News


Angriffe auf Veterinärbeamte in Italien keine Seltenheit

19.02.2018
Italienische Landwirte scheinen derzeit nicht gut auf Amtstierärzte zu sprechen zu sein. Wie die Gewerkschaftsorganisation der Veterinäre im öffentlichen Dienst (SIVeMP) und der Verband der Tierärzte (FNOVI) mitteilten, sind in Italien wieder Amtstierärzte im Dienst von Tierhaltern angegriffen worden. Diesmal waren die Veterinäre bei einer Tuberkulosebekämpfung auf einer Büffelfarm in Kampanien im Einsatz, wie Schweizerbauer.ch berichtet. Demnach sind Vorfälle dieser Art in Italien in der Vergangenheit keine Seltenheit.

Schweizerbauer.ch


Bauernbund Brandenburg kritisiert staatliche BHV1-Bekämpfung

19.02.2018
Nachdem wegen vereinzelter Nachweise von Infektionen mit dem bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1) bei Rindern in Mecklenbrug-Vorpommern rund 1.700 Kühe getötet worden sind, hat der Bauernbund Brandenburg mit Unverständnis reagiert. "Der Erreger an sich ist völlig ungefährlich, beeinträchtigt weder die Qualität der Milch noch des Fleisches und kommt bei stressfreier Haltung ohnehin nicht zum Ausbruch", sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, selber Rinderhalter aus Lennewitz in der Prignitz. Es sei höchste Zeit, die von der staatlichen Veterinärbürokratie geforderte BHV1-Freiheit aller Rinderbestände kritisch zu hinterfragen. "Seit Jahren kostet die zwangsweise Bekämpfung dieser relativ unbedeutenden Krankheit uns Bauern Zeit und Geld. Und wenn irgendwo doch mal ein Erreger festgestellt wird, macht der Staat die züchterische Arbeit von Generationen an einem Tag kaputt. Das ist unverhältnismäßig."

Bauernbund Brandenburg
Vetion Fokusthema: Bovines Herpesvirus Typ 1

EU-Kommission will Lebendtiertransporte in Drittländer aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht einschränken

19.02.2018
Die EU-Kommission sieht keinen Bedarf, den Transport von Nutztieren in Drittländer trotz gravierender Tierschutzmängel und größtenteils vollkommen inakzeptablen Transportbedingungen einzuschränken oder mit größeren Auflagen zu versehen. Diese Haltung geht aus einem Bericht zur Bewertung des Tierschutzes während des Transportes von Tieren in Drittländer von der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU-Kommission hervor. Der Bericht beruht jedoch lediglich auf einer Dokumentenprüfung, nicht etwa auf einer Kontrolle der Tiertransporte und der Transportbedingungen selbst. „Wie es den Tieren wirklich geht, wenn sie tagelang bei unsäglicher Hitze auf einem Transporter verbringen müssen und welche Qualen sie dabei erleiden müssen, wurde nicht überprüft“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das wirkliche Ausmaß der Transporte und das Leid für die Tiere wird in diesem Bericht zu Unrecht heruntergespielt.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass die EU-Staaten gewährleisten, dass Tierschutzvorgaben und damit EU-Recht bis zum Bestimmungsort der Tiere eingehalten werden. Diese Forderung entspricht auch einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2015. EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis hält dagegen, dass der „Handel mit lebenden Tieren integraler Bestandteil der modernen Landwirtschaft“ sei. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte auch den Versuch des Bundesverbandes Rind und Schwein, der aktuell versucht, das Image der Transporte wieder aufzupolieren, anstatt nach langfristigen Lösungen zu suchen.

Deutscher Tierschutzbund
Ein Bericht über Lebendtiertransporte in Drittländer
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an


Beschichtung von medizinischer Bekleidung zur Reduzierung von Bakterien und Viren

19.02.2018
Im Kampf gegen die Verbreitung multiresistenter Keime werden immer neue Wege gesucht. Einen neuen Weg hat man an der University of Manchester (Großbritannien) entwickelt. Hierzu wurde Bekleidung mit Nanopartikeln aus Kupfer beschichtet. Kupfer kann Bakterien und Viren abtöten und so helfen, die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Dieses Verfahren könnte für die Bekleidung medizinischen Personals eingesetzt werden, hoffen die Forscher. Noch besser geeignet als Kupfer wären Edelmetalle wie Gold oder Silber. Allerdings wären hier die Kosten für die Beschichtung zu hoch. Deshalb wurde Kupfer gewählt. Zunächst werden die Nanopartikel aus Kupfer in eine Lösung eingebracht, in der sie dann schwimmen. Dann werden die Stoffe aus Baumwolle oder Polyester in die Lösung eingetaucht und die Partikel gehen eine innige Verbindung mit dem Stoff ein. Was sich so einfach anhört, bedarf allerdings einiger komplizierter Vorarbeiten, die sich dann aber letztlich lohnen, da die Partikel selbst nach 30 Waschgängen noch Staphylokokken abtöten, wenn sie mit der Bekleidung in Kontakt kommen.

pte


TVT: Tierschutz gilt auch für Wildschweine

19.02.2018
Angesichts der aktuellen Diskussion zur Reduzierung der Wildschweinebestände auf Grund der Sorge eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest hat die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) hierzu aus Tierschutzsicht Stellung bezogen. Die TVT stellt grundsätzlich fest, dass der Tierschutz auch für Wildschweine gilt und bei der Tötung von Tieren grundsätzlich möglichst schonend vorgegangen werden muss. Dies fordert nicht nur das Tierschutz- sondern auch das Jagdrecht. Etwaige Schmerzen, Schäden oder Leiden müssten auch bei anderen als den bejagten Tieren möglichst vermieden werden. Dies gelte insbesondere auch für die Frischlinge, die auf das Muttertier angewiesen sind. Deshalb wird die Aufhebung der Schonzeit für Bachen mit Frischlingen aus Tierschutzsicht abgelehnt. Aber noch ein weiterer Grund spreche gegen die Aufhebung der Schonfrist. Denn Frischlinge ohne führende Bache würden oft weite Strecken zurücklegen, was zu einer Virusverbreitung beitragen könnte. Auch spricht sich die TVT gegen die Vergiftung von Wild oder eine medikamentelle Fruchtbarkeitskontrolle aus. Diese Maßnahmen seien verboten und müssten es auch bleiben, da von derartigen Maßnahmen Schmerzen, Leiden und Schäden für die Zieltierart, insbesondere aber auch für viele andere Tierarten ausgehen, die ebenfalls die Köder fressen. Die TVT zieht als Fazit ihrer Ausführungen, dass bei der Wildschweinejagd alle tangierenden Rechtsvorschriften eingehalten werden müssen und die ASP nicht als Ausrede dafür herhalten darf, dass Gebote des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit missachtet werden.

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.

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