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Forschungsnetzwerk mit ersten vielversprechenden Ergebnissen

17.06.2026

Vor etwas mehr als einem Jahr hat das European Vaccines Hub (EVH) seine Arbeit aufgenommen. Das europäische Forschungsnetzwerk, an dem auch neun deutsche Forschungseinrichtungen -darunter die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)- beteiligt sind, soll Europa optimal auf künftige großflächige Infektionsgeschehen wie Epidemien oder Pandemien vorbereiten. Im Fokus steht dabei der Aufbau eines nachhaltigen, proaktiven Impfstoffentwicklungsökosystems.

Die ersten Ergebnisse, die der EVH bei seiner Jahrestagung im Mai 2026 präsentiert hat, sind vielversprechend. Neben Industriepartnerschaften zur Entwicklung eines mukosalen Impfstoffs gegen die Vogelgrippe H5N1 und fortgeschrittene Gespräche mit BioNTech zur klinischen Entwicklung eines mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen Mpox konnten die Forschenden bereits neutralisierende humane monoklonale Antikörper gegen Mpox isolieren und mithilfe künstlicher Intelligenz neue Impfstoffantigene identifizieren. Zudem wurden Studien begonnen, um langfristige, kreuzreaktive Immunantworten bei Personen zu untersuchen, die zuvor gegen H5N1 geimpft wurden. Multizentrische, länderübergreifende Studien für H5N8-Impfstoffe zur Pandemievorsorge sind in Vorbereitung.

Auch seinen ersten Pandemie-Bereitschaftsplan legte der EVH vor. Außerdem hat der EVH die europäischen Produktionskapazitäten für Impfstoffe und monoklonale Antikörper erfasst, die Arbeitsgruppen zu Influenza und vorrangigen Krankheitserregern eingerichtet, eine Pilotplattform für Interessensbekundungen ins Leben gerufen, um die europaweite Zusammenarbeit auszuweiten und seine Zusammenarbeit mit der Behörde für Gesundheitsnotfallvorsorge und -reaktion (GD HERA) verstärkt. 

TiHo