Der Welttag der Ozeane wird seit 2009 jedes Jahr am 8. Juni begangen. Der Naturschutzbund NABU weist im Rahmen dieses Gedenktages besonders auf den besorgniserregenden Zustand der Meere in der Europäischen Union hin und fordert einen konsequenteren Schutz. Mehr als 90 Prozent der europäischen Meeresgebiete seien massiv geschädigt.
„Europas Meere stehen unter massivem Druck: Fischerei, Verschmutzung und Klimakrise wirken gleichzeitig. Mit der Offshore-Windenergie, Wasserstoffnutzung und der unterirdischen Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CCS) drängen weitere Belastungen in das kränkelnde Ökosystem Meer. Deshalb muss die EU-Wiederherstellungsverordnung jetzt genutzt werden, um Schutzgebiete wirksam zu machen und marine Lebensräume, wo immer möglich, aktiv zu regenerieren“, kritisiert Kim Detloff, Teamleiter Meeresschutz im NABU-Bundesverband. Nach Angaben der Naturschützer:innen müssen die Meere und Küsten auch im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zukünftig eine größere Bedeutung einnehmen, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur zusammen mit der europäischen Biodiversitätsstrategie sei eine historische Chance, den fortschreitenden Verlust mariner Ökosysteme zu stoppen und umzukehren, heißt es in einer Pressemeldung. Nun komme es darauf an, die Vorgaben ambitioniert umzusetzen und den Meeresschutz in Deutschland und Europa zur politischen Priorität zu machen.
„Die Wiederherstellung von Salz- und Seegraswiesen sowie Riffen ist kein Luxusprojekt des Naturschutzes“, so Detloff. „Sie ist eine Investition in den Klima- und Küstenschutz und in kommende Generationen. Deshalb müssen die Meere und Küsten auch im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zukünftig eine größere Bedeutung einnehmen.“




