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Mildes Herbstwetter beeinflusst Igel in ihrem Rhythmus

20.10.2026

Der Oktober 2026 war bislang in weiten Teilen Deutschlands wärmer als in den vorherigen Jahren. Mit einer aktuellen Durchschnittstemperatur von mehr als 12°C liegt der Monat extrem über dem langjährigen Klimamittelwert. Besonders für junge Igel könnte das bedeuten, dass die Tiere später in den Winterschlaf gehen und sich vorher noch mehr Gewicht anfuttern können. Grundsätzlich bedeuten milde Tagestemperaturen aber nicht, dass die Tiere genügend Reserven für den Winter aufbauen können.

Denn auch das Nahrungsangebot nimmt ab Mitte Oktober deutlich ab, wie der Naturschutzbund NABU erklärt. Demnach sind Alttiere momentan schon dabei, ihr Winternest vorbereiten, da auch die Nächte spürbar kühler werden.

 Allgemein spitzt sich die Lage für Igel immer mehr zu, denn ein Großteil der Tiere leidet unter Infektionen, Pilz- oder Parasitenbefall. Hinzu kommt, dass viele der Stacheltiere stark untergewichtig sind, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt. Daher appellieren die Tierschützer:innen an die Bevölkerung, nach hilfsbedürftigen Igeln Ausschau zu halten und sich zu kümmern.

Damit die Wildtiere einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf finden können, sollten Gartenbesitzer:innen Laub, Reisig und wilde Ecken in einer ruhigen Ecke liegen lassen, denn diese bieten Material und Schutz fürs Winterquartier. Sind Igel offensichtlich verletzt, deutlich geschwächt, auffällig abmagert oder taumeln, sollte dringendst eine Igelstation oder fachkundige Wildtierhilfe kontaktiert werden. Raten die Igelschützer:innen zur Zufütterung, eignet sich hochwertiges Katzen-Nassfutter ohne Getreide, Zucker, Sauce oder Gelee bzw. gekochtes, ungewürztes Ei.

Im Herbst werden Igel auch immer häufiger in die Tierarztpraxis gebracht. Tierärzt:innen können sich auf Myvetlearn.de zu den Wildsäugern online fortbilden. Der Einsteigerkurs Igel vermittelt ein grundlegendes Wissen für die Behandlung in der Kleintierpraxis. Für TFAs hat Myvetlearn.de ebenfalls einen Kurs zur Weiterbildung im Programm. 

Landtiere 

Deutscher Tierschutzbund