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28.01.2020: Forscher entwickeln Antibiotikaersatz aus Kuhmilch

Die Forscher Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht und Prof. Dr. Ulrich Kulozik vom Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung (ZIEL) an der Technischen Universität (TU) München haben neuartige Mikrofiltrationsmembrane entwickelt, mit denen spezifische Antikörper aus Kuhmilch abgetrennt werden, die dann unter anderem Antibiotika ersetzen könnten. Mit einer besonderen Membrantechnik, der sogenannten Milchproteinfraktionierung, an deren Effektivität die beiden Wissenschaftler im Rahmen eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) erfolgreich gearbeitet haben, werden aus der Milch gezielt geimpfter Kühe Antikörper gewonnen, die bei Antibiotikaresistenzen eingesetzt werden. „Bei der Mikrofiltration wird Milch mit Druck durch Membranen gepresst und dadurch in verschiedene Komponenten unterteilt“, erklärt Kulozik das Verfahren.
„Die Methode war nicht neu. Damit aber die Antikörper im Filtrat landen und zudem von hoher Funktionalität und Reinheit waren, mussten wir die Membranen deutlich verbessern. Das ist uns gelungen“, erklärt der Forscher stolz. Heidebrecht beschreibt die Gewinnung der Antikörper: „Im Prinzip setzen wir die Kuh als Bioreaktor ein und machen uns ihr Immunsystem zunutze. Indem wir die Kuh mit inaktiven menschlichen Krankheitserregern immunisieren, erzeugen wir ganz bestimmte Antikörper in der Kuhmilch. Die reichern wir dann entsprechend an und nutzen sie für die orale passive Immunisierung von Menschen.“ So kann dieser innovative Ansatz perspektivisch zur Entwicklung von Medikamenten auf Milchbasis überall dort eingesetzt werden, wo es ein empfindliches Mikrobiom-Gleichgewicht gibt und dieses Gleichgewicht nicht mit unspezifischen Antibiotika zerstört werden soll.

28.01.2020: Erstes deutschsprachiges Landwirt Radio ab heute live

Das neue Webradio speziell für Landwirte startet am heutigen Dienstag. Die Hörer dürfen sich auf eine Mischung aus informativen Reportagen zu Themen wie Tierhaltung sowie Agrarpolitik und Unterhaltung freuen. „Wir bieten gut und solide recherchierte Beiträge zu land- und forstwirtschaftlich relevanten Themen. Daneben stehen für uns Spaß und gute Laune, tolle Musik,
stündliche Nachrichten und vieles mehr im Zentrum“, sagt Markus Huber, der zusammen mit Roswitha Foof die Geschäfte des „Landwirt Radio“ führt. Der bislang erste deutschsprachige und kostenlose Radiosender für Landwirte kann weltweit empfangen werden. Über die gängigen sozialen Medien ist es dem Hörer möglich, sich in die Inhalte einzubringen.

28.01.2020: Zufriedene Teilnehmer auf der Grünen Woche

Am vergangenen Sonntag (26.01.2020) ist die Internationale Grüne Woche in Berlin zu Ende gegangen. Rund 1.800 Aussteller aus 72 Ländern auf 129.000 Quadratmetern Hallenfläche zeigten sich äußerst zufrieden über die Rekordmesse, waren doch die mehr als 400.000 Messe- und Kongressbesucher sehr konsumfreudig und gaben über 52 Millionen Euro aus. Die Herausforderungen des Klimawandels für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie Lösungsansätze für nachhaltige, ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren waren die am meisten diskutierten Themen der Messe. Auch die Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln, das Tierwohl und die Sicherung der Welternährung waren weitere Fokusthemen. Neben einem hohen Informationswert wurde den Besuchern viel Erlebnischarakter geboten. Die Internationale Grüne Woche Berlin hat ein weiteres Mal
ihren Stellenwert als weltweite Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterstrichen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, schätzte besonders den stattgefundenen Dialog mit Verbrauchern und Politik nach einem für die Landwirte sehr schwierigen Jahr. So konnte der DBV in direkten Gesprächen die Notwendigkeit, mehr Geld für Tierwohl auszugeben, unterstreichen. „Die Grüne Woche 2020 hat mehr denn je ihre Funktion als wichtigste Dialogplattform für die Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft unterstrichen. Sie vereint alle Marktteilnehmer und bietet allen gesellschaftlichen Gruppen eine Bühne, um lösungsorientiert die Zukunftsfragen der Land- und Ernährungswirtschaft im nationalen und globalen Kontext zu erörtern“, äußerte sich Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, sehr zufrieden.

28.01.2020: Sachsen beschließt Bau eines Schutzzaunes

Nach dem letzten Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweins nur 12 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, hat der Freistaat Sachsen beschlossen, einen Schutzzaun zu bauen. Die elektrobetriebenen und mit abschreckenden Duftkomponenten versehenen Wildschweinabwehrnetze sollen entlang der 128 Kilometer langen Grenze zu Polen zeitnah
errichtet werden. Damit sollen potenziell bedrohte Landwirtschaftsbetriebe vor einem wirtschaftlichen Schaden durch einen Eintrag der ASP geschützt werden. Die sächsische Staatsministerin Petra Köpping erklärt: „Wir wollen keine Möglichkeit ungenutzt lassen, das Risiko zu verringern, dass die Afrikanische Schweinepest nach Sachsen kommt.“ Die Kosten für den Zaun betragen 250.000 Euro.

27.01.2020: Wildtiermärkte in China Grund für Ausbruch des Coronavirus

Das Coronavirus, an dem in China inzwischen 81 Personen gestorben sind, bereitet der ganzen Welt Sorgen, da es sich rasant ausbreitet. Es haben sich bereits mehr als 2.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Dr. May Hokan, Tierärztin und seit 2019 beim WWF tätig, sieht die Ursache für die stark ansteigenden Coronavirus-Infektionen unter anderem in dem illegalen Verkauf von Wildtieren auf chinesischen Märkten wie dem in der Stadt Wuhan. „Coronavirus-Infektionen kommen bei Menschen und bei Tieren vor. Einige Stränge sind zoonotisch, das heißt, sie können vonn Tier auf Mensch übertragen werden. Die Menschen auf dem Seafood-Markt in Wuhan kamen dort auch mit Wildtieren wie Fledermäuse, Schlangen, Enten, Wildkaninchen und Waschbären in Kontakt, die ebenfalls dort gehandelt wurden. Die Tiere werden auf engstem Raum in Käfigen gehalten, was nicht nur aus Tierschutzgründen bedenklich ist, sondern auch ideale Bedingungen für Krankheitserreger bietet, die sich z.B. über Körpersekrete
verbreiten. Viele von den Tieren, die auf den Märkten gehandelt werden, sind Wildtiere, einige stark gefährdet.“ Vermutet wird, dass das Coronavirus von Fledermäusen über Schlangen als Zwischenwirte auf den Menschen übergesprungen ist. Große Sorge bereitet aber auch die Tatsache, dass eine Ansteckung inzwischen auch von Mensch zu Mensch stattfinden kann. Den Grund für das Ansteigen von Zoonosen sieht Hokan unter anderem darin, dass immer mehr Menschen geballt in großen Städten leben und dass sich Erreger durch den weltweit steigenden Handel mit Tieren und tierischen Produkten, insbesondere mit Wildtieren, immer schneller ausbreiten können. Eine Vielzahl solcher Ausbrüche könnte durch das Schließen der Wildtiermärkte vermieden werden. „Egal wo das Coronavirus nun genau herkommt, ein tierischer Ursprung ist sehr wahrscheinlich und zeigt, dass Wildtierhandel nicht nur Tierarten gefährdet, sondern auch uns Menschen“, sagt Hokan abschließend.

27.01.2020: Schweden wirbt für nationale Antibiotikaminimierungsstrategie

Hohe Tierschutzauflagen erhalten eine hohe Produktivität und senken den Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren. Zumindest ist dies in Schweden gelungen, wie die Leiterin des schwedischen Landwirtschaftsministeriums
Jennie Nilsson auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitteilte. In Schweden werden u.a. intakte Ringelschwänze bei Schweinen als ein Indikator für eine gesunde Schweinemast angesehen.

27.01.2020: Tierschutzorganisation warnt vor skrupellosen Welpenhändlern

Laut Informationen der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN versuchen skrupellose Welpenhändler, angeblich aus dem geschlossenen LPT Tierversuchslabor in Hamburg gerettete Hunde zu verkaufen. Vor den Betrügern wird eindringlich gewarnt, da alle Beagle, die aus diesem Labor stammen, bereits an Tierheime und Vereine vermittelt wurden. „Illegale Welpenhändler nutzen das Schicksal der Laborhunde und die Empathie von Tierfreunden, um ihre betrügerischen Geschäfte zu
betreiben. Wir warnen vor Inseraten im Internet und Messenger-Diensten von angeblichen Tierrettern, die Beagle aus dem Todeslabor vermitteln wollen. Solche Anzeigen sind blanker Betrug. Besonders perfide: Die gewissenlosen Händler behaupten, die Beagle würden eingeschläfert, wenn sich nicht schnell ein neues Zuhause findet“, erklärt Daniela Schneider von VIER PFOTEN. Wem ein Laborhund angeboten wird oder ein dubioses Angebot auffällt, sollte umgehend die Polizei informieren.

24.01.2020: Spulwurmlarven sorgen für entzündungshemmende Reaktion

WissenschaftlerInnen des Instituts für Parasitologie und des Instituts für Lebensmitteltoxikologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) haben neue Erkenntnisse zur Neurotoxokarose. Sie konnten nun zeigen, dass es dabei bei Mäusen zu einer entzündungshemmenden Immunantwort kommt. Der Wirt schützt sich so vor einer Fehlfunktion des Immunsystems, die zum Beispiel zu einer Autoimmunkrankheit führen kann. Allerdings überlebt so auch der
verantwortliche Parasit und kann sich weiter vermehren. Unter einer Neurotoxokarose wird eine durch den Hunde- und Katzenspulwurm verursachte Erkrankung des Menschen verstanden, bei der die Parasiten nach einer Körperwanderung im Nervengewebe verbleiben. Eine Neurotoxokarose äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Die Larven sind in der Lage, bis zu zehn Jahre im menschlichen Gewebe zu überdauern und auch weiter zu wandern.

24.01.2020: 2,2 Millionen Fördergelder gehen an CattleHub

Das Projekt "CattleHub" soll die Rindergesundheit verbessern und wird dafür vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit 2,2 Millionen Euro gefördert. Zudem soll CattleHub auch die Digitalisierung in der Landwirtschaft weiter vorantreiben. CattleHub, das von der Universität Bonn koordiniert wird, will Assistenzsysteme in der Rinderhaltung erforschen. Mit Hilfe von Sensoren und Trackingsystemen soll eine bessere Überwachung der Tiergesundheit ermöglicht werden. Dazu werden die Vitaldaten
- wie etwa Bewegung, Atemfrequenz oder Wiederkauaktivität - in Echzeit an den Landwirt übermittelt. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die auch den Förderbescheid auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin übergab, sagte: „Die Digitalisierung bietet uns völlig neue Möglichkeiten, um den landwirtschaftlichen Beruf attraktiver, zukunftsfester und erfolgreich zu gestalten. Mit 'CattleHub' verbessern wir nicht nur das Tierwohl, es ist auch ein Beitrag zur Einkommenssicherung unserer Bauern."

24.01.2020: Deutschland und Frankreich wollen Kükentötung Ende 2021 verbieten

Bis Ende des kommenden Jahres soll das systematische Töten von männlichen Eintagsküken als Nachkommen von Legehennen in Deutschland und Frankreich beendet werden. Darauf haben sich die beiden Länder verständigt, wie Bundeslandwirtschaftsminiterin Julia Klöckner in Berlin gemeinsam mit ihrem französischen Kollegen Didier Guillaume bekannt gab. Zwei Verfahren, die das Geschlecht des Kükens bereits im Ei erkennen, werden unterdessen in der Praxis erprobt. Klöckner möchte außerdem alle derzeit bestehenden
Alternativen fördern, die das Kükentöten beenden könnten. Der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Friedrich-Otto Ripke, sieht in dem Vorhaben einen enormen Kraftakt, signalisierte jedoch die Unterstützung der Geflügelwirtschaft. Ein nationales Gesetz, dass das massenhafte Töten männlicher Legehennennachkommen verbiete, lehnt er jedoch ab. Dadurch würde das Problem lediglich ins Ausland verlagert werden. Erforderlich sei stattdessen eine verbindliche europaweite Regelung.

24.01.2020: FLI passt Risikoeinschätzung zur Aviären Influenza an

Nachdem zu Beginn des Jahres in Osteuropa die Geflügelpest mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 festgestellt worden ist und auch in Brandenburg ein erster Fall bei einem Wildvogel nachgewiesen wurde, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Risikoeinschätzung zum Auftreten der Aviären Influenza angepasst. Das Risiko, dass das Virus durch Lebendtransporte aus EU-Mitgliedsstaaten in deutsche Geflügelbetriebe eingeschleppt wird, wird aktuell für gering erachtet. Auch der mittelbare Eintrag durch z.B. kontaminierte Geräte
wird als mäßig eingeschätzt. Für Wassergeflügelhaltungen in Deutschland wird das Risiko des unerkannten Zirkulierens von HPAI H5-Viren und demzufolge auch das Risiko der Verbreitung zwischen Enten-/Gänsebeständen als mäßig betrachtet. Das FLI verweist darauf, dass sich in der Nähe aller Ausbruchsorte Gewässerflächen befanden. Das FLI betonte erneut, dass die Verhinderung eines Eintrags des Virus in deutsche Geflügelbestände höchste Priorität besitze. Deshalb müssten alle Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden.

23.01.2020: ASP nur noch 12 km entfernt

Die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest wird immer größer. Nun wurde in Polen ein mit dem hochansteckenden Virus infiziertes Wildschwein auch im Lausitzer Forst südöstlich von Cottbus gefunden. Der Fundort war nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt. Daher wird das Thema ASP als Dringlichkeitspunkt beim Agrarministertreffen in Brüssel am kommenden Montag besprochen werden. Unterdessen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihrem polnischen Amtskollegen über weitere Schutzmaßnahmen gesprochen. So soll ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der u.a. auch die Einrichtung einer sogenannten weißen Zone entlang der Grenze vorsieht, um das Einwandern infizierter Wildschweine nach Deutschland zu verhindern. Auch die Bundestierärztekammer (BTK) sieht die Bedrohung durch die ASP für Deutschland
immer größer werden. Daher war die ASP auch Thema auf der Pressekonferenz der BTK, die am vergangenen Dienstag auf der Grünen Woche in Berlin stattfand. Zu dem Thema referierten Dr. Iris Fuchs, die 1. Vizepräsidentin der BTK und Prof. Dr. Dr. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Ihr Anliegen: die hoch ansteckende Tierseuche in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und jedermann aufzufordern, bei der Früherkennung und somit der erfolgreichen Bekämpfung zu helfen. Außerdem sei es jetzt zwingend notwendig, bestimmte Vorbereitungen zu treffen, um das Ausmaß eines Ausbruchs so gering wie möglich zu halten und auch die Folgen für die Schweinehalter so weit wie möglich zu reduzieren. Eine aktuelle Online-Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte mit Dr. Sandra Blome vom FLI zur ASP wird unter Myvetlearn.de angeboten.

23.01.2020: Wildtierkadaver haben positiven Einfluss auf Biodiversität

ForscherInnen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Reichsuniversität Groningen haben in einer Studie untersucht, welche Auswirkungen Tierkadaver auf die Artenvielfalt in Ökosystemen haben. Wie sie in der Zeitschrift PLOS ONE schreiben, dienen die Wildtier-Kadaver nicht nur Aas fressenden Tieren als Nahrung sondern ihre Nährstoffe lassen zudem umliegende Pflanzen verstärkt wachsen, was wiederum Insekten und deren Räubern zugute kommt. „Dass Tierkadaver für Aasfresser wichtig sind, überrascht zunächst wenig“, erläutert Untersuchungsleiter Dr. Roel van Klink. „Dass sie allerdings noch nach fünf Monaten einen solch
großen Einfluss auf die gesamte Nahrungskette vor Ort haben, und dies selbst auf so nährstoffreichen Böden wie in den Oostvaardersplassen, hätte ich nicht erwartet.“ „Totholz in unseren Wäldern ist von der Bevölkerung mittlerweile weitgehend akzeptiert, was vielen Arten zugutekommt“, sagt Prof. Chris Smit von der Universität Groningen. „Der Anblick toter Tiere in der Natur ist jedoch oft noch ein gesellschaftliches Tabu. Das ist schade angesichts ihres wichtigen Wertes für die Ökosysteme und Biodiversität“. Daher empfehlen die WissenschaftlerInnen die Lockerung rechtlicher Regelungen für Naturschutzgebiete, die die Beseitigung von Kadavern vorschreiben.

23.01.2020: Haltung von giftigen Tieren soll in NRW verboten werden

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat am gestrigen Mittwoch (22.01.2020) in erster Lesung das sogenannte "Gifttiergesetz" vorgelegt, das die private Haltung von sehr giftigen Tieren verbieten soll. Demnach sollen Neuanschaffungen von giftigen, exotischen Tieren in NRW untersagt werden, jedoch dürfen angemeldete Exoten, die bereits in Haushalten leben, weiter gehalten werden, sofern eine Haftpflichtversicherung sowie ein polizeiliches
Führungszeugnisses erbracht werden können. Während die Bielefelder Berufsfeuerwehr eine Meldepflicht für solche Tiere als ausreichend ansieht, kritisieren Reptilien-Experten ein grundsätzliches Haltungsverbot, da sich dadurch der Handel nur in die Illegalität verlagern würde. „Das lässt nur einen florierenden Schwarzmarkt entstehen“, wie Schlangenexperte Marc Mense aus Harsewinkel zu berichten weiß. Begrüßt wird das Verbot jedoch von Peta oder dem Deutschen Tierschutzbund.

BTK thematisiert Animal Hoarding

23.01.2020

Am Dienstag, 21.1.2020, hat die Bundestierärztekammer (BTK) anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine Pressekonferenz veranstaltet. Eines der behandelten Themen war Animal Hording. Dabei handelt es sich um ein Krankheitsbild, bei dem Menschen Tiere in einer großen Anzahl halten, sie aber nicht mehr angemessen versorgen können. Die Halter erkennen nicht, dass es den Tieren in ihrer Obhut schlecht geht. Aber sehr häufig sind die Tiere krank, in einem schlechten Pflegezustand oder gar verwahrlost. Häufig bleibt den Amtstierärzten bei der Beschlagnahmung keine andere Wahl, als einige Tiere von ihrem Leiden zu erlösen. Die anderen werden an Tierheime aufgeteilt, damit sie dort gesund gepflegt und nach Möglichkeit in ein neues Zuhause vermittelt werden. Dies ist aber oftmals aufgrund der fehlenden oder mangelhaften Sozialisierung der Tiere oder auch aufgrund auftretender Verhaltensstörungen nicht leicht oder gar unmöglich. Animal Hoarding stellt aber nicht nur für die gesammelten Tiere großes Leid dar, sondern auch für ihren Sammler. Ohne Therapie können betroffene Menschen nicht geheilt werden,
dann liegt die Rückfallquote bei nahezu 100%. Vielfach schrecken betroffene Personen nicht davor zurück, ihren Wohnort zu wechseln. Da Fälle von Animal Hoarding nicht über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus an die Behörden weitergegeben werden, kann das erneute Sammeln von Tieren im Grunde nicht verhindert werden. Praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte sollten sensibel für mögliche Anzeichen des Animal Hoardings sein. Denn auch Animal Hoarder können tierärztlichen Rat suchen. Zudem können allgemeine Anzeichen wie die Verwahrlosung der Tiere oder Tierbesitzer, die ständig mehr und andere Tiere vorstellen, ein Indiz sein. Rechtzeitiges Einschreiten durch die Information der zuständigen Behörden und Hilfe in solchen Fällen, könnte viel Leid auf Seiten der Menschen und der Tiere verhindern, mahnt Dr. Christine Bothmann, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbands der beamteten Tierärzte (BbT). Für das Problem gibt es bisher noch kein gesamtheitliches Lösungskonzept. Lösungsansätze sind jedoch auf der Webseite des BbT, des Deutschen Tierschutzbundes und auf der Webseite der BTK nachzulesen.

22.01.2020: bpt-Präsident Moder fordert flexibleres Arbeitsrecht

Beim traditionellen Neujahrsempfang des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) hat sich bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder unter anderem zum Thema Notdienstkrise geäußert. Vor ca. 60 geladenen Gästen sagte Moder: „Mit der GOT-Notdienstnovelle hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zwar einen ersten richtigen Schritt nach vorne gemacht. Allein mehr Geld reicht jedoch nicht aus, um den tierärztlichen Notdienst flächendeckend über alle Tierarten zu erhalten.“ In diesem Zusammenhang forderte der Präsident eine Flexibilisierung beim Arbeitsrecht und befürwortete den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) für eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. In seiner Neujahrsansprache wies Moder außerdem auf eine notwendige Veränderung des Arbeitsgesetzes bei der Tierseuchenbekämpfung, gerade bei der in mehreren europäischen Ländern grassierenden Afrikanischen Schweinepest, hin. „Wer glaubt, dass mit einem starren 10-Stunden-Tag die Bekämpfung dieser Seuche möglich ist, der wird sein blaues Wunder erleben. Zeit für die Beantragung von Ausnahmegenehmigungen bleibt im Ernstfall
auch nicht“, erläuterte der bpt-Präsident. Moder nahm auch die Gelegenheit wahr, die in Zusammenarbeit mit Johannes Schmidt-Mosig erarbeitete mobile Tiernotfall-App Tino vorzustellen. Moder nahm in seiner Rede auch noch Stellung zu der Idee des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die Umsetzung der Europäischen Tierarzneimittelverordnung mit einem eigenständigen Tierarzneimittelgesetz zu verbinden, und appellierte an die Vertreter des Ministeriums, erst einmal die Umsetzung des Europäischen Rechts abzuarbeiten und dann gesondert in aller Ruhe und mit der notwendigen Umsicht die Frage eines eigenständigen Tierarzneimittelgesetzes zu diskutieren. Abschließend äußerte der Präsident noch seine Hoffnung, dass das BMEL in diesem Jahr endlich die Initiative ergreift und gemeinsam mit Tierärzteschaft und Landwirtschaft über die verpflichtende Bestandsbetreuung im Rahmen der Umsetzung des EU-Tiergesundheitsrechts diskutiert. „Wenn es dem Staat ernst ist mit mehr Tierschutz in den Ställen, dann sollte der Landwirt auch eine staatliche Bezuschussung für diese Bestandsbesuche bekommen“, erklärte Moder abschließend.

22.01.2020: Hunden ist die Fähigkeit, Gesten zu deuten, angeboren

ForscherInnen des Indian Institute of Science Education and Research in Kalkutta konnten in einer Studie beweisen, dass Hunde auch ohne Training mit Menschen Gesten verstehen können. Bei Tests mit 160 indischen Straßenhunden zeigte sich, dass auch Hunde, die nie mit Menschen zusammengelebt haben, die Gesten der Wissenschaftler richtig deuten konnten. Die Forscher stellten in ihren Tests jeweils zwei verdeckte Schüsseln mit Futter auf und zeigten darauf. Mehr als die Hälfte der Hunde liefen zu der richtigen Schüssel. Dass die
anderen Hunde nicht so reagierten, läge daran, dass diese zuvor mit großer Wahrscheinlichkeit schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatten. Das Ergebnis überzeugte die Forscher, dass Hunde eine angeborene Fähigkeit besitzen, Gesten zu deuten. „Das bedeutet, dass Hunde Menschen, denen sie zum ersten Mal begegnen, genau beobachten", sagt Anindita Bhadra, die zum Team gehört. „Sie nutzen ihr Wissen über Menschen, um bestimmte Entscheidungen zu treffen. Das beweist, dass sie intelligent und anpassungsfähig sind."

22.01.2020: VGT zeigt Betrieb wegen verbotener Käfighaltung an

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat gegen einen Legehennenbetrieb in Österreich Anzeige wegen Übertretung des Tierschutzgesetzes und der Tierhaltungsverordnung erstattet. Der Betrieb hatte die Hühner in Käfigen gehalten und als Eier aus Bodenhaltung verkauft. In Österreich ist seit dem 1. Januar 2020 die Haltung in Käfigen verboten. Der VGT hatte Beweisfotos und Videos erhalten, die zeigten, wie die Tiere zu tausenden in Käfiganlagen eingesperrt waren und daraufhin den zuständigen Amtstierarzt verständigt. „Diese Gitterregale, die auch vorne und
hinten verschlossen sind, können leicht als reine Käfighaltungen missbraucht werden. Wenn die Öffnungsgitter verschlossen bleiben, dann sind die Hühner ohne Zugang zum Boden im Käfig eingesperrt. So wird aus der Bodenhaltung eine Käfighaltung“, erklärt VGT- Kampagnenleiter David Richter. Dieser Fall zeigt, wie leicht ein Verbot der Käfighaltung umgangen werden kann. Ein einfacher Gittermechanismus versperrt den Hühnern permanent den Zugang zum Stallboden und macht aus der angeblichen Bodenhaltung eine illegale Käfighaltung.

21.01.2020: BetterwithPets Preis: Bewerbungsfrist endet am 28. Januar 2020

Bereits zum 2. Mal hat Purina den BetterwithPets Preis ausgeschrieben. Gesucht werden innovative Projekte mit dem Ziel, die positive Kraft der Beziehung zwischen Mensch und Haustier zu nutzen. Neben Ideen von europäischen Bewerbern fließen in diesem Jahr auch Projektideen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika in die Bewertung ein. Der BetterwithPets Preis wird in zwei Kategorien aufgeteilt: zum einen wird nach getesteten/implementierten Innovationen gesucht. Diese
richtet sich an Sozial- und Wirtschaftsunternehmen, gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen. Zum anderen können sich junge Innovatoren im Alter von 18 bis 25 Jahren mit ihren Projekten, die sich noch in der Ideenphase befinden, bewerben. Die Bewerbungsfrist endet bereits am 28. Januar 2020. Purina hat Preisgelder im Gesamtwert von 120.000 CHF, (für getestete bzw. implementierte Projekte) sowie 20.000 CHF (für Innovationen in der Ideenphase) ausgelobt.

21.01.2020: Luxemburg untersagt den Einsatz von Glyphosat

Das Großherzogtum Luxemburg wird ab 1. Februar 2020 als EU-weit erstes Land auf den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat verzichten. Dies teilte Landwirtschaftsminister Romain Schneider in der vergangenen Woche mit. Bis Ende Juni 2020 dürfen dann nur vorhandene Bestände abgebaut werden, professionelle oder private Anwender erhalten eine letzte Frist bis zum Ende des laufenden Jahres, wie Schweizerbauer berichtet. Nach Aussagen des Ministers
verzichten schon jetzt mehr als die Hälfte aller luxemburgischen Agrarbetriebe auf den Glyphosat-Einsatz. Landwirte erhalten vom Staat eine Sonderprämie in Höhe von 30 Euro/Hektar, Winzer 50 Euro sowie Obstbauern sogar 100 Euro für den Verzicht von Glyphosat. Luxemburg forscht mit Nachdruck an Alternativen. Im Vordergrund stehen dabei sowohl mechanische Lösungen, wie der verstärkte Einsatz von Pflügen, als auch verbesserte Fruchtfolgen.

21.01.2020: Kühe drücken Gefühle durch unterschiedliche Laute aus

Eine wissenschaftliche Studie der Universität Sydney hat bewiesen, dass Kühe Emotionen über eine veränderte Stimmlage mitteilen können. Die Tiere geben abhängig von Gefühlen der Trauer, Freude oder Aufregung unterschiedliche Laute ab. Für Studienleiterin Alexandra Grenn kommt diese Erkenntnis nicht unerwartet, da Kühe gesellige und soziale Tiere
sind, doch der wissenschaftliche Beweis stand noch aus. Laut der Studie haben Kühe individuelle Stimm- Merkmale – die Tonhöhe ändert sich abhängig von ihren Emotionen. Die Wissenschaftler wollen mit ihrer Studie zu mehr Tierwohl beitragen und hoffen, dass Landwirte nun die Gefühle ihrer Kühe besser verstehen können.

21.01.2020: Unternehmen in Singapur stellt Milch aus Zellen her

Das in Singapur ansässige Unternehmen TurtleTree Labs arbeitet gerade an einer Technologie, Milch aus tierischen Zellen herzustellen, ohne dass ein Tier erforderlich ist. Für den Prozess werden Zellen kultiviert, wodurch die volle Funktionalität von Milch für Molkereiprodukte gewährt werden soll. Das hier erzeugte Produkt gleicht der menschlichen Muttermilch oder Kuhmilch und soll als Lebensmittel angeboten werden. Finanziell unterstützt wird das Unternehmen jetzt durch eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde, an der Lever VC sowie K2 Global und KBW Ventures beteiligt sind, damit weitere Forscher an dem Projekt mitarbeiten können. „Was TurtleTree Labs tut, ist faszinierend. Seine Technologie könnte die globale Milchindustrie umkrempeln",
erklärte Nick Cooney, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter bei Lever VC. „Als erstes Unternehmen der Welt stellt es echte Vollmilch aus Zellkultivierung her. Dies ermöglicht sicherere, gesündere und maßgeschneiderte Milchprodukte, die mit weit weniger natürlichen Ressourcen hergestellt werden können." Das Unternehmen plant, schon im kommenden Frühjahr die ersten Produkte der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Die nächste Umwälzung wird von Lebensmitteltechnologieunternehmen ausgehen, die Gesundheit und Nachhaltigkeit auf großindustrieller Ebene lösen. TT schließt damit eine wichtige Lücke in der Nahrungsmittelkette zu einem kritischen Zeitpunkt in der Geschichte", erklärte Ozi Amanat, Gründer von K2 Global.

20.01.2020: Geflügelpest in Brandenburg

Die aviäre Influenza (Geflügelpest) ist in Deutschland angekommen. Das hochpathogene Virus vom Typ H5N8 ist in Brandenburg bei einer verendeten Wildgans nachgewiesen worden. Der Fundort befindet sich im Landkreis Spree-Neiße nahe
der polnischen Grenze. Die Geflügelpest vom Subtyp H5N8 breitet sich seit Jahresbeginn rasant in Osteuropa aus. Um einen Eintrag in die Nutzgeflügelbetriebe zu vermeiden, müssen die Biosicherheitsmaßnahmen strikt eingehalten werden.

Mehr als 6.000 TierärztInnen beim LTK in Leipzig

20.01.2020

Vom 16.-18. Januar 2020 waren mit mehr als 6.200 überproportional viele Tierärztinnen und Tierärzte in Leipzig. Dies lag am 10. Leipziger Tierärztekongress, der parallel zur Partner Pferd auf dem Gelände der Leiziger Messe stattfand. Mit einer Besucherzahl von 6.200 Tierärztinnen und Tierärzten sowie weiteren TierarzthelferInnen, Referentinnen und Referenten sowie Ausstellern ist dieser Kongress der erfolgreichste im deutschsprachigen Raum. Was 1998 mit 500 Teilnehmern auf dem Gelände der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig begann, hat sich mit Beteiligung der sechs ostdeutschen Landestierärztekammern und der Leipziger Messe unvergleichlich entwickelt. Dies liegt zum einen am attraktiven Standort, der vielfältigen und abwechslungsreichen Programmgestaltung, der hervorragenden Organisation und der immer wieder spaßigen
Kongressparty in der Moritzbastei. Zum anderen trägt auch die stetig wachsende Industrieausstellung vetexpo mit den vielen interessanten und freundlichen Ausstellern zur immer noch wachsenden Beliebtheit dieses veterinärmedizinischen Kongresses bei, der augenzwinkernd auch als großes "Klassentreffen" bezeichnet wird. Mit dabei in diesem Jahr war aus Anlass des ebenfalls 20-jährigen Jubiläums auch Vetion.de. Der Anbieter von Online-Fortbildungen führte dort gemeinsam mit PAUL (Praktisches Ausbildungs- und Lernzentrum der Veterinärmedizinischen Fakultät) einen chirurgischen VETbewerb, durch, um auf das einzigartige Digitale OP-Buch Hund für Tierärztinnen und Tierärzte hinzuweisen. Ebenfalls neu in diesem Jahr und ein großer Erfolg: die Jobmesse Career Corner, geplant und (mit)veranstaltet von Hardenberg Institute. Hier stellten sich verschiedene Arbeitgeber interessierten Arbeitnehmern vor und standen jedem, der wollte, Rede und Antwort.

20.01.2020: Geflügelpest breitet sich weiter aus

Nachdem Anfang Januar 2020 in Polen die hoch ansteckende aviäre Influenza vom Typ H5N8 festgestellt worden ist, sind inzwischen auch Fälle der Geflügelpest aus anderen europäischen Ländern gemeldet worden. Betroffen sind neben
Polen auch Ungarn, die Slowakei, Rumänien und Tschechien. In Tschechien ist das Virus jüngst in einem Kleinzuchtbetrieb in der Stadt Stepanov nad Svratkou, rund 150 Kilometer östlich von Prag, festgestellt worden.

20.01.2020: Keine Hundesteuer für Tiere aus dem Tierheim

Die Stadt Mannheim erlässt Hundehaltern, die einen Hund aus einem Tierheim der Stadt aufnehmen, dauerhaft die Hundesteuer. Sofern ein Hundeführerschein vorgewiesen werden kann, gilt diese Entscheidung auch für Kampfhunde. Damit hat die Stadt einem Antrag der Li.Par.Tie –Zusammenschluss aus den Linken, der PARTEI und der Tierschutzpartei- stattgegeben. PETA sieht hier eine gute Chance, dass dadurch mehr Tierheim-Hunde ein neues Zuhause finden und lobt den Beschluss. Die Tierschutzorganisation appelliert an alle Menschen, sich vor dem Kauf eines Tieres zunächst in einem Tierheim nach einem passenden Tier umzusehen.
Hier warten Hunde mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Vorlieben oft länger als ein Jahr auf ein neues Zuhause. „Etliche Tierheime im ganzen Land sind massiv überfüllt, weil viele Menschen noch immer unüberlegt Hunde im Internet oder beim Züchter kaufen. Daher geht Mannheim mit dieser zukunftsweisenden Entscheidung einen wichtigen Schritt für den Tierschutz. Die Stadt hätte den Vierbeinern und den lokalen Tierheimen kein schöneres Weihnachtsgeschenk machen können. Wir hoffen, dass noch viele weitere Städte diesem Vorbild folgen“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.

20.01.2020: Besorgnis wegen Ausbreitung des neuen Coronavirus wächst

In der chinesischen Metropole Wuhan in Zentralchina grassiert ein neues Coronavirus, das wie SARS und MERS schwere Lungenerkrankungen hervorruft, an denen bereits drei Personen verstorben sind. Nun wurden auch außerhalb von Wuhan wieder neue Infektionen mit dem Virus festgestellt. Demnach gibt es zwei neue Fälle in Peking und eine Erkrankung in der Provinz Guangdong. Allerdings waren alle drei Patienten zuvor in Wuhan. Zuvor wurde das Virus auch bereits bei einer Person in Thailand sowie bei zwei Patienten in Japan festgestellt, die sich ebenfalls zuvor in Wuhan aufgehalten hatten. Diese drei Patienten hatten aber nicht den Tiermarkt besucht, in dem die Infektionsquelle vermutet wird. Daher halten Experten eine Übertragung von Mensch zu Mensch für möglich. Allein
am vergangenen Wochenende hatte sich die offizielle Zahl der Erkrankten mehr als verdreifacht und liegt jetzt bei rund 200 Fällen. Jedoch wird die Zahl der Infizierten vom britischen Zentrum für die Analyse globaler Infektionskrankheiten am Imperial College London auf mehr als 1.700 geschätzt. Um eine weitere Ausbreitung bzw. das Verbingen des Virus in andere Länder zu verhindern, werden bei Reisenden aus Wuhan bei der Einreise Fieberkontrollen und Gesundheitschecks vorgenommen, so auch in New York, San Francisco und Los Angeles. Allerdings wächst die Gefahr der Übertragung infektiöser Krankheiten noch mit der laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag, zu der einige Hundert Millionen Chinesen erwartet werden.

20.01.2020: Reduzierung von Tierversuchen in NRW gefordert

SPD und Grüne des nordrhein-westfälischen Landtags fordern von der NRW-Regierung, Tierversuche im Land drastisch zu verringern und Forschungsgelder für Alternativverfahren zu verdoppeln. „Wir halten es für machbar, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre die Anzahl der Tierversuche mindestens halbiert wird“, sagte der Tierschutzbeauftragte der Grünen im Landtag, Norwich Rüße, der Redaktion des General Anzeigers. André Stinka (SPD) ergänzt: „Tierversuche zu verringern und alternative Methoden voranzutreiben, ist das Gebot der Stunde. Die jetzige Landesregierung sollte sich stärker auf diesem Feld engagieren und entsprechende
Pläne entwickeln.“ Laut Informationen des NRW- Umweltministeriums wurden in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt über 600.000 Tiere, vorwiegend Mäuse und Ratten, zu Versuchszwecken eingesetzt. Für 2018 werden ähnliche Zahlen erwartet. Indes will die Landesregierung die Fördergelder für das „Centrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch“ (CERST) am Leibniz- Institut für Umweltmedizin in Düsseldorf bei 300.000 Euro jährlich belassen. „Ziel muss es sein, Tierversuche überflüssig zu machen. Aber so weit ist die Forschung leider noch nicht“, erklärte NRW- Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU).

20.01.2020: Erneut Tularämie bei Feldhasen nachgewiesen

Im Landkreis Limburg-Weilburg sind erneut mit Hasenpest (Tularämie) infizierte Feldhasen aufgefunden worden. Bei dieser bakteriellen Erkrankung handelt es sich um eine Zoonose, da der Erreger auch auf den Menschen übertragen werden kann. Daher sollten tote Hasen auf keinen Fall angefasst werden. Fundtiere sollten umgehend dem zuständigen Jäger gemeldet werden. Menschen und Tiere können sich zudem durch Bisse oder Stiche von Insekten oder Zecken, die den Erreger in sich tragen,
infizieren. Sollten neben schlecht heilenden Hautwunden grippeähnlichen Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Erschöpfungszustände auftreten, ist dringend ärztliche Behandlung angeraten. Wildtiere, die an der Tularämie erkrankt sind, sterben an Blutvergiftung. Zu den Symptomen der Krankheit gehören der Verlust des typischen Fluchtverhaltens, die Tiere wirken matt und teilnahmslos. Hunde sind gegen den Erreger häufig resistent.

20.01.2020: In Deutschland demonstrieren Tausende Bauern

Anlässlich der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben am vergangenen Freitag in Deutschland Tausende Landwirte für mehr Wertschätzung und bessere Bedingungen protestiert. In mehreren Städten gab es Traktoren-Demos und Sternfahrten, durch die viele Städte zeitweise lahm gelegt wurden, wie beispielsweise Berlin, Hannover, Bremen, Nürnberg, Kiel und Stuttgart. Initiator dieser Demos am Freitag war die Initiative "Land schafft Verbindung - Deutschland". Am Samstag trafen sich dann rund 30.000 Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ökologisch
produzierende Landwirte zur Demo "Wir haben es satt" am Brandenburger Tor. Die Demonstranten forderten erneut die Agrarwende und mehr Unterstützung für kleine Bauernhöfe, artgerechte Tierhaltung, einen gerechteren Welthandel sowie einen geringeren Einsatz von Antibiotika und Pestiziden in der Landwirtschaft. Für die nächsten Tage sind weitere Bauernproteste geplant, wenn auch von anderen Organisatoren, was exemplarisch für die große Uneinigkeit unter den Landwirten bzw. der landwirtschaftlichen Verbände gesehen werden kann.

Verstöße in der Nutztierhaltung

Immer wieder kommt es zu gravierenden Verstößen in der Nutztierhaltung.

Welche Maßnahmen könnten dies Ihrer Meinung nach verhindern?