Die Zahl der durch Wölfe getöteten, verletzten oder vermissten Nutztiere in Deutschland hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verfünffacht. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) waren 2025 insgesamt 3.783 Tiere betroffen, gegenüber 737 im Jahr 2015. Vergleicht man das Jahr 2025 mit 2024, ist die Zahl der Übergriffe um 11 Prozent gesunken.
Mit 3.167 Tieren entfiel der weitaus größte Anteil auf Schafe, gefolgt von Gehegewild (303), Rindern (166) und Ziegen (110). Insgesamt wurden 2025 bundesweit 990 Wolfsübergriffe registriert, wobei ein Übergriff mehrere Tiere betreffen kann.
Die meisten Nutztierrisse wurden aus Niedersachsen gemeldet, gefolgt von Brandenburg und Sachsen. Geeignete Herdenschutzmaßnahmen können das Risiko von Übergriffen nach Angaben der BLE reduzieren, einen vollständigen Schutz bieten sie jedoch nicht.




