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Hundehaltung in der heutigen Gesellschaft  
Wesenstest für Hunde

In den meisten Bundesländern gibt es seit dem Sommer 2000 Hundeverordnungen, die für Hunde bestimmter Größe und/oder Rasse Wesentests bzw. für deren Halter Sachkundenachweise vorschreiben (siehe aktuelle Gesetzeslage). Was genau darunter zu verstehen ist und welche Aussage der Wesenstest über Ihren Hund trifft, lesen Sie hier.

Wesenstest
Bei dem Wesenstest wird das Verhalten des Hundes überprüft. Ziel ist es, unangemessene aggressive Verhaltensweisen, die zu einer Gefährdung der Öffentlichkeit durch den Hund führen, zu erkennen.
Durchgeführt werden diese Tests von Sachverständigen, die von dem jeweiligen Bundesland bestimmt worden sind. Adressenlisten sind auf dem zuständigen Amt erhältlich.
In dem Test wird der Hund von der Bezugsperson geführt. Der Hund wird ohne Maulkorb getestet und an der lockeren Leine "spazieren geführt". Nach der eindeutigen Identifizierung des Hundes, anhand von Mirkochip oder Tätowierung, werden Hund und Halter vor verschiedene Alltagssituationen gestellt. Dazu können folgende Situationen gehören:

  • eine fremde Person kommt dem Hund entgegen
  • eine Person torkelt an dem Hund vorbei (Betrunkener)
  • eine Person brüllt den Hund an
  • eine "blinde" Person mit Stock begegnet dem Hund
  • eine Person bedroht den Hund (anstarren, ausgebreitete Arme, bedrohliche Körperhaltung)
  • eine Person führt einen Scheinangriff gegen den Hund mit einem Besen aus
  • eine Person stolpert plötzlich in der Nähe des Hundes
  • eine Person mit lärmendem Gerät (Schubkarre etc) begegnet dem Hund
  • eine Person mit Kinderwagen passiert den Hund
  • eine Person krabbelt auf den Hund zu und will ihn streicheln
  • ein Fahrradfahrer kommt dem Hund entgegen und klingelt
  • ein Jogger nähert sich von hinten und läuft in Höhe des Hundes schneller
  • ein Ball rollt auf den Hund zu
  • eine Person streift den Hund mit seiner Kleidung bzw. Hand
  • eine Person mit dunklem Mantel und Hut kommt dem Hund entgegen
  • ein angeleinter Hund kommt dem Hund entgegen
  • etwas laut schepperndes fällt in der Nähe des Hundes zu Boden
  • eine auf dem Boden liegende Person steht plötzlich auf
  • eine auf dem Boden liegende Person steht plötzlich auf und läuft schnell weg
  • der Hundeführer soll den Fang des Hund umfassen
  • der Hundeführer spielt mit seinem Hund mit einem Objekt (z.B. Ball)
  • eine andere Person spielt mit dem Hund
  • der Hund soll über ein Hindernis steigen
  • ein Schirm wird plötzlich in der Nähe des Hundes aufgespannt
  • "Fahrstuhlsituation", Hundeführer und Hund treten in eine engstehende Personengruppe, eine Person schreit den Hund an
  • der Hund wird angebunden und der Hundeführer geht außer Sicht. Ein fremder Hund wird angeleint an dem Hund vorbeigeführt.
  • der Hund wird angebunden und der Hundeführer geht außer Sicht. Eine Person geht an dem Hund vorbei.
  • ein Auto nähert sich dem sitzenden Hund

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine weitere Überprüfung kann im Straßenverkehr stattfinden.
Beurteilt wird, ob der Hund ängstlich, neutral oder schreckhaft reagiert. Als negativ wird bewertet, wenn der Hund offensiv aggressiv reagiert, d.h. mit Beißabsicht nach vorne geht.
Der Sachverständige verfasst eine schriftliche Beurteilung, die zuständige Behörde entscheidet über nachfolgende Maßnahmen (z.B. Erteilung der Unbedenklichkeitsplakette, Befreiung von Maulkorb und/oder Leinenzwang, Einzug des Hundes). Der Wesenstest kann mindestens einmal wiederholt werden.

Sachkundenachweis
Beim Sachkundenachweis wird die Kenntnis des Hundeführers über das Verhalten, die Haltung und das Führen eines Hundes überprüft. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Im theoretisch Teil werden Fragen verschiedener Themenbereiche abgefragt:

Sozialverhalten Entwicklung, Prägung, Rangordnung u.ä.
Kommunikation Körpersprache des Hundes
Angst/Aggression Entstehen, Erkennen und Verhindern
Erziehung Lernvorgänge, Lob und Strafe
Hund und Mensch Grundgehorsam, tiergerechte Hundehaltung, Gesetzeslage.

Im praktischen Teil wird das Handling des Hundes beurteilt. Der Hund soll die Hörzeichen "Sitz"; "Bleib", "Bei Fuß" und "Komm" befolgen. Er soll gut leinenführig sein und sich von Umweltreizen nicht übermäßig ablenken lassen. Ähnlich wie im Wesenstest wird der Gehorsam auch in bestimmten Alltagssituationen überprüft.

Ein nicht bestandener Sachkundenachweis kann wiederholt werden. Eine bestandene Begeleithundeprüfung wird in der Regel als Sachkundenachweis anerkannt.

Die Kosten für die Überprüfung liegen zwischen 50,- und 200,- Euro.

Hundeführerschein
Der Hundeführerschein ist kein behördlich angeordneter oder geregelter Ausweis. In einigen Bundesländern wird er allerdings als Sachkundenachweis akzeptiert. Hundeführerscheine kann man sowohl beim Verband des Deutschen Hundewesens (VDH) oder beim Bundesverband der HundererzieherInnen und VerhaltensberaterInnen e.V. (BHV) ablegen. Beide unterscheiden sich im Ablauf und Inhalt der Prüfung. In beiden Fällen gibt es drei Teile: einen theoretischen Teil, einen Gehorsamsteil und einen Stadtteil. Inhalt und Umfang decken sich mit dem Sachkundenachweis.
Die Kosten für den Hundeführerschein liegen zwischen 40,- und 75,- Euro.
Adressenlisten und nähere Informationen finden Sie unter www.vdh.de und www.bhv-net.de.

Vorbereitung
Eine geeignete Vorbereitung auf den Wesenstest und die Sachkundeprüfung sind die Kurse vom VDH und BHV, die auf das Erlangen des Hundeführerscheins ausgerichtet sind. Inhalte und Anforderung stimmen weitgehend überein. Die Kurse werden von lizenzierten Ausbildern abgehalten. In diesen Kursen werden Hund und Halter speziell auf die geforderten Aufgaben vorbereitet und an die gestellten Situationen des Alltags gewöhnt. Diese Kurse sind für alle Rassen offen und kosten ab 75,- Euro.
Wer vorher schon mal etwas lesen möchte, der findet in dem Buch "Hundeführerschein" von delAmo, Jones-Baade und Mahnke erschienen im Ulmer-Verlag die nötigen Informationen.





   
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