits bestehenden Kerngebiet und einen außerhalb
und zwar im Landkreis Märkisch-Oderland. Das Wildschwein wurde dort in der Gemeinde Bleyen-Genschmar, etwa 70 km vom eigentlichen Kerngebiet entfernt, von einem Jäger erlegt. Dieser Ort ist nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

30.09.2020: Arthrose ist bei Katzen eine Volkskrankheit

Kaum ein anderes Haustier kann sich so geschmeidig und kontrolliert bewegen wie die Katze. Allerdings nur, so lange sie gesund ist und nicht an schmerzhaften Veränderungen der Gelenke leidet. Aber auch wenn dies der Fall ist, wird es in der Regel erst spät bemerkt, denn die Katze leidet stumm. So ist Arthrose, bedingt durch verschleißbedingte Schäden am Gelenkknorpel, vor allem bei älteren Katzen weiter verbreitet als angenommen. Studien zeigen, dass eine Arthrose bei über 60 Prozent der über sechsjährigen Katzen nachweisbar ist. Bei über zwölfjährigen Katzen sind sogar 90 Prozent betroffen. Bewegungsmangel und Übergewicht fördern den Krankheitsverlauf. Am häufigsten ist die Bewegungsfunktion von Hüfte und Ellenbogen eingeschränkt. Ein Anzeichen für arthrostisch bedingte Schmerzen sind nachlassende
Bewegungsfreude der Katze, nicht mehr Aufsuchen von höher gelegene Lieblingsplätze oder ein steifer Gang nach längerem Liegen. Auch eine Abnahme des Putztiebs sowie ein vermehrtes Zurückziehen sind typische Hinweise. Bei Verdacht sollten Halter die Katze von einem Tierarzt untersuchen lassen, rät der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT). Sollte es sich um eine schmerzhafte Arthrose handeln, kann der Tierarzt ein Behandlungskonzept entwickeln, dass der Katze hilft. Insbesondere die Intergrative Medizin verfügt über multimodale Behandlungskonzepte. Diese können gut kombiniert werden mit einer "Senioren gerecht" gestalteten Wohnung sowie -sofern notwendig- einer Gewichtskontrolle. TierärztInnen finden bei Myvetlearn.de eine Online-Fortbildung zur Integrativen Tiermedizin, die auch ein Modul Arthose beinhaltet.

29.09.2020: arte - Doku: Rinder für den Orient am Dienstag, 22:40 Uhr

Der Fernsehsender arte zeigt am Dienstag (29.9.2020) um 22.40 Uhr den Dokumentationsfilm "Rinder für den Orient". Darin geht es um die fragwürdige Praxis der Tiertransporte nach Afrika und in den Nahen Osten. Denn Millionen Tiere werden jedes Jahr lebend und unter tierschutz- und gesetzeswidrigen Umständen quer durch Europa dorthin transportiert. Längst nicht alle Tiere schaffen diese qualvolle Reise, da sie vorher verdursten. Überstehen sie die Strapazen, sind sie an den Zielorten häufig ungeheuerlichen Misshandlungen ausgesetzt, da der örtlichen Bevölkerung jegliche Empathie für diese Tiere zu fehlen scheint.
All dies ist den verantwortlichen Politikern in Deutschland und der EU seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten bewusst, wie auch die Doku zeigt. Wirklich getan hat sich allerdings kaum etwas, obwohl bereits im Juni 2020 das Europaparlament aufgrund einer besonders großen Protestwelle der Einrichtung einer Untersuchungskommission für Tiertransporte zugestimmt hatte. Nun wird es endlich Zeit für ein Exportverbot von Schlachttieren in Länder, in denen die Tierschutzstandards der EU nachweißlich nicht eingehalten werden. Dies fordert auch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2015. Was muss noch passieren, damit die Politik geltendes Recht umsetzt?

29.09.2020: Igel jetzt zufüttern - Nahrungsangebot ist knapp

Junge Igel müssen sich beeilen, um sich noch genügend Winterspeck vor der Winterruhe anzufressen. Allerdings ist das Nahrungsangebot aufgrund der Trockenheit gering. Auch das weit verbreitete Insektensterben trägt dazu bei. Deshalb raten Tierschutzorganisationen dazu, Igeln Futter und Wasser hinzustellen. "Unsere Igel leiden große Not", sagte Stefanie Meißner vom Verein Igelhilfe Altenburg. Sie und andere Betreiber von Igelauffangstationen empfehlen Katzenfutter vermengt mit Rührei. Aber auch Falläpfel helfen den Tieren. Als Igel-Herberge eignen sich Holzkisten, weit auseinander geschichtete Holzstapel und Reisig-Laubhaufen. Aufgrund der immer schlechteren Lebensbedingungen, dem sinkenden Nahrungsangebot und zusätzlichen Feinden wie Mährobotern und Autos, ist die Zahl der in Deutschland lebenden Igel in den vergangenen Jahren spürbar
zurückgegangen, so dass der unter Naturschutz stehende Igel bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste der gefährdeter Arten steht. Meißner warnte noch einmal ausdrücklich vor dem Einsatz von Mährobotern. "Ich habe dieses Jahr 40 Igel bekommen, die von Rasenmährobotern schwerst verletzt wurden." Davon hätte max. ein Viertel überlebt, beklagt sie und appelliert an Gartenbesitzer, Mähroter wenn überhaupt, auf keinen Fall in der Dämmerung oder nachts einzusetzen. Gleichzeitig erinnert sie aber auch: Nicht jeder Igel benötigt Hilfe. Igelkinder mit einem gewicht von 250 Gramm oder mehr, brauchen nicht aufgenommen werden, sonder es genügt, die Tiere draußen zu zufüttern. Geschwächte, apathische oder gar kranke Tiere sollten jedoch in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden, alternativ auch in einer Igelauffangstation. Eine Online-Fortbildung (E-Learning-Kurs) zum Thema Igel finden Tierärztinnen und Tierärzte unter Myvetlearn.de

29.09.2020: Zahl der infizierten Wildschweine in Brandenburg auf 36 gestiegen

In Brandenburg sind weitere Fälle der Afrikanischen Schweinpest (ASP) bei Wildschweinen aufgetreten. Nachdem am 10. September ein erster Fall bei einem Wildschwein-Kadaver im Landkreis Spree-Neiße bekannt geworden war, bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut
(FLI) bis zum 28. September 35 weitere Fälle - allesamt Wildschweine. Die Orte, an denen die Tiere gefunden wurden, befanden sich alle innerhalb des gefährdeten Gebiets. Unterdessen wird weiter intensiv nach toten oder kranken Wildschweinen gesucht.

29.09.2020: Klimawandel begünstigt Zeckenkrankheiten - Infektionszahlen steigen

Die immer milderen Winter ohne strenge Fröste lassen die Zeckenpopulationen explodieren. Dadurch steigt auch die Zahl der von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten wie die Borreliose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Vor allem in Süddeutschland ist ein großer Anstieg der Fallzahlen zu vermerken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet aktuell 566 FSME-Fällen. Das entspricht bereits jetzt einer deutlich höheren Fallzahl als im gesamten Jahr 2019. Hier lag die Zahl der identifizierten FSME-Fälle bei 445. Auch die vom Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragene Borreliose ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die u.U. auch Todesfälle nach sich ziehen kann.
Während Menschen sich gegen die FSME impfen lassen können, ist gegen die Borreliose die Zeckenprophylaxe bzw. das Verhindern von Zeckenbissen das Mittel der Wahl. Dies sollte unbedingt beherzigt werden, bevor man beispielsweise Pilze suchen geht. Die Borreliose ist aber nicht nur für Menschen gefährlich, sondern kann auch Hunde treffen, weshalb die Tiere regelmäßig mit einem Zeckenschutz behandelt werden sollten. Beratung, welches Zeckenmittel hier geeignet ist, gibt es in der Tierarztpraxis. Hier kann auch das individuell passende Impfprogramm für Hund und Katze besprochen werden, um gefährliche Krankheiten zu vermeiden.

29.09.2020: Österreichische Tierärztekammer wirbt für Tollwut-Impfung

Es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen menschlicher und tierischer Gesundheit. „Die aktuelle Situation rund um die globale Pandemie zeigt uns, dass es zwischen der Gesundheit von Mensch und Tier einen unmittelbaren Zusammenhang gibt. Zoonosen, das sind übertragbare Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden können, sind eine stets ernst zu nehmende Gefahr für uns alle,“ sagt, Mag. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer anlässlich des Welttollwuttages am 28. September. Denn die Tollwut ist wohl die gefährlichste aller Zoonosen mit stets fatalem Ausgang. „Weltweit sind mehr als 95 Prozent der Tollwut-Infektionen beim Menschen auf den Biss eines infizierten Hundes zurückzuführen." Um so wichtiger ist es, die Impfmoral weiterhinaufrecht zu erhalten. „Bei Reisen ins Ausland bzw. bei
Verbringung von Hunden aus Ländern mit Tollwut ist äußerste Vorsicht geboten ­­– entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen sind einzuhalten und schützen vor Ansteckung. In diesem Zusammenhang ist auch der unkontrollierte bzw. illegale Welpenhandel, aus europäischen Risikoländern, als Gefahr zu sehen. Es könnten nicht geimpfte, tollwutinfizierte Tiere ins Land gebracht werden, die eine potentielle Infektionsquelle darstellen“, warnt Frühwirth vor falsch verstandener Tierliebe. Alleine eine hohe Durchimpfungsrate unserer Hunde könne Mensch und Tier schützen, daher ist es allen HundebesitzerInnen anzuraten, den Impfstatus ihres Hundes zu kontrollieren. Weltweit sterben nach Schätzungen der WHO jährlich 59.000 Menschen an der Infektionskrankheit.

28.09.2020: Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern können Notbetriebshilfe beantragen

In Mecklenburg-Vorpommern können aufgrund der Corona-Krise private und kommunale Träger von Tierheimen Hilfen in Form von Billigkeitsleistungen zum Zweck der Aufrechterhaltung eines Notbetriebes beantragen. Antragsberechtigt sind Tierheime, die über eine Genehmigung nach
§ 11 Tierschutzgesetz verfügen. Tierheime sind alle Einrichtungen, die der Unterbringung von Fundtieren, fortgenommenen, eingezogenen oder sichergestellten Tieren oder kranken, verletzt aufgefundenen oder aus einem anderen Grund hilflosen Wildtieren dienen.

28.09.2020: Agrarminister wollen Tiertransportvorschriften überarbeiten

Neben den Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland haben die Agrarminister auf ihrem Agrarministertreffen in Weiskirchen (Saarland) auch beschlossen, die Vorschriften zu Tiertransporten in Drittländer überarbeitet zu wollen. Demnach soll nun der Bund prüfen, wie Ex- und Importe von Tieren in
und aus Drittländern der EU "zeitnah" verboten werden könnten. Ausgenommen von dem Verbot werden Norwegen und die Schweiz. Weiterhin soll eine zentrale Recherchestelle zur Überwachung des Online-Handels mit Tieren eingerichtet werden. Fortan sollen alle Online-Portale gesetzlich zu "Eigenkontrollen" verpflichtet werden.

28.09.2020: Backhaus fordert im Kampf gegen ASP ein gemeinsames Vorgehen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) und ihre Bekämpfung waren die Hauptthemen auf der Agrarministerkonferenz im saarländischen Weiskirchen. Landwirtschaftsminister Till Backhaus appellierte an seine Amtskollegen, zusammenzustehen und gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen. „Die Afrikanische Schweinepest ist kein brandenburgisches Problem. Sie betrifft ganz Deutschland. Die Schweinehalter, die Landwirte ja die gesamte Bevölkerung erwarten, dass wir hier stringent und koordiniert vorgehen“, so Backhaus. Gleichzeitig äußerte
Backhaus sein Bedauern darüber, dass es nicht gelungen sei, die Grundlagen für den Bau eines durchgehenden, festen Wildschutzzauns auf beiden Seiten der Grenze zu Polen zu bauen. "Die ablehnende Haltung sowohl des Bundes als auch einiger Länder enttäuscht mich sehr. Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass ein fester Wildschutzzaun eine zentrale Säule unseres Konzepts ist, den Eintrag des Virus zu verhindern", sagt Backhaus. Er forderte die Länder und den Bund auf, den Bau fester Zäune entlang der Grenze auch zu den anderen Nachbarstaaten gemeinsam zu finanzieren.

28.09.2020: Saarland dringt auf Exportverbot von Nutztieren in Drittländer

Lebendtiertransporte geraten immer wieder wegen tierschutzwidriger Bedingungen in die Schlagzeilen und zunehmend in die Kritik. Inzwischen machen sich auch Politiker für ein Verbot von Langstreckentransporten von Nutztieren in Nicht-EU-Länder oder in Länder außerhalb des Schengen-Raums stark. Dennoch sind allein im vergangenen Jahr mehr als 50.000 Rinder von Deutschland aus in solche Drittländer exportiert worden. Nun hat das Saarland einen solchen Verbotsantrag in die Agrarministerkonferenz eingebracht.
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist dadurch aufgefordert, sich endlich auf europäischer Ebene für ein grundsätzliches Verbot der Nutztierexporte in Drittländer stark zu machen. Für den Grünen-Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff sind solche Transporte rechtswidrig, da davon ausgegangen werden kann und muss, dass den Tieren auf den langen Transporten mit fehlenden Versorgungsstationen erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden.

25.09.2020: TFA-Praxisplaner 2021 ist jetzt erhältlich

Der Beruf der Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) ist vor allem aus der Kleintierpraxis nicht weg zu denken. Nicht häufig ist sie/er die gute Seele der Praxis und die erste AnsprechpartnerIn für die Kunden mit ihren Wünschen, Nöten und Ängsten. Neben einer hohen Sozialkompetenz benötigt ein/e TFA jedoch auch jede Menge Fachkenntnisse und organisatorisches Talent, um den Praxisalltag zu bewältigen. Der speziell für den Berufsalltag von TFAs entwickelte TFA-Praxisplaner gibt viele
hilfreiche Tipps und beinhaltet wichtige Informationen rund um die Aufgaben und den Job der TFA. In der Ausgabe 2021 finden sich darüber hinaus noch Informationen zur Qualität der Berufsausbildung sowie die Ausbildung und Aufgaben einer PraxismanagerIn. Weitere Fokusthemen des TFA-Praxisplaners 2021 sind die Diagnostik und Behandlung von Arthrose und die Kunst des Belohnens. Der TFA-Praxisplaner 2021 ist gerade druckfrisch erschienen und im Vetion.de-Shop für Euro 8,76 erhältlich.

25.09.2020: Igel benötigen nur selten Hilfe

Aktuell sind wieder viele Igel unterwegs, um sich für ihren Winterschlaf ab November genügend Fettreserven anzufressen. Doch neben der bisher anhaltenden Trockenheit sorgen auch das allgemeine Insektensterben sowie eine igelfeindliche Umgebung dafür, dass die possierlichen Tiere immer weniger Futter finden. „In einer ausgeräumten Landschaft, in der blühende Wegraine, Hecken, Feldgehölze und Brachen untergepflügt oder weggespritzt werden, kann er weder Insekten als Nahrung noch Unterschlupf finden", erklärt Rüdiger Wohlers, stellvertretender Pressesprecher beim Naturschutzbund (NABU) in Niedersachsen. Da das Nahrungsangebot dürftig ist, fressen die Igel auch Regenwürmer und Schnecken, die oft von Würmern befallen sind und bei dem Igel lebensgefährliche Schäden an allen inneren Organen verursachen können. Doch nur in Ausnahmefällen sollte den geschützten Tieren geholfen werden,
beispielsweise wenn sie krank oder verletzt sind. Kranke Igel zeigen Anzeichen wie Röcheln, Husten oder dünnflüssigen Kot. Auch wenn ein Tier erkennbar mager ist, benötigt es Hilfe. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine Mischung aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei sowie ein Schälchen Wasser bereitzustellen. Auch Jungtiere, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden und noch geschlossene Augen und Ohren haben, brauchen Unterstützung. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV Bayern) empfiehlt, offensichtlich unterkühlte Igel mit einer handwarmen Wärmflasche zu wärmen, Fliegeneier, Maden, Flöhe sowie Zecken zu entfernen und das Tier auf Verletzungen zu untersuchen. Danach sollte umgehend ein Tierarzt/Tierärztin aufgesucht werden. Myvetlearn.de bietet TierärztInnen den Einsteigerkurs Igel als Online-Fortbildung an, die mit 5 ATF- Stunden anerkannt ist.

25.09.2020: Dänemark vertraut auf Wildschwein-Schutzzaun

Dänemark ist gut aufgestellt, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) außer Landes zu halten. Wie ein Sprecher der dänischen Naturverwaltung (Naturstyrelsen) mitteilte, sei der Schwarzwildbestand im eigenen Land seit Anfang 2018 von etwa 150 auf heute rund zehn Tiere reduziert worden. Als weitere Maßnahme gegen die Ausbreitung der Tierseuche hat das Land bereits Ende vergangenen Jahres einen Wildschweinzaun entlang der deutsch- dänischen Grenze fertiggestellt. „Die Überwachung des Zauns und die regelmäßigen physischen Kontrollen der gesamten Zaunlänge zeigen keinerlei Spuren von Wildschweinen, die von Deutschland nach Dänemark eingewandert wären.“ Der Bau des Zaunes sorgte für viele Diskussionen, da befürchtet wurde, dass zahlreiche Rehe und Hirsche sich daran verletzen könnten.
Doch die Naturverwaltung hat eigenen Angaben zufolge Kenntnis von drei Rehen und zwei Rothirschen, die seit der Errichtung im Zaun verendet sind. „Die Krankheit stellt eine Bedrohung für den Export der dänischen Landwirtschaft außerhalb der EU dar. Deshalb tun wir alles, was wir können, um die Afrikanische Schweinepest aus Dänemark heraus zu halten“, erklärte Lebensmittelminister Mogens Jensen, der das Auftreten der ASP in Deutschland sehr ernst nimmt. Das Ministerium sieht jedoch von weiteren Maßnahmen ab, auch die Risikobewertung durch die dänische Lebensmittelverwaltung wurde bei "sehr niedrig" belassen. Seit dem ersten Fund eines mit der ASP infizierten Wildschweines in Brandenburg hat sich die Zahl der Funde auf 32 erhöht. Alle Wildschweinkadaver wurden im gefährdeten Gebiet gefunden.

25.09.2020: Nachweis der Rindertuberkulose in vier bayerischen Betrieben

Im Oberallgäu ist in vier Rinder haltenden Betrieben die Rindertuberkulose festgestellt worden. Wie das örtliche Veterinäramt mitgeteilt hat, hängen die nachgewiesenen Fälle scheinbar zusammen. Bereits infizierte Rinder waren aus einem Betrieb im nördlichen Landkreis, bei dem die Tierseuche im August 2020 festgestellt worden war, an drei weitere Betriebe
verbracht worden. Alle positiv getesteten Rinder müssen getötet werden. Für die negativ getesteten Tiere in den Kontaktbetrieben des vermuteten Ausgangsbetriebes wurden Nachuntersuchungen, die mindestens zweimal im Abstand von jeweils acht Wochen stattfinden müssen, angeordnet. Die drei Betriebe bleiben somit mindestens 16 Wochen gesperrt.

24.09.2020: Anmeldung für den bpt-Kongress 2020 Digital hat begonnen

In weniger als acht Wochen beginnt der erste komplett digitale Praktikerkongress in Europa, der bpt-Kongress 2020 Digital. Tierärztinnen und Tierärzte können sich ab sofort für das umfassende Kongressprogramm anmelden, das über 80 Stunden Fortbildung, eine interaktive Fachmesse, berufspolitische Live- Diskussionen sowie eine Jobmesse mit Live-Karrieretag beinhaltet. Vom 19. bis 26. November 2020 bietet der bpt-Kongress Digital zu festgelegten Zeiten Webinare und Vorträge zu den verschiedenen Tierarten sowie zu den Themenblöcken Praxisführung, Existenzgründung und Lebensmittelsicherheit an. Vorträge und aufgezeichnete Live-Veranstaltungen können auch nachträglich bis zum 9. Dezember 2020 von den Teilnehmern online abgerufen werden. Am 19. November 2020 wird Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
den Kongress eröffnen. Die darauffolgende Auftaktveranstaltung wird die „Corona-Krise in der Tierarztpraxis?“ näher beleuchten. Das berufspolitische Thema zum Kongressabschluss am 25. November können alle Tierärztinnen und Tierärzte mitentscheiden. Vom 1.-15. Oktober kann dazu online abgestimmt werden. Auch bei dem digitalen Kongress müssen die Teilnehmer nicht auf die bpt- Fachmesse Veterinärmedizin verzichten. Diese wird virtuell über animierte Messestände ausgerichtet, auf denen man sich mit „Avataren“ über Chat- und Video-Funktionen über neue Entwicklungen austauschen kann. Für die virtuelle Fach- und Jobmesse gibt es alternativ zum All-In-Ticket auch ein Extraticket (10 Euro). Mit diesem kann man außerdem die berufspolitischen Veranstaltungen sowie die Vorträge des Ausstellerforums und der Jobmesse besuchen.

24.09.2020: Verwertungslösung für Bullenkälber gesucht

An der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) wird in einem Forschungsprojekt nach Lösungen gesucht, wie Kälber, die bei der Milchproduktion anfallen, aber nicht für die Mast gebraucht werden, essentieller Teil der Wertschöpfungskette werden. Denn durch die zunehmende Spezialisierung konventioneller und ökologischer Milchviehbetriebe werden immer mehr Kälber geboren. Das Projekt „WertKalb –
Innovative Strategien für eine ethische Wertschöpfung der Kälber aus der ökologischen Milchviehhaltung“ von HfWU, der Universität Hohenheim und weiteren Partnern, möchte Konzepte für das „Kälber-Problem“ in Milchvieh- und Rinderbetrieben entwickeln. Die HfWU begleitet dabei den Konsultationsprozess der beteiligten Partner über die Ergebnisse des dreijährigen Projektvorlaufs und daraus resultierende Handlungsoptionen.

24.09.2020: Wiener Unis entwickeln Sars-CoV-2 Antikörpertest

Innerhalb weniger Monate ist es ExpertInnen dreier Wiener Universitäten gelungen, einen SARS-CoV-2 Antikörpertest zu entwickeln und zu kommerzialisieren. „Die Stärke und der schnelle Erfolg des Konsortiums liegt darin begründet, dass jeder Partner seine spezielle Expertise eingebracht hat, die für Aufbau, Testung und Validierung dieses Testsystems notwendig ist“, so Wilhelm Gerner vom Institut für Immunologie an der Vetmeduni Vienna. So ist es gelungen, in kurzer Zeit ein qualitativ hochwertiges Testverfahren zu entwickeln. Neben dem bekannten PCR-Test zum Nachweis einer aktuellen Infektion mit dem Coronavirus zeigt ein Antikörpertest, ob die getestete Person
bereits mit dem neuartigen Coronavirus infiziert war und ob das Immunsystem auf diese Infektion mit der Produktion von Antikörpern gegen SARS-COV-2 reagiert hat. Nur auf diesem Weg ist es möglich, Infektionen bei Personen zu erkennen, die keine Krankheitssymptome gezeigt haben. Für die Bekämpfung der Krankheit sowie die Bestimmung notwendiger Maßnahmen sind zuverlässige und massentaugliche Antikörpertests unerlässlich. Der entwickelte Test der drei Universitäten BOKU, Vetmeduni Vienna und MedUni Wien ermöglicht einen spezifischen und sensitiven Nachweis von SARS-COV-2 Antikörpern im Blut und ist auch in kleinen Laboren anwendungsfähig.

24.09.2020: Forscher entwickeln Biosynthese natürlicher Antibiotika weiter

WissenschaftlerInnen der Universität des Saarlandes sind der biotechnologischen Herstellung von Nucleosid-Antibiotika einen Schritt näher gekommen. „Labor-Experimente zeigen, dass Nucleosid-Antibiotika eine starke antibiotische Wirkung auf krankmachende Bakterien haben können“, sagt Christian Ducho, Professor für Pharmazeutische und Medizinische Chemie an der Universität des Saarlandes. Wegen ihres Wirkmechanismus könnten Nucleosid-Antibiotika auch gegen resistente Bakterien wirksam sein. Deren Produzenten sind sogenannte Streptomyceten, eine Gruppe nicht-pathogener Bodenbakterien,
welche Nucleosid-Bausteine aus ihrem Stoffwechsel abzweigen. Die Biosynthese natürlicher Antibiotika ist eine Alternative zu der sehr aufwändigen chemischen Synthese. In ihrer Publikation haben die Saarbrücker Forscher einen der wichtigsten Teilschritte in der Biosynthese der Muraymycine – den Einbau einer bestimmten Untereinheit – gründlich aufgeklärt. „Das könnte eine zukünftige biotechnologische Produktion von Muraymycin-abgeleiteten Antibiotika erleichtern und die Entwicklung dieser Substanzen zu Arzneistoff-Kandidaten weiter vorantreiben“, erklärt Ducho abschließend.

24.09.2020: Ursprung des Hauspferdes am Schwarzen Meer vermutet

Die Annahme, dass Hauspferde ursprünglich aus den Steppen Zentralasiens stammen, hat ein Forschungsteam von der Universität Paris nun widerlegt. Ihre umfassenden Erbgut-Analysen zeigen, dass die Ahnen unseres heutigen Hauspferdes einen Ursprung im Norden des Schwarzen Meeres haben. Mit detektivischer Arbeit, bei der Erbgut aus Überresten von 111 Pferden, die vor 9.000 bis vor 1.000 Jahren lebten, analysiert wurden, konnten die ForscherInnen um Eva- Maria Geigl nachweisen, dass die ersten Nutzpferde vor mehr als 2.000 Jahren wohl über den Kaukasus nach Zentral-Anatolien kamen. Das weist auf die Steppenregion
nördlich des Schwarzen Meeres und damit in der heutigen Ukraine und dem Süden des europäischen Russlands als Ursprung der modernen Nutzpferde hin. Während Pferde vor 5.500 Jahren im heutigen Kasachstan eher als Grundnahrungsmittel genutzt wurden, belegen Überreste von Pferden in der heutigen Türkei, dass dort damals erstmals Pferde eingetroffen sind, die in anderen Weltgegenden gezüchtet worden waren. Im Erbgut der Tiere fand das Team deutliche Hinweise, dass die Züchter vor etwa 1.200 Jahren ihre Nutzpferde auch mit Eseln kreuzten. Nirgends in Anatolien sind bisher ältere Indizien auf Maultiere aufgetaucht.

23.09.2020: Mehr als 450 Grindwale stranden in Tasmanien

An den Stränden der australischen Insel Tasmanien spielt sich aktuell eine große Tragödie ab. Mehr als 450 Grindwale sind im flachen Wasser und auf Sandbänken gefunden worden. Viele der Tiere sind bereits verendet. Um das Leben der anderen kämpfen viele freiwillige Helfer, die versuchen, die Tiere wieder in tieferes Wasser zu bekommen. Niemals zuvor gab es eine Strandung von so vielen Walen auf der
Insel. Der Biologe Kris Carlyon sagt, man könne hören, wie die noch lebenden Langflossen-Grindwale einander in ihrer Not rufen. Dies ist der Grund, warum häufig bereits ins tiefere Wasser verbrachte Wale wieder zu ihren noch festliegenden Gefährten zurückschwimmen und ebenfalls wieder stranden. Carlyon kann sich vorstellen, dass die Tiere fehlgeleiteten Leittieren in das flache Wasser gefolgt sind.

23.09.2020: Beamte suchen in Großrazzia nach illegalen Arbeitern auf Fleischbetrieben

Im Rahmen einer groß angelegten Razzia wird aktuell gegen illegal eingesetzte Arbeitskräfte in Fleischbetrieben vorgegangen. Rund 800 Beamte der Bundespolizei sind im Einsatz und durchsuchen in fünf
Bundesländern mehr als 40 Wohn- und Geschäftsräume. Schwerpunkte der Großrazzia sind Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, aber auch in Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen finden Einsätze statt.

22.09.2020: DBV fordert bessere Koordinierung bei Bekämpfung der ASP

Nach dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg hat der Deutsche Bauernverband (DBV) Kritik an der Krisenreaktion geäußert und ein schnelles Ende des herrschenden Chaos gefordert. Stattdessen appelliert der Verband, die notwendigen Maßnahmen schnell und konsequent zu ergreifen, um eine Ausbreitung der Seuche unbedingt zu verhindern. „Wir haben überhaupt kein
Verständnis dafür, wenn am Tag X die Bekämpfungsmaßnahmen erst mit Verzögerung anlaufen und mehrere Krisenstäbe nebeneinander her arbeiten, ohne dass eine einheitliche Linie zu sehen ist“, erklärte Generalsekretär Bernhard Krüsken. Bisher sind keine Hausschweinbestände betroffen. Ein Übergreifen der ASP auf diese könnte für die Schweinehalter in Deutschland existenzgefährdend sein.

22.09.2020: Wildschweinfunde einfach per APP melden

Auch Sachsen-Anhalt bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Der Altmarkkreis Salzwedel hat an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Funde von Wildschweinkadavern umgehend zu melden. Der schnellste Weg ist
die Benachrichtigung mittels der App Tierfund-Kataster. Die Koordinaten des Fundortes können aber auch telefonisch oder per E- Mail mitgeteilt werden. So solle schnell mit den nötigen Maßnahmen einer Ausbreitung entgegengewirkt werden.

22.09.2020: Blaualgen verantwortlich für Elefantensterben in Afrika

Das mysteriöse Elefantensterben im südafrikanischen Botswana scheint geklärt. Mehr als 330 Dickhäuter waren im Okavango-Delta innerhalb der letzten Monate tot aufgefunden worden. Wilderei wurde schnell als Todesursache ausgeschlossen, da die Stoßzähne nicht entfernt worden waren. Nun haben die Behörden mitgeteilt, dass die Ursache für das Massensterben mit großer Wahrscheinlichkeit Cyanobakterien (Blaualgen) waren. Sowohl im Blut der toten Elefanten als auch in Erd- und Wasserproben konnten diese Gifte
bildenden Mikroorganismen, die sich im Schlamm der Wasserstellen stark vermehren können, nachgewiesen werden. „Wir wissen, dass der Elefant wirklich das einzige Tier ist, das unter der Wasseroberfläche trinkt. Und wo es nicht besonders tief ist, da saugen Elefanten auch den Schlamm ein - und genau darin wachsen Cyanobakterien hauptsächlich“, erklärt Mmadi Reuben, der leitende Veterinärbeamte, der darin den Grund sieht, warum keine andere Spezies an den Blaualgen verendet ist.

22.09.2020: Orca-Angriffe vor Spaniens Küste beschäftigen die Forscher

Entlang der spanischen Atlantikküste haben sich seit Juli 2020 mehrere rätselhafte Zusammenstöße zwischen Segelbooten und Schwertwalen ereignet. Die tonnenschweren Orcas haben nach verschiedenen Berichten mehrmals Segelschiffe attackiert und teils schwer beschädigt. Ob dieses Verhalten eher als ein Angriff oder doch nur als ein Spiel zu werten ist, versuchen ForscherInnen aktuell herauszufinden. Betroffene berichteten, dass die Orcas, die umgangssprachlich wegen ihrer brutalen Jagd auch Killerwale oder Mörderwale genannt werden, Segeljachten so lange gerammt haben, bis die Ruder völlig manövrierunfähig gewesen seien. Die Küstenwache musste bereits mehrfach ausrücken, um von den Meeresbewohnern lädierte Schiffe abzuschleppen. „Das ist das erste Mal, dass mir dies in meinen 40 Jahren als Seemann
passiert ist“, erklärte der erfahrene Segler Candido Cosuelo nach einer Orca- Attacke. Er glaubt jedoch nicht, dass die Schwertwale wirklich das Boot oder seine Besatzung anfallen wollten: „Die wollten mit dem Ruder spielen.“ Der Biologe Alfredo López der spanischen Walforschungsorganisation Cemma vermutet, dass es sich hier eher um „Interaktionen mit Schiffen“ anstatt um gezielte Angriffe handelt. Horrorvisionen und Panikmache seien deswegen nicht angebracht. Diese seltsamen Zwischenfälle erinnern sehr an den Bestseller „Der Schwarm“ aus dem Jahr 2004, in dem Autor Frank Schätzing den Feldzug der Natur gegen den Menschen als atemberaubendes Schreckensszenario inszeniert. Spannend beschreibt Schätzing unter anderem, wie mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor sich geht.

22.09.2020: FLI: Virtueller Austausch zum Welt-Tollwut-Tag 2020

Anlässlich des Welt-Tollwut-Tages (World Rabies Day) am 28. September 2020 werden sich am heutigen Dienstag (22.09.2020) verschiedene Projektpartner, darunter das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), virtuell darüber austauschen, wie die durch Hunde verursachten Tollwutfälle beim Menschen bis 2030 nach dem One Health-Ansatz ausgerottet werden können. Als einzige effektive Maßnahme zur Ausrottung wird die Impfung der Hunde angesehen. Das FLI bringt seine
über Jahrzehnte gesammelten Erkenntnisse sowie Expertise über die Tollwut in zahlreiche internationale Projekte ein. Dabei arbeitet das Institut mit Partnern wie der Global Alliance for Rabies Control (GARC) und Mission Rabies zusammen. In dem von der WHO-FAO-OIE-Tripartite ausgerichteten Webinar wird neben Dr. Thomas Müller auch FLI-Präsident Thomas Mettenleiter über die Bedeutung des One Health-Aspekts im Zusammenhang mit Tollwut berichten.

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