Seit Ende 2025 läuft am Standort Oer-Erkenschwick des Unternehmens Westfleisch das von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützte Projekt ArtificialVet. Das innovative System soll Tierärzt:innen durch digitale Vorbefunde bei der amtlichen Fleischuntersuchung unterstützen.
Im Zentrum des Pilotprojektes stehen sechs Hochleistungskameras, die den geschlossenen Schweineschlachtkörper erfassen. Eine KI analysiert auf Basis von tausenden Beispielbildern die Aufnahmen und erkennt unter anderem Veränderungen an Ohren und Schwanz sowie Umfangsvermehrungen. Abschließende Befundentscheidungen ergehen jedoch immer durch die amtlichen Tierärzt:innen.
„Unser Ziel ist es, mit dem Einsatz von KI, einen zusätzlichen Baustein für die amtliche Fleischuntersuchung zu entwickeln. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Wissenschaft ist dafür eine wesentliche Voraussetzung“, sagt Dr. Anne Hiller, Leiterin Konzernqualitätsmanagement bei Westfleisch.
Das bundesweit einmalige Projekt ist eine gemeinsame Entwicklung von Westfleisch, der CIMT AG, einem international tätigen IT Consulting-Spezialisten für digitale Transformationsprojekte mit Hauptsitz in Hamburg, und dem Veterinäramt des Kreises Recklinghausen.
Mit dem Pilotbetrieb in Oer-Erkenschwick sammelt Westfleisch gemeinsam mit Wirtschaft, Behörden und Wissenschaft wichtige Erkenntnisse für die Bewertung der Chancen und Grenzen KI-gestützter Verfahren in der Fleischuntersuchung für die gesamte Branche. Diese Erfahrungen sollen die weitere Entwicklung und Einordnung der Technologie unterstützen.




