Ab dem 3. September 2026 wird voraussichtlich kein Rindfleisch mehr aus Brasilien in die Länder der Europäischen Union importiert werden. Sollte das südamerikanische Land nicht doch noch fristgerecht bis Ende August 2026 nachweisen, dass auf Reserveantibiotika und Wachsturmshormone in der Zucht verzichtet wurde, wird die EU Ernst machen und Rindfleischimporte aus Brasilien stoppen. Noch seien keine ausreichenden Nachweise eingegangen, so eine Sprecherin der EU-Kommission. Es sei kaum damit zu rechnen, dass die Deadline gehalten werde.
Laut einer EU-Regelung muss Brasilien nachweisen, dass die Rinder über den gesamten Lebenszyklus nicht mit in der EU verbotenen Wirkstoffen oder nach EU-Recht als Reserveantibiotika deklarierten Wirkstoffen behandelt worden sind. Bei mehreren Audits des brasilianischen Kontrollsystems hatte die EU-Kommission zuvor Mängel festgestellt. Nach Informationen der EU ist für Ende August noch ein entsprechendes Audit eines Teams aus Kommissionsexperten der Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE) geplant.




