Die Tierarztpraxis stellt noch immer den ersten Kontaktpunkt für Halter:innen dar, wenn ihre Vierbeiner Krankheitssymptome zeigen. Laut einer Umfrage der Uelzener Versicherungen führt der Weg bei mehr als 60 Prozent in die Tierarztpraxis. Lediglich 6 Prozent suchen erst einmal Rat bei KI-Tools wie etwa ChatGPT.
„Was tun, wenn der Hund sich ständig die Pfote leckt oder die Katze plötzlich nichts mehr frisst? In solchen Momenten kann ein Chatbot vielleicht Hinweise geben, aber das schafft keine Sicherheit“, sagt Dr. Felix Garlipp von den Uelzener Versicherungen. „Bei einer tierärztlichen Untersuchung lässt sich dagegen beurteilen, was wirklich dahintersteckt. Dieser Unterschied zwischen allgemeiner Information und individueller Diagnose spiegelt sich in den Zahlen unserer Studie wider.“
Die versicherungsgesellschaft hatte für seine aktuelle Haustier-Studie rund 1.000 Hunde- und Katzenhalter:innen in Deutschland befragt.Die Ergebnisse zeigen, dass die Gesundheitsvorsorge für die Besitzer:innen einen hohen Stellenwert haben. Die Umfrage hat ergeben, dass 73 Prozent der Tierhalter:innen auf Vorsorge setzen und ihr Tier regelmäßig untersuchen lassen. Die Entwurmung sowie Impfungen spielen bei rund 80 Prozent der Befragten eine Rolle.
Der Großteil der befragten Halter:innen äußerte Skepsis gegenüber KI in Sachen Tiergesundheit. Nur 5 Prozent der Befragten vertrauen Informationen von KI-Tools zur Gesundheit ihres Tieres „sehr stark“, 29 Prozent „eher stark“. Dem stehen 46 Prozent gegenüber, die solchen Informationen eher wenig vertrauen, und 20 Prozent, die ihnen gar nicht vertrauen.
„Die Ergebnisse sind kein grundsätzliches Misstrauensvotum gegen Künstliche Intelligenz“, erklärt Garlipp weiter. „Für eine erste Orientierung können digitale Angebote hilfreich sein und schnell einen Überblick verschaffen. Geht es jedoch um gesundheitliche Entscheidungen für das eigene Tier, sind Verlässlichkeit und eine individuelle Einordnung gefragt.“
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