Mit dem startenden Herbst verändert sich auch das Leben der heimischen Wildtiere. Die noch verbleibenden Tage bis zum Winterschlaf müssen Igel, Eichhörnchen und andere Wildtiere nutzen, um sich genügend Fettreserven anzufuttern, wie Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtierstiftung sagt. Zudem müssen Winterquartiere gefunden werden, damit die Tiere gut durch die kalte Jahreszeit kommen.
Die Expertin appelliert daher an Gartenbesitzer:innen, Laub nicht aufzusammeln, da sich darunter viele Insekten, Schnecken, Raupen und Käfer für die wichtige Nahrungsaufnahme tummeln. Auch auf Streuobstwiesen und ungemähten Grünflächen können Igel Nahrung finden. Siebenschläfer, Gartenschläfer und Haselmaus brauchen Beeren, Nüsse und Samen, um sich genügend Fettreserven anzulegen.
Neben Totholz, Stein- und Laubhaufen bieten auch Mauerspalten und Komposthaufen Schutz für die Winterschläfer. Daher empfiehlt es sich, Reisig liegen zu lassen und dichte Brombeerhecke nicht zu beschneiden. Auch alte Baumstümpf sollten nicht entfernt werden, da diese Käfern und Spinnentieren Versteckmöglichkeiten bieten.
Vögel finden in Beerenpflanzen oder Samenständen von Wilder Möhre, Königskerze und Natternkopf noch genügend Nahrung. Hohle Pflanzenstängel werden über den Winter hinweg auch zu Wildbienenhotels.
Um Nester nicht zu zerstören, sollten Gartenbesitzer:innen bei ihren Arbeiten in den Herbstmonaten vorsichtig sein. Hundebesitzer:innen sollten ihre Vierbeiner unbedingt davon abhalten, unter Hecken oder an Baumwurzeln nach schlafenden Bilchen oder Igeln zu stöbern.
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