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BMLEH fördert Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung

17.03.2026

In den ersten Juniwochen beginnt die erste Mahd in der Landwirtschaft. Zeitlich fällt die erste Mähperiode mit der Geburt der Rehkitze zusammen. Zu dieser Zeit findet auch die Hauptbrutsaison der meisten Bodenbrüter in Deutschland statt. Die jungen Wildtiere und Vögel sind besonders gefährdet, durch Mähwerke verletzt oder getötet zu werden, da sie Schutz im hohen Gras suchen. Insbesondere Rehkitze verharren in ihren ersten Lebenswochen reglos auf dem Boden, wenn ihnen Gefahr droht, anstatt zu fliehen.

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) beschlossen, auch in diesem Jahr die Anschaffung von Drohnen, u.a. zur Rehkitzrettung zu fördern. Das Ministerium stellt dafür 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Bis zum 30. Juni 2026 können eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen sowie andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene Anträge auf Förderung stellen.

„Aus der Fahrerkabine der großen Traktoren sind die Wildtiere häufig nicht zu sehen. Das wird vor allem vielen Rehkitzen zum Verhängnis. Mit unserer Millionenförderung helfen wir effektiv und fördern damit auch den Tierschutz. Ich habe mich dafür stark gemacht, dass wir die Förderung trotz der angespannten Haushaltslage auch dieses Jahr fortsetzen. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, sowie den Jäger- und Hegegemeinschaften, die vor Ort die Rehkitze retten – ihr seid unverzichtbar!“, erklärt der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.

Das BMLEH setzt diesmal auf eine Festbetragsfinanzierung von 3.000 Euro. Dadurch können Anträge schneller bearbeitet und die Drohnen frühzeitiger eingesetzt werden.

BMELH