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Ferkelerzeuger: Festpreise für mehr Planungssicherheit

29.09.2026

Die Krise in der deutschen Schweinehaltung hält weiter an. In Niedersachsen, dem Kernland der Branche, hat sich Zahl der Schweine haltenden Betriebe gemäß der Viehzählung vom Mai 2026 um 7,5 Prozent verringert. Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts hat sich die Zahl nahezu halbiert. Lediglich 1.100 Betriebe sind Ferkelerzeuger. Der Großteil von ihnen macht jeden Monat hohe Verluste und steht kurz vorm Aufgeben. Aktuell liegt die maßgebliche Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) bei nur 30 Euro pro Ferkel.  

Damit die Landwirt:innen besser planen können, schlägt Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies einen sogenannten Mehrmonatspreis vor. Landwirte und Schlachtbranche sollen demnach gemeinsam einen kostendeckenden Preis kalkulieren, der sich am Markt orientiert und zunächst sechs Monate gilt, wie Robert Elmerhaus, Leiter Lebendtiereinkauf bei Tönnies, erklärt. Preisspitzen nach unten wie nach oben würden so gekappt. Funktionieren könne das aber nur, wenn der Lebensmittelhandel mitmacht.

Festpreise könnten grundsätzlich ein Instrument sein, sagt Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Seinen Mitgliedern rät er jedoch, nichts zu unterschreiben, solange die Details unklar sind. 

NDR