News


Bienen brauchen Diversität zum Überleben

22.08.2018
Eine vielfältige Pflanzenlandschaft hilft den Bienen, eine stabile Population aufrecht zu erhalten. Das fanden Forscher unter der Leitung der Universität Würzburg heraus. Bisher vermuteten Wissenschaftler, dass landwirtschaftlich intensiv genutzte Habitate generell schlecht für Bienen sind, da sie dort Pestiziden ausgesetzt sind und nur eine sehr geringe Auswahl an Nahrungsressourcen und Nistmöglichkeiten finden. Auch darauf führte man das weltweite Bienensterben zurück. Bienen können jedoch durchaus in landwirtschaftlich genutzten Flächen gut leben. Voraussetzung ist, dass die Bienen Zugang zu sogenannten Habitatinseln mit hoher Pflanzendiversität haben, wie Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) zusammen mit anderen deutschen und australischen Forschern in „Scientific Reports“ schreiben. Für die Studie installierten die Wissenschaftler Bienenkolonien in drei verschiedenen Habitaten. „Wir wählten naturbelassene Wälder, urbane Gärten und landwirtschaftlich intensiv genutzte Macadamia-Plantagen und beobachteten das Wachstum und die Produktion von Arbeiterinnen, Königinnen und neuen Kolonien“, sagt Dr. Benjamin Kaluza, der Erstautor der Studie. Außerdem analysierten sie die Nahrungsqualität des gesammelten Pollens und Honigs und kartierten die Pflanzendiversität in diesen Habitaten. Das Ergebnis: Die Lebensqualität der Bienen war in Gärten und artenreichen Wäldern am höchsten und in Plantagen am geringsten. Nehme die Pflanzenvielfalt in der Umgebung ab, produzieren die Bienen weniger Nachkommen, folglich schrumpfen die Kolonien. „Nur in Landschaften mit hohem Pflanzenarten-Reichtum finden sie kontinuierlich ausreichend ausgewogene und qualitativ hochwertige Nahrung und andere Ressourcen.“

Universität Würzburg


bpt Kongress 2018 - viele Themen, Diskussion und Lösungssuche

22.08.2018
Auf dem diesjährigen bpt-Kongress in Hannover vom 15.-17. November stehen Praxis, Dialog und Lösungssuche im Mittelpunkt des Geschehens. Entsprechend gibt es zahlreiche interaktive Veranstaltungsformate, von klassischen Frontalvorträgen mit Diskussion, über viele Round Tables, Seminare, Fachtreffs und in die Vortragsveranstaltungen eingebettete Podiumsdiskussionen. Wie fruchtbar Dialog auch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen ist, zeigen die gemeinsamen Programmteile zur Schweinepraxis und Lebensmittelsicherheit. Über das topaktuelle Thema „betäubungslose Ferkelkastration – wie geht es weiter“ diskutieren Fachleute aus Wissenschaft, Verbänden und Praxis mit Alois Gerig, dem Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag. Und die Inhaber von Kleintierkliniken können ihre Erfahrungen über brandaktuelle Themen wie Notdienstregelungen, Arbeitszeitgesetz oder Chancen und Risiken einer Klinikübernahme durch Corporates in einem Round Table austauschen. Aber natürlich fehlt auch das klassische Tierartenprogramm Kleintiere, Pferd, Schwein, Rind, kleine Wiederkäuer und Geflügel nicht. Im Gegenteil, es wird sogar noch um Veranstaltungen zu Zootieren, Bienen und Veterinary Public Health erweitert. Ein Novum ist auch die Verleihung des Animal Welfare Awards 2018 im Rahmen des International Animal Health Events. Ein Preis, den der bpt gemeinsam mit dem EuroTier-Veranstalter DLG aus der Taufe gehoben hat mit dem Ziel, die aus Tierschutzsicht beste technische Innovation der EuroTier zu prämieren. Neu ist außerdem der „Zahntag Pferd“, an dem sich alles rund um die Pferdezähne dreht. Selbstverständlich ist auch die Änderung der Tierärztlichen Hausapotheken-Verordnung (TÄHAV) ein Thema. Zur rechtskonformen TÄHAV-Umsetzung finden sich deshalb Beiträge und Diskussionsrunden im Kleintier-, Pferde-, Rinder-, und Schweineprogramm. Auch von der seit Mai geltenden EU-Datenschutz-Grundverordnung sind alle Tierarztpraxen gleichermaßen betroffen. Ein Seminar zu den wesentlichen Pflichten des Tierarztes findet sich im Praxisführungsprogramm. Ab sofort steht das detaillierte Kongressprogramm und die Möglichkeit der Online-Anmeldung zur Verfügung.

bpt Kongress 2018

Open Source Software erleichtert Tierbewegungsforschung

22.08.2018
Eine neue Software soll künftig Tiervideos besonders schnell und präzise auswerten können. Das Programm DeepLabCut wurde von einem Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Harvard entwickelt. Die Software basiert auf maschinellem Lernen und kann nach kurzem Training Bewegungsabläufe von Tieren in Videos analysieren. Es ist auf viele Versuchsanordnungen übertragbar, kann ohne Programmierkenntnisse bedient werden. Die Open Source Software ist frei verfügbar. "Wir wollen, dass möglichst viele Wissenschaftler und ihre Forschung davon profitieren," sagt der Mitentwickler Mackenzie Mathis, Neurowissenschaftler am Bernstein Center for Computational Neuroscience an der Universität Tübingen.

Universität Tübingen
Programm DeepLabCut


IDT Biologika geht Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen MERS-CoV ein

21.08.2018
Die Koalition für Epidemie-Vorsorge-Innovationen (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations - CEPI) unterstützt die Entwicklung und die Herstellung eines Impfstoffs gegen das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV). Kooperationspartner des Projektes ist die IDT Biologika. Die CEPI unterstützt das Projekt für die Weiterentwicklung seines MERS-CoV-Impfstoffs mit bis zu 36 Millionen US-Dollar über fünf Jahre. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung in der deutschen Bundesregierung sagte: "Ich freue mich besonders, dass bei den Bemühungen, weltweit eine bessere Gesundheitssicherheit zu erreichen, deutsches Knowhow eine wichtige Rolle spielt. Die IDT Biologika in Dessau und ihre wissenschaftlichen Partner wurden von der CEPI für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das MERS-Virus ausgewählt." Der CEO der IDT Biologika, Andreas Kastenbauer, zeigte sich erfreut. "Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur Mission von CEPI für die Entwicklung innovativer Impfstoffe zur Vorbeugung neuer Infektionsrisiken leisten zu können." Beim MERS-CoV handelt es sich um einen zoonotischen Erreger, der von Dromedaren auf Menschen übertragen wird und teilweise lebensbedrohliche Atmewegserkrankungen hervorruft. Ca. 35 % der betroffenen Personen sterben. Seit 2012 sind insgesamt 2.229 laborbestätigte Fälle in 27 Ländern, vor allem in Saudi Arabien und andern Ländern des Nahen Ostens, aufgetreten.

IDT Tiergesundheit


BTK erneuert Forderung nach Ende der Brandkennzeichnung von Pferden

21.08.2018
Anlässlich des Internationalen Weltpferdetags am 20. August hat die Bundestierärztekammer (BTK) die Forderung nach einem Ende des Schenkelbrands bei Pferden erneuert. Beim Schenkelbrand wird ein Brandzeichen gesetzt. Meistens handelt es sich dabei um das Logo des Zuchtverbandes. Allerdings wird dabei bei den Jungtieren eine Verbrennung 3. Grades gesetzt, die erhebliche Schmerzen über einen längeren Zeitraum und bleibende Schäden verursacht. Die BTK verweist darauf, dass es für die Kennzeichnung mittels Schenkelbrand keinen vernünftigen Grund mehr gibt. Denn bereits seit 2009 besteht für Equiden eine EU- Kennzeichnungspflicht mittels Mikrochip. Damit ist eine Kennzeichnung mittels Brandzeichen nicht mehr notwendig. "Nach der auch nicht schmerzfreien Implantation des Microchip gibt es keinen vernünftigen Grund i. S. d. Tierschutzgesetzes (TierSchG) für einen weiteren schmerzhaften Eingriff zur Kennzeichnung", sagt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Zudem stellt das Anbringen des Logos mittels Schenkelbrand keine individuelle Kennzeichnung zur Identifizierung dar. Es handele sich stattdessen um eine Werbemaßnahme für den Zuchtverband. Grundsätzlich gilt ab Januar 2019, dass der Schenkelbrand nur noch unter Schmerzausschaltung durchgeführt werden darf. Die BTK weist aber darauf hin, dass dies nicht ausreicht, denn durch den Verbrennungssschmerz werden die Tiere auch in den Tagen und Wochen danach eventuell erheblich beeinträchtigt. Die BTK fordert, dass der Heiß- und Schenkelbrand grundsätzlich verboten wird und dies auch im Tierschutzgesetz entsprechend aufgenommen wird.

Bundestierärztekammer e.V.
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an

Klöckner strukturiert Ministerium um 21.08.2018
Baden-Württemberg baut Unterstützung für Tierheime und Kommunen aus 21.08.2018
Thüringens Jäger schießen deutlich mehr Wildschweine 21.08.2018
Chinesischer Konzern setzt auf Gesichtserkennung beim Schwein 21.08.2018
ASP breitet sich in China weiter aus - bereits drei Provinzen betroffen 20.08.2018
Nordrhein-Westfalen meldet Ernteausfälle bei Getreide von mehr als 12 Prozent 20.08.2018
Vielversprechende Honigernte in diesem Jahr 20.08.2018
Schweiz beantragt Rückstufung des Schutzstatus des Wolfes 20.08.2018
Aviäre Influenza in Russland in Betrieb mit einer halben Million Tiere 20.08.2018
Die Mehrzahl der Orang-Utan-Populationen nicht langfristig überlebensfähig 20.08.2018
Usutu-Virus bei Vögeln in Bayern 17.08.2018
Deutscher Tierärztetag - Zukunft der Tierärzte 17.08.2018
FSME in der Schweiz auf Rekordniveau 17.08.2018
Die wichtigsten Informationen zum Floh 17.08.2018
Der Blaue Hund als App für iOS und Android erhältlich 16.08.2018
Weniger Fluorchinolone in QS-Betrieben eingesetzt 16.08.2018
Nachfrage nach Tiermedizinstudium weiter hoch 16.08.2018
Staupe bei Füchsen - auf Impfschutz bei Hunden achten 16.08.2018
Studie will Erfahrungen und Umgang mit dem Tod des Tieres beleuchten 16.08.2018
ASP-Schutzzaun zwischen Dänemark und Deutschland soll nächstes Frühjahr gebaut werden 16.08.2018
QS errechnet erstmals Tiergesundheitsindex 16.08.2018
Jäger in Sachsen-Anhalt erlegen deutlich mehr Wildschweine 15.08.2018
Viehhalter dürfen wegen der Dürre auch Zwischenfrüchte verfüttern 15.08.2018
Deutschland steigert Export von Rindern ins Ausland erneut 15.08.2018
Gene schützen Elefanten vor Krebs 15.08.2018

Hinweis

Hier werden immer die 30 aktuellsten Nachrichten angezeigt.
Ältere Nachrichten und eine komfortable Suchfunktion finden
Sie in unserem News-Archiv.
zurück

Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem Vetion.de - Newsletter
>>>>

Login eLearning-Kurse

Hier geht es zum Login für alle aktuellen eLearning-Kurse.
>>>>

Veti-Kalender 2018/2019 jetzt erhältlich

Der Veti-Kalender 2018/2019liegt jetzt druckfrisch vor und ist ab sofort im Vetion.de-Shop erhältlich! Ab Mitte August dann auch im Fachbuchhandel. >>>>

Jobbörse / Kleinanzeigen

Unter Jobbörse/ Kleinanzeigen finden Sie u.a. folgende Anzeige:

Promotionsstellen, Fruchtbarkeit beim Rind, zu vergeben.
Datum: 21.08.2018 >>>>

Tierarzt, Tierärztin für Kleintiere, Tierklinik Kaufungen
Datum: 21.08.2018 >>>>

Termine

DVG-Vet-Congress 2018 
vom 04.10.2018 bis 07.10.2018 >>>>

Pferdesymposium 2018 - Orthopädie
vom 22.09.2018 bis 23.09.2018 >>>>

Empfehlungen wegen der Hitze

Was meinen Sie dazu? Blitzumfragen zu aktuellen Themen aus Tiermedizin und Tiergesundheit

Zur Umfrage >>>>