News


Tierschutzbund wertet schleswig-holsteinisches Katzenkastrationsprojekt als Erfolg

17.11.2017
Das Problem der frei lebenden Straßenkatzen geht für die Tiere oftmals mit vermehrtem Tierleid durch verschiedene Erkrankungen einher. Um die Zahl der Straßenkatzen nicht noch zu vergrößern, sollten alle Katzenhalter, deren Tiere Freigang haben, ihre Tiere kastrieren lassen - unabhängig davon, ob es sich um ein männliches oder ein weibliches Tier handelt. Daneben sieht der Deutsche Tierschutzbund aber auch die Politik in der Pflicht und lobt hier ausdrücklich das schleswig-holsteinische Kastrationsprojekt. Dort konnten in Kooperation von Land, Kommunen, Tierschützern und Tierarztpraxen seit 2014 rund 10.000 Katzen kastriert werden. Alleine im Rahmen der in der letzten Woche zu Ende gegangenen Aktion waren es mehr als 1.000 Tiere. Dafür stellte der Deutsche Tierschutzbund 55.000 Euro zur Verfügung. Das Land steuerte 180.000 Euro bei und die Tierärzte verzichteten pro Kastration auf 25 Euro ihres Honorars. Diese Aktion soll im Frühjahr fortgesetzt werden. Von den dieses Jahr zur Verfügung stehenden Mitteln sind noch 20.000 Euro verfügbar, die dann in die nächste Frühjahrsaktion übertragen werden sollen.

Deutscher Tierschutzbund


Tularämie auf dem Vormarsch

17.11.2017
im baden-württembergischen Ostalbkreis sind im Oktober und November diesen Jahres vermehrt Fälle der Tularämie bei Feldhasen nachgewiesen worden. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart rät deshalb zu besonderer Vorsicht. Zudem wurde im benachbarten Landkreis Heidenheim ein seltener Fall diagnostiziert. Francisella tularensis, der Erreger der Tularämie, wurde bei einem Wildschwein nachgewiesen. Am CVUA geht man davon aus, dass diese Infektion durch das Fressen verzehrter Tierkadaver zustande kam. Grundsätzlich handelt es sich bei dem Nachweis des Erregers beim Wildschwein um einen sehr seltenen Fall. In Baden-Württemberg wurde er bisher nur bei einem verendeten Wildschwein im Jahr 2010 isoliert. Pathologische Veränderungen durch den Erreger beim Wildschwein sind bisher nicht beschrieben worden. Untersuchungen aus den Jahren 1995 bis 2012 aus Hessen, Sachsen- Anhalt und Thüringen hatten gezeigt, dass Antikörper nur bei 1,1 Prozent der untersuchten 566 Wildschweine vorkamen. Dagegen kamen bei 7,4 Prozent der 457 untersuchten Füchse Antikörper vor.

CVUA Stuttgart

Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest

17.11.2017
In dieser Woche wurde in Deutschland eine Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) durchgeführt, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilt. Sollte die ASP nach Deutschland gelangen, trifft sie hier auf völlig unvorbereitete Tierbestände. Deshalb ist es um so wichtiger, dass im Falle eines Ausbruchs umgehend reagiert werden kann. Bund und Länder haben deshalb in dieser Woche eine gemeinsame Krisenübung durchgeführt, um die Abläufe im falle eines Nachweises und insbesondere auch die Kommunikation zwischen den beteiligten stellen zu testen und gegebenenfalls Verbesserungspotenzial aufzuzeigen .

BMEL
Vetion Fokusthema: Schweinepest


Fipronil-Skandal beeinflusst Eiermarkt noch immer

17.11.2017
Obwohl der Skandal mit um Fipronil belastete Eier weitestgehend aus den Medien und dem Bewusstsein vieler Menschen verschwunden ist, beeinflusst er bis heute den Eiermarkt. Darauf weist der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) hin. Dafür sind zwei Dinge verantwortlich. Einerseits deckt die Erzeugung von Eiern in Deutschland nur rund 70 Prozent des heimischen Bedarfs ab. In Deutschland waren zwar nur vier Betriebe von dem Skandal betroffen, aber besonders die Niederlande und Belgien waren betroffen. Aus diesen Ländern wurden bisher viele Eier nach Deutschland importiert. Dort sind aber immer noch eine Reihe von Betrieben nach dem Fipronil-Skandal gesperrt und fallen als Lieferanten aus. Dies betrifft laut ZDG besonders niederländische Betriebe. Allerdings erwartet der ZDG trotz der traditionell Mitte September steigenden Nachfrage nach Schaleneiern keine flächendeckenden Versorgungsengpässe. Grundsätzlich hält es der ZDG als Konsequenz aus dem Skandal für notwendig, die heimische Erzeugung auszubauen und so die Importabhängigkeit zu verringern. "Nur wenn wir mit neuen und tierwohlfördernden Ställen in Deutschland selbst die Nachfrage decken können, bleibt das Angebot von sicheren Eiern unbeeinflusst von ausländischen Krisen," so Henner Schönecke, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsches Ei e. V. (BDE).

ZDG e.V.


Untersuchungen an verendeten Schweinen deuten auf Tierschutzprobleme hin

17.11.2017
An der Außenstelle für Epidemiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) in Bakum wurden Untersuchungen an Schweinekadavern durchgeführt, die von vier Tierkörperbeseitigungsanlagen (TBA) stammen. Nachdem die Neue Osnabrücker Zeitung über diese Studie berichtet hatte, hat die TiHo eine Zusammenfassung dieser Studie, die unter der Leitung von Prof. Elisabeth grosse Beilage durchgeführt wurde, veröffentlicht. Von Januar bis April 2016 wurden in vier TBAs an insgesamt 19 Untersuchungstagen Schweine aus sechs Bundesländern untersucht. Dabei wurden insgesamt 485 Mastschweine und 128 Zuchtschweine auf tierschutzrelevante Befunde untersucht. Bei 13,2 Prozent dieser Mastschweine und 11,6 Prozent der Zuchtschweine waren Befunde zu erheben, bei denen davon auszugehen war, dass sie mit länger anhaltenden erheblichen Schmerzen und/oder Leiden verbunden waren. Zu den Befunden, die als Ursache für die länger anhaltenden Schmerzen und/oder Leiden angesehen wurden, gehörten u.a. Abmagerung, Gelenksentzündungen, tiefgehende Bissverletzungen am Schwanz und Hautläsionen. Die Verfasser schließen aus den Befunden, dass es sich bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere, die über einen längeren Zeitraum Schmerzen und/oder Leiden ausgesetzt waren, nicht mehr um Einzelfälle handelt. Deshalb müssten schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden, um diese Umstände abzustellen. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören eine entsprechende Schulung und Sensibilisierung der Tierhalter. Auch die bestandsbetreuenden Tierärzte sollten stärker als bisher dafür sensibilisiert werden, den Umgang mit erkrankten bzw. verletzten Tieren zu thematisieren. Zudem müsse der Gesetzgeber den Erfolg der genannten Maßnahmen durch entsprechende Kontrollen überprüfen.

TiHo Hannover

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