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Geflügelpest: Dänemark will Impfpflicht für Puten einführen

02.10.2026

Seit vielen Jahren breitet sich die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) in Europa aus. Inzwischen haben sich verschiedene Subtypen des Erregers entwickelt. Bei einem Ausbruch der Geflügelpest in kommerziellen Geflügelbeständen müssen alle Tiere des Betriebs gekeult werden, was dramatische finanzielle Einbußen für die Halter:innen zur Folge hat.

Dänemark plant nun, eine verpflichtende HPAI-Impfung für größere Putenbestände einzuführen. Demnach soll die Impfpflicht für Haltungen mit mehr als 2.000 Mastputen gelten. Nach Plänen der dänischen Lebensmittelbehörde soll die Vakzination Ausbrüche verhindern, das Tierwohl verbessern und die Putenproduktion stabilisieren. Jedoch sollen auch geimpfte Bestände im Fall eines HPAI-Ausbruchs nicht von der Keulung verschont bleiben. Die geplanten Neu-Regelungen beinhalten zudem, dass geimpfte und ungeimpfte Vögel nicht auf demselben Betrieb gehalten werden dürfen. 

Noch steht die endgültige Verabschiedung durch die Politik aus. Zudem ist noch nicht klar, wie die die Handelspartner auf die Impfung reagieren. Dänemark sieht derzeit zwar keine grundsätzlichen Hindernisse für den Export, kann Beschränkungen einzelner Staaten aber nicht ausschließen. 

Agrarheute