News


Klöckner will Kükentöten schnellstmöglich beenden

14.06.2019
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zum Töten männlicher Eintagsküken in der Legehennenhaltung hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bekräftigt, dass diese Praxis ethisch nicht vertretbar ist und schnellstmöglich beendet werden muss. "Mit insgesamt über acht Millionen Euro fördere ich mit meinem Ministerium daher mehrere Verfahren und Initiativen, die das zukünftig überflüssig machen. Dazu zählt die Aufzucht und Haltung männlicher Küken aus Legelinien, so genannte "Bruderhähne" oder "Zweinutzungshühner", die wir voranbringen. Sie sind auf dem Markt, der Verbraucher hat bereits heute die Wahl", erklärte die Ministerin. Im vergangenen Jahr sei ein Durchbruch mit einem Verfahren zur Geschlechterbestimmung im Brutei gelungen. Dieses Verfahren wurden vom Ministerium mit fünf Millionen Euro gefördert und befindet sich aktuell auf dem Weg zur Serienreife. Klöckner stellte fest, dass Alternativen zur Verfügung stünden und rasch angewendet werden müssten.

BMEL


Bündnis aus elf Organisationen fordert bundesweit einheitliche Herdenschutzmaßnahmen

14.06.2019
Ein Bündnis aus elf Organisationen der Landwirtschaft und Nutztierhaltung, des Natur- und Tierschutzes sowie der Jagd hat am vergangenen Mittwoch in Berlin einen bundeseinheitlichen Herdenschutz sowie praktische wie rechtliche Klarheiten seitens der Bundesregierung gefordert. Dazu haben die Organisationen Empfehlungen vorgelegt, die die Tötung auffälliger Wölfe vorsieht, was jedoch nur als letztes Mittel angesehen werden sollte. "Es braucht endlich Rahmenregelungen des Bundes, um eine tragfähige Koexistenz zwischen Wölfen und Weidetierhaltung zu ermöglichen", lautet die Forderung der Verbände. Die Empfehlungen beinhalten sowohl inhaltliche als auch praktikable Lösungsansätze sowie eine flächendeckende Umsetzung eines für Wolfsgebiete geeigneten Herdenschutzes. Zudem fordert das Bündnis eine kostendeckende Förderung durch den Bund. Die Basis für eine umfassende Förderung des Herdenschutzes sei von der Europäischen Kommission bereits geschaffen. Zu schon vorhandenen Maßnahmen sollten den Organisationen zufolge Ausgleichsleistungen für Tierverluste gezahlt werden, sofern Maßnahmen zum Standardschutz umgesetzt worden sind.

Nabu

Studie zur veterinärmedizinischen Versorgungsdichte in Österreich erschienen

14.06.2019
Die Veterinärmedizin leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie für das Wohlergehen von Tier und Mensch, sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen und akute Seuchenbekämpfung sorgt. Somit sind Tierärzte und Tierärztinnen Garanten der Lebensmittelsicherheit. Allerdings sind die verschiedenen Arbeitsbereiche in der Veterinärmedizin sehr unterschiedlich repräsentiert. Nur etwa ein Drittel der VeterinärmedizinerInnen arbeitet in Nutztier- und Gemischtpraxen, so dass im Nutztierbereich die aktuelle Versorgung von den VeterinärmedizinerInnen in allen Bundesländern als eher unterversorgt eingeschätzt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass es in manchen Spezialisierungsbereichen und schwer erreichbaren Gebieten Probleme mit der Versorgung geben wird. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die von Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK), in einem Pressegespräch vorgestellt worden sind. Erschwerend hinzu kämen demnach die anstehende Pensionierungswelle und gleichzeitig die Schwierigkeiten, TierärztInnen in ländlichen und infrastrukturschwachen Regionen zu rekrutieren. Aber auch bei der Besetzung von Not- und Bereitschaftsdiensten gäbe es immer wieder Probleme. Um weiterhin österreichweit eine bestmögliche flächendeckende veterinärmedizinische Versorgung zu gewährleisten, hat die Vetmeduni Vienna die Initiative VetRegioVetmedAustria ins Leben gerufen. Dadurch sollen Studierende frühzeitig – etwa durch Praktika und durch wissenschaftliche Arbeiten – mit den ländlichen Regionen vernetzt werden, um sie darin zu bestärken, sich nach ihrem Studium dort niederzulassen. Im Jahr 2017 gab es etwa 3.100 aktive TierärztInnen in Österreich, und damit um 300 mehr als noch im Jahr 2010. Mit 0,36 TierärztInnen pro 1.000 Einwohner liegt die TierärztInnendichte in Österreich (Stand 2014) geringfügig unter dem europäischen Durchschnitt von 0,38. In Deutschland liegt der Wert bei 0,33. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass trotz hoher TierärztInnenzahlen nicht genügend VeterinärInnen in Bereichen der tierärztlichen Versorgung arbeiten können oder wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dementsprechend kann dieses Problem auch nicht mit einer Maßnahme gelöst werden, sondern benötigt ein Bündel an vielfältigen Ansätzen – vielmehr einen Masterplan, der zwingend gesamtheitlich umgesetzt werden muss. Um Wirkung zu entfalten, dazu braucht es aber auch einen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und der Universität“, so Frühwirth. Gleichzeitig appellierte er an alle, Verantwortung für die hohen Qualitätsstandards in Österreich zu übernehmen und diese aufrecht zu erhalten, denn „das wird der Berufsstand alleine nicht schaffen“.

ÖTK
Zukunftskongress 2019
Vetion Fokusthema: Veterinärmedizin - Status quo und Zukunft


Hunde müssen im Auto sicher verstaut werden

13.06.2019
Nur noch wenige Tage und in Deutschland beginnen in den ersten Bundesländern die Schulferien und die ersten Reisewellen setzen ein. Viele Familien entscheiden sich, mit dem Hund und dem Auto in den Urlaub zu fahren. In diesem Fall ist es wichtig zu wissen, dass Hunde laut Straßenverkehrsordnung (StVO) als Ladung gelten. Deshalb müssen sie im Auto auch entsprechend "verstaut" und gesichert werden. Dafür eignen sich am besten Transportboxen, die entweder hinter dem Beifahrersitz auf der Rückbank positioniert werden sollten oder bei größeren Boxen im Kofferraum. Vorteil der Box: die Tiere können bereits vor der Reise entspannt daran gewöhnt werden, wenn sie auch zu Hause darin schlafen. Solch eine Transportbox sollte jedoch nicht nur für eine längere Reise verwendet werden, sondern am besten auch im Alltag. Denn ein ungesicherter Hund kann im Fahrgastraum zu einem gefährlichen Geschoss werden, da sich sein Gewicht bei einem Aufprall vervielfacht. Alternativ zu einer Box kann auch ein Hundegeschirr verwendet werden, das am Sicherheitsgurt befestigt wird. Mehr Tipps für die Reise mit dem Hund oder die Unterbringung des Haustieres in der Ferienzeit finden sich im Fokusthema Haustiere in der Ferienzeit bei Vetion.de.

Marktspiegel
Vetion Fokusthema: Haustiere in der Ferienzeit


Kükentötung bleibt übergangsweise erlaubt

13.06.2019
Die Tötung männlicher Eintagsküken im Rahmen der Legehennenhaltung bleibt übergangsweise nun doch erlaubt. Dieses Urteil sprach das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag in Leipzig aus. Hintergrund der Entscheidung ist, dass einer nordrhein-westfälischen Brüterei im Herbst 2013 die Tötung männlicher Eintagsküken von den zuständigen Behörden zum 1. Januar 2015 untersagt worden war. Die Behörden waren damit einem Erlass des zuständigen Landesministeriums gefolgt. Der Betrieb hatte dagegen geklagt und in den Vorinstanzen Recht bekommen. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Entscheidungen im Grunde nun bestätigt. Gleichzeitig bestätigt es aber auch die Auffassung, dass die Tötung männlicher Eintagsküken grundsätzlich nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Denn der Zweck der Erzeugung sowohl männlicher als auch weiblicher Küken aus Zuchtlinien mit hoher Zuchtleistung sei einzig die Erzeugung weiblicher Tiere. Damit wird dem Leben eines männlichen Kükens jeder Eigenwert abgesprochen, was mit dem Gedanken des Tierschutzgesetzes nicht vereinbar ist. Das Gericht führte allerdings auch an, dass die bisherige Praxis jahrzehntelang hingenommen wurde, da zu früheren Zeiten die Gewichtung des Tierschutzgesetzes geringer war. Deshalb kann von den Brütereien eine sofortige Beendigung ihrer Praxis ohne Übergangsfrist nicht verlangt werden. Ohne diese Übergangsfrist wären die Betriebe gezwungen, zunächst die Aufzucht männlicher Küken zu ermöglichen und später ein Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei zu implementieren. Das Gericht sieht in Anbetracht der Umstände die Vermeidung einer solchen doppelten Umstellung als vernünftigen Grund an, dass die Praxis des Tötens männlicher Küken übergangsweise fortgesetzt werden darf. Dieser dürfte entfallen, sobald die Verfahren zur Geschlechtsbestimmung marktreif sind.

Bundesverwaltungsgericht

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Antibiotikaresistenzen im Fokus des Wissenschaftsmagazins des BfR 06.06.2019
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BfT sieht viele Missverständnisse beim Thema Tiergesundheit 06.06.2019
Luchspopulaton in Deutschland wächst 06.06.2019
Ernährungsausschuss des Bundestages stimmt für Abschaffung des Tierarztvorbehaltes bei Isofluran-Narkose 06.06.2019
Behörden verbuchen Erfolg im Kampf gegen illegalen Wildtierhandel 05.06.2019
Deutlicher Anstieg der Hantavirus-Infektionen 05.06.2019
Mit Gene Editing Geflügelpest-resistente Hühner züchten 05.06.2019
Bundestag diskutiert über Abschaffung des Tierarztvorbehaltes bei Isoflurannarkose von Ferkeln 04.06.2019

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