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Jagdsaison auf Ochsenfrösche beginnt

22.04.2026

Der Nordamerikanische Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus), seit den 1990er Jahren besonders in Baden-Württemberg eine invasive Froschart, ist mit einer Größe von bis zu 25cm heimischen Fröschen deutlich überlegen. Neben diesen gehören auch Fische bis hin zu kleinen Vögeln zum Speiseplan der Ochsenfrösche. Da den Amphibien hierzulande natürliche Feinde wie Krokodile, Alligatoren und Schlangen fehlen, kann sich die Art schnell ausbreiten.

Um das zu verhindern und auch die heimische Tierwelt zu schützen, lässt das baden-württembergische Regierungspräsidium die Tiere töten. Die Zahl der Tötungen ist im vergangenen Jahr explosionsartig in die Höhe geschnellt. So seien nach offiziellen Angaben in 2025 in der Region um Karlsruhe nahezu 7.000 Ochsenfrösche erschossen worden. Darunter waren mehr als 600 ausgewachsene Tiere sowie rund 6.350 Jungtiere. Damit seien im Vergleich zum Vorjahr fast neunmal so viele der Frösche erlegt worden, so eine Sprecherin der Landesregierung. „2025 waren die (Witterungs-)Bedingungen für die Bejagung deutlich besser als 2024, sodass mit vergleichbarem Aufwand diese deutlich höhere Zahl von Tieren entnommen werden konnte.“

Zudem wurden im letzten Jahr mehr als 16.000 Kaulquappen aus den betroffenen Gewässern geholt worden. Während die offizielle Jagdsaison auf die Frösche in wenigen Tagen startet, werden die Kaulquappen ganzjährig bejagt.

Außerdem werden die Randbereiche des Verbreitungsgebietes regelmäßig kartiert, um eine Ausbreitung in bisher unbesiedelte Gebiete umgehend zu erkennen und unterbinden zu können. Da in der jüngsten Vergangenheit auch schon Exemplare in Gartenteichen gesichtet wurde, ist die Bevölkerung aufgerufen, eventuelle Funde  von ungewöhnlich großen Kaulquappen oder Fröschen umgehend zu melden.

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