Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) macht auf die hohe Belastung von Wildschweinefleisch durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, den sogenannten PFAS, aufmerksam. Das geht aus den Ergebnissen zweier aktueller Untersuchungen des Umweltbundesamtes hervor.
Demnach wurden die gesetzlich zulässigen Höchstgehalte für PFAS in zahlreichen Leberproben von Wildschweinen aus acht verschiedenen Bundesländern überschritten. In einigen Regionen war die PFAS-Konzentration so hoch, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen bei einem regelmäßigen, wöchentlichen Verzehr langfristig nicht ausgeschlossen werden können.
„Wenn selbst Wildtiere in Deutschland mit den Ewigkeitschemikalien belastet sind, zeigt das, wie großflächig PFAS inzwischen in unserer Umwelt verbreitet sind. Die PFAS-Belastung von Wildschweinen macht das Ausmaß der Umweltverschmutzung sichtbar“, macht BUND-Vorsitzender Olaf Bandt deutlich.
Die Ergebnisse legen nahe, dass sich PFAS längst in Ökosystemen ausgebreitet haben und sich in Wildtieren anreichern. Der BUND fordert eine weitreichende Beschränkung der Produktion und Verwendung von PFAS. Aktuell läge es an der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten, den Weg für eine wirksame Regulierung der Ewigkeitschemikalien freizumachen. „Mit jedem PFAS-Eintrag in die Umwelt hinterlassen wir zukünftigen Generationen ein zunehmendes Gesundheitsrisiko und gefährden unsere Ökosysteme. Wir fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, die weitere PFAS-Verschmutzung unverzüglich zu stoppen. Die Produktion und Verwendung dieser Ewigkeitschemikalien muss umfassend beschränkt werden“, so Bandt.




