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News

Niedersachsen plant Verbot der Anbindehaltung von Rindern

5. Februar 2026

Niedersachsen plant als erstes Bundesland, die sogenannte Anbindehaltung von Rindern künftig zu verbieten. Dazu sei ein Erlass zur Umsetzung von mehr Tierschutz erarbeitet worden, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Es sei eine Übergangsfrist von sieben Jahren vorgesehen.

Die Anbindehaltung sei mit den Anforderungen des Tierschutzgesetzes nicht vereinbar. Dieses schreibt vor, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Die Anbindehaltung ermögliche keine artgerechten Verhaltensweisen.

Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums gab es in Niedersachsen im Mai 2025 insgesamt 17.969 rinderhaltende Betriebe mit über 2,2 Millionen Tieren. Schätzungsweise werden auf „deutlich mehr als 1.000 Betrieben" die Rinder in Anbindehaltung gehalten, so das Ministerium.

Das niedersächsische Landvolk steht nach eigenen Angaben „im Ergebnis“ hinter dem Schritt. Frank Kohlenberg, der Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen sagte: „Entscheidend ist für uns, dass der Wandel praxisnah und mit Augenmaß erfolgt. Für die betroffenen Landwirte ist vor allem eines unverzichtbar: Planungssicherheit.“

Utopia

Trendwende bei Milchpreisen in Sicht?

5. Februar 2026

Die Ergebnisse der letzten drei Auktionen der globalen Handelsbörse GDT in 2026 lassen Milchviehhalter nach einer monatelangen Hängepartie bei niederigen Preisen nun auf die lang ersehnte Trendwende hoffen. Dank der steigenden globalen Nachfrage könnten die Preise rasch wieder anziehen. Der GDT-Index stieg am Dienstag um 6,7 Prozent – der höchste Anstieg seit März 2021.

Aktuell liegen die Auszahlungspreise der Molkereien an die Milchbauern teilweise noch unter 35 Cent je Liter, wodurch eine Kostendeckung bei den Landwirten nicht gegeben ist.

Bundesagrarminister Alois Rainer hat die Milchverbände daher für kommenden Mittwoch zu einem Milchgipfel in Berlin eingeladen. „Ich will nicht in die Preisgestaltung eingreifen“, sagte Rainer, „aber wenn Butter nur noch 99 Cent kostet, kann ich das nicht gut finden.“ Ein Thema dürfte auch die Diskussion um eine Risikoausgleichsrücklage sein, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht. Weiterhin dürfte es um eine Marktentlastung durch Lagerhaltung gehen, denn weniger Angebot an Butter, Käse oder Magermilchpulver könnte den Preisverfall bremsen. Ein Sprecher des Ministeriums warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen.

Zoos unterstützen die Rückkehr bedrohter heimischer Arten

5. Februar 2026

Am 7. Februar wird jedes Jahr der Internationale Reverse the Red Day gefeiert. An diesem Tag machen die Zoos und Naturschutzorganisationen auf die Naturschutzbemühungen aufmerksam, um den Trend des Verlusts der biologischen Vielfalt umzukehren. Ziel der Zoos ist es, dass Arten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in weniger bedrohte Kategorien zurückgestuft werden und das Risiko des Aussterbens der gefährdeten Arten verringert wird. Gefährdete Arten sollen wieder eine Zukunft haben.

„Wir wissen, dass Artenschutz wirkt - wenn wir ihn konsequent betreiben und zusammenarbeiten", sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Zoos leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sichern genetische Vielfalt, ermöglichen Wiederansiedlungen und sensibilisieren Millionen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur."

So zeigen die Bemühungen der Organisationen schon zahlreiche positive Ergebnisse: Nachdem beispielsweise die Przewalski-Pferde in der Natur bereits als ausgestorben galten, konnte das koordinierte Europäische Zuchtprogramm unter Beteiligung einer Vielzahl von Zoos dazu beitragen, dass die Art heute wieder durch die Steppen der Mongolei und Kasachstans streifen.

Auch die Vietnamesische Krokodilschwanzechse, von der es in freier Wildbahn nur noch wenige Exemplare gab, profitiert vom Austausch wissenschaftlich geführter Zoos. Durch ein Erhaltungszuchtprogramm des Kölner Zoos konnten schon annähernd 50 Nachzuchten in zweiter Generation aufgezogen werden. Zwölf Tiere wurden im Herbst 2025 nach Vietnam zurückgeführt und stehen dort für das erste Wiederauswilderungsprogramm bereit.

OTS

Neues Positionspapier zu Tiergesundheit und Tierwohl von Kälbern

4. Februar 2026

Kälber haben besonders in ihren ersten Lebenswochen ein hohes Erkrankungsrisiko. Um dieses zu verringern und einen guten Grundstein für das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Verhalten zu legen, ist in dieser wichtigen Phase neben geeigneten Haltungsbedingungen und frühen sozialen Kontakten besonders die frühzeitige und ausreichende Kolostrum- und Milchversorgung von Bedeutung.

Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) hat ein neues Positionspapier zur tiergerechten Kälberaufzucht erarbeitet. Darin weisen die Wissenschaftler:innen auf die Relevanz der ad-libitum-Milchversorgung, einer frühzeitigen Gruppenhaltung sowie auf die Bedeutung der kuhgebundenen Kälberaufzucht hin. Ein weiterer Fokus des Positionspapiers liegt in der Einordnung der aktuellen gesetzlichen Vorgaben sowie der Gegenüberstellung der weitergehenden wissenschaftlichen Empfehlungen, unter anderem der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

„Eine tiergerechte Kälberaufzucht ist keine optionale Zusatzleistung, sondern eine Investition in Tiergesundheit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz der Milchviehhaltung“, betonen die Autor:innen. Die empfohlenen Maßnahmen würden sich langfristig durch robustere, gesündere Tiere auszahlen, auch wenn der Aufwand zu Beginn höher sei.

Unter dem Titel „Tiergerechte Aufzucht von Kälbern – Herausforderungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen für die Praxis“ stellt das Positionspapier die wesentlichen Stellschrauben für Tiergesundheit und Tierwohl bereit und formuliert konkrete Empfehlungen für Landwirtschaft, Beratung und Politik.

FBN

Bayern fördert Neubau der Reptilienauffangstation

4. Februar 2026

Das Bayerische Umweltministerium fördert den Neubau der Reptilienauffangstation mit knapp 15 Millionen Euro. Die Auffangstation wurde 2001 gegründet und ist ursprünglich aus dem Institut für Zoologie der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervorgegangen. Mit jährlich rund 1.000 aufgenommenen und weitervermittelten Tieren ist dies Deutschlands größte Auffangstation für exotische Heimtiere. Die Auffangstation engagiert sich neben dem Tierschutz auch für Ökologie und Artenschutz.

„Der Fortbestand der Reptilienauffangstation ist uns ein Herzensanliegen. Klar ist: Die bisherigen Räumlichkeiten stoßen an ihre Grenzen. Mit den Fördermitteln ist der Weg frei für eine moderne Auffangstation, die auf die große Zahl und die besonderen Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten ist. Ich danke dem Team der Reptilienauffangstation für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Tiere", sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber am Mittwoch bei der Übergabe des Förderschecks an den Verein Auffangstation für Reptilien München e.V. in der Landeshauptstadt.

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann sagte: „Die Einrichtung ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für Tier- und Artenschutz: Hier werden aufgefundene, beschlagnahmte oder abgegebene exotische Tiere fachkundig versorgt. Darüber hinaus werden Einsatzkräfte und Behörden seit Jahren geschult."

Die neue Reptilienauffangstation entsteht in der Gemeinde Neufahrn im Landkreis Freising. Bereits im Vorfeld hat das Bayerische Umweltministerium den Grundstückskauf und die Planungen für den Neubau mit einer Förderung von rund 800.000 Euro ermöglicht. Zudem unterstützt der Freistaat die Reptilienauffangstation jährlich mit 340.000 Euro.

„Dank der großartigen Unterstützung des Freistaats Bayern kann unsere Auffangstation zu einem echten internationalen Vorzeigeprojekt werden“, freut sich Leiter der Station Dr. Markus Baur. „Mit den Fördermitteln kann die Einrichtung ihre umfangreichen Ausbaupläne tiergerecht und gleichzeitig umweltschonend umsetzen."

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Naturschutzmaßnahmen mit Wildtieren verbessern

4. Februar 2026

Die Naturschutzmedizin (Conservation Medicine) beschäftigt sich unter anderem mit der Gesundheit von Menschen und Tieren im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren und ökologischen Herausforderungen. Friederike Pohlin betreibt am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) Forschung an freilebenden Tieren aller Größenordnungen. Ihr Ziel sind unter anderem die Verbesserung von Naturschutzmaßnahmen mit Wildtieren. „Mein Team setzt sich für wirksame und humane Wildtierschutzmaßnahmen ein“, erklärt die neue FIWI-Assistenzprofessorin. „Zur praktischen Umsetzung und für Empfehlungen an die Politik braucht es wissenschaftliche Grundlagen.“

Im Fokus ihrer Forschungsarbeit stehen vor allem Anästhesieverfahren, Um- und Wiederansiedlungen sowie die Überwachung der Wildtiergesundheit. Ihr Herz schlägt besonders für Nashörner, seit sie deren Leid auf einer Studienreise nach Südafrika miterleben musste. Für ihr Horn werden die vom Aussterben bedrohten Dickhäuter brutal gewildert. „Oft wird es ihnen samt halbem Schädelknochen abgeschnitten“, so Friederike Pohlin. „Nicht selten verenden Tiere, die das überleben, kläglich.“ Die Wissenschaftlerin promovierte zum Nashorn-Transportstress, absolvierte eine europaweite Fachausbildung als Veterinäranästhesistin und kam 2020 als Karenzvertretung an die Vetmeduni Wien. Das Fachtierärztinnendiplom für Zoo- und Wildtiere hat sie ebenfalls in der Tasche. „Die klinischen Skills waren mir immer genauso wichtig wie die wissenschaftlichen“, erklärt die 38-Jährige. Die Anästhesie etwa ist unerlässlich in der Wildtierarbeit. Egal, ob es gilt, Nashörner in Safe Spaces zu verfrachten oder, wie in einem hiesigen Projekt, Rotwild zu Forschungszwecken GPS-Halsbänder umzulegen – freiwillig machen die vierbeinigen Schützlinge da nicht mit. „Das erfordert Spezialwissen und stetige Optimierung der Methoden.“

Aktuell stehen Studien mit heimischen Wildtieren sowie Nashorn-Nachfolgeprojekte auf dem Plan. Für Letztere hat sie Hydrierungsmethoden mitentwickelt und sich wegen deren reisebedingten Magen-Darm-Problemen mit deren Mikrobiom beschäftigt.

Kranke oder geschwächte Wildtiere werden auch häufiger in der Tierarztpraxis vorgestellt. Daher bietet Myvetlearn.de die ATF-anerkannte E-Learningreihe Wildtiere in der Tierarztpraxis an, bei der sich Tierärzt:innen online fortbilden können. Eine separate Reihe richtet sich an Tiermedizinische Fachangestellte. Beide Kursreihen enthalten zudem zahlreiche interaktive Elemente, die einerseits den Spaß steigern und andererseits die Bearbeitung der Inhalte intensivieren.

Vetmeduni Wien

Verlust an genetischer Vielfalt beim Deutschen Schäferhund

3. Februar 2026

Wissenschaftler:innen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, der Universität Oxford sowie des National Institutes of Health (NIH) konnten in ihrer aktuellen Forschungsarbeit belegen, dass die genetische Vielfalt des Deutschen Schäferhundes bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert abgenommen hat. Die stark geschrumpften Bestände als Folge des 2. Weltkriegs und der vermehrte Einsatz weniger, besonders gefragter Deckrüden, ein sogenannter Flaschenhals der Rasse, hat die Biodiversität weiter reduziert.   

„Unsere Daten zeigen einen massiven Verlust an genetischer Vielfalt bei Schäferhunden, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren wurden. Dieser Rückgang, teilweise durch den Zweiten Weltkrieg ausgelöst, hat die Gesundheit der Rasse mit ziemlicher Sicherheit erheblich beeinträchtigt“, erklärt der LMU-Paläogenetiker Professor Laurent Frantz, einer der Studienleiter. 

Der übermäßige Einsatz ‚populärer Deckrüden‘ habe zu weiteren genetischen Engpässen geführt, so Erstautor Dr. Lachie Scarsbrook (LMU und Universität Oxford). Die Konsequenz sei neben der Veränderung des Erscheinungsbildes auch die Verengung des Genpools der Rasse.

Die Sequenzierung der Genome von neun Deutschen Schäferhunden aus dem Zeitraum 1906 bis 1993 und dem Vergleich mit Genomen von mittelalterlichen europäischen Hunden, hatte zum Ergebnis, dass der jüngste Engpass auf das Jahr 1967 zurückzuverfolgen ist, das mit dem Geburtsjahr des populären Deckrüden Quanto von der Wienerau zusammenfällt. 

Ein Symptom für diesen Verlust an Vielfalt sind lange Abschnitte im Erbgut, in denen beide Chromosomen identisch sind, also homozygot. Solche Abschnitte begünstigten das Auftreten rezessiver Erbkrankheiten, die nur sichtbar werden, wenn das defekte Gen auf beiden Chromosomen liegt.

Mit Blick auf die Zukunft sind die Forschenden überzeugt, dass die effektivste Strategie zur Verbesserung der genetischen Gesundheit des Deutschen Schäferhundes darin besteht, Hunde aus Ländern oder Linien einzubeziehen, die nicht denselben genetischen Engpässen unterlagen. Auf diese Weise könne der „reinrassige“ Status der Hunde erhalten bleiben und gleichzeitig die Gesundheit und Langlebigkeit der Rasse maximiert werden.

Professionelle und Hobby-Züchter:innen von Hunden finden auf Tierhalter-Wissen.de verschiedene E-Learningkurse für die Hundezucht.

LMU München

Schweden verbietet Bejagung von Wölfen

3. Februar 2026

Das Bejagen von Wölfen ist in vielen Ländern ein Streitthema. Während in Deutschland noch um eine klar umgrenzte Bejagung gestritten wird, wurde in Schweden die sogenannte Lizenzjagd auf Wölfe in den vergangenen Jahren bereits praktiziert. Nun hat das Verwaltungsgericht im schwedischen Luleå die Wolfsjagd auf Drängen von Naturschützer:innen untersagt. Die Lizenzjagd auf 48 Wölfe, die gesetzlich vom 2. Januar bis 15. Februar möglich ist, wurde bereits im Dezember 2024 verboten. Die Berufung, die von den betroffenen Regionen eingelegt worden war, wurde nun vom Berufungsgericht in Sundsvall abgewiesen.

Den Naturschützern war dabei vor allem der niedrige Referenzwert für einen „günstigen Erhaltungszustand“ von 0,8 Wölfe pro 1.000 km² ein Dorn im Auge. Er entbehre „jeglicher wissenschaftlichen Grundlage“ und wurde von der EU-Kommission abgelehnt. In Deutschland liegt die Wolfsdichte bei etwa 4,6 Raubtieren/1.000 km², allein in Niedersachsen bei ca. 8,6 Wölfen/1.000 km².

Der schwedische Bauernverband kritisiert das Verbot und warnt vor Folgen für die Nutztierhalter:innen, die biologische Vielfalt und die Umsetzung der nationalen Lebensmittelstrategie.

Agrarheute

Rotfüchse werden intensiv gejagt

2. Februar 2026

Nach Informationen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) wurden im vergangenen Jahr rund 467.000 Jägerinnen und Jäger gezählt. Das entspricht einer Zunahme von mehr als 40 Prozent im Vergleich zu 1996. An der Spitze liegt Nordrhein-Westfalen mit 100.000 Jäger:innen, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Auch Schleswig-Holstein vermeldet einen Zuwachs, hier sind mehr als 22.600 Menschen Inhaber eines Jagdscheines.

Um die Population der Raubtiere in Deutschland zu kontrollieren, finden einmal im Jahr die Raubwildwochen statt, bei denen unter anderem invasive Arten wie Marderhund oder Waschbär verstärkt gejagt werden. Außerdem steht der Rotfuchs im Fokus der Jäger:innen. Die sogenannten Fuchswochen sollen den Bestand regulieren sowie Krankheiten bekämpfen, heißt es von Seiten des Landwirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein. Durch das Töten von tausenden Raubtieren soll die Biodiversität geschützt werden. Nagetiere, Vögel und Jungtiere stehen auf dem Speiseplan der Füchse, die so gut wie keine natürlichen Feinde haben.

Zudem sei der Fuchs Überträger zahlreicher Krankheiten, wie Staupe, Räude und des Fuchsbandwurmes. Nach Einschätzung des Ministeriums tragen die Fuchswochen dazu bei, das Risiko solcher Erkrankungen zu reduzieren. Kritik an der Intensivjagd gibt es vom Naturschutzbund NABU, der argumentiert, dass die Bestände auf diese Art nicht reduziert würden.

„Selbst in den 1960er- bis 1980er-Jahren, als zur Tollwutbekämpfung Füchse bis zum Geht-nicht-mehr bejagt und die Bauten begast wurden, hat man zwar die Population herunterdrücken, aber doch nicht so weit wie gewünscht minimieren können", erklärt Fritz Heydemann, stellv. Landesvorsitzender des NABU. Würden dominante Füchse getötet, rückten oft revierlose Jungtiere nach, was zu einer höheren Fuchsdichte führen könnte. Während auch die Tierrechtsorganisation PETA speziell das Argument der Krankheitsübertragung als nicht relevant ansieht, bewerten Umweltverbände die intensive Fuchsbejagung differenziert.

So befürworten diese die Jagd zumindest in ausgewiesenen Küsten- und Wiesenvogelschutzgebieten, da Füchse und andere Prädatoren in diesen Regionen ein massives Problem für Bodenbrüter darstellen, so der BUND: „Sylt ist durch den Fuchs inzwischen praktisch frei von Bodenbrütern, während Amrum noch über 10.000 Paare Küstenvögel beherbergt."

NDR

ASP in Katalonien sorgt für hohe Verluste

2. Februar 2026

In der spanischen Provinz Katalonien greift die Afrikanische Schweinepest (ASP) unter Wildschweinen weiter um sich. Nach rund 30 Jahren war die Tierseuche in 2025 erstmals wieder in der Region nachgewiesen worden.

Die Zahl der ASP-Ausbrüche steigt unterdessen weiter, erst in der vergangenen Woche wurden 13 weitere Fälle bekannt. Auch wenn bislang keine Ausbrüche in Schweinebetriebe nachgewiesen wurden, leiden die katalanischen Landwirt:innen bereits massiv unter den bisherigen Folgen der ASP-Ausbrüche in dem schweinestärksten Land der EU. Nach Informationen des katalanischen Bauernverband Unió de Pagesos belaufen sich die Verluste der Schweinehalter:innen bis zum Jahresende 2025 schon auf 63 Mio. Euro.

Der Grund für die dramatischen Umsatzeinbußen sind die strikten Verbringungsbeschränkungen, denen rund 61.500 Tiere (10 Prozent des Bestands der Provinz Barcelona) unterliegen. Der Export wird durch die ASP erheblich belastet, was insbesondere den Handel mit China beeinträchtigt. Zudem wächst mit jedem neuen Fund der Druck auf Biosicherheit und Prävention.

Die 9-teilige Online-Fortbildungsreihe zum Thema Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung von Myvetlearn.de vermittelt Tierärzt:innen in allgemeinen und tierartspezifischen Kursen fundiertes Wissen zu den Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen in Beständen zu verschiedenen Tierarten. Kurs 4 behandelt die Biosicherheit von Schweinen. 

Agrarheute

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