In der Schweiz werden aufgrund eines Ausbruchs der Enzootischen Pneumonie (EP) bei Schweinen umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen umgesetzt. Betroffen sind 20 Zuchtbetriebe in den Kantonen Bern, Luzern, Solothurn, Schwyz, Thurgau und Waadt sowie 40 Mastbetriebe in insgesamt 14 Kantonen. In den betroffenen Zuchtbetrieben müssen die Schweinebestände vollständig geräumt werden. Insgesamt betrifft dies rund 1.500 Zuchtschweine sowie deren Ferkel. Soweit möglich, werden die Tiere der Schlachtung zugeführt, andernfalls tierschutzkonform getötet. Die Räumung soll bis zum 2. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Anschließend werden die Stallungen gereinigt und desinfiziert.
Mit der vollständigen Räumung sollen die Infektionsketten unterbrochen und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Nach Einschätzung der Veterinärbehörden bietet eine Teilsanierung keine ausreichende Sicherheit, den Erreger aus den betroffenen Beständen zu eliminieren.
Schweinehaltende Betriebe sind aufgefordert, Tierbewegungen lückenlos zu dokumentieren und Biosicherheitsmaßnahmen wie Personenschleusen, Kleiderwechsel sowie die Desinfektion von Händen und Stiefeln konsequent umzusetzen. Außerdem sind alle Auflagen in den Sperrbezirken einzuhalten.
Die Enzootische Pneumonie ist eine ansteckende Lungenentzündung bei Schweinen, verursacht durch das Bakterium Mycoplasma hyopneumoniae. Besonders betroffen sind Mast- und Absetzferkel. Die betroffenen Tiere zeigen einen trockenen, chronischen Husten.




