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Weltweit größter Schweinemarkt in der Krise

23.04.2026

Auch in China machen sich die aktuellen Konflikte in verschiedenen Branchen bemerkbar. So kämpfen unter anderem die Schweinehalter:innen des weltweit drittgrößten Landes mit steigenden Kosten für Öl, Getreide und Futtermittel. Gleichzeitig fallen die Preise für Schweine weiter in den Keller und haben inzwischen ein Acht-Jahres-Tief erreicht. Der Hauptgrund dafür liegt in der sinkenden Nachfrage, die auf massive Überkapazitäten trifft. Diese basiere nach Meinung von Expert:innen auf der rasanten Industrialisierung der Branche, was sich auch nagativ auf die Fleischqualität und damit auf die nachfrage auswirke.

Die Vorgaben der Regierung, die Bestände zu regulieren und das Schlachtgewicht auf etwa 120 kg zu begrenzen, wurden von der Branche nicht befolgt. Chinas Landwirtschaftsminister Han Jun hat die großen Agrarkonzerne des Landes daher aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen, die Reduzierungsanforderungen umzusetzen und von einer rücksichtslosen Expansion abzusehen. 

Die angestrebten Maßnahmen sind im ersten Quartal 2026 ins Gegenteilige gerutscht. So ist die Produktion um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 16,69 Millionen Tonnen gestiegen. Allein in den ersten drei Monaten wurden rund 200,26 Millionen Schweine geschlachtet, was einem Zuwachs von 2,8 % entspricht. Die Regierung wird sich nun intensiver bemühen, die Bestandsverkleinerung voranzutreiben.

Agrarheute