Menü ≡

Schweizer Tierärzte fordern Vergütung für die Behandlung von Fundtieren

05.11.2026

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) fordert eine bundesweit einheitliche Regelung zur Finanzierung der tierärztlichen Versorgung verletzter Fundtiere. Bislang leisten Tierärztinnen und Tierärzte regelmäßig medizinische Nothilfe, ohne sicher sein zu können, dass die Behandlungskosten übernommen werden. Insbesondere bei nicht gekennzeichneten Tieren lassen sich die Halter:innen häufig nicht ermitteln. Da nur wenige Gemeinden für die Kosten aufkommen, bleiben Tierarztpraxen vielfach auf ihren Leistungen sitzen.

Die GST unterstützt daher eine parlamentarische Initiative, nach der die Behandlungskosten von Fundtieren künftig von der Allgemeinheit getragen werden sollen. Eine nationale Regelung sei notwendig, um eine einheitliche und gerechte Vergütung sicherzustellen. Gleichzeitig spricht sich der Verband für eine schweizweite Kennzeichnungspflicht für Katzen mittels Mikrochip aus. Dadurch könnten Tierhalter schneller identifiziert und die Behandlungskosten den Verantwortlichen zugeordnet werden. Ein entsprechendes landesweites Obligatorium hatte das Schweizer Parlament im Mai 2025 abgelehnt.

GST