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Kraftfuttermenge hat Einfluss auf Darm von Milchkühen

27.10.2026

Damit Kühe hohe Milchleistungen bringen können, benötigen die Tiere hochenergetische Nahrung. Um das Ziel zu erreichen, setzen viele Betriebe auf stärkereiche Rationen und hohe Kraftfutteranteile. Bei der Rationsgestaltung sollten Milchviehhalter:innen jedoch nicht nur den Pansen, sondern auch der Hinterdarm im Blick behalten.

Dazu raten Forschende der Universität Wien, die in Zusammenarbeit mit weiteren Universitäten Holstein-Kühe untersucht haben, denen Rationen mit einem unterschiedlich hohen Kraftfutteranteil vorgelegt wurden. Zusätzlich wurde bei einem Teil der Tiere Stärke direkt in den Labmagen eingebracht, um eine Übersäuerung des hinteren Verdauungstrakts auszulösen. 

Die Ergebnisse zeigten, dass eine unausgewogene Rationsgestaltung unerwünschte Gärprozesse im Verdauungstrakt begünstigen kann. So kann Stärke im Dickdarm zahlreiche Stoffwechselprozesse verändern. Die Wissenschaftler:innen konnten mit ihren Untersuchungen belegen, dass bei der Rationsgestaltung nicht allein die Energieversorgung zählt. Auch die Pansenstabilität und die Stärkeverdauung im gesamten Verdauungstrakt seien dabei entscheidend, so die Forschenden abschließend.

Agrarheute