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Wurmbefall bei der Katze  
Wurmbefall bei Katzenwelpen
Katzenwelpe
Welpen haben ebenso wie sehr alte Tiere ein größeres Infektionsrisiko als erwachsene Tiere (Epe 2006). So weisen auch Katzenwelpen häufig einen Befall mit Endoparasiten auf.

Am häufigsten sind Infektionen mit Spulwürmern (Toxocara mystax syn. cati), Giardien und Hakenwürmern (Eckert 2000, Barutzki 2003). Für den Menschen stellt der intensive Kontakt mit verwurmten Katzen ein gesundheitliches Risiko dar, da sowohl Spul- und Hakenwürmer sowie Giardien ein zoonotisches Potenzial besitzen.

Eine Infektion des Menschen mit dem Spulwurm von Hund und Katze kann zur Larva migrans visceralis führen.

Infektionen von Katzenwelpen mit Darmparasiten sind ein häufiges Problem. Die Infektion mit dem Katzenspulwurm Toxocara mystax (syn. T. cati) kommt weltweit am häufigsten vor. Untersuchungen von Katzen, unabhängig von deren Alter ergaben, dass 24,3 % mit Endoparasiten befallen waren. Hiervon wurden bei 26,2 % der Katzen Spulwürmer und bei 51,6 % Giardien nachgewiesen (Barutzki 2003). Bei Katzenwelpen wird die Infektionshäufigkeit auf über 70 Prozent geschätzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass Katzen unter 3 Monaten am häufigsten mit Spulwürmern infiziert sind. Bis zum sechsten Lebensmonat bleibt die Infektionshäufigkeit jedoch hoch. Anschließend nimmt sie immer mehr ab (Coati 2002).

Spulwürmer

Infektionswege
Katzenwelpen infizieren sich entweder galaktogen über die Muttermilch oder sie nehmen oral larvenhaltige, infektiöse Wurmeier aus der Umwelt auf. Anschließend kommt es zu einer Larvenwanderung im Körper mit anschließender Ansiedlung der geschlechtsreifen Würmer im Dünndarm. Bei einer Infektion über paratenische Wirte wie Mäuse und Ratten oder die Muttermilch dringen die Larven in die Magen- und Dünndarmwand ein. Dort entwickeln sie sich weiter und kehren dann in das Darmlumen zurück. Einige Larven siedeln sich bei der Körperwanderung auch in verschiedenen Organen und der Muskulatur der Katzen an. Dort kapseln sie sich ab und begeben sich in ein teilweise mehrere Jahre dauerndes Ruhestadium (Hypobiose). Aus diesem erwachsen sie während der Trächtigkeit. Mit dem Einsetzen der Laktation werden sie über die Muttermilch an die Welpen weitergegeben. Eine pränatale Infektion der Welpen konnte bei der Katze bislang nicht nachgewiesen werden (Eckert 2000, Coati 2002, Ribbeck und Rehbein 2005).

Klinische Symptome
Spulwürmer können bei Katzenwelpen einen Mangel an Kalzium, Phosphor, Vitaminen und Spurenelementen sowie Glukose verursachen und so zu Wachstumsstörungen führen. Die Tiere leiden außerdem an einer Darmentzündung, breiigem Kot oder Durchfall, Erbrechen und damit einhergehendem Flüssigkeitsverlust. Es kann auch zu einer Blutarmut bei den Tieren kommen. Das Haarkleid wird struppig und glanzlos, die Tiere magern zunehmend ab.

Hakenwürmer
Ein Befall mit Hakenwürmern (Ancylostoma tubaeforme) kommt in Deutschland zwar seltener vor, ist jedoch aufgrund des zoonotischen Potenzials schnellstmöglichst zu behandeln. Eine Untersuchung in Brandenburg ergab eine Befallsrate von 17 Prozent (Schuster et al. 1997). Barutzki (2003) fand bei Endoparasiten-positiven Katzen jedoch lediglich einen Anteil von 0,3 Prozent, die mit Ancylostoma befallen waren. Noch seltener sind Infektionen in Deutschland mit Uncinaria stenocephala. Diese Hakenwurmart wird in der Regel aus dem Mittelmeerraum mit eingeschleppt. Bei Welpen ist generell mit einer höheren Befallsrate zu rechnen.

Infektionswege
Die Infektion erfolgt entweder oral oder perkutan über die Haut. Nach oraler Infektion siedeln sich die Parasiten direkt im Darm an, nach perkutaner Infektion ist eine Körperwanderung vorgeschaltet. Eine galaktogene Infektion über die Muttermilch ist bei Katzen bislang nicht bekannt. Es wird vermutet, dass Nagetiere als paratenische Wirte eine Rolle spielen.

Klinische Symptome
Klinische Symptome treten in Abhängigkeit von der Befallsstärke, vom Alter und vom Ernährungszustand sowie von der Abwehrlage des Immunsystems auf. Auf Grund von Larvenwanderungen kann es zu Schäden in Leber und Lunge mit Husten kommen. Bei Laboruntersuchungen fällt dann eine erhöhter Enzymaktivität auf. Außerdem kann häufiges Erbrechen, breiiger, zum Teil blutiger Durchfall, Abmagerung, Blutarmut sowie struppiges, glanzloses Fell beobachtet werden.



   
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