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Zertifizierte Daunen schützen nicht unbedingt vor Tierleid

05.11.2026

Der Winter und damit auch die Zeit warmer Kleidung steht in den Startlöchern. Doch bei der Herstellung von Daunenbekleidung verlieren neue Daunen immer mehr an Bedeutung, stattdessen setzen die Unternehmen auf recycelte oder tierfreie Alternativen, wie aus dem aktuellen Report von Vier Pfoten hervorgeht.

Die Tierschutzorganisation hat die öffentlich zugänglichen Tierwohlrichtlinien und Websites von rund 330 Modemarken auf der ganzen Welt analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass sich hinsichtlich der Verarbeitung von Daunen in der Modebranche ein grundlegender Wandel abzeichnet. Demnach beziehen 61 Prozent der Marken, die nachweislich Daunen verwenden, diese ausschließlich aus zertifizierten Lieferketten. Die Zertifizierungen können jedoch nicht garantieren, dass in der Lieferkette kein Lebendrupf stattgefunden hat. 

„Ein Tierwohl-Siegel ist keine Garantie dafür, dass kein Tier gelitten hat. Gerade bei Daunen zeigt sich, wie groß die Lücken selbst in zertifizierten Lieferketten sein können.Verbraucher:innen können das beim Einkauf kaum erkennen. Deshalb müssen Modeunternehmen weitergehen: Lieferketten transparent machen, problematische tierische Materialien gar nicht mehr verwenden und mit tierfreien Alternativen ersetzen. Einige wenige Marken zeigen schon heute, wie das funktionieren kann“, erklärt Leon Rein, Textil-Campaigner bei Vier Pfoten.

Eine besondere Schwachstelle sehen sie Tierschützer:innen bei den Betrieben, auf denen Enten und Gänse für die spätere Mast nachgezüchtet werden. Diese seien bei gängigen Zertifizierungssystemen bislang nicht verpflichtend rückverfolgbar und unabhängig kontrolliert, so Vier Pfoten.

Vier Pfoten