Mit dem Klimawandel und den dami einhergehenden ganzjährig höheren Temperaturen nimmt auch die aktive Zeit der Zecken zu. Neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen die Spinnentiere u.a. auch die Borreliose (Lyme-Krankheit), die am häufigsten in Europa auftritt. Laut einer aktuellen Studie von Pfizer Austria müssen jedes Jahr allein in Österreich geschätzt 20.000 Menschen aufgrund einer Lyme-Borreliose medizinisch behandelt werden, rund 900 davon im Krankenhaus. Kinder und ältere Menschen waren am häufigsten betroffen.
„Da die Erkrankung keiner Meldepflicht unterliegt, fehlten bisher belastbare epidemiologische Daten. Unsere Studie schließt nun diese Wissenslücke“, sagt Martin Zurl von Pfizer Austria und Mitautor der Studie.
Auch in Deutschland erkrankten im Jahr 2024 mehrere Tausend Menschen an der Borreliose. Das statistische Bundesamt Destatis bezifferte die Zahl der Krankenhausbehandlungen mit rund 4.830, bei 15 von ihnen verlief die Erkrankung letal.
Im Unterschied zu der durch Viren verursachte FSME kann die Lyme-Borreliose verschiedene Organe befallen, allem voran die Haut. Ein typischer Hinweis auf eine Erkrankung ist ein ringförmiger, roter Hautausschlag, der nach 3–30 Tagen, meist an der Einstichstelle auftritt. Symptome wie Fieber, Müdigkeit sowie Kopf- und Gelenksschmerzen können zusätzlich auftreten. Unbehandelt kann sich die Infektion auf Gelenke, das Herz und das Nervensystem ausbreiten, wodurch es zu langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann.
Borrelien können auch bei Tieren, vor allem beim Hund zu gesundheitlichen Problemen wie wechselnde Lahmheiten, Gelenksentzündungen und Fieber führen. Betroffene Hunde müssen unbedingt beim Tierarzt vorgestellt und antibiotisch versorgt werden. Um solchen vector borne disease vorzubeugen, sollten die Tiere das ganze Jahr hinweg durch ein geeignetes Präparat gegen Zecken geschützt werden.




