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BRS fordert verlässliche Agrarpolitik und Honorierung der Tierhaltung

17.09.2026

Anlässlich der Agrarministerkonferenz am 24. und 25. September 2026 in Würzburg fordert der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) von Bund und Ländern eine verlässliche Agrarpolitik zur Sicherung der heimischen Tierhaltung. In seiner Stellungnahme betont der Verband die Bedeutung der Tierhaltung für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und vitale ländliche Räume. Angesichts geopolitischer Krisen und zunehmender Unsicherheiten müsse die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln wieder stärker in den Mittelpunkt der Agrarpolitik rücken. Insbesondere die Leistungen der Tierhaltung müsse stärker honoriert werden.

Besonderen Handlungsbedarf sieht der BRS bei der deutschen Sauenhaltung. Die Investitionsförderung für den Umbau der Tierhaltung müsse langfristig verlässlich ausgestaltet werden. Für bestehende Abferkelbuchten und funktionsfähige Stallanlagen fordert der Verband Bestandsschutz beziehungsweise deutlich längere Übergangsfristen.

Weiterhin wird beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) eine grundlegende Überarbeitung gefordert.
Grundsätzlich sollten die Anforderungen an Tierhaltung und Tierschutz bundesweit, möglichst europaweit, einheitlich geregelt werden. Unterschiedliche Vorgaben der Länder führten zu Wettbewerbsverzerrungen und erschwerten Investitionsentscheidungen. Auch müsse es bessere Lösungen für regionale Tierseuchenausbrüche geben. Diese dürften nicht länger den Export aus seuchenfreien Regionen des Bundesgebiets verhindern.

Der stellvertretende Geschäftsführer des BRS, Stephan Schneider, fasst die Forderungen so zusammen: Die heimische Tierhaltung braucht keine immer neuen Einzelregelungen, sondern verlässliche Perspektiven, faire Wettbewerbsbedingungen und Planungssicherheit. Nur dann können unsere Betriebe auch künftig ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit, zur regionalen Wertschöpfung und zu einer leistungsfähigen Landwirtschaft leisten.

BRS