Die Neue Welt-Schraubenwurmfliege (NWS) ist ein verheerender Schädling, dessen Larven sich in das Fleisch lebender Tiere einbohren. In der Regel legen NWS ihre Eier in offenen Wunden oder Körperöffnungen von Rindern und Wildtieren ab. Unbehandelt können die Maden schwere, oft tödliche Schäden verursachen.
Während NWS in Kuba, der Dominikanischen Republik sowie einigen südamerikanischen Ländern endemisch ist, gilt der Parasit in den USA als ausgerottet. Seit dem Jahr 2024 breitet sich die Neue Welt-Schraubenwurmfliege jedoch von Mexiko in Richtung USA aus. Nun hat das US-Landwirtschaftsministerium USDA den ersten NWS-Fall bestätigt. Bei zwei Kälbern in Texas wurde der Parasit nachgewiesen.
Die Behörden haben eine 20-Kilometer-Befallszone rund um den Fundort eingerichtet. Zudem haben sie Tierhaltende aufgerufen, ihre Nutz- und Haustiere regelmäßig auf mögliche Anzeichen eines Befalls zu untersuchen. Das Landwirtschaftministerium weist zudem darauf hin, dass Körperöffnungen wie Nase, Ohren und Genitalbereich sowie Nabel neugeborener Tiere regelmäßig untersucht werden sollten, um auszuschließen, dass sich Larven oder Eier dort befinden. Bei einem Verdachtsfall sollte umgehend die zuständige Tiergesundheitsbehörde oder der zuständige USDA-Amtstierarzt informiert werden.
Als Reaktion hat Kanada als erstes Land einen Importstopp verhängt. Demnach dürfen Rinder und Pferde nicht eingeführt werden, wenn sie sich innerhalb von 21 Tagen vor dem Grenzübertritt in Texas aufgehalten haben.




