Immer weniger Unternehmen in der Schweiz produzieren bzw. vertreiben Arzneimittel für die Geflügel. Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) schlägt daher Alarm, denn aufgrund der Mangellage sei die fachgerechte Behandlung von Geflügel gefährdet.
„Immer mehr Firmen geben in der Schweiz den Vertrieb von Medikamenten für Geflügel auf oder stellen die Produktion entsprechender Präparate ganz ein. Für viele Unternehmen ist es wirtschaftlich nicht rentabel, Medikamente für den Schweizer Markt zu produzieren“, schreibt der Verband. Schon jetzt seien die Tierärzt:innen täglich mit Liefer- und Versorgungsengpässen konfrontiert.
„Die Schweizer Geflügelbranche investiert viel in die Gesunderhaltung der Tiere und in präventive Maßnahmen. Dennoch kommt es vor, dass Hühner erkranken. Fehlen die notwendigen Medikamente, ist eine adäquate Behandlung nicht mehr gewährleistet“, so der Verband weiter. Auch fehlten wichtige Impfstoffe zur Prophylaxe sowie Antibiotika. Die GST fordert daher dringende Maßnahmen gegen den Medikamentennotstand.
„Der Bund soll Rahmenbedingungen schaffen, die die Zulassung und den Vertrieb von Tierarzneimitteln in der Schweiz attraktiver machen und die Verteilung importierter Medikamente an Tierarztpraxen vereinfachen, damit kranke Tiere rasch und zuverlässig behandelt werden können“, lauten die Forderungen des Verbands.




