Das Porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) führt bei Schweinen zu hohen Ferkelverlusten und Atemwegserkrankungen. Die Erkrankung stellt eine der verlustreichsten in der Schweinehaltung dar.
Einem Team aus Forschenden der University of Illinois Chicago und der University of Illinois Urbana-Champaign in den USA ist es nun gelungen, eine Art Melder zu entwickeln, der PRRS-Viren im Schweinestall erkennt, bevor es zu einem Ausbruch kommt. Dazu haben die Wissenschaftler:innen unter der Leitung von Dr. Igor Paprotny eine bereits konzipierte Technologie namens bioAerium verwendet und entsprechend angepasst. Künftig könnte ein Sensor das Virus frühzeitig in der Luft erkennen und so größere Ausbrüche vermeiden. Die ersten Testergebnisse in Schweineställen seien vielversprechend gewesen, so die Forschenden.
Nach Informationen der Wissenschaftler:innen saugt das Gerät automatisch Aerosole aus der Luft und analysiert diese. Dieses Verfahren sei so präzise wie ein PCR-Test, benötigt jedoch keine komplexen Temperaturwechsel. Mit der Methode könnten Schweinehalter:innen in Zukunft Infektionen kontinuierlich überwachen, ohne dafür regelmäßig Proben von den Tieren nehmen zu müssen.
Die Versuche lieferten auch Erkenntnisse darüber, welche technischen Anpassungen für einen zuverlässigen Betrieb im Schweinestall erforderlich sind. Ziel ist es, die Sensoren künftig ganzjährig einsetzen zu können. Allerdings besteht weiterer Entwicklungsbedarf. So soll eine nächste Gerätegeneration zwischen PRRS-Impfstämmen und wildtypischen Virusvarianten unterscheiden können. Grundsätzlich lässt sich die Technik auf weitere Erreger anpassen.
Bis zum regulären Praxiseinsatz sind allerdings weitere Entwicklungsschritte notwendig. Die bisherigen Ergebnisse stammen aus Untersuchungen mit Prototypen.




