Die Newcastle-Krankheit (ND) breitet sich im Süden und Osten Deutschlands weiter aus. Neben einem aktuellen Ausbruch in einem Geflügelbetrieb in Brandenburg ist die Tierseuche auch im bayerischen Gemeindebereich Gangkofen bestätigt worden.
Der neueste Ausbruch der anzeigepflichtigen Tierseuche in Brandenburg ereignete sich am Ende der vergangenen Woche in einem Hähnchenmastbetrieb im Kreis Märkisch-Oderland mit mehr als 126.000 Tieren, die alle gekeult werden mussten. Damit hat sich die Zahl der Ausbrüche in Brandenburg auf 19 erhöht. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Virusnachweis am Sonntag bestätigt. Nach Informationen des Ministeriums in Potsdam gehören die nachgewiesenen Viren zu einem Genotyp, der insbesondere in den osteuropäischen Ländern zirkuliert.
Ein weiterer Ausbruch der ND in Bayern ist zudem in Ganghofen bestätigt worden. Betroffen ist hier ein Geflügelbetrieb mit 40.000 Tieren, die bereits alle getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das zuständige Landratsamt Rottal-Inn ordnete alle erforderlichen Schritte nach dem Tierseuchenrecht an.
Für Geflügelhalter:innen in den von der ND betroffenen Gebieten gelten weiterhin strikte Regeln. Darunter fallen unter anderem die deutliche Verstärkung und Überwachung der Biosicherheitsmaßnahmen. Nach Informationen des FLI kann das Virus auch über die Luft und kontaminierte Materialien sowie über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen werden. Nur mit der strengen Einhaltung von Hygienemaßnahmen könne der Eintrag in Bestände verhindert werden, so das Institut.
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