Jakobskreuzkraut-Challenge 2025
Das Jakobskreuzkraut (JKK) wird auf Deutschlands Weiden, vor allem in Norddeutschland, zunehmend zu einem Problem. Die gelbblühende Pflanze mit den 13 Blütenblättern wirkt auf den ersten Blick harmlos, ist aber für Weidetiere giftig. Vor allem Pferde können durch die im Jakobskreuzkraut enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide (PA) schwerste Leberschäden erleiden – mit teils tödlichem Verlauf. Das Landvolk Niedersachsen unterstützt deshalb die von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) gestartete „Jakobskreuzkraut-Challenge 2025“. Ziel ist es, durch Aufklärung, gezielte Aktionen und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen das Ausbreiten der Giftpflanze zu verringern und zugleich Druck auf die Politik auszuüben, endlich verbindliche Maßnahmen zur Eindämmung zu ergreifen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.
„Gerade in Heu oder Silage wird das Jakobskreuzkraut von Pferden nicht mehr erkannt – die bitteren Stoffe sind dann kaum noch wahrnehmbar. Schon geringe Mengen über einen längeren Zeitraum können zu chronischen Lebervergiftungen führen“, warnt Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg. „Die tödlichen Fälle von Weidevergiftungen nehmen laut Landwirtschaftskammer gleichermaßen bei Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden zu“, führt der Milchviehhalter aus dem Weserbergland aus.
Die „Jakobskreuzkraut-Challenge 2025“ läuft seit dem 1. Mai und geht noch bis zum 31. August 2025. Dabei sammeln die Teilnehmer:innen Punkte – für das Ausreißen der Pflanzen, das Melden von Befallsflächen, Aktionen mit der Kommune oder für Medienbeiträge. Am Ende wird der aktivste Bezirksverband ausgezeichnet. Gleichzeitig entstehe durch die gesammelten Rückmeldungen eine wertvolle Datenbasis über die tatsächliche Verbreitung der Pflanze.
Erdüberlastungstag bereits am 24. Juli
Der Erdüberlastungstag steht für den Tag, an dem im laufenden Jahr bereits mehr natürliche Ressourcen verbraucht wurden, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann. Jedes Jahr kommt dieser Tag früher. In 2025 ist es bereits am 24. Juli so weit. Um ihren Verbrauch zu decken, beansprucht die Weltbevölkerung aktuell 1,8 Erden. Besonders Industriestaaten wie Deutschland leben deutlich über ihre Verhältnisse und zerstören auf diese Weise unsere natürlichen Lebensgrundlagen, beklagt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und fordert daher rasche Maßnahmen von der Bundesregierung, um den Ressourcenverbrauch deutlich zu senken.
"Wir verschwenden unsere Ressourcen als gäbe es kein Morgen", sagt der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Er zählt die Übernutzung des Wassers, der Böden und der Wälder auf. "Die katastrophalen Folgen unseres Wirtschaftens wie Starkregen, Überschwemmungen und Trockenheit zeigen sich weltweit und auch bei uns immer deutlicher. Städte müssen sich anpassen; die Landwirtschaft muss sich umstellen; Mikro- und Nanoplastik sind überall. Wir sind abhängig von Rohstoffen, deren Abbau die Natur zerstört und die Klimakrise weiter befeuert."
Bandt weiter: „Wir leben in einem System, das immer mehr an seine Grenzen kommt. Doch wir können dagegen steuern: Mit besseren Mehrwegsystemen verbrauchen wir weniger Verpackungen und Plastik. Durch gutes Design halten unsere Elektrogeräte länger und sie sind leichter zu reparieren. Das ist nicht nur sinnvoll für die Umwelt, sondern schont auch noch den Geldbeutel.“
Myxomatoseausbruch rund um Wien
In Österreich grassiert im Raum Wien die Myxomatose. Die auch als Kaninchenpest bezeichnete Infektionskrankheit verläuft für Wild- und Hauskaninchen (Oryctolagus cuniculus) meist tödlich und wird durch das zur Familie der Pockenviren gehörende Myxomavirus hervorgerufen. Das Virus wird durch direkten Kontakt aber auch durch blutsaugende Insekten wie Stechmücken, Zecken oder Flöhe übertragen.
Wenige Tage nach der Infektion entwickeln infizierte Kaninchen und Hasen Schwellungen in Kopf- und Genitalbereich. Häufig sind die Augen betroffen und nicht selten führen Schwellungen und Entzündungen zur Orientierungslosigkeit und Erblindung. Fressunlust, fortschreitende Schwäche und häufig auftretende Sekundärinfektionen führen rasch zum Tod.
Der aus Südamerika stammende Erreger aus der Familie der Pockenviren wurde in den 1950er-Jahren in Europa und auch in Australien freigesetzt, um Kaninchenpopulationen gezielt einzudämmen. Das Virus kommt seither in vielen Ländern der Erde vor. Im Jahr 2018 tauchte eine neue Virusrekombinante (ha-MYXV) auf der Iberischen Halbinsel auf und führte nicht nur zu vermehrten Krankheitsfällen bei Kaninchen, sondern auch zu erheblichen Rückgängen in den Populationen des Iberischen Hasen (Lepus granatensis). Vor einigen Wochen ist dieses mutierte Virus nun auch in Österreich angekommen. So wurde in den vergangenen Wochen in und rund um Wien sowie in mehreren Bezirken Niederösterreichs eine ungewöhnlich hohe Anzahl toter Feldhasen (Lepus europaeus) und in letzter Zeit auch (Wild-)Kaninchen gefunden.
Im Bereich des Wiener Handelskais haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Kaninchen-Kolonien etabliert. Laut Federica Cappa vom Verein Kaninchen-Helpline werden in diesem Gebiet immer wieder Heimkaninchen ausgesetzt, die sich mit Wildkaninchen kreuzen und unkontrolliert vermehren. Seit Anfang Juni 2025 werden auch hier kranke Tiere beobachtet und täglich bis zu 20 Tierkadaver entsorgt. Innerhalb von fünf Wochen gab es im Bereich Handelskai/Brigittenauer Brücke über 100 dokumentierte Todesfälle.
Bei den pathologischen Untersuchungen am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (kurz FIWI, Pathologisches Labor) an der Vetmeduni Wien konnte dann die Myxomatose, verursacht durch die genetische Variante bestätigt werden.
Für Haus- und Zuchtkaninchen wird dringend eine Impfung gegen die Myxomatose empfohlen. Sie ist gut verträglich und bietet auch gegen die neue Virusvariante einen zuverlässigen Schutz.
Japankäfer: BMELH bittet Reisende um erhöhte Achtsamkeit
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) warnt vor der Einschleppung des invasiven Japankäfers (Popillia japonica) als Urlaubssouvenir. Denn das kleine Insekt mit goldgrünem Halsschild ist kaum größer als eine Kaffeebohne, kann aber riesige Schäden anrichten. Daher ruft das BMLEH Reisende zum Start der Ferienzeit zur Achtsamkeit auf. Es sollten zudem tunlichst keine Pflanzen, keine Erde, keine Samen oder Rollrasen aus dem Urlaub mitgebracht werden, vor allem nicht aus Norditalien oder der Südschweiz.
Der Japankäfer stellt eine große Bedrohung für die heimische Landwirtschaft, Gärten und Wälder dar. Wer Koffer, Auto oder Campingausrüstung kontrolliert, hilft mit, hiesige Pflanzen, Natur und Ernten zu schützen, so das BMLEH.
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Ostasien. Im Jahr 2014 wurde er erstmals auf dem europäischen Festland entdeckt. Seither breitet er sich in Süd- und Mitteleuropa aus, wie auch jüngste Funde nahe der deutsch-schweizerischen Grenze zeigen. 2024 ist der Japankäfer erstmals in Bayern gefunden worden. Auch im Juli 2025 meldet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in der Nähe von Lindau wieder fünf männliche Japankäfer.
Die Larven des Käfers leben im Boden und schädigen dort die Wurzeln der Pflanzen, während die erwachsenen Käfer Blätter, Blüten und Früchte von über 400 Pflanzenarten fressen. Gefährdet sind u.a. Apfelbaum, Kischlorbeer und Weinreben.
Umfangreiche Materialien zum Japankäfer wie einen Flyer, ein Plakat, eine Postkarte sowie Informationen zur Meldung eines Verdachts finden sich auf der BMLEH-Webseite. Ein Befall oder Verdacht kann dem Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes gemeldet werden – am besten mit Foto oder mit einem sicher verpackten Exemplar des Käfers.
Spanisches Gericht stellt Menschenrechte über intensive Tierhaltung
In der vergangenen Woche hat der Oberste Gerichsthof im spanischen Galizien ein historisches Urteil gegen die Nutztierhaltung in Spanien gesprochen, das zum Präzedenzfall für ganz Europa werden könnte. Hintergrund sollen die enorme Umweltbelastungen durch die intensive Schweinehaltung in der Region A Limia in der Provinz Galizien im Nordwesten von Spanien sein, die laut der sechs Kläger die Menschenrechte grundlegend verletzt.
Spanien ist der größte Schweineproduzent Europas. In Galizien konzentriet sich die Schweinehaltung besonders stark, dort werden etwa ein Drittel der Schweine in Spanien gehalten.
Geklagt haben sechs Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen im Namen der rund 20.000 Anwohner, die unter den durch die Tierhaltung hervorgerufenen Umweltbelastungen wie beispielsweise zu hohe Nitratkonzentrationen im Grundwasser und dem Stausee As Conchas sowie die Geruchsbelästigung durch Ammoniakausgasung leiden. Beides mache das Leben der Bevölkerung dort unerträglich.
Das Gericht verpflichtete jetzt Galiziens Regionalregierung sowie die zuständige Wasserbehörde sofortige Maßnahmen gegen den Gestank und die ökologischen Schäden zu ergreifen, die sie jahrelang ignoriert hätten.
Prekär ist, dass dieses Urteil einen Präzedenzfall schafft und damit einen neuen Maßstab für zukünftige, ähnliche Fälle. So könnte der Weg für weitere Klagen gegen Massentierhaltung in ganz Europa geebnet werden, fürchten Experten.
Niedersachsen fordert ab 2026 Biosicherheitsmanagementplan
Mit dem Stichtag 1. Januar 2026 müssen Schweine und Geflügel haltende Betriebe - auch Kleinstbetriebe mit wirtschaftlicher Ausrichtung- in Niedersachsen einen Biosicherheitsmanagementplan gemäß dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt vorweisen können. Ziel ist es, den Seucheneintrag auf dem Betrieb wirksam zu verhindern und klare betriebsinterne Verfahren zur Seuchenprävention zu dokumentieren.
Entsprechend enthält der Biosicherheitsmanagementplan Regelungen zum Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehr, zur Stallhygiene und zum Umgang mit betriebseigener Ausrüstung. Für eine leichtere Aufstellung des Plans haben die Niedersächsische Tierseuchenkasse und das Landvolk Niedersachsen gemeinsam mit weiteren Partnern eine umfassende Arbeitshilfe entwickelt, die u. a. einen Leitfaden, Checklisten sowie ein ausfüllbares Formular beinhaltet. Die zugrunde liegenden Inhalte wurden von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einem offiziellen Konzept zusammengestellt. Die Arbeitshilfe basiert auf den Vorgaben des Niedersächsisches Biosicherheitskonzept für Geflügel haltende Betriebe nach dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt“, Stand: 16.07.2025).
Es wird empfohlen, den Biosicherheitsmanagementplan gemeinsam mit einem Tierarzt oder Fachberater aufzustellen. Die Kosten dafür trägt die Tierseuchenkasse.
Kommt es hingegen nach dem 1. Januar 2026 zu einem Ausbruch eines Tierseuche und es liegt kein solcher Biosicherheitsmanagementplan vor, kann es zu Kürzungen bei Entschädigungsleistungen um bis zu 25% kommen. Der Biosicherheitsplan muss außerdem jährlich überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden.
Um Biosicherheitsmaßnahmen in der tierärztlichen Bestandsbetreuung geht es auch in der 9-teiligen Fortbildungsreihe von Myvetlearn.de.
Steigende Fallzahlen von Fuchsbandwurm beim Menschen
Die alveoläre Echinokokkose ist eine potenziell lebensbedrohliche Infektionserkrankung und Zoonose, die durch den Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) verursacht wird. Sie ist zwar in den meisten europäischen Ländern meldepflichtig, wie aber eine aktuelle Studie zeigt, gibt es große Lücken in der Erfassung – entweder weil die Infektionen nicht entdeckt oder nicht offiziell registriert werden. Im Rahmen einer Übersichtsarbeit unter maßgeblicher Beteiligung der MedUni Wien wurden nun erstmals die europaweiten Fallzahlen dieser Erkrankung ermittelt und die Ergebnisse im Fachjournal „The Lancet Infectious Diseases“ publiziert. Alamierend sind hier die steigenden Fallzahlen.
Dazu wertete das internationale Forschungsteam unter Mitwirkung von Herbert Auer (Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, MedUni Wien), Felix Lötsch (Klinisches Institut für Labormedizin, MedUni Wien) und Heimo Lagler (Universitätsklinik für Innere Medizin I, Leiter der österreichweit einzigen Interdisziplinären Spezialambulanz für Echinokokkose, MedUni Wien) die Daten aus 40 europäischen Staaten aus. Wissenschaftliche Publikationen, lokale Krankheitsregister, offiziell gemeldete Fallzahlen und nicht-publizierte Berichte („graue Literatur“) für den Zeitraum 1997 bis 2023 bildeten dabei die Basis. Das Ergebnis: Insgesamt wurden in 28 der untersuchten Länder 4.207 Fälle von alveolärer Echinokokkose erfasst. Basierend auf den in dieser Studie ermittelten Inzidenzraten und Trends, wurden der Alpenraum und das Baltikum als Hotspots identifiziert. So entfielen allein auf Österreich, Frankreich, Deutschland und die Schweiz 2.864 (68,08 Prozent) der Fälle. Explizit in den vergangenen Jahren konnte ein klarer Anstieg an Diagnosen verzeichnet werden. Gründe dafür könnten hohe Fuchspopulation oder der zunehmender Kontakt zwischen Wildtieren, Haustieren und Menschen sein. In Europa gilt die alveoläre Echinokokkose als eine der gefährlichsten parasitären Infektionskrankheiten.
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Mehrzahl der Fälle durch Kontakt mit Boden oder kontaminierten Lebensmitteln. Die Infektion verläuft häufig über Jahre symptomlos und manifestiert sich erst später, insbesondere durch Veränderungen der Leber. Die Therapie umfasst eine operative Entfernung von befallenenem Lebergewebe und/oder antiparasitäre Medikamentengabe.
In den Augen der Forscher ist es sehr wichtig, dass die bestehende Meldepflicht konsequent umgesetzt wird und in bislang wenig erfassten Ländern Surveillance-Systeme zur gezielten Überwachung des Fuchsbandwurms aufgebaut werden. Zudem sei es notwendig, die Sensibilisierung im medizinischen Bereich zu erhöhen und diagnostische Standards europaweit zu vereinheitlichen.
Es droht massiver Ausstieg aus der Schweinehaltung
Viele Mastschweine- und Sauenhalter wollen in den kommenden 10 Jahren aus der Schweinehaltung aussteigen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Auftrag der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) durchgeführt wurde.
Laut ISN haben nur rund 2/3 der befragten Schweinemäster und 56% der Sauenhalter trotz ökonomisch positiver Einordnung der aktuellen Lage angegeben, in den nächsten zehn Jahrenmit der Haltung von Mastschweinen beziehungsweise Sauen weiter machen zu wollen. Dies gelte vor allem für kleine Betriebe. Der Grund dafür sind geänderte Haltungsvorgaben, die zeitnah umgesetzt werden müssen und entsprechende Investitionen erforderlich machen.
Bislang hätten sich nur 40% der sauenhaltenden Betriebe für einen Umbau entschieden. Aus der Umfrage ergibt sich aus der Schweinemast eine anstehende Verschiebung der Haltungsformen. Zwar dominierten auch in den kommenden 5 Jahren die Haltungsformen 1 und 2, gingen doch die Plätze in der Haltungsform 1 um ein Viertel zurück; in Haltungsform 2 stiegen sie leicht an. Zudem seien signifikant höhere Anteile in den höheren Haltungsstufen von bis zu 12% der Mastplätze realistisch.
Ausgebremst werde die generelle Entwicklung beim Umbau der Schweinehaltung durch extrem langwierige Genehmigungsverfahren, mangelhafte Verlässlichkeit der Vorgaben und viel zu viel Bürokratie. Für ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack ergibt sich aus den Umfrageergebnissen ein erheblicher Handlungsbedarf. Es brauche einen „unbürokratischen Wachstumsbooster“.
Prof. Eberhard Haunhorst ist zum BMLEH gewechselt
Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, langjähriger Präsident des Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), hat zum 15. Juli 2025 die Leitung der Abteilung 3 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) in Berlin übernommen. Sein Amt als LAVES-Präsident hat er entsprechend niedergelegt. Der hat seine Tätigkeit als Präsident beim beendet, um am heutigen Montag die zu übernehmen.
Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte dankte dem Veterinärmediziner für seine hervorragende Arbeit und das Engagement für den gesundheitsbezogenen Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher und die Lebensmittelsicherheit in Niedersachsen. "bedanke ich mich herzlich bei Professor Haunhorst. "Seine umfassende fachliche Expertise und seine langjährigen Erfahrungen werden einen wertvollen Beitrag für die Aufgaben im BMLEH liefern und zur Stärkung des Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit beitragen. Für seine künftige Aufgabe wünsche ich Professor Haunhorst viel Erfolg und Geschick!“
Haunhorst leitete als erster Präsident seit Februar 2002 das LAVES und entwickelte dieses in mehr als 20 Jahren zu einer bundesweit renommierten Einrichtung der Lebensmittelsicherheit und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Als international anerkannter Experte in Fragen der Lebensmittelsicherheit, des Verbraucherschutzes und öffentlichen Veterinärwesens ist er in zahlreichen Kommissionen und Ausschüssen tätig und koordinierte im Auftrag der Bundesregierung als Projektleiter verschiedene EU-Projekte zum Aufbau der Veterinärverwaltung in Beitritts- und Partnerländern.
EU-Kommission blendet Natur- und Klimaschutz nahezu aus
Die EU-Kommission hat den Vorschlag für den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) ab 2028 vorgelegt. Dabei drohen aus Sicht des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) zentrale Zukunftsaufgaben auf der Strecke zu bleiben. Der NABU kritisiert: Der gemeinsame Kampf für die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlage und den Klimaschutz ist hinter Themen wie Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigung und Bürokratieabbau nahezu unsichtbar. Ein eigener Finanzierungsschwerpunkt für resiliente Ökosysteme fehlt völlig – dabei sind gesunde Böden, ein stabiler Wasserhaushalt und eine intakte Artenvielfalt die elementare Grundlage für Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Der EU-Haushalt entscheidet über unser wirtschaftliches Fundament – aber auch darüber, wie wir überhaupt eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Der Vorschlag der Kommission blendet den alarmierend schlechten Zustand von Artenvielfalt und Ökosystemen nahezu vollständig aus. Wer nur auf Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung setzt, verliert das Fundament, auf dem unsere Sicherheit fußt.“
Besonders kritisch bewertet der NABU die geplante Auflösung des LIFE-Programms. Ohne feste Mittelbindung und Priorisierung von Mitteln für die Wiederherstellung der Natur besteht die Gefahr, dass diese wichtigen Zukunftsaufgaben künftig weitgehend leer ausgehen. „LIFE ist das Rückgrat europäischer Natur- und Klimaschutzfinanzierung. Es jetzt in einem Mischfonds mit Verteidigung und Digitalisierung verschwinden zu lassen, ist ein dramatischer Rückschritt. Kleine Organisationen, Projekte vor Ort und Innovationen im Naturschutz drohen so kaum mehr zum Zug zu kommen“, so Krüger.




