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19.09.2019: Tierschutzorganisationen fordern Stopp von Tiertransporten

In einem offenen Brief an Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger fordern die Tierschutzorganisationen Aktionsbündnis Mensch Fair Tier, Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V., PETA Deutschland e.V. und PROVIEH e.V., jegliche Lebendtiertransporte von Brandenburg nach Usbekistan, Kasachstan und Südost-Russland zu stoppen. Eine Überprüfung der Versorgungsstationen auf diesen Routen durch die Amtstierärztinnen Dr. Martin, Dr. Hellerich, Dr. Ferken und Dr. Fuchs im vergangenen Monat hatte ergeben, dass Entladestationen entweder nicht ausreichend oder in einem nicht tierschutzgerechten Zustand vorhanden
sind. Die gesetzlich vorgeschriebenen Entladezeiten zum Ruhen, Bewegen und Versorgen der Tiere, sowie die Sicherstellung von ausreichend Futter und Wasser konnten somit nicht hinreichend belegt werden. Das Fazit der Amtstierärztinnen ist vernichtend: „Tiertransporte auf besagten Routen sind seit vielen Jahren rechtswidrig. Den Tieren wurden auf solchen Transporten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit systemimmanente langanhaltende und erhebliche Leiden und Schäden zugefügt.“ Tierschutzorganisationen appellieren daher an Minister Vogelsänger, den Export von Zucht- und Schlachttieren in Drittländer außerhalb Europas grundsätzlich und umgehend zu verbieten.

19.09.2019: Insektensterben in Baden-Württemberg schreitet voran

Die Ergebnisse des Insektenmonitorings aus dem Sommer 2018 und den Monaten April bis Juli diesen Jahres in Baden-Württemberg legen alarmierende Zahlen dar. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, erklärt: „Die ersten Daten des landesweiten Insekten-Monitorings sind alarmierend und bestätigen alle Befürchtungen.“ Auf rund 100 Probeflächen wurden während dieser Zeit in den aufgestellten Insektenfallen weniger als fünf Gramm Insektenbiomasse pro Tag gefangen, was viel zu wenig sei, so Baumann weiter. „Diese Menge bestätigt die Erkenntnis aus der Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, die als erster Beleg des Insektensterbens gilt.“ In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Biomasse innerhalb der letzten 30 Jahre um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. „Endgültige Aussagen über
das Ausmaß des Insektensterbens im Land werden wir erst nach der vollständigen Kartierung, voraussichtlich 2021, treffen können. Aber das ist jetzt schon klar: Insektensterben gibt es auch bei uns“, erklärte Eva Bell, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden- Württemberg, die das Insekten-Monitoring im Auftrag des Umweltministeriums koordiniert. Der Staatssekretär warnt: „Wir haben eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung. Insekten übernehmen Schlüsselfunktionen im Ökosystem. Sie zersetzen abgestorbene Materialien, erhalten die Bodenfruchtbarkeit und sind ein wesentliches Glied der Nahrungskette. Allein der Wert der durch Insekten bestäubten Nutzpflanzen beläuft sich weltweit jährlich auf geschätzte 235 bis 577 Milliarden US-Dollar. Umso erschreckender ist der Insektenschwund und umso wichtiger ist es, dass wir alles tun, um ihn aufzuhalten.“

19.09.2019: Fachkräftemangel erschwert tierischen Notdienst

Während die Zahl der Haustiere in Haushalten in Deutschland stetig steigt, kämpfen die Tierarztpraxen und -kliniken gegen den Fachkräftemangel. Aus diesem Grund und auch, weil das deutsche Arbeitszeitgesetz unnachgiebig ist, mussten viele Kliniken ihren Klinikstatus abgeben und bieten daher keine tierärztliche Versorgung außerhalb der Sprechstundenzeiten an. Doch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, Verletzungen, Geburtsproblemen und Unfällen beispielsweise können die Tierbesitzer nicht warten und sind gezwungen, den tierärztlichen Notdienst in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall sollten die Patientenbesitzer gegebenenfalls längere Wartezeiten einplanen, denn das diensthabende Personal schätzt die Dringlichkeit individuell ein. Zudem sollten die Tierhalter Verständnis dafür haben, dass für diesen Notdienst eine zusätzliche Gebühr nach der
Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) erhoben wird. „Die Bereitstellung von Fachpersonal zur 24-Stunden-Versorgung von tierischen Notfällen an 365 Tagen im Jahr ist teuer. Tierhaltern wird daher geraten, für Notfallbehandlungen ihrer Lieblinge rechtzeitig ein Sparkonto anzulegen oder eine Tierkrankenversicherung abzuschließen, die auch Notfälle und Operationen einschließt“, sagt Dr. Monika Hildebrand, Präsidentin der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz. So wird Tierbesitzern empfohlen, sich bereits im Vorfeld über die tierärztliche Versorgung in ihrer Region zu informieren, damit im Notfall die bestmögliche Versorgung ihres Haustieres gewährleistet ist. Auf ihrer Internetseite hat die Landestierärztekammer eine Broschüre der Bundestierärztekammer (BTK) zum Download bereitgestellt, die häufige Fragen beantwortet und Tipps gibt, wie der Tierhalter einen Notfall erkennt und richtig damit umgeht.

18.09.2019: Erster Fall von ASP in Südkorea

Am 17. September 2019 ist in Südkorea der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest bestätigt worden. Betroffen ist ein Betrieb in der Provinz
Cheongnyongdu-gil, in dem rund 2.500 Schweine gehalten wurden. Diese werden nun alle aus Seuchenschutzgründen getötet.

18.09.2019: Unfall in Sicherheitslabor in Sibirien

In einem russischen Labor nahe der sibirischen Stadt Novosibirsk, das mit zum Teil gefährlichen Krankheitserregern experimentiert, ist es zu einem Unfall in der unter dem Namen Vector bekannten Einrichtung gekommen. Demnach hat es eine Explosion und nachfolgend einen Brand gegeben. In dem betroffenen Bereich sollen jedoch keine Krankheitserreger gelagert und entsprechend auch
nicht freigesetzt worden sein. Das Labor Vector gehört neben einer Einrichtung in den USA zu den beiden Laboren auf der Welt, in denen u.a. auch noch Pocken aufbewahrt werden. Heute wird in der Forschungseinrichtung an Impfstoffen zu HIV, Ebola und anderen gefährlichen Erregern geforscht. Zu Zeit des Kalten Krieges wurde in dem 1974 gegründeten Institut auch an biologischen Waffen gearbeitet.

Hinweis

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.