Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat am 9. September 2026 den Tierschutzforschungspreis 2026 an Prof. Dr. Beate Escher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung verliehen. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt ihre herausragende Arbeit bei der Entwicklung und Anwendung zellbasierter Biotestverfahren, die auf den Einsatz von Versuchstieren verzichten.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) möchte Tierversuche auf das unerlässliche Maß beschränken und Versuchstieren den bestmöglichen Schutz gewährleisten. Bei der Entwicklung neuer methoden soll auch der Tierschutzforschungspreis helfen, in dem er Ansporn ist für herausragende Forschungsleistungen nach dem 3R-Prinzip.
Diese Preiskategorie wird an nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die durch ihre Innovationen einen sehr großen Einfluss auf den Ersatz oder die Reduktion von Tierversuchen erreicht oder Methoden im Sinne des Tierwohls entwickelt haben, die maßgeblich zu weniger Leid von Tieren vor, während und nach einem Versuch beigetragen haben. Entscheidend ist, dass die Methoden bzw. die Verfahren wissenschaftlich und/oder technisch innovativ sind im Vergleich zu etablierten Methoden bzw. eine erhebliche Verbesserung zu existierenden Methoden darstellen.
Prof. Dr. Beate Escher leitet das Department Zelltoxikologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung mit Sitz in Leipzig und ist Professorin für Umwelttoxikologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.




