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Sachsen meldet ersten Nachweis des Shamonda-Virus

02.09.2026

Nach Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist das neue Shamonda-Virus nun auch in Sachsen nachgewiesen worden. Betroffen ist ein Rind aus einem Bestand im Vogtland. Ein weiterer Verdacht besteht bei einem Rinderbestand im Erzgebirge, hier steht die Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) noch aus.

Das Virus aus der Gattung der Orthobunyaviren, von dem inzwischen zwei Varianten (SHAV-EU1 und SHAV-EU2) in Deutschland nachgewiesen wurden, verursacht bei infizierten Milchkühen Symptome wie Fieber und einem deutlichen Milchrückgang. Aber auch Durchfall und respiratorische Probleme wurden bereits beobachtet. Expert:innen befürchten, dass das Shamonda-Virus ähnlich wie das Schmallenberg-Virus ebenfalls zu Missbildungen und Fehlgeburten bei einer Infektion trächtiger Tiere führen könnte. Bislang lassen sich die Symptome tierärztlich gut behandeln und die Tiere genesen nach zwei bis drei Wochen. 

„Unsere Veterinärbehörden stehen mit denen von Bund und Ländern in engem Kontakt und analysieren die Lage. Wichtig sind die regelmäßige Kontrolle der Rinderbestände und ein möglichst effektiver Mückenschutz in den Ställen. Wir haben die Tierhalter in Sachsen schon informiert und halten sie weiter auf dem Laufenden“, erklärt Sachsens Sozialministerin Petra Köpping. Ihr Ministerium veranstaltet am 10. September 2026 um 14 Uhr ein Informations-Webinar für Rinderhalter:innen und praktische Tierärzt:innen. Zudem weist das Ministerium ausdrücklich darauf hin, dass Tierhalter:innen ihre Bestände aufmerksam beobachtet sollten.

Ministerium Sachsen