Die Stadthalle in Bielefeld wurde vom 26. Februar bis 01. März 2026 zum Zentrum des Wissens zu Gastroenterologie bei Hund und Katze. Ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm wartete auf die rund mehr als 1.200 Tierärztinnen und Tierärzte bei der bpt-Intensiv Kleintier.


Traditionsgemäß startete der Freitag mit ein klassischen Vortragsprogramm, während der Samstag dann im Zeichen der Fallbeispiele aus der Praxis stand. Außerdem gehörte der Samstag auch den TFA, die sich in einer eigenen Vortragssession zum Thema Gastroenterologie fortbilden konnten. Den Abschluss am Samstag machte die berufspolitische Debatte. Dieses Mal stand die GOT-Evaluierung, die in diesem Jahr stattfinden soll, und die Frage: Wohin geht die Reise? im Fokus.
Hier wurde noch einmal deutlich gemacht, dass die GOT und ihre Preisstruktur sowie die Auswirkungen auf die Tierhalter nun durch eine Marktanalyse der AFC Public Services GmbH erfasst und bewertet werden. Denn in der Politik habe ein Stimmungswandel stattgefunden, nicht zuletzt, weil beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) in den letzten Monaten sehr viele kritische Eingaben von Bürgern eingegangen sind. Selbst ein Wegfall der GOT könne nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden. Das Ziel der Evaluierung sei sowohl die Überprüfung der Gebührenhöhe als auch der GOT-Struktur. Dazu fänden nun in einem ersten Schritt Gespräche mit betroffenen Stakeholder-Verbänden statt, an die sich im 2. Quartal 2026 eine Online-Befragung von Tierärzt:innen anschließt. Mit der Teilnahme an dieser Online-Umfrage habe die Tierärzteschaft die Chance, aktiv Einfluss auf die Entwicklung der GOT zu nehmen, weshalb möglichst viele Kolleg:innen die Befragung mitmachen sollten, betonte bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder und weiter: „Der bpt wird sich vehement für den Erhalt der GOT einsetzen!“
Am Samstag wurden außerdem während des Hauptprogramms die Preisträger:innen des Medienpreises 2025 geehrt. Mit der Auszeichnung würdigte die Fachjury Beiträge, die in besonderer Weise zur Aufklärung über Tiergesundheit und Prävention bei Haustieren beitragen und die Inhalte einem breiten Publikum verständlich und fundiert vermitteln.
Der Medienpreis in Gold wird an Katharina Brackmann verliehen. Sie wurde für ihren Beitrag „Nina und die Haustiere“ mit dem Schwerpunkt Kaninchen zur Ausstrahlung im KiKa ausgezeichnet. Silber erhielt Heike Jahberg, Autorin im Ressort Gesellschaft und Verbraucher beim Tagesspiegel, für ihren Beitrag „Mein Kater ist inzwischen so teuer wie ein Auto“ ausgezeichnet. Nathan Leander de Groote, Nachwuchsjournalist bei der Oberhessischen Presse, bekam die Auszeichnung in Bronze für seinen kompakten, klar strukturierten Artikel über die Bedeutung der Impfung gegen das equine Herpesvirus.
„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie wichtig es ist, Tiergesundheit in den Mittelpunkt der öffentlichen Kommunikation zu stellen – sei es im Kinderfernsehen, in der Tagespresse oder im regionalen Journalismus“, betonte Dr. Maren Püschel, Vorsitzende der bpt Fachgruppe Kleintierpraxis für das Auswahlkomitee.
Dr. Sabine Schüller, Geschäftsführerin des Bundesverbands für Tiergesundheit e. V., unterstrich: „Fundierte Berichterstattung über Tiergesundheit stärkt nicht nur das Wissen der Öffentlichkeit, sondern schafft auch Vertrauen in veterinärmedizinische Expertise. Die prämierten Beiträge leisten hierzu einen wertvollen Beitrag.“


Begleitet wurde die Wissensvermittlung zur Gastroenterologie am Freitag und am Samstag von einer Fachmesse, an der sich 91 Aussteller beteiligten, welche die Besucher:innen mit Kaffee-Spezialitäten und Snacks, Gewinnspielen und wertvollen Informationen versorgten.
Natürlich kam neben dem fachlichen Austausch auch der soziale nicht zu kurz. Dafür sorgte der Gesellschaftsabend am Freitag mit DJ Ernesto, der nach der Veranstalteransprache und dem Essen auflegte.
Dr. Julia Henning
