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Tollwutfall: Papiere und Impfungen waren manipuliert

11.08.2026

Jedes Jahr sterben weltweit etwa 60.000 Menschen an Tollwut. Annähernd 99 Prozent dieser Fälle gehen auf Bisse von streunenden oder infizierten Hunden zurück. Während in West-, Mittel- und Südwesteuropa die klassische Tollwut bei Füchsen oder Hunden ausgerottet ist, kommt das Rabiesvirus weiterhin weltweit in mehr als 150 Ländern vor. Aufgrund von konsequenten Impfprogrammen und strenger Überwachung gilt Deutschland seit 2008 als tollwutfrei.

Das Risiko der Tollwuteinschleppung ist jedoch weiterhin hoch, besonders durch illegale Einschleusung von Hunden meist aus osteuropäischen Ländern. So auch im Fall des im Januar 2026 an Tollwut gestorbenen Hundes. Der Vierbeiner soll nach offiziellem Impfpass gechipt und ordnungsgemäß gegen Tollwut geimpft gewesen sein. Wie das Unternehmen MSD Tiergesundheit aktuell mitteilt, waren sowohl die Papiere als auch die eingetragenen Impfungen manipuliert, um die illegalen Transporte zu tarnen. Das belegen Untersuchungen des forensischen Labors von MSD im schweizerischen Schachen, die eine eindeutige Fälschung nachweisen können.

„Gefälschte Impfnachweise stellen ein erhebliches Risiko für die Tiergesundheit und den Schutz der Bevölkerung dar“, erklärt Dr. F. Koithan, Amtstierarzt der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, Verbraucherschutz- und Veterinärwesen. „Der aktuelle Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Impfungen korrekt durchgeführt und lückenlos dokumentiert werden. Nur so lassen sich Tiere wirksam schützen und eine mögliche Einschleppung der Tollwut verhindern.“

MSD