Forderung nach Nachtfahrverbot für Mähroboter erneuert
Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf smarte Garten-Technologien. So wächst auch die Zahl der Mähroboter stetig. Der steigende Einsatz dieser Gartenhelfer in privaten Gärten führt allerdings auch immer häufiger zu schlimmsten Verletzungen von Igeln, sowie anderen Reptilien und Amphibien. Nicht selten werden den ohnehin schon geplagten Wildsäugern ganze Gliedmaßen und andere Körperteile abgetrennt. Denn trotz der ausgefeilten Technologie erkennen die Geräte die Tiere nur unzureichend.
Den dämmerungs- und nachtaktiven Igeln wäre schon damit geholfen, wenn die Mähroboter lediglich tagsüber zum Einsatz kämen. So fordern nun zwölf Organisationen mit einem offenen Brief an den zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter .
„Dass Igel Deutschland mittlerweile auf der Roten Liste stehen, ist ein Warnsignal, welches nicht überhört werden darf und dringenden Handlungsbedarf erfordert. Durch ein bundesweites Verbot des Einsatzes von Mährobotern von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang, könnte das Risiko für den Tod zahlreicher Igel deutlich gesenkt werden”, so die unterzeichnenden Organisationen.
So erneuern sie ihre Forderung, das Nachtfahrverbot für Mähroboter als Schutzmaßnahme gesetzlich zu verankern. Eine bundesweite Regelung wurde zwar bei der in der letzten Legislatur geplanten Reform des Tierschutzgesetzes diskutiert und in Gesetzentwürfen festgehalten, scheiterte jedoch durch das Ampel-Aus. Zuletzt hatte auch der Städtetag ein bundesweites Verbot gefordert.
Immer häufiger werden verletzte Igel in Tierarztpraxen vorgestellt. Daher bietet Myvetlearn.de Tierärzt:innen eine entsprechende Online-Fortbildung zu dem Wildsäuger an. Übrigens: noch bis zum 12. April 2026 gewähren wir 15% Osterrabatt auf nahezu alle Kurse des E-Learningportals.
Deutscher Tierschutzbund
Weitere ND-Ausbrüche in Brandenburg
Die hoch ansteckende Newcastle Disease (ND) breitet sich in Brandenburg weiter in den Geflügelbetrieben aus. In den ersten Tagen im April 2026 gab es bereits zwei Ausbrüche. Betroffen waren zunächst zwei Betriebe im Landkreis Dahme-Spreewald mit rund 120.000 Masthähnchen bzw. 30 Tieren in einer Kleinsthaltung. Nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums in Potsdam ist das Virus zudem in weiteren Ställen eines bereits betroffenen Betriebs im Landkreis Spree-Neiße festgestellt worden. Hier mussten etwa 76.000 Tiere gekeult werden.
Am 4. April 2026 hat der brandenburgische Landkreis Oder-Spree einen weiteren ND-Ausbruch mit rund 75.000 Masthähnchen gemeldet. Insgesamt sind mit den Ausbrüchen 16 und 17 in Brandenburg bereits rund drei Millionen Geflügeltiere betroffen (Stand 7.4.2026).
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) appelliert angesichts der starken Ausbreitung der Tierseuche an alle Geflügelhalter:innen, die regelmäßig durchzuführenden Pflichtimpfungen gegen ND in ihren Hühner- und Putenbeständen zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Das gelte auch für Halter:innen von Kleinstbeständen, so das FLI.
Darüber hinaus sollten Biosicherheitsmaßnahmen überprüft werden, die das Risiko eines Ein- und Austrags von Virus senken. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Kontrolle von Personenkontakten bzw. den Austausch von Gegenständen gelegt werden.
Auf Myvetlearn.de finden Tierärzt:innen dazu eine entsprechende Online-Fortbildung.
DGS-Magazin
Topagrar
ASP ist zurück in Sachsen
Seit dem 5. Februar 2026 galt Sachsen als frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Da hier seit genau einem Jahr kein weiterer ASP-Ausbruch mehr verzeichnet worden war, entsprach die EU dem Antrag des Freistaates auf Aufhebung der Restriktionszonen. Keine zwei Monate später ist die Tierseuche erneut in Sachsen bei einem Wildschwein nachgewiesen worden.
Ende März 2026 war ein Wildschwein in den Königshainer Bergen verendet aufgefunden worden, das mit dem das Virus infiziert war. Nach Informationen der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen werde aktuell geprüft, ob es sich um einen Neueintrag handelt. Speziell ausgebildete Hunde und Drohnen haben mit der Suche nach weiterem Fallwild begonnen. Zudem ist der bereits gestartete Rückbau der Zäune im Umkreis von 10 Kilometern um den Fundort im Landkreis Görlitz unterbrochen worden.
„Der erneute Fall trifft uns hart, aber nicht unvorbereitet. Wir wollten eigentlich gerade allen an der erfolgreichen ASP-Bekämpfung Beteiligten unseren Dank aussprechen. Doch wir beginnen nun nicht bei Null. In den letzten fünfeinhalb Jahren haben wir viel Erfahrung im Umgang mit dieser Tierseuche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Veterinärbehörden, den Jägern und Landwirten sind wir ein eingespieltes Team. Auf dieses enge Miteinander vertrauen wir erneut, um eine Ausbreitung dieser Tierseuche von dem neuen Fundort aus zu verhindern“, erklärte die für Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerin Petra Köpping.
Ministerium Sachsen
Bewerbung für Deutschen Tierschutzpreis ab sofort möglich
Der Deutsche Tierschutzbund hat erneut den Deutschen Tierschutzpreis ausgeschrieben. Die Bewerbungsphase läuft seit 1. April 2026. Noch bis zum 17. Mai 2026 können sich im Tierschutz engagierte Bürger:innen, Vereine oder Initiativen für den Preis, der bereits zum 22. Mal verliehen wird, bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. Eine Bewerbung bzw. die Nominierung anderer ist über das Online-Formular auf der Website des Tierschutzbundes möglich.
„Mit dem Deutschen Tierschutzpreis zeichnen wir ehrenamtlich engagierte Menschen aus, die ihre Zeit, ihre Energie, ihr Herz und auch ihr Geld für die geben, die selbst keine Stimme haben. Es sind Persönlichkeiten, die für die Tiere kämpfen, trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben und damit zu Vorbildern werden“, betont Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner winken 6.000 Euro Preisgeld. Weitere Preise im Wert von jeweils 3.000 Euro, werden zusätzlich in den Kategorien „Lebenswerk“, „Publikumspreis“ und „Stimme für die Tiere“ sowie „Nachwuchs“ verliehen.
Deutscher Tierschutzbund
Osterreiseverkehr: Vorsicht vor Einschleppung von Tierseuchen
Rund um die Osterfeiertage ist mit einem steigenden Reiseaufkommen innerhalb der Länder sowie in andere Länder zu rechnen. Damit wächst auch das Risiko, Tierkrankheiten einzuschleppen. Besonders die Mitnahme lebender Tiere sowie tierischer Produkte birgt erhebliche Gefahren für die Tier- und öffentliche Gesundheit, warnt das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
Tierschutz- und Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig warnt: „Gerade in der Osterreisezeit müssen wir Verantwortung für unsere Tiere und die Gesundheit der Menschen übernehmen. Die Einschleppung gefährlicher Tierkrankheiten wie Tollwut, Maul- und Klauenseuche oder Afrikanische Schweinepest kann schwerwiegende Folgen für ganz Österreich haben. Bitte informieren Sie sich über geltende Vorschriften, bevor Sie mit Tieren reisen oder tierische Produkte mitbringen.“
Vor allem in Regionen nahe der EU-Außengrenzen tritt Tollwut weiterhin vermehrt auf. Da es sich hierbei um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt, die auch auf den Menschen übertragbar ist, dürfen keinesfalls Tiere – insbesondere Welpen – ohne die zuständigen Behörden zu informieren aus dem Ausland mitgenommen werden. Diese verfügen häufig nicht über den erforderlichen Impfschutz. Infektionen ziehen zudem umfangreiche behördliche Maßnahmen wie Abklärungen, Quarantäneanordnungen sowie Schutzmaßnahmen für Kontaktpersonen und andere Tiere nach sich. Zum Schutz von Mensch und Tier wird daher empfohlen, sich grundsätzlich vor Reisen umfassend über Einreisebestimmungen zu informieren und erforderliche Dokumente mitzuführen.
Auch Nutztierkrankheiten (wie z.B. die Maul- und Klauenseuche, die Afrikanische Schweinepest, oder Schaf- und Ziegenpocken) erfordern erhöhte Aufmerksamkeit: Diese stellen eine massive Gefahr für den österreichischen Tierbestand dar und können in weiterer Folge beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Einschleppung erfolgt nicht nur durch lebende Tiere, sondern kann auch über mitgebrachte Fleischprodukte erfolgen.
Besondere Vorsicht ist daher bei tierischen Lebensmitteln geboten: Fleisch, Milchprodukte oder ganze Tierkörper können Krankheitserreger enthalten, die zur Verbreitung von Seuchen beitragen. Auf die Mitnahme lebender Tiere sowie tierischer Produkte aus dem Ausland sollte daher nach Möglichkeit verzichtet werden.
All das gilt selbstverständlich nicht nur für Österreich, sondern trifft auch auf Deutschland sowie andere EU- und Nicht-EU-Länder zu.
BMASGPK
Aufzeichnung des FLI-Webinars zur ND jetzt verfügbar
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am 24. März 2026 anlässlich des anhaltenden Infektionsgeschehens bei der Newcastle-Krankheit (ND) und der Geflügelpest (HPAI) ein Webinar für Geflügelhaltende und Tierärzt:innen angeboten. Dieses war mit 1.000 Teilnehmenden ausgebucht. Nun steht die Aufzeichnung des Webinars online zur Verfügung.
Einige Fragen blieben trotz intensiver Frage und Antwort-Runde offen, diese werden noch beantwortet und baldmöglichst ebenfalls auf der Themenseite zur Newcastle-Krankheit zur Verfügung gestellt. Dort sind auch Antworten auf häufige, grundlegende Fragen (FAQ) sowie ein Merkblatt zu ND zu finden.
Biozid verantwortlich für massive Bienenverluste in der Schweiz
Wegen einer Häufung von Bienenverlusten in der Schweiz im Jahr 2025 hat der Bienengesundheitsdienst (BGD) sieben Bienenproben analysiert, die auf Vergiftungen hindeuteten. In einer der Proben konnten die Expert:innen eine schwere akute Vergiftung durch ein Biozid nachweisen, die auf dem Wirkstoff Thiamethoxam und dessen Abbauprodukt Clothianidin zurückzuführen ist. Die Vergiftungserscheinungen waren bei drei Bienenvölkern eines Imkers festgestellt worden, die zu einer hohen Sterblichkeit bei den Bienen geführt hat.
Diese Wirkstoffe sind laut Angaben des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) in sechs Biozidprodukten enthalten, die für die professionelle Insektenbekämpfung verwendet werden. Einige dieser Produkte dienen der Abwehr von Fliegen und enthalten Zucker als Lockstoff, der wiederum auch Bienen anlockt.
Auch wenn aktuell aufgrund des Wegfalls zahlreicher Insektizide kaum Vergiftungen bei Bienen nachgewiesen werden, empfiehlt Simon Gisler vom BGD, die Entwicklung dennoch im Auge zu behalten. Denn es gäbe eine hohe Nachfrage nach neuen Insektiziden, für die möglicherweise auch vereinfachte Zulassungen gelten, so Gisler.
Nach Informationen des BGD konnte in vier Proben zudem eine außergewöhnlich hohe Virenbelastung festgestellt werden. Dass in mehreren Fällen auch schwarze, haarlose Bienen festgestellt wurden, lasse auf das Chronische Bienen-Paralyse-Virus (CBPV) schließen, so der BGD. CBPV ist eine ansteckende Viruserkrankung bei adulten Honigbienen, die zu zitternden, flugunfähigen, schwarzen, haarlosen Bienen und massivem Totenfall vor dem Flugloch führt.
Schweizerbauer
ASP bleibt globale Bedrohung für Schweinehaltung
Seit 2022 sind rund 2,44 Mio. Hausschweine aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weltweit verendet oder wurden gekeult. Entsprechend bleibt die ASP ein zentrales Risiko für die globale Schweinehaltung.
Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) angibt, sei Europa mit rund 1,63 Mio. Tieren, gefolgt von Asien (661.000), Afrika (136.000) und Amerika (Dominikanische Republik und Haiti) mit 9.400 Tieren am stärksten betroffen. Asien habe dabei mit 7.500 die meisten Ausbrüche, Europa mit 689.000 die höchsten Fallzahlen. Die Zahl der Ausbrüche bei Hausschweinen beträgt hier 5.360. Neben Hausschweinen waren und sind vor allem Wildschweine betroffen. Insgesamt wurden rund 46.600 Fälle registriert – nahezu vollständig in Europa.
Die WOAH empfiehlt konsequente Maßnahmen wie verbesserte Biosicherheit, funktionierende Frühwarn- und Meldesysteme sowie mehr Sensibilisierung entlang der Wertschöpfungskette.
Agrarheute
Weitere ND-Ausbrüche in Brandenburg und Bayern
Die Newcastle-Krankheit (ND) greift weiet um sich. Insgesamt gibt es bereits 40 Ausbrüche in Brandenburg, Bayern und Berlin. Von aktuellen Ausbrüchen sind in Brandenburg besonders die Landkreise Dahme-Spreewald und Oder-Spree betroffen. In zwei großen Geflügelhöfen sowie in kleineren Geflügelhaltungen kam es in den vergangenen Tagen zu weiteren Ausbrüchen. In Brandenburg wurden insgesamt 26 Fälle bestätigt.
Der größte Legehennenbetrieb Deutschlands in Bestensee musste wegen der aktuellen Ausbrüche nun auch die letzten Tiere töten. Nach Angaben des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums sind sechs Stallanlagen mit jeweils etwa 40.000 Tieren von der Newcastle-Krankheit betroffen.
„Die Ereignisse der vergangenen Wochen erschüttern uns alle tief. Nun jetzt auch den letzten Stall des Geflügelbetriebes in Bestensee aufgeben zu müssen und die Tötung der Tiere anzuordnen, ist ein schwerer und schmerzlicher Schritt für uns alle“, erklärt Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald.
Allein in seinem Landkreis ist die Zahl der gekeulten Tiere auf 1,36 Mio. gestiegen. Der Landkreis bittet daher weiterhin um erhöhte Wachsamkeit: Auch in geimpften Beständen sollten Auffälligkeiten wie erhöhte Tierverluste oder Leistungseinbrüche unverzüglich untersucht werden, um eine weitere Ausbreitung frühzeitig zu verhindern.
In Bayern ist die Zahl der ND-Ausbrüche ebenfalls auf 14 gestiegen: In Gangkofen (Landkreis Rottal-Inn) wiesen die Behörden ND in einem dritten Geflügelbetrieb mit insgesamt 23.000 Masthähnchen nach, die alle getötet werden mussten.
Agrarheute
LTK Niedersachsen
Baden-Württemberg startet ASP-Früherkennungsprogramm
Im September 2020 ist erstmals in Deutschland die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Seit inzwischen fünfeinhalb Jahren hat sich die für Schweine hochansteckende Tierseuche in vielen Bundesländern ausgebreitet.
Dank umfassender Präventionsmaßnahmen ist das Land Baden-Württemberg bislang von massiven ASP-Ausbrüchen verschont geblieben, wie Landwirtschaftsminister Peter Hauk erklärt. Hier ist jetzt auch ein neues Früherkennungsprogramm gestartet, um unter anderem Erregereinträge in Schweinebestände zu verhindern. Im Fokus des Programms stehen regelmäßige Betriebsinspektionen und eine Verstärkung der Biosicherheitsmaßnahmen.
„Mit der Teilnahme am Früherkennungsprogramm ASP verpflichten sich schweinehaltende Betriebe zur Einhaltung bestimmter Voraussetzungen, wie eine regelmäßige Betriebsinspektion, verstärkter Biosicherheitsmaßnahmen oder regelmäßiger ASP-Erregeruntersuchungen. In der Folge erhalten diese Betriebe einen Status, der sie in die Lage versetzt, auch bei Einrichtung von Sperrzonen ohne Zeitverzug Tiere zu verbringen. Weitere Vorteile, die sich aus der Teilnahme am Programm ergeben, sind auch die Früherkennung eines eventuellen Seuchengeschehens und, durch die verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen, auch die Verhinderung des Eintrags der Seuche in Schweinebestände“, so Hauk.
Das europäische Tiergesundheitsrecht verbietet das Verbringen von Schweinen aus Betrieben, die in einer ASP-Sperrzone liegen, zunächst grundsätzlich. Ausnahmen bestehen für Betriebe, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. „Schweinehaltende Betriebe, die an dem Früherkennungsprogramm ASP teilnehmen, erfüllen die entsprechenden Voraussetzungen und können Schweine ohne zeitliche Verzögerung aus der Sperrzone verbringen. Nur so können Schweinehalter erhebliche wirtschaftliche Verluste wirksam verhindern“, sagt der Minister.
Das Früherkennungsprogramm besteht einerseits aus Betriebsinspektionen, die in dreimonatigem Abstand im schweinehaltenden Betrieb zwecks Überprüfung der Biosicherheit durchgeführt werden. Außerdem werden sogenannte Falltiere regelmäßig an den Untersuchungsämtern des Landes untersucht. Zusätzlich können Schweinehalter:innenn beim Einstieg in das Verfahren die Beratung des Schweinegesundheitsdienstes in Anspruch nehmen. Die Kosten für diese Beratung übernimmt das Land.
Für Tierärzt:innen bietet Myvetlearn.de die Online-Fortbildung Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung – Schweinebestände an.
Baden-Württemberg.de
Forster-Steinberg-Stiftung zeichnet Tierschutzprojekte aus
Alle zwei Jahre zeichnet die 2019 gegründete Forster-Steinberg Stiftung akademische Abschlussarbeiten, besondere Leistungen im Tierschutz sowie Forschungen, die dem ethischen 3R-Prinzip verpflichtet sind, aus.
Bereits im Februar 2026 wurden vier Preisträgerinnen mit dem Forschungspreis 2025/26 ausgezeichnet. Für ihr Universitäres Strategiemodell zur 3R-Implementierung (UNI3R) erhielten Herwig Grimm und Kerstin Auer (beide Vetmeduni Wien) sowie Anna-Caroline Wöhr und Helen Louton (beide LMU München) den diesjährigen Forster-Steinberg-Preis.
Einer der Studierendenpreise der Stiftung ging in diesem Jahr an die Münchener Doktorandin Katja Schmitt für ihre Dissertation „Wildtier gefunden – Was tun?“ – ein interaktives, multimediales Tutorial für die Öffentlichkeit und Polizei, Feuerwehr und sonstige Einsatzkräfte. Ebenfalls wurden Dominik Hajosi und Jennifer Rao (beide Vetmeduni Wien) für ihre Dissertation bzw. Masterarbeit mit dem Forster-Steinberg-Studierendenpreis ausgezeichnet.
Die Forster-Steinberg-Stiftung fördert die ausgezeichneten Projekte in einer Gesamthöhe von über 300.000 Euro.
LMU München
Vetmeduni Wien
Versuchstierkunde und Tierschutz weiter zusammen führen
Seit dem vergangenen Semester wird Versuchstierkunde und Tierschutz in einem neuen Lehrstuhl an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) weiter gestärkt. Hiermit sollen sowohl die artgerechte Haltung verbessert als auch der bewusste Einsatz von Versuchstieren gestärkt werden. Grundsätzlich arbeiten die Wissenschaftler:innen nach dem sogenannten 3R-Prinzip, welches als ethischer Grundsatz auch für die Forschung unter Einsatz von Versuchstieren gilt.
„Aktuell sind Tierversuche etwa in der biomedizinischen Forschung noch essenziell. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Kolleginnen und Kollegen bestmöglich dabei zu unterstützen, das 3R-Prinzip umzusetzen“, erklärt Professor Jan Baumgart, der den neuen Lehrstuhl leitet.
An der Würzburger Uni möchte Baumgart gern sein umfangreiches Wissen zu Haltung und Vorbereitung Versuchstieren weitergeben. „Auch Versuchstiere kann man trainieren. Dadurch mindert man ihren Stress, bestimmte Schritte – zum Beispiel Sedierung – fallen weg. Im Endeffekt wird der Tierversuch für das Einzeltier weniger belastend und es werden dadurch weniger Tiere benötigt“, so der Experte.
Mit Hilfe von Vorträgen und Fortbildungen sowie dem Aufbau einer Arbeitsgruppe sollen die jungen Forschenden diverse Möglichkeiten für das Networking erhalten. Dieses sei wichtig, um neueste Entwicklungen zu verfolgen und selbst anzuwenden. Neben der stetigen Forschung an Alternativen und Verbesserungen sieht Baumgart besonders eines als unersetzlich im Umgang mit Tierversuchen: Transparenz. „Mir ist äußerst wichtig, immer zu zeigen, dass wir nichts verheimlichen. Als Forschende müssen wir uns der Sensibilität des Themas Tierversuche extrem bewusst sein. Wir brauchen höchste Standards, die wir stetig prüfen, verbessern und auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt der Veterinärmediziner abschließend.
Gemeinsam mit dem Institut für Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkunde des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin sowie der Akademie für tierärztliche Fortbildung veranstaltet Myvetlearn.de vom 24.-26. September 2026 die nächste Online-Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte zur Qualifikation als Tierschutzbeauftragte. Weitere Informationen zum Programm und der Anmeldung folgen in Kürze.
JMU
Wildbienen sind Hauptwirte für Bienenvirus
Das Akute Bienenlähmungs-Virus befällt Honigbienen. Die infizierten Insekten verlieren innerhalb kürzester Zeit die Fähigkeit zu fliegen, zittern und sterben innerhalb weniger Tage. Ein Befall mit dem Erreger kann zu einem raschen Zusammenbruch eines ganzen Volkes führen.
Das hauptsächliche Wirtsinsekt ist jedoch nicht die Honigbiene selbst, sondern die Steinhummel. Das ist das Ergebnis einer Feldstudie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Georg-August-Universität Göttingen. Demnach können auch Wildbienen Wirte für Viren sein und damit theoretisch zur Infektion von Honigbienen beitragen.
Wahrscheinliche Übertragungsorte des Akuten Bienenlähmungs-Virus sind blühende Wiesen im Sommer, auf denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insektenarten zusammentreffen. „Dort kommen die Insekten auf der Suche nach Nahrung mit eventuell virenbelastetem Material in Kontakt, zum Beispiel Pollen und Nektar“, sagt der Biologe Prof. Dr. Robert Paxton von der MLU.
Die Forschenden haben Daten an 32 Standorten in Niedersachsen und Hessen gesammelt und umfangreich ausgewertet. Mit Hilfe eines Virus-Screenings analysierten die Wissenschaftler:innen mehr als 1.700 Insekten, um herauszufinden, wie stark jede Art zur Verbreitung verschiedener Viren beiträgt. Die Forschenden berechneten für jede Kombination aus Virus und Bienenart punktgenau, wie leicht sich das Virus ausbreiten kann und wie stark jede Bienenart potenziell zur Verbreitung der Viren beiträgt. Unter anderem gelang es ihnen, drei bekannte Bienenviren und die wichtigsten Wirtsinsekten zu identifizieren.
Diese neuen Erkenntnisse könnten einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Viruskrankheiten bei Insekten leisten.
Uni Halle
Frankreich wertet Impfkampagne gegen HPAI als Erfolg
Bis zum Start des umfangreichen Impfprogramms in Frankreich im Oktober 2023 war das Land massiv von der hochpathogene Aviären Influenza (HPAI) betroffen. Nahezu 10 Millionen Stück Geflügel in rund 400 Nutzgeflügelhaltungen mussten wegen HPAI-Ausbrüchen gekeult werden.
Um besonders die hochpreisigen Enten vor der Infektion zu schützen, starteten die französischen Veterinärbehörden Anfang Oktober 2023 eine landesweite, für größere Bestände ab 250 Tieren verpflichtende Impfkampagne, bei der mehr als 95 Prozent der Enten vakziniert wurden. Insgesamt wurden bis Ende März 2024 rund 51 Millionen Impfdosen verabreicht. In der Regel impften die Tierhaltenden zweimal im Abstand drei Wochen.
Wie die aktuelle Auswertung der ersten sechs Monate zeigt, hat die Impfkampagne ihren Zweck erfüllt. Auch wenn nicht jede Infektion vermieden werden konnte, konnte die Impfung die schwersten Folgen mindern. Wie die zuständige Behörde mitteilt, seien zwischen 40 und 45% des Entenbestandes vor den schlimmsten Auswirkungen der Seuche geschützt gewesen. Trotzdem sei das Niveau ausreichend, um die Ausbreitung der Seuche zu bremsen, sofern die Betriebe die Vorgaben konsequent einhalten, heißt es abschließend.
Geflügelnews
ASP-Viren in südkoreanischem Schweinefutter entdeckt
Südkorea scheint die Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht in den Griff zu bekommen. Seit Anfang 2026 wurde die hoch ansteckende Tierseuche in dem ostasiatischen Land bereits in 22 Betrieben nachgewiesen – in deutlich mehr Betrieben als im Vorjahr.
Die Situation wird aktuell noch durch die Entdeckung von ASP-Viren in Schweinefutter verschärft. Nach Information des Nachrichtenmagazins Korea Times geht die südkoreanische Regierung davon aus, dass Blutplasma eines infizierten Schweines in dem Futter verarbeitet worden ist. Die Regierung hat einen Rückruf und die Entsorgung der gesamten 490 Tonnen Futtermittel des entsprechenden Herstellers angeordnet. Sämtliche Chargen seien vernichtet worden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt.
Zudem hat die Regierung beschlossen, die Biosicherheitsmaßnahmen in Schweinezuchtbetrieben, Schlachthöfen und Futtermühlen deutlich zu verschärfen.
Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung an. Kurs 4 beschäftigt sich mit Schweinebeständen.
Topagrar
BHV-1 im Kreis Kleve nachgewiesen
Nachdem der Kreis Kleve (NRW) gerade eine heftige Zeit mit zahlreichen Geflügelpestausbrüchen sowie 340.000 toten Tieren in Geflügelbetrieben hinter sich gebracht hat, ist hier nun eine neue Tierseuche nachgewiesen worden. Ein Rinderbetrieb in Keeken ist in der vergangenen Woche positiv auf das Bovine Herpesvirus (BHV-1) getestet worden. Neben dem Hauptbetrieb sind weitere Standorte auf der anderen Rheinseite betroffen. Insgesamt mussten 1.100 Tiere gekeult werden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Innerhalb dieses Gebietes wurden zudem weitere Untersuchungen in den Rinderbeständen angeordnet. BHV-1 ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und für Rinder hochansteckend. Das Virus wird von Tier zu Tier übertragen, aber auch indirekt über Geräte oder Menschen, die mit Tieren arbeiten. Daher appellieren die Veterinärbehörden an die Tierhalter:innen, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.
Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung an. Kurs 3 beschäftigt sich mit Rinderbeständen.
WDR
Newcastle-Krankheit im Berliner Zoo nachgewiesen
Die Newcastle-Disease (ND) breitet sich weiter in Deutschlands aus. Nachdem der bayerische Landkreis Rottal-Inn einen positiven ND-Nachweis in einem Geflügelbetrieb mit 15.000 Tiere gemeldet hat, ist die Zahl der bestätigten ND-Ausbrüche in Brandenburg inzwischen auf elf gestiegen.
Nun hat der Berliner Zoo ebenfalls einen ersten Fall der Newcastle-Krankheit gemeldet. Bei einem verendeten Wallichfasan ist die Krankheit nachgewiesen worden. Wie der Zoo berichtet, seien umgehend Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Infektionen eingeleitet worden, unter anderem wurden weitere Vögel beprobt sowie Hygieneschleusen eingerichtet.
Geflügelnews
Entwicklung der Newcastle Disease besorgniserregend
Nachdem seit 1996 erstmals wieder in Deutschland die Newcastle Disease (ND) nachgewiesen worden ist, nimmt die Zahl der Ausbrüche stetig zu. Vor allem in Brandenburg gibt es trotz verpflichtender Impfung immer mehr Ausbrüche. Betroffen sind kommerzielle Geflügelbetriebe und Kleinhaltungen. Auch in Bayern gibt es Ausbrüche. Zuletzt ist die ND am 19.03.2026 in einem Masthähnchenbestand in Storkow (Landkreis Oder-Spree) mit rund 360.000 Tieren bestätigt worden. Insgesamt wurden mehr als 1,2 Millionen Tiere infolge der hochansteckenden Krankheit seit Ende Februar 2026 getötet.
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) betrachtet die aktuelle Entwicklung als besorgniserregend und befürchtet weitere Ausbrüche. So appelliert das Gremium dringend an alle Halter:innen von Geflügel zu überprüfen, wann ihre Vögel das letzte Mal gegen ND geimpft wurden und im Zweifelsfall Wiederholungsimpfungen anzusetzen, bzw. besonders auf die turnusgemäßen Impfungen zu achten. Zudem müssen auch in Kleinbeständen Verdachtsmomente transparent kommuniziert werden, stellt die StIKo Vet fest. Um mögliche Erregereinschleppungen zu vermeiden, müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Neben verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen sei die Impfung eine zentrale Säule der ND-Seuchenkontrolle: In Deutschland gilt eine allgemeine ND-Impfpflicht für gehaltene Puten und Hühner. Dies umfasst alle Haltungsformen -kommerzielle, wie nicht-kommerzielle- vom ersten Huhn bzw. der ersten Pute an.
StIKo Vet
Massenkeulungen in Sibirien deuten auf MKS-Ausbruch hin – Behörden dementieren
Die russischen Behörden haben die Massenkeulung von Vieh angeordnet im sibirischen Nowosibirsk angeordnet. Der vermeintliche Grund: Fälle von Tollwut und Pasteurellose. Die fünf Bezirke Bagansky, Kupinsky, Cherepanovsky, Ordynsky und Karasuksky wurden unter Quarantäne gestellt.
Nach Informationen von Anwohner:innen erfolgten die Tötungen auch von gesunden Tieren ohne tierärztliche Untersuchungen und ohne ordnungsgemäße Genehmigungen. Offiziell werde lediglich von einer angeblich besonders gefährlichen Krankheit gewarnt. Die Landwirt:innen, die an der offiziellen Darstellung der Behörden zweifeln, fürchten um ihre Existenz.
Zur Eindämmung dieser nicht weiter benannten Krankheit hat die Regionalregierung nun den Notstand ausgerufen, um auch eine „effektive Koordination der Maßnahmen“ zu ermöglichen und die Bewegung von Tieren einzuschränken, wie Landwirtschaftsminister Andrej Schindelow erklärt.
Der Widerstand gegen die drastischen Maßnahmen und die mangelnde Kommunikation unter den Tierhaltenden wächst täglich und lässt die Menschen auf die Straße gehen. So sollen Bewohner:innen Fahrzeuge blockiert haben, die zur Tötung der Tiere eingesetzt wurden. Auch soll es zu Konfrontationen mit Polizei und Behörden gekommen sein. Die Bäuer:innen zweifeln an der Darstellung von Behördenseite, denn sowohl Tollwut als auch Pasteurellose erfordern keine flächendeckende Tötung ganzer Tierbestände.
Die durchgeführten Maßnahmen haben eher den Anschein, dass es sich um Ausbrüche der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche (MKS) handelt. Diese würde tatsächlich eine Tötung aller Tiere im Umkreis eines Ausbruchs erfordern. Hinweise darauf sehen Kritiker:innen unter anderem auch darin, dass auch Kamele getötet wurden – Tiere, die als Paarhufer ebenfalls für die MKS empfänglich sind. Die Behörden bestreiten jedoch einen MKS-Ausbruch. Ein möglicher Vertuschungsgrund könnten jedoch Handelsbeschränkungen sein. Kasachstan und Belarus sollen allerdings schon Importstopps aus Teilen Sibiriens verhängt haben.
Die Behörden reagieren bislang vor allem mit Druck: Neben Festnahmen wird laut dem Nachrichtenportal auch von Einschüchterungsversuchen der Landwirt:innen berichtet.
NTV
Euronews
Parasitenprophylaxe: Bessere Aufklärung von Tierhaltenden notwendig
Am heutigen Freitag (20.3.2026) wird der World Parasite Awareness Day gefeiert. Die von verschiedenen Tiergesundheitsorganisationen und der Veterinärindustrie im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Initiative soll das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken schärfen, die Parasiten für Haustiere und Menschen darstellen. Dabei können die Risiken durch konsequenten Schutz einfach verhindert werden.
Eine aktuelle Umfrage unter 6.500 Besitzer:innen von Katzen und Hunden auf der ganzen Welt ergab jedoch, dass mehr als ein Viertel der Befragten wenig oder gar nicht mit Parasitenrisiken vertraut ist. Hier scheint es einen erheblichen Bedarf für bessere Aufklärung und konsequentere Präventionsgewohnheiten zu geben. Drei Viertel der befragten Tierhaltenden wünschen sich klarere Empfehlungen zur Prävention.
Denn Flöhe, Zecken, Würmer und andere Parasiten können im schlimmsten Fall zu schweren und sogar lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Zecken gehören weltweit zu den am weitesten verbreiteten Ektoparasiten. Die Blutsauger können unter anderem Lyme-Borreliose, Babesiose oder Ehrlichiose übertragen.
Gemäß einer aktuellen Feldstudie von Boehringer Ingelheim wurden in 73 % der untersuchten Parks in deutschen Städten Zecken nachgewiesen, wobei im Frühjahr/Frühsommer deutlich mehr Zecken gefunden wurden als im Herbst. Der Gemeine Holzbock war die dominierende Art unter den identifizierten Zecken, die besonders häufig in Bereichen mit Büschen und Laubstreu gefunden wurden. Tierärzt:innen sind bei einem Großteil der Tierhaltenden die erste Anlaufstelle bei der Risikobewertung sowie der Empfehlung geeigneter Schutzmaßnahmen. Da Parasitenrisiken je nach Region, Saison und Lebensstil variieren, gewinnen individuelle Beratung, regelmäßige Kontrollen und der verantwortungsvolle Einsatz präventiver Lösungen durch Tierärzt:innen an Bedeutung.
ESCCAP
Parasiteawarenessday
Einzeltierbehandlung kann den Antibiotikaeinsatz drastisch reduzieren
Absetzdurchfall bei Ferkeln zählt nach wie vor zu den wichtigsten Ursachen für den Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung. Besonders in der sensiblen Phase des Absetzens – meist im Alter von drei bis vier Wochen – kommt es häufig zu Durchfällen. Ursache sind vor allem Stress durch die Trennung von der Sau, die Umstallung und Durchmischung von Würfen sowie die Umstellung von Milch auf festes Futter.
In der Praxis erfolgt die Behandlung häufig als Herdenmedikation über das Trinkwasser, sodass nicht nur erkrankte, sondern ganze Tiergruppen antibiotisch behandelt werden. Studien zeigen jedoch, dass tatsächlich nur ein sehr geringer Anteil der Tiere behandlungsbedürftig ist. Durchschnittlich bräuchte nur ein 1% der Tiere eine tägliche Antibiotikagabe. Leichtere Durchfälle seien überwiegend selbstlimitierend und heilen ohne antibiotische Therapie bei guten Tageszunahmen aus.
Untersuchungen belegen, dass durch eine gezielte Einzeltierbehandlung anstelle der routinemäßigen Gruppenmedikation der Antibiotikaeinsatz um bis zu 70–75 % reduziert werden kann, ohne negative Auswirkungen auf Tiergesundheit oder Wachstum zu haben. Voraussetzung dafür ist eine konsequente und sorgfältige Tierbeobachtung, um erkrankte Tiere frühzeitig zu erkennen.
Das bedeutet für die Bestandsbetreuung: eine differenzierte, indikationsgerechte Behandlung ist in Hinblick auf das Resistenzrisiko der Bestandsmedikation vorzuziehen.
Agrarheute
Ausbruch der Maul- und Klauenseuche auf Lesbos
Auf der griechischen Insel Lesbos gibt es einen bestätigten Ausbruch der hochansteckenden und anzeigepflichtigen Maul- und Klauenseuche (MKS). Der Ausbruch wurde in einem Rinderzuchtbetrieb im nordöstlichen Teil der Insel, in der Region Pelopi, festgestellt, wie Agrobite berichtet.
Die zuständigen griechischen Behörden haben schnell gehandelt und strenge Kontrollmaßnahmen am und rund um den Ausbruchsort angeordnet. Sämtliche Exporte von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen sowie von deren Produkten und Verarbeitungsprodukten wurden gestoppt.
Dieser Ausbruch auf Lesbos zeigt, dass die Bedrohung durch die MKS in der Region wächst. Denn zuvor war am 20. Februar 2026 auf Zypern im Bezirk Larnaca ein MKS-Ausbruch festgestellt worden. Dort wurde der Virus-Serotyp SAT1 nachgewiesen, der normalerweise in Nordafrika, Asien und der Türkei vorkommt. Der auf Lesbos nachgewiesene Virus-Serotyp wird derzeit im Labor getestet.
Für Reisende auf Zypern wie Lesbos bedeutet das, jeden Kontakt zu Nutz- und Wildtieren zu vermeiden, keine Viehzuchtbetriebe, Märkte oder Ausstellungen zu besuchen und auf keinen Fall tierische Produkte (Fleisch, Milch, Käse usw.) im persönlichen Gepäck auszuführen.
Aber nicht nur in Südeuropa breitet sich das Virus aus. Auch in Deutschland gab es Anfang Januar 2025 einen MKS-Fall bei Wasserbüffeln in Brandenburg. In Deutschland konnte das Virus rasch getilgt werden und es gilt wieder der Status „MKS-frei ohne Impfung“. Anschließend breitete sich das Virus in Ungarn aus. Seit Sommer 2025 gibt es auch in verschiedenen Regionen Südafrikas immer wieder MKS-Ausbrüche.
Deutschland und Südafrika wollen nun gemeinsam den Kampf gegen die MKD angehen. Dafür hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer mit seinem südafrikanischen Amtskollegen John Steenhuisen eine sogenannte Joint Declaration of Intent unterzeichnet. Ziel der gemeinsamen Absichtserklärung ist der fachliche Austausch sowie die Stärkung der Bekämpfung- und Präventionsmöglichkeiten der Tierseuche.
„Die Auswirkungen eines Tierseuchenausbruchs trifft jede Agrar- und Lebensmittelwirtschaft hart. Nur mit sorgfältig geplanten Präventionsmaßnahmen und einer entschlossenen Bekämpfung lassen sich die Auswirkungen begrenzen“, betonte Rainer. „Von einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika profitieren beide Länder. Deutschland kann wertvolle Erfahrungen weitergeben und gleichzeitig zeigen, dass regionale Ausbrüche nicht zwangsläufig zu einem jahrelangen Importstopp führen müssen. Die Vereinbarung ist für unsere exportorientierte Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ein wichtiges Signal.“
Die Kooperationspartner wollen einen weiteren Fokus auf die Unterstützung der Betriebe im Bereich der Biosicherheit legen. Auch bei der Diagnostik und praktikable Monitoringsysteme werden die Länder eng zusammen arbeiten.
BMELH
Jetzt für Tierschutzpreise bewerben!
Auch in diesem Jahr werden wieder Tierschutzpreise in zahlreichen Bundesländern vergeben. Wir haben einige für Sie aufgelistet:
Im Zentrum des Tierschutzpreises des Landes Sachsen-Anhalt stehen nachahmungswerte Schulprojekte, die Kindern und Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren vermitteln. Schulen in Sachsen-Anhalt mit Arbeitsgemeinschaften oder Projekten, die sich intensiv mit dem Schutz von Nutz- oder Heimtieren befassen, können sich noch bis Ende März 2026 bewerben.
Ab April 2026 (Termin wird noch bekanntgegeben) können sich Menschen, Initiativen und Vereine, die sich mit voller Leidenschaft und Engagement für den Tierschutz einsetzen und gleichzeitig den Tieren helfen, für den Deutschen Tierschutzpreis 2026 bewerben. Im vergangenen Jahr gab es erstmals eine eigene Kategorie für ein Kinder- oder Jugendtierschutzprojekt, um der Nachwuchsarbeit im Tierschutz eine besondere Gewichtung zu geben.
Das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie verleiht seinen Tierschutzpreis in 2026 bereits zum 32. Mal. Einzelpersonen, Gruppen oder landwirtschaftliche Betriebe, die sich durch außergewöhnliches Engagement und innovative Projekte im Bereich Tierschutz hervorgetan haben, können für die Kategorien Karitativer Tierschutz oder Artgerechte Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere vorgeschlagen werden oder sich selber bewerben. Eine Bewerbung ist bis zum 31. Mai 2026 möglich.
Auch die Bayerische Staatsregierung zeichnet jedes Jahr Personen und Institutionen mit Sitz bzw. Wohnort in Bayern aus, die sich um den Tierschutz besonders verdient gemacht haben. Über die Vergabe des mit 12.000 Euro dotierten Tierschutzpreises entscheidet eine Fachjury. Zusätzlich wird der Tierschutz-Sonderpreis des Staatsministers verliehen. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2026.
Der Tierschutzforschungspreis 2026 wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ausgeschrieben. Nominierungsschluss ist der 31. März 2026. Nominierungsberechtigt sind die nationalen 3R-Zentren sowie die Leitungen nationaler Forschungseinrichtungen im Bereich der Lebens- und Naturwissenschaften. Die Preisträger:innen erhalten ein Preisgeld von bis zu 100.000 Euro.
Außerdem wird der Erwin-Becker-Preis – Pferd 2026 im Rahmen des DVG-Vet-Congresses im Oktober 2026 in Berlin verliehen. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung der DVG-Fachgruppe Pferdekrankheiten würdigt alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Arbeiten (Originalarbeiten) zu Pferden oder Equiden, die innerhalb der letzten zwei Jahre publiziert wurden. Bewerbungsschluss ist der 31.5.2026. Mehr Informationen dazu im DTBL 2/2026, S. 230.
Bereits am 15.5.2026 endet die Ausschreibungsfrist für den mit 20.000 Euro dotierten Stockmeyer Wissenschaftspreis 2026. Dieser Preis zeichnet herausragende lebensmittelwissenschaftliche Forschungsarbeiten aus. Die prämierten Arbeiten bestechen durch praktikable Lösungsansätze und anwendungsorientierte Forschung, die im Sinne des Stiftungszwecks zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes sowie zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln beitragen.
Weniger HPAI-Nachweise bei Vögeln in Europa
Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat Europa fest im Griff. Im vergangenen Winter wurden in 32 europäischen Ländern rund 400 Ausbrüche in Geflügelhaltungsbetrieben sowie bei mehr als 2.100 Wildvögeln registriert. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitteilt, hat die HPAI-Zirkulation bei Wasservögeln damit ihren höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht.
Laut dem aktuellen vierteljährlichen Überwachungsbericht der Behörde sowie des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des EU-Referenzlabors (EURL), ist die Zahl der Nachweise bei Vögeln seit Dezember 2025 aber zurückgegangen.
Erstmals jedoch waren im Januar 2026 in Europa Antikörper gegen H5N1 bei Milchkühen nachgewiesen worden, genauer gesagt in den Niederlanden. Die Serologie in einer scheinbar gesunden Milchviehherde deutete auf eine mögliche Übertragung von Wildvögeln hin. Aktive Erkrankungen bei den getesteten Kühen wurden jedoch nicht festgestellt. Weitere Untersuchungen wurden eingeleitet und dauern noch an.
Die EFSA weist erneut auf die Dringlichkeit der Einhaltung strenger Biosicherheitsmaßnahmen hin, um die Erreger-Einschleppung in die Betriebe und die Ausbreitung zu begrenzen. Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung an. Kurs 5 beschäftigt sich mit Geflügelbeständen. Zur Biosicherheit in Geflügelbeständen gibt Dr. Christine Ahlers (u. a. FTÄ für Geflügel und Mitglied im BTK-Ausschuss Geflügel) spezielle Informationen für die tierärztliche Praxis.
EFSA
NRW-Ministerin ruft zur Wachsamkeit bezüglich ND auf
Nach Niedersachsen ist Nordrhein-Westfalen das Land mit der höchsten Geflügelproduktion in Deutschland. In NRW werden mehr als 19 Millionen Legehennen, Mastputen und Jungmasthühner gehalten. Eine große Herausforderung für die gesamte Branche stellt die Geflügelpest dar, die dazu geführt hat, dass zahlreiche Betriebe ganze Herden keulen mussten.
Mit der Newcastle-Krankheit (ND) nähert sich dem Bundesland eine weitere Tierseuche. Aus Bayern und Brandenburg wurden im Februar 2026 bereits die ersten Ausbrüche in Hühner- und Putenbeständen gemeldet. Aus diesem Anlass appelliert NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen an alle Halter:innen, die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent in den Betrieben umzusetzen, um einen Eintrag der Erreger zu vermeiden.
„Unsere Betriebe der Geflügelwirtschaft haben in den letzten Monaten mit großen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Auch wenn sich die Aviäre Influenza in Nordrhein-Westfalen langsam auf dem Rückzug befindet, müssen Landwirtinnen und Landwirte weiter wachsam bleiben aufgrund der in einigen europäischen Ländern und nun auch in anderen Teilen Deutschlands auftretende Newcastle-Krankheit. Damit NRW weiterhin frei von dieser Tierseuche bleibt, ist es wichtig, die Biosicherheitsmaßnahmen in den eigenen Betrieben konsequent zu überprüfen und auch den Impfschutz der eigenen Geflügelbestände gegen die ND zu kontrollieren und bei Notwendigkeit zu aktualisieren“, so die Ministerin.
Gorißen weist zudem auf die Pflichtimpfung gegen ND hin, die in Deutschland besteht. Vor dem Hintergrund des ersten Ausbruchs der ND seit 1996 in Deutschland ist es erforderlich zu überprüfen, ob eine Auffrischung der Impfung geboten ist.
Um über die aktuelle Seuchenlage und notwendige Schutzmaßnahmen zu informieren, veranstalten der Geflügelwirtschaftsverband NRW, das Netzwerk Fokus Tierwohl und die Tierseuchenkasse NRW eine kostenfreie Online-Informationsveranstaltung am Dienstag, dem 17. März 2026, um 18:30 Uhr. Gewerbliche und private Geflügelhalter:innen sind eingeladen, sich umfassend über die aktuelle Seuchenlage, die Umsetzung der Impfpflicht, Biosicherheitsmaßnahmen sowie diagnostische Möglichkeiten zu informieren.
Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung. Kurs 5 beschäftigt sich mit Geflügelbeständen. Zur Biosicherheit in Geflügelbeständen gibt Dr. Christine Ahlers (u. a. FTÄ für Geflügel und Mitglied im BTK-Ausschuss Geflügel) spezielle Informationen für die tierärztliche Praxis.
Ministerium NRW
Impfquote gegen BTV unzureichend
Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass die Immunität der Wiederkäuerbestände gegen die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) derzeit unzureichend ist. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Tiere geimpft ist: Bis Anfang März waren rund 18,8 % der Rinder geimpft, bei Schafen etwa 7 % und bei Ziegen lediglich rund 3 %. Diese Impfquoten reichen nach Einschätzung der Behörden nicht aus, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit wirksam zu begrenzen. Hierfür müsste der Immunisierungsgrad mindestens bei 50 % liegen.
Vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Impfquote appellieren die Behörden an Tierhalterinnen und Tierhalter sowie betreuende Tierärzte, empfängliche Tiere möglichst zeitnah gegen BTV-8 zu immunisieren, um die Bestände besser zu schützen und die Ausbreitung der Seuche zu begrenzen.
LUA
Initiativen für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung in Skandinavien
In Skandinavien kündigt sich ein Kurswechsel in der Nutztierhaltung an. Während die norwegische Geflügelbranche bis Ende 2027 auf die Produktion schnell wachsender Masthühnerlinien verzichten möchte, hat sich in Dänemark ein Bündnis gegründet, das ein Ende der intensiven Schweinemast fordert.
Die dänische Allianz, die aus Umwelt- und Tierschutzorganisationen besteht, stellt die exportorientierte Schweinhaltung grundsätzlich infrage. Die ökologischen und moralischen Folgen der Industrie, die jährlich etwa 30 Mio. Schweine erzeugt, müssen nach Meinung des Bündnisses die dänischen Bürger:innen tragen. Die Allianz fordert von der Politik, dass die dänische Bevölkerung ein Mitspracherecht darüber haben müsse, ob sie die weltweit intensivste Schweineproduktion tatsächlich wolle. Daher müsse den Bürger:innen nun ermöglicht werden, darüber politisch zu entscheiden.
In Norwegen haben die Fleisch- und Eierproduzenten Nortura und der Branchenverband Norwegian Meat & Poultry Industry Association eine Vereinbarung für mehr Tierwohl in der Geflügelhaltung getroffen. Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre Norwegen weltweit das erste Land, das vollständig auf schnell wachsende Broilerlinien wie die Linie Ross 308 verzichtet. Zudem soll bis zum 1. Juli 2027 das Töten männlicher Küken in der Legehennenproduktion beendet und stattdessen auf die In-ovo-Geschlechtsbestimmung umgestiegen werden.
Topagrar
Agrarheute
ND: weiterer Betrieb in Brandenburg betroffen
Die Newcastle Disease (ND) breitet sich immer weiter aus. So auch in Brandenburg. Dort sind im Landkreis Dahme-Spreewald weitere Fälle der ansteckenden Tierseuche aufgetreten, wie die Kreisverwaltung in Lübben mitteilte. Zuvor gab es in der ersten Märzwoche 2026 bereits einen Ausbruch in einem Geflügelbetrieb mit rund 84.000 Tieren in Zeesen in Bestensee.
Der betroffene Betrieb im Landkreis Dahme-Spreewald wurde den Angaben zufolge sofort gesperrt. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises habe die tierschutzgerechte Tötung im betroffenen Ausbruchsbestand des gesamten Betriebs angeordnet sowie eine Überwachungs- und Beobachtungszone um den Betrieb eingerichtet.
Weitere ND Ausbrüche gab es auch in verschiedenen bayerischen Landkreisen. Insgesamt mussten bereits rund 1,5 Millionen Stück Geflügel gekeult werden, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
Der wirksamste Schutz für Geflügelbestände besteht in der gesetzlich vorgeschriebenen Schutzimpfung von Hühnern und Puten. Stichprobenartige Untersuchungen in Geflügelbetrieben unterschoiedlicher Bundesländer haben jedoch einen unzureichenden Immunisierungsgrad der Tiere aufgezeigt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbrüche ist es daher dringend erforderlich, den Impfschutz in allen Hühner- und Putenhaltungen zeitnah zu überprüfen und ggf. entsprechend den Herstellerangaben aufzufrischen. um einen Schutz der Bestände zu gewährleisten.
Alle Halterinnen und Halter von Hühner- und Putenbeständen sollten zudem die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben konsequent umsetzen und bei Bedarf optimieren, um das Risiko einer Einschleppung hochkontagiöser Viruserkrankungen – insbesondere der Geflügelpest und der Newcastles Krankheit – zu minimieren.
Für Tierärzt:innen bietet Myvetlearn.de eine Online-Fortbildung Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung – Geflügelbestände an.
rbb24
Pferde vor Beginn der Mückensaison gegen WNV impfen
Das Risko einer Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) steigt für Pferde zu Beginn der Mückensaison. Auch wenn Vögel die eigentlichen Zielwirte des WNV sind, können auch Menschen und Pferde erkranken. Nach dem heutigen Wissensstand sind diese Fehlwirte jedoch nicht ansteckend.
In den meisten Fällen zeigen WNV-infizierte Pferde keine Symptome bzw. die einer fieberhaften Allgemeinerkrankung. Jedoch kommt es bei etwa 8–10 % der infizierten Tiere zu neurologischen Symptomen, wie Ausfallerscheinungen. Die Krankheit verläuft zudem bei etwa 30-50 Prozent der neurologisch betroffenen Tiere tödlich, überlebende Pferde behalten nicht selten dauerhafte Schäden zurück.
Die Impfung wird daher als die wichtigste prophylaktische Maßnahme angesehen. Die aus zwei Impfungen bestehende Grundimmunisierung sollte bestenfalls vor Beginn der Mückensaison abgeschlossen sein, damit ein ausreichender Immunschutz der Tiere aufgebaut werden kann. Wiederholungsimpfungen werden jährlich empfohlen.
In Deutschland stehen aktuell drei Impfstoffe gegen WNV zur Verfügung. In einem Interview mit Tierhalter-Wissen.de erklärt Dr. Jörgen Köhlbrandt, Key Account Manager bei der MSD Tiergesundheit, warum eine Impfung für Pferde dringend empfohlen ist.
Proplanta
Rheinland-Pfalz zeichnet Vereine mit Tierschutzpreis aus
Zum bereits 32. Mal hat das Land Rheinland-Pfalz den Tierschutzpreis des Landes vergeben. Die drei Preisträger sind die Katzenhilfe Mainz e.V., die Pfotenhilfe Kaiserslautern e.V. / Futterausgabe der TierTafel und die Wildvogel Pflegestation Kirchwald e.V.
Seit 1994 würdigt das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium jedes Jahr Vereine, Verbände, Behörden und Gruppen, die im Tierschutz tätig sind und mit ihren Tierschutzprojekten einen Beitrag leisten. In diesem Jahr hat das Land das Preisgeld von 6.000 Euro auf 10.000 Euro erhöht.
„In Rheinland-Pfalz gibt es eine Vielfalt an Tierschutzprojekten, in denen sich Menschen mit großem ehrenamtlichem Engagement ihren Herzensthemen widmen. Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule unserer demokratischen und solidarischen Gesellschaft. Mit dem Tierschutzpreis des Landes würdigen wir den Einsatz von Einzelpersonen und Vereinen – und das seit über 30 Jahren. Der Preis verhilft den Projekten und dem Tierschutz im Allgemeinen zu mehr Sichtbarkeit, soll zur Nachahmung anregen und er erfreut sich einer besonders hohen Popularität: In diesem Jahr können wir zum ersten Mal 10.000 Euro – und damit fast doppelt so viel wie zuvor – an Preisgeld vergeben und hatten besonders viele Einreichungen“, sagte Umweltministerin Katrin Eder bei der Verleihung des Tierschutzpreises.
Ministerium Rheinland-Pfalz
Schweiz stoppt Schlachtungen französischer Rinder bis Dezember
Nach dem Verbot des sommerlichen Weidegangs von französischen Rindern in den Alpen setzt die Schweiz nun auch die Schlachtung der Tiere aus dem Nachbarland aus. Grund dafür ist die Lumpy Skin Disease, eine ansteckende Virenerkrankung von Rindern, die seit Ende Juni 2025 in Frankreich grassiert.
In den vergangenen acht Monaten waren nach Angaben des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 117 Krankheitsherde in Frankreich nachgewiesen worden. Mehr als ein Drittel (44 Ausbrüche) befanden sich laut Informationen des französischen Landwirtschaftsministeriums im Grenzdepartement Haute-Savoie.
Der Schlacht-Stopp gilt vom 1. April bis zum 30. November 2026. Der Zeitraum entspricht der Zeit, in der die blutsaugenden und die Krankheit übertragenden Stechmücken aktiv sind. Mit dieser Maßnahme will der Bund die Einschleppung der Lumpy Skin Disease in die Schweiz nach Möglichkeit verhindern. Eine Verordnung des BLV werde diesen Entscheid im laufenden Monat formalisieren, teilte das Amt mit.
Schweizerbauer
Brandenburg ruft Tierschutzwettbewerb für junge Tierschützer:innen aus
Das Land Brandenburg hat erneut den Tierschutzwettbewerb ausgerufen. Bis zum 15. Juni 2026 sind Kinder und Jugendliche des Landes aufgerufen, sich mit ihren Tierschutzprojekten zu bewerben. Dabei sind der Kreativität der jungen Tierschützer:innen keine Grenzen gesetzt: die Projektideen können sowohl gemalt oder gebastelt als auch am Rechner oder mit entsprechendem Werkzeug in der Natur umgesetzt werden.
„Die bisherigen Wettbewerbe haben eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert und kreativ junge Menschen sich für den Tierschutz stark machen. Deshalb: Macht mit! Reicht eure Projekte ein – ganz gleich, ob groß oder klein. Jeder Beitrag zählt, denn überall dort, wo ihr euch mit Tierschutz und Tierwohl beschäftigt, ist schon ein wichtiger Schritt getan. Besonders freuen wir uns über Projekte, die nachhaltig wirken und mit Informations- oder Aufklärungsarbeit den Schutz der Tiere bekannt machen. Die besten Einsendungen werden nach den Sommerferien ausgezeichnet – wir sind gespannt auf eure Ideen“, betont die Landestierschutzbeauftragte Dr. Anne Zinke.
Eine fachkundige Jury wählt anschließend die besten Projekte aus. Die prämierten Projekte werden mit Geldpreisen im dreistelligen Bereich gefördert. Für das zukunftsfähigste und nachhaltigste Projekt wird zudem der extra dotierte „Zukunftspreis Tierschutz“ verliehen.
Ministerium Brandenburg
Ausbruch der Newcastle Disease in Bayern
Nach Brandenburg gibt es nun auch in Bayern einen bestätigten Fall der Newcastle-Krankheit (ND) in einem Legehennenbestand im Landkreis Erding mit rund 40.000 Tieren. Diese müssen jetzt gekeult werden. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und andere Bestände zu schützen, drängen der Geflügelwirtschaftsverband und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf lückenlosen Impfschutz für Hühner und Puten (es besteht eine Impfpflicht) und verschärfte Biosicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört auch der Schutz der Betriebe vor betriebsfremden Personen sowie vor nicht betriebseigenen Materialien und Gerätschaften.
Geflügelhalter:innen sollten ihre Bestände auf eventuell bestehende Impflücken überprüfen. Die Tiere müssten über die gesamte Nutzungsdauer konsequent und lückenlos immunisiert werden. Außerdem müssten nun die Herden verstärkt auf Todesfälle und Leistungsdepressionen überwacht werden, um sofort handeln zu können. Bei ND handelt es sich um eine anzeigepflichtige und hoch ansteckende Tierseuche.
Bei Myvetlearn.de gibt es eine Online-Fortbildungsreihe für Tierärzt:innen zum Thema Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung. Kurs 5 der Reihe hat Geflügelbestände im Fokus. Außerdem können Landwirt:innen bei VetMAB.de ein Modul zum Geflügelgesundheitsmanagement belegen.
Geflügelnews
Petition sucht Unterstützer für Nachtfahrverbot von Mährobotern
Mehr als 160.000 Menschen aus ganz Deutschland haben bereits Petitionen für ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter zum Schutz heimischer Igel unterschrieben. Der Einsatz der Mähroboter soll demnach mindestens von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang verboten werden, fordert die vor einer Woche von der Igelschützerin Bianca Dirigl aus Regensburg ins Leben gerufene Petition, die bereits 51.000 Unterschriften sammeln konnte (Stand: 24.2.2026).
„Ich engagiere mich ehrenamtlich in einer Pflegestelle für Igel, die ich gegründet habe. Was wir in den letzten Jahren erleben, erschüttert mich zutiefst: Igel mit tiefen Schnittverletzungen im Gesicht, mit abgetrennten Beinen, mit schweren Infektionen, sind alles keine Seltenheit mehr“, so Drigil. Die verletzten Tiere würden tagelang leiden, viele verenden an ihren Verletzungen.
Drigil ist mit ihrer Forderung nicht allein: derzeit gibt es 23 Petitionsaufrufe für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern, da sie die Tiere nicht erkennen und Igel bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich einrollen.
Seit Oktober 2024 gilt der westeuropäische Igel erstmals laut der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“. Die Bestände sind in mehr als der Hälfte der Länder, in denen die Tiere leben, zurückgegangen – darunter auch Deutschland.
Auf Myvetlearn.de finden Tierärzt:innen und TFA Online-Fortbildungen zur Behandlung und Pflege von Igeln.
Zur Petition >>>
Schadnagerbekämpfung und Lebensmittelhygiene gehören zusammen
Die EU strebt an, künftig den bisherigen Einsatz von sogenanntem Rattengift zu verbieten. Demnach sollen Rodentiziden mit Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) künftig nur noch nach zuvor festgestelltem Befall eingesetzt werden dürfen und sachkundigen Personen vorbehalten sein. Eine sogenannte befallsunabhängige Dauerbeköderung ist dann nicht mehr zulässig.
Bei der Risikobewertung der Schadnagerbekämpfung darf die gesetzlich geforderte Lebensmittelhygiene aber keinesfalls unberücksichtigt bleiben, denn eine fachgerechte Schädlingsbekämpfung ist für die Lebensmittelsicherheit unverzichtbar. „Die Sicherheit der gesamten Lebensmittelkette – vom Futtermittel über die landwirtschaftliche Erzeugung bis hin zum verarbeitenden Betrieb – liegt in weiten Teilen in der Verantwortung der Tierärzteschaft“, betont der Präsident der Bundestierärztekammer (BTK) Ltd. VD Dr. Holger Vogel. Sie ist immer Teil eines Gesamtkonzepts aus Biosicherheit, Lebensmittelhygiene, Tierseuchenprävention, Arbeits- und Umweltschutz.
Schadnager wie Ratten und Mäuse sind nicht nur Verursacher erheblicher wirtschaftlicher Schäden, sondern auch Überträger von Krankheitserregern mit Zoonosepotenzial, etwa Hantaviren. Darüber hinaus können sie Lebensmittel und Futtermittel nachteilig beeinflussen und kontaminieren. Gerade in großen Zentrallagern zeigt sich die Problematik deutlich – immer wieder werden Schadnager über Zulieferungen eingeschleppt. Sie vermehren sich in Paletten mit Lebensmitteln und breiten sich von dort in weitere Betriebe aus.
Die Tierärzteschaft überwacht die Einhaltung der Hygienevorgaben entlang der gesamten Lebensmittelkette. Dazu gehört ausdrücklich auch der Schutz von Futtermitteln vor Schädlingsbefall. „Ohne konsequente Überwachung und Bekämpfung kann sich ein Befall rasch ausweiten – mit erheblichen Folgen für Hygiene, Biosicherheit und Verbraucherschutz“, erklärt Dr. Vogel.
In den Augen der BTK bringt die Abschaffung der Dauerbeköderung praktische Probleme mit sich. Die zunächst geforderte Feststellung eines Befalls kann die Bekämpfung verzögern und dazu führen, dass sich Populationen bereits stark vermehrt haben, bevor wirksam eingegriffen wird. Als Alternativen kommen v. a. Schlagfallen zur Befallsermittlung zum Einsatz. Aus tierschutzfachlicher Sicht gelten sachgerecht eingesetzte Schlagfallen derzeit als geeignetste Methode. Lebendfallen wiederum erfordern eine tierschutzgerechte Tötung der gefangenen Tiere. Diese Verfahren sind technisch aufwendig und störanfällig. Unabhängig von der gewählten Methode gilt: Auch die Entsorgung getöteter Nagetiere muss sichergestellt werden, damit die Hygiene gewährleistet ist.
BTK
Positive Trends in der tierärztlichen Lohnstruktur
Der TVD Gehaltsreport 2026 gibt einen aktuellen Überblick über die Arbeitsrealität angestellter Tierärzt:innen in Deutschland. Rund 2.300 Teilnehmende haben an der Umfrage mitgewirkt und fundierte Einblicke in Gehälter, Arbeitszeiten, Motivation und Zukunftsperspektiven gegeben.
Wie die Befragung ergeben hat, liegt das mittleres Bruttomonatsgehalt bei 40 h/Woche bei 4.650 Euro. Mehr als die Hälfte der angestellten Tierärzte leistet regelmäßig Überstunden, insbesondere Not- und Bereitschaftsdienste werden als körperlich und mental fordernd erlebt.
Der TVD-Gehaltsreport 2026 zeigt zwar eine kontinuierliche, aber moderate Steigerung der Einkommen auf, es bestehen jedoch weiterhin deutliche Unterschiede je nach Tätigkeitsfeld, Zusatzqualifikation, Region und Geschlecht.
Für angestellte Kolleg:innen in Vollzeit (40 h/Woche) liegt das Median-Bruttogehalt aktuell bei ca. 4 650 € pro Monat. Das entspricht einem Plus von 8,5 % im Vergleich zu 2024. Besonders Berufseinsteiger profitieren von höheren Einstiegsgehältern (rd. 3 700 €), auch wenn der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr eher moderat ausfällt.
Zusatzqualifikationen zahlen sich aus: Tierärzt:innen mit Promotion, Fachtierarzttitel oder Diplomate-Status verdienen deutlich mehr als der Durchschnitt. Trotz positiver Trends bleibt die Lohnzufriedenheit kritisch: Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich eine bessere Bezahlung, und viele geben an, für ihren Lebensstandard ein höheres Netto zu benötigen. Darüber hinaus bestehen weiterhin ein signifikanter Gender-Pay-Gap zugunsten männlicher Kolleg:innen sowie regionale Unterschiede zwischen Bundesländern.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Vergütung von Überstunden und Notdiensten: Etwa 72 % arbeiten regelmäßig über die vertragliche Wochenarbeitszeit hinaus, doch nur ein kleiner Teil erhält dafür eine finanzielle Vergütung – bei vielen erfolgt lediglich ein Freizeitausgleich oder gar keine Kompensation. Dies zählt zu den Hauptgründen beruflicher Unzufriedenheit. Zudem werden insbesondere Not- und Bereitschaftsdienste als körperlich und mental fordernd erlebt.
Neben dem reinen Gehalt sind aber auch das Arbeitsklima, die Weiterbildungsmöglichkeiten und die Wertschätzung von entscheidender Bedeutung für die langfristige Attraktivität des Berufs und die Arbeitszufriedenheit.
Dennoch können sich nur 32% der befragten Angestellten überhaupt vorstellen, sich selbstständig zu machen, obwohl dadurch jeder seine Arbeitsbedingungen nach dem eigenen Gusto gestalten kann. Eine viel zu wenig beachtete Chance?
Dieser Frage geht der Dessauer Zukunftskreis auf seiner Tagung Ende April 2026 nach.
Sonderpreis für besonderes Engagement für mehr Tierwohl
Besonderes Engagement für mehr Tierwohl lohnt sich. Das findet auch die Initiative Tierwohl (ITW). Sie zeichnet in diesem Jahr erstmals besonderes Tierwohlengagement mit dem Sonderpreis
im Rahmen des renommierten CERES AWARD aus. Der Sonderpreis ist mit 2.500 Euro dotierten und würdigt die ITW Landwirtinnen und Landwirte, die über innovative und praxistaugliche Maßnahmen deutliche Verbesserungen für das Wohl ihrer Nutztiere erreichen.
Die Bewerbungsphase läuft vom 16. Februar bis 31. März 2026. Interessierte Geflügel- und Rindermäster sowie schweinehaltende Betriebe können in den Bewerbungsunterlagen für den CERES AWARD einfach das entsprechende Kästchen zum Sonderpreis markieren und zwei Zusatzfragen beantworten. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2026 während der Nacht der Landwirtschaft
statt.
Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen stehen unter ceresaward.de bereit.
Kostenfreie Kastrationsaktion soll Katzenleid in Schleswig-Holstein verringern
In Schleswig-Holstein werden noch bis Mitte März 2025 vielerorts wieder wild lebende Katzen kostenfrei von Tierärzt:innen kastriert. Damit soll laut Landesregierung die weitere, unkontrollierte Fortpflanzung der schätzungsweise 75.000 Streunerkatzen im Land verhindert werden.
Bis Mitte März können in vielen Gemeinden vor allem Tierschutzvereine, aber auch Privatpersonen, wild lebende Katzen einfangen und in der teilnehmenden Tierarztpraxis kostenfrei kastrieren lassen. Dafür verzichten die Tierärzt:innen auf ihr Honorar von 30 Euro. Die übrigen Kosten, die sich für die Kastration von Katern auf 125 Euro und für Katzen auf 156 Euro belaufen, werden über einen Fonds der Landestierärztekammer abgerechnet.
Der Fonds setzt sich aus Geldern des Landes (€ 10.000), des Tierschutzbundes auf Landes- und auf Bundesebene (€ 10.000) sowie Spenden (€ 15.000) zusammen. Zudem übernehmen die teilnehmenden Gemeinden 50 Prozent der Kosten für Kastrationen, die in ihren Gebieten anfallen. Voraussetzung für eine kostenfreie Kastration ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums, dass das Tier in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurde. Der Fänger muss außerdem einen Vordruck ausfüllen und damit bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine frei lebende Katze handelt. Nach der Kastration müssen die Tiere an der Stelle wieder ausgesetzt werden, an der sie gefangen wurden.
Laut Tierschutzbund werden seit 2014 frei lebende Katzen in Schleswig-Holstein in bestimmten Zeiträumen kostenlos kastriert – in der Regel einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Die Aktion sei ein Erfolgsmodell, um das Elend der Tiere zu vermindern, erklärt Ellen Kloth, Vorsitzende des Tierschutzbundes im Land.
Im Jahr 2025 wurden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bei der Frühjahrs- und Herbstaktion insgesamt knapp 3.700 Katzen kastriert. Im 2. Quartal dieses Jahres soll neben den kostenfreien Kastrationen außerdem die neue Katzenschutzverordnung in Kraft treten. Darin wird u.a. eine Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang vorgeschrieben.
Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein fordert darüber hinaus einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Katzenhalter. Der Verband sieht durch Katzen den Artenschutz bedroht. „Jede Katze frisst etwa 200 Kleintiere, also Kleinsäuger, Vögel, Reptilien pro Jahr, was einen erheblichen Einfluss auf die Vielfalt in der Landschaft haben kann. Wir reden immerhin von 15 Millionen Kleintieren“, sagt Marcus Börner, Geschäftsführer beim Landesjagdverband. Deshalb sollten Katzen während der Brut- und Setzzeit keinen Freigang haben. Der „Führerschein“ würde dafür sorgen, dass sich künftige Katzenhalter mit dem Thema Hauskatze auseinandersetzen, ihrer Gesundheit, der Ernährung, dem Sozialverhalten, dem Thema Krankheiten und dem Einfluss auf Natur und Umwelt, so Börner.
Auch die Tierärzteschaft hat beim Deutschen Tierärztetag in Dortmund im Oktober 2025 Forderungen nach mehr Sachkunde von Tierhaltern formuliert.
Landesportal Schleswig-Holstein
Praxistipp für Tierärzt:innen: Das Digitale OP-Buch Kleintier von Vetion.de umfasst aktuell rund 70 OP-Videos zur Knochen- und Weichteilchirurgie, die auf 20 Kapitel übersichtlich aufgeteilt sind.
Die letzten Veti-Kalender 2025/2026 zum Sonderpreis
Ab sofort gibt es die letzten Veti-Kalender 2025/2026 zum Sonderpreis von nur € 2,99 brutto zzgl. Versandkosten. Der Veti-Kalender ist der Taschenkalender für Studierende und junge TierärztInnen. Er erscheint pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2025/2026 und enthält viele wertvolle Fachinformationen, wie beispielsweise die physiologischen Daten und Laborwerte der Tierarten sowie Impfempfehlungen, ein Fachwörterlexikon, interessante Termine und Adressen zu den Fachbereichen der Veterinärmedizin in Deutschland. Durch sein praktisches Kalendarium, in das bereits alle wichtigen Termine für „Vetis“ an den Fachbereichen sowie die bedeutenden Kongresse/Tagungen in Deutschland eingetragen sind, wird er zum perfekten Begleiter für das Veti-Studium.
Im Fokus dieser Ausgabe steht die Tierarztpraxis der Zukunft mit vielen Beispielen an digitalen Tools. Außerdem haben wir die Tierärztin und Gründerin der filu-Tierarztpraxen, Dr. Magdalena Naderer, über ihre Motivationen und Ziele interviewt.
Jetzt bestellen >>>
Mecklenburg-Vorpommern fördert Tierheime weiter
Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern können noch bis zum 31. März einen Antrag auf Förderung stellen. Antragsberechtigt sind alle Einrichtungen, die Fundtiere und sichergestellte Tieren sowie Wildtiere unterbringen.
Die Zuwendungen aus dem Landeshaushalt können für Neu-, Erweiterungs-, Aus- und Umbauten sowie Modernisierungen beantragt werden. Das Land unterstützt zudem die Verbesserung hygienischer und energetischer Funktionalität sowie der Ausstattung, der Ausgestaltung und Ausrüstung von Tierunterbringungsplätzen mit bis zu 90 Prozent der Ausgaben. Die fünfjährige Zweckbindung ab der letzten Auszahlung verbietet eine Veräußerung, Verpachtung oder zweckentfremdete Verwendung der geförderten Investitionen während dieses Zeitraumes.
„Aufgrund regelmäßiger Besuche kenne ich den Zustand der Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern und weiß um die Notwendigkeit von dringenden Investitionen. Daher setze ich mich für eine kontinuierliche Unterstützung aus dem Landeshaushalt ein. Auch für den nächsten Doppelhaushalt wurden entsprechende Mittel angemeldet. Denn Ehrenamt und Tierschutz sind unverzichtbare Säulen einer solidarischen und verantwortungsvollen Gesellschaft“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Ministerium Mecklenburg-Vorpommern
FVE-Umfrage zur Situation von Tierärzt:innen – jetzt teilnehmen
Bereits zum 4. Mal erhebt die Federation of Veterinarians in Europe (FVE) wichtige Kennzahlen zum Berufsstand in ganz Europa. Der 4. FVE VetSurvey, in dem neben demografischen Daten zum ersten Mal europaweit auch Herausforderungen in der Gleichstellung, Inklusivität, Stresslevels, Depressionen, Burn-out, Erschöpfung oder Compassion Fatigue, verbale, schriftliche oder körperliche Belästigungen oder Mobbing erfasst werden, richtet sich an Tierärzt:innen aus allen Bereichen der Veterinärmedizin, der Fokus liegt aber auf den Erfahrungen der Kolleg:innen in der kurativen Praxis.
Die Teilnehmenden helfen mit, wichtige vergleichende Kennzahlen zum Berufsstand in Europa zu liefern, die dann durch die FVE auf EU-Ebene in die zuständigen Gremien eingebracht werden können. Das Ausfüllen ist in vielen Sprachen einschließlich Deutsch bis zum 16. März 2026 möglich.
Zur Umfrage>>>
Spanien: ASP-Nachweise außerhalb der Ausbruchszone
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Spanien weiter aus. Nach dem ersten Ausbruch der Tierseuche Ende November 2025 in der Region Barcelona, wurden innerhalb des Restriktionsgebiets rund 155 mit ASP-infizierte Wildschweine gefunden.
Nun sind erstmals zwei an der ASP verendete Wildscheine außerhalb des ursprünglichen Ausbruchsgebiets entdeckt worden. Die Tiere wurden in der Nähe der westlich gelegenen Städte El Papiol und Molins de Rei im Großraum Barcelona gefunden. Als Reaktion auf die Funde schränkten die katalanischen Behörden Personen- und Viehtransporte weiter ein.
„Es war zu erwarten, dass irgendwann eines der Wildschweine nach Süden ziehen würde“, erklärt der Leiter der katalanischen Landwirtschaftsbehörde, Oscar Ordeig.
Schweizerbauer
HPAI: Sachsen meldet nahezu 600.000 tote Vögel
Die Geflügelpest (Hochpathogene Aviäre Influenza, HPAI) hat seit dem Herbst vergangenen Jahres zur Keulung von unzähligen Tieren geführt. Besonders Sachsen ist in dieser Saison von Ausbrüchen der Tierseuche betroffen. Den Ort Ebersbach im Landkreis Meißen hat es bislang am härtesten erwischt, hier mussten allein in einem Legehennenbetrieb 550.000 Tiere getötet werden.
Nach Informationen des sächsischen Gesundheitsministeriums hat die HPAI zum Tod von nahezu 600.000 Vögeln geführt, auch Zoos sind betroffen. So mussten im Leipziger Zoo neun Pelikane getötet werden oder verendeten an der Krankheit, im Chemnitzer Zoo wurde das Virus bei 67 Enten, Gänsen und Hühnern nachgewiesen.
Das Virus breitet sich auch unter Wildvögeln aus. Seit dem letzten Herbst meldeten die sächsischen Behörden rund 50 bestätigte Fälle. Hier waren besonders häufig Wild- und Graugänse, Schwäne, Kraniche und Möwen betroffen. Aber auch Raubvögel wie Uhu, Rotmilan oder Bussard waren unter den infizierten Tieren.
Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika hat das HPAI-Virus zu massiven Ausbrüchen geführt. Allein in den vergangenen 30 Tagen gab es Meldungen über mehr als 4,7 Mio. tote Legehennen, Puten und Masthähnchen. Neben einem Großbetrieb mit 104.000 Legehennen gab es weitere Fälle in einer kommerziellen Putenhaltung mit 36.000 und einem Geflügelbetrieb mit 25.100 Tieren. Zudem wurde ein Ausbruch in einem Masthähnchengroßbetrieb im kalifornischen Sonoma County mit 86.600 Tieren bekannt.
MDR
Hessen nun fast vollständig BTV-Handelsrestriktionszone
Nachdem zu Beginn dieser Woche die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) im rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen sowie im hessischen Kreis Bergstraße nachgewiesen worden ist, musste die ursprüngliche Sperrzone entsprechend vergrößert werden. Wie das Hessische Landwirtschaftsministerium mitteilt, befindet sich das Land Hessen mit nur wenigen Ausnahmen innerhalb der BTV-8-Handelsrestriktionszone.
Um Tiere vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen, wird Halter:innen von Rindern, Schafen und Ziegen dringend geraten, ihre Tiere gegen die BTV-Serotypen 3, 4 und 8 schnell impfen zu lassen. Im Falle der Impfung gegen BTV-4 und 8 kann ein Kombinationsimpfstoff eingesetzt werden. Die Tatsache, dass BTV-4 in den vergangenen Jahren in Frankreich nachgewiesen wurde, lässt vermuten, dass sich dieser Serotyp auch in Deutschland ausbreiten wird.
Mit einer weiteren Ausbreitung von BTV-8 in Deutschland sei zu rechnen, so das Ministerium weiter. Denn mehrere BTV-8-Ausbrüche in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen lassen auf ein erhöhtes Risiko schließen. Die Impfungen sollten vor der nächsten Infektionswelle abgeschlossen sein, die mit einer Vermehrung der Stechmücken, die das Virus übertragen, in der wärmeren Jahreszeit beginnt.
Landwirtschaftsministerium Hessen
HPAI seit 20 Jahren in Deutschland
Vor beinahe genau 20 Jahren hat das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAIV) vom Typ H5N1 erstmals in Deutschland für Ausbrüche gesorgt. Am 14. Februar 2006 waren auf der Insel Rügen die ersten beiden Singschwäne tot aufgefunden und positiv auf das Virus getestet worden. Danach ist das Virus auf zahlreiche weitere Wildvögel und die ersten Geflügelbestände übergesprungen, auch ein Steinmarder und zwei Freigänger-Katzen waren betroffen.
Die ersten HPAIV-Ausbrüche in Deutschland bedeuteten auch den Start von Real-Time PCR für die schnelle und sichere Diagnostik großer Probenzahlen im Rahmen eines solchen Ausbruchsgeschehens. In den vergangenen Jahren wurde die Diagnostik jedoch perfektioniert und Next-Generation-Sequencing (NGS) erlaubt das schnelle Erfassen ganzer H5N1-Genome in kürzester Zeit – ein enormer Vorteil für die Einschätzung des Zusammenspiels von Umwelt, Wildvogelpopulationen und Biosicherheit in Nutztierhaltungen. Zudem wurde die Kommunikation professionalisiert und Abläufe zwischen Behörden sind heute weitgehend harmonisiert.
Leider hat sich auch das Virus weiterentwickelt, was zu einer weltweiten Ausbreitung geführt hat. Die Aktualität des Themas Aviäre Influenza (AI) ist keineswegs gebrochen, nicht zuletzt, weil HPAI-Viren Euterentzündungen bei tausenden Milchkühen in den USA und zuletzt in den Niederlanden verursacht haben. Aber das Virus breitet sich nach wie vor unter verschiedenen Wildvogelarten aus: einerseits führte das Virus in Brutkolonien von Küstenvögeln zu erheblichen Verlusten, nur wenige Monate später, im Herbst und Winter 2025/26, verstarben allein in Deutschland und weiteren Teilen Europas tausende Graukraniche.
Der Schutz von Wildvogelpopulationen und Geflügelbeständen, wirtschaftliche Folgen sowie das Monitoring möglicher zoonotischer Risiken der HPAI Viren und der Schutz des Menschen stellen weiterhin große Herausforderungen dar. Zu diesen Themen forscht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in vielen internationalen Verbundprojekten weiter intensiv. Es berät Entscheidungsträgerinnen und -träger in der Seuchenbekämpfung, erarbeitet optimierte diagnostische Konzepte, führt Daten zusammen und analysiert sie. Monatliche aktualisierte Risikoabschätzungen unterstützen Geflügelhaltende, Tierärztinnen und Tierärzte sowie Vogelschützende in der Bekämpfung und Prävention vor Ort.
FLI
Leid von Straßenkatzen durch Kastrationspflicht endlich beenden
Einmal mehr macht der Deutsche Tierschutzbund auf das Leid von Millionen Straßenkatzen aufmerksam, die jeden Tag in Deutschland um ihr Überleben kämpfen. Der Verband fordert die Politik auf, endlich eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen, um dieses Leid nachhaltig zu bekämpfen. Gleichzeitig sind auch die Bürger:innen aufgefordert, den armen Kreaturen zu helfen, vor allem Katzenhalter:innen müssen Verantwortung übernehmen, indem sie ihre Katzen und Kater mit Freigang kastrieren lassen.
„Der Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung kann nur durch Kastration beendet werden – und zwar sowohl der Straßenkatzen als auch der Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Die Politik muss endlich handeln! Es braucht dringend eine bundesweit flächendeckende gesetzliche Regelung – genau wie die Aufklärung der breiten Bevölkerung und das Engagement jedes einzelnen Tierfreundes. Denn jede Katze verdient Schutz, Fürsorge und unsere Unterstützung“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
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Deutscher Tierschutzbund
Toennies versichert Landwirt:innen gegen Tierseuchen
Ab sofort können sich Landwirt:innenebei Tönnies gegen Ausbrüche von Tierseuchen, wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder der Maul- und Klauenseuche (MKS), versichern.
Die Tönnies-Unternehmensgruppe hat gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Marsh und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) Münster einen neuen Haftpflicht-Schutzschirm für Tierlieferungen entwickelt. Ziel ist es, landwirtschaftliche Lieferbetriebe und Viehhändler:innen besser gegen existenzbedrohende Haftungsrisiken abzusichern, wie das Unternehmen berichtet.
„Wir stellen heute eine konkrete Lösung für ein reales Problem vor, das Landwirte betrifft, die Tiere an uns liefern“, sagt Robert Elmerhaus, Leiter Lebendvieheinkauf der Tönnies-Unternehmensgruppe. Wer künftig seine Tiere an einen der Schlachthöfe des Familienunternehmens liefert, ist automatisch mitversichert. „Eine umfassende Analyse hat gezeigt, dass bisher bei den Haftpflichtversicherungen der Landwirte sowohl hinsichtlich der Versicherungssumme als auch hinsichtlich des Versicherungsumfangs Deckungslücken bestehen. Bei nicht wenigen war der Seuchenfall sogar gänzlich ausgeschlossen. Das kann im Ernstfall existenzbedrohend sein. Genau hier greift nun unser Schutzschirm“, erläutert Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter Landwirtschaft bei Tönnies.
Tönnies
Sachsen ist offiziell ASP-frei
Seit dem 5. Februar 2026 ist der Freistaat Sachsen offiziell frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Wie die für Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerin Petra Köpping in der vergangenen Woche erklärte, liege der letzte offiziell bestätigte ASP-Fall genau ein Jahr zurück.
„Von uns fällt eine große Last ab. Fünfeinhalb Jahre ASP-Bekämpfung waren für die Beteiligten ein unglaublicher Kraftakt, den wir erfolgreich gemeistert haben. In den ersten drei Jahren haben wir diese Krise noch parallel zur Corona-Pandemie gemanagt. Ich danke allen Beteiligten bei mir im Haus, in der Landesuntersuchungsanstalt, in der Landesdirektion, den Veterinärämtern vor Ort, der Jägerschaft, den Land- und Forstwirten. Es war eine sehr kollegiale und fachlich fundierte Zusammenarbeit. Dank dieser können wir heute das Ende dieser Tierseuche im Freistaat erklären“, so die Ministerin.
Seit dem ersten Ausbruch der Tierseuche im Herbst 2020 wurden in Sachsen insgesamt rund 2.400 ASP-Fälle nachgewiesen. Neben der Errichtung von mehr als 830 Kilometer Schutzzäune, von denen inzwischen rund 480 Kilometer Zäunung zurückgebaut werden konnten, hat der vielfache Einsatz von Kadaversuchhunden und Drohnen sowie hunderte Ernte- und Drückjagden zu einer massiven Reduzierung der Wildschwein-Bestände geführt, so Köpping weiter. Insgesamt hat der Freistaat rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufgebracht.
„Besonders froh bin ich über die Tatsache, dass ein Eindringen des Virus in Hausschweinbestände erfolgreich verhindert wurde. Die Landwirte haben in ihren Betrieben sehr akkurat auf Biosicherheit und Hygiene geachtet. Das wird auch in Zukunft nötig sein, damit das Virus nicht doch einen Weg in diese Bestände findet. Denn nicht nur in Ost- und Südeuropa, sondern auch in den westlichen Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell ASP-Ausbrüche. Deshalb gilt weiter: Essensreste dürfen nicht wahllos weggeworfen werden, sondern gehören in geschlossene Behälter. Tote Wildschweine sollten sofort dem örtlichen Veterinäramt gemeldet werden“, betonte die Ministerin abschließend.
Medienservice Sachsen
Zusammenarbeit von Biologin und Landwirt soll Brachvogel retten
Der Brachvogel ist ein norddeutsches Wahrzeichen, aber leider auch vom Aussterben bedroht. Um ihn zu retten, haben sich eine Biologin und ein Landwirt in der Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein zusammengetan. Das Engagement der Beiden für ein Stückchen heile Heimat dokumentiert die NDR Doku in „die nordstory“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) einfühlsam und beeindruckend.
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Niedersachsen plant Verbot der Anbindehaltung von Rindern
Niedersachsen plant als erstes Bundesland, die sogenannte Anbindehaltung von Rindern künftig zu verbieten. Dazu sei ein Erlass zur Umsetzung von mehr Tierschutz erarbeitet worden, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Es sei eine Übergangsfrist von sieben Jahren vorgesehen.
Die Anbindehaltung sei mit den Anforderungen des Tierschutzgesetzes nicht vereinbar. Dieses schreibt vor, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Die Anbindehaltung ermögliche keine artgerechten Verhaltensweisen.
Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums gab es in Niedersachsen im Mai 2025 insgesamt 17.969 rinderhaltende Betriebe mit über 2,2 Millionen Tieren. Schätzungsweise werden auf „deutlich mehr als 1.000 Betrieben“ die Rinder in Anbindehaltung gehalten, so das Ministerium.
Das niedersächsische Landvolk steht nach eigenen Angaben „im Ergebnis“ hinter dem Schritt. Frank Kohlenberg, der Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen sagte: „Entscheidend ist für uns, dass der Wandel praxisnah und mit Augenmaß erfolgt. Für die betroffenen Landwirte ist vor allem eines unverzichtbar: Planungssicherheit.“
Utopia
Bayern fördert Neubau der Reptilienauffangstation
Das Bayerische Umweltministerium fördert den Neubau der Reptilienauffangstation mit knapp 15 Millionen Euro. Die Auffangstation wurde 2001 gegründet und ist ursprünglich aus dem Institut für Zoologie der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervorgegangen. Mit jährlich rund 1.000 aufgenommenen und weitervermittelten Tieren ist dies Deutschlands größte Auffangstation für exotische Heimtiere. Die Auffangstation engagiert sich neben dem Tierschutz auch für Ökologie und Artenschutz.
„Der Fortbestand der Reptilienauffangstation ist uns ein Herzensanliegen. Klar ist: Die bisherigen Räumlichkeiten stoßen an ihre Grenzen. Mit den Fördermitteln ist der Weg frei für eine moderne Auffangstation, die auf die große Zahl und die besonderen Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten ist. Ich danke dem Team der Reptilienauffangstation für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Tiere“, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber am Mittwoch bei der Übergabe des Förderschecks an den Verein Auffangstation für Reptilien München e.V. in der Landeshauptstadt.
Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann sagte: „Die Einrichtung ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für Tier- und Artenschutz: Hier werden aufgefundene, beschlagnahmte oder abgegebene exotische Tiere fachkundig versorgt. Darüber hinaus werden Einsatzkräfte und Behörden seit Jahren geschult.“
Die neue Reptilienauffangstation entsteht in der Gemeinde Neufahrn im Landkreis Freising. Bereits im Vorfeld hat das Bayerische Umweltministerium den Grundstückskauf und die Planungen für den Neubau mit einer Förderung von rund 800.000 Euro ermöglicht. Zudem unterstützt der Freistaat die Reptilienauffangstation jährlich mit 340.000 Euro.
„Dank der großartigen Unterstützung des Freistaats Bayern kann unsere Auffangstation zu einem echten internationalen Vorzeigeprojekt werden“, freut sich Leiter der Station Dr. Markus Baur. „Mit den Fördermitteln kann die Einrichtung ihre umfangreichen Ausbaupläne tiergerecht und gleichzeitig umweltschonend umsetzen.“
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
ASP in Katalonien sorgt für hohe Verluste
In der spanischen Provinz Katalonien greift die Afrikanische Schweinepest (ASP) unter Wildschweinen weiter um sich. Nach rund 30 Jahren war die Tierseuche in 2025 erstmals wieder in der Region nachgewiesen worden.
Die Zahl der ASP-Ausbrüche steigt unterdessen weiter, erst in der vergangenen Woche wurden 13 weitere Fälle bekannt. Auch wenn bislang keine Ausbrüche in Schweinebetriebe nachgewiesen wurden, leiden die katalanischen Landwirt:innen bereits massiv unter den bisherigen Folgen der ASP-Ausbrüche in dem schweinestärksten Land der EU. Nach Informationen des katalanischen Bauernverband Unió de Pagesos belaufen sich die Verluste der Schweinehalter:innen bis zum Jahresende 2025 schon auf 63 Mio. Euro.
Der Grund für die dramatischen Umsatzeinbußen sind die strikten Verbringungsbeschränkungen, denen rund 61.500 Tiere (10 Prozent des Bestands der Provinz Barcelona) unterliegen. Der Export wird durch die ASP erheblich belastet, was insbesondere den Handel mit China beeinträchtigt. Zudem wächst mit jedem neuen Fund der Druck auf Biosicherheit und Prävention.
Die 9-teilige Online-Fortbildungsreihe zum Thema Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung von Myvetlearn.de vermittelt Tierärzt:innen in allgemeinen und tierartspezifischen Kursen fundiertes Wissen zu den Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen in Beständen zu verschiedenen Tierarten. Kurs 4 behandelt die Biosicherheit von Schweinen.
Agrarheute
Betäubungsloses Enthornung von Kälbern in Niedersachsen weiterhin untersagt
Niedersachsen hält an dem Verbot einer betäubungslosen Enthornung von Kälbern fest. Auch Kälber, die jünger als 6 Wochen sind, müssen für die Enthornung ein Beruhigungsmittel und ein mindestens 24 Stunden wirksames Schmerzmittel verabreicht bekommen. Diese Praxis hat Niedersachsen in einem neuen Erlass bekräftigt und präzisiert.
Der Erlass ist im Ministerialblatt abrufbar. Darin wird auch die Anforderungen an die Sachkunde der durchführenden Person konkretisiert. Demnach kann für Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Ausbildungsberuf Landwirt:in, die ihre Ausbildung auf einem rinderhaltenden Betrieb absolviert haben, auf dem Kälber enthornt wurden, sowie im Ausbildungsberuf Tierwirt:in Fachrichtung Rinderhaltung davon ausgegangen werden, dass diese über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Alle anderen Personen müssen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der zuständigen Behörde auf Verlangen nachweisen. Beispielsweise durch Bescheinigungen über eine entsprechend fachkundige Unterweisung durch einen Tierarzt bzw. Tierärztin.
Hintergrund des Erlasses ist, dass es in Deutschland grundsätzlich zulässig ist, die Hornanlagen bei Kälbern bis zu einem Alter von 6 Wochen ohne Betäubung zu veröden. Grundlage dafür ist Paragraph 6 des Tierschutzgesetzes in Verbindung mit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Der Gesetzgeber erlaubt diese tierschutzrechtliche Ausnahme, wenn der Eingriff fachgerecht durchgeführt wird und alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Schmerzen oder Leiden der Tiere zu vermindern. Niedersachsen nutzt somit den rechtlichen Spielraum, um Detailanforderungen und Bedingungen zu präzisieren. Ab einem Alter von sechs Wochen ist das Enthornen in diesem Bundesland nur noch unter Betäubung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt erlaubt. Ministerin Staudte spricht sich dafür aus, die geplante Änderung des Bundestierschutzgesetzes aus der letzten Wahlperiode wieder aufzugreifen, die ohne Altersgrenze die Enthornung bei Rindern mit Betäubung vorsah.
Landwirtschaftsministerium Niedersachsen
Antikörper gegen HPAI bei Kuh in Europa nachgewiesen
Seit Frühjahr 2024 breitet sich das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 unter Milchkühen in den USA aus. Betroffen sind viele hundert Betriebe in zahlreichen US-Bundesstaaten.
Nun wurden erstmals bei einer Kuh in Europa Antikörper gegen das Virus nachgewiesen. Auf einem Betrieb in den Niederlanden hatte die niederländische Behörde für Lebensmittel- und Produktsicherheit (NVWA) umfassend Milchproben von Tieren der Milchkuhherde genommen, nachdem der behandelnde Tierarzt bei einer Katze des Hofes die Geflügelpest festgestellt hatte. Die Proben wurden im Wageningen Bioveterinary Research (WBVR) untersucht. Bei einer der Milchkühe konnte zwar das Virus nicht nachgewiesen werden, jedoch fanden die Forschenden Antikörper dagegen. Das bedeutet, dass das Tier vorher mit H5N1 infiziert worden war. Nachforschungen der NVWA ergaben, dass die Kuh Mitte Dezember Symptome gezeigt, die für eine HPAI-Infektion sprechen. Das Tier ist inzwischen wieder frei von Symptomen.
Bei keiner der getesteten Kühe wurde das Virus H5N1 nachgewiesen. Die Suche nach Antikörpern dauert noch länger. Diese Untersuchungen nehmen mehr Zeit in Anspruch. Die Ergebnisse werden im Laufe der Woche erwartet. Bis dahin gelten für den Betrieb restriktive Maßnahmen.
Universität Wageningen
Schweiz rät zur schnellen Impfung gegen BTV
Das Blauzungenvirus (BTV) der Serotypen 3 und 8 sind derzeit in allen Regionen der Schweiz verbreitet. Halter:innen von Rindern, Schafen und Ziegen sollten weiterhin ihre Tiere impfen.
„Es ist davon auszugehen, dass Fälle von BTV-3 und BTV-8 auch in diesem Jahr auftreten werden“, warnt Elena Di Labio vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Di Labio weist zudem darauf hin, dass auch BTV-4 weiter in den Fokus rücken werde, da bereits Nachweise aus Frankreich, Italien und Österreich gemeldet wurden. BLV und die Gesellschaft Schweizerischer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) raten Tierhalter:innen daher dringend, Rinder sowie Kleinwiederkäuer erneut zu impfen.
Hier zähle der richtige Zeitpunkt, so das BLV. Landwirt:innen sollten ihre Rinder zwischen Januar und März grundimmunisieren, Schafe bis spätestens Februar. „Bei Rindern und Ziegen reicht nach der Grundimmunisierung eine einfache Wiederholungsimpfung, bei Schafen empfehlen wir stets eine doppelte“, so die Vertreterin der GST, Patrizia Andina.
Für jeden Serotyp ist eine eigene Impfung nötig, wobei ein Kombipräparat gegen BTV-4 und BTV-8 verfügbar ist. Die Impfstoffe können gleichzeitig, aber an unterschiedlichen Stellen verabreicht werden. Andina betont jedoch, dass die korrekte Lagerung von Bedeutung ist. Für das laufende Jahr ist die Versorgung mit Impfstoffen gegen die 3 Serotypen gesichert. Der Bund beteiligt sich auch in 2026 mit 5 Millionen Franken an den Kosten der Impfungen.
Bei einer aktuellen Online-Umfrage auf Schweizerbauer haben sich die teilnehmenden Landwirt:innen bislang nicht klar geäußert. Knapp die Hälfte der Tierhalter:innen werden ihre Tiere impfen, mehr als 40 % beantworteteten die Frage, ob sie gegen BTV impfen werden, mit „Nein“, rund 10% sind noch unschlüssig.
Schweizerbauer
Geflügelpestgeschehen in Niedersachsen lässt Landwirt:innen verzweifeln
Mehr als die Hälfte der deutschen Masthühner werden in Niedersachsen gehalten, dazu kommt eine hohe Konzentration an Puten haltenden Betrieben. Das Bundesland hat seit vergangenem Herbst massiv unter der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest) zu leiden. Schon die Bilanz des Tierseucheninformationssystems (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für 2025 fiel dramatisch aus: seit dem 15. Oktober 2025 wurden bis zum 29.12.2025 93 Geflügelpestausbrüche bei Hausgeflügel nachgewiesen, davon 59 in Putenhaltungen. Insgesamt mussten im vergangenen Jahr mehr als 1,7 Millionen Tiere aus Seuchenschutzgründen getötet werden.
Auch in 2026 gab es bereits die ersten HPAI-Ausbrüche. Betroffen waren unter anderem 10.500 Mastputen im Landkreis Oldenburg sowie 12.400 Entenküken im geflügelstarken Landkreis Cloppenburg. In dem Entenbetrieb war der hochansteckende Erreger H5N1 nachgewiesen worden.
Die Landwirt:innen sind aufgrund des anhaltenden Seuchengeschehens verzweifelt, denn noch nie mussten in Niedersachsen so viele Tiere auf Grund der Geflügelpest getötet werden, wie im vergangenen Jahr. In dem geflügelstärksten Bundesland werden mehr als 100 Millionen Stück Geflügel gehalten. Als Konsequenz fordert Landvolk Niedersachsen einen raschen Bürokratieabbau sowie den Stallbau in weniger dichten Regionen, um das Ausbruchsgeschehen in Zukunft zu minimieren. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir wieder mehr Ställe in Regionen bauen dürften, wo die Nutztierhaltung weniger dicht ist“, erklärt Landvolk-Präsident Holger Hennies. Solche Vorhaben würden derzeit jedoch kaum genehmigt. „Gerade von den Hähnchenmästern weiß ich, dass sie händeringend neue Ställe bauen wollen, und die bekommen sie gerade im Osten Niedersachsens fast nicht genehmigt“, betont Hennies. Das Bau- und Immissionsschutzrecht müsse wieder so „schlank“ werden, dass der Bau von Ställen wieder möglich werde, fordert Hennies.
Einer der Hauptgründe für die dramatische Zahl an Tierverlusten sei die hohe Tierdichte in zahlreichen Regionen, so Hennies. Dort steige die statistische Wahrscheinlichkeit eines Seuchenfalles. Perspektivisch hält Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte es für notwendig, dass es in einigen Regionen eine geringere Besatzdichte bei Geflügelhaltungen gebe. Die Ministerin sieht außerdem bei den Sicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben gegen ein Einschleppen des Virus noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Agrarheute
NDR
Geflügelnews
Nach BTV-8 Nachweis ruft NRW zu Schutzimpfungen auf
Nach ersten Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit des Virus BTV-3 im Jahr 2023 und einem anschließenden massiven Seuchengeschehen sowie einem eher ruhigen vergangenen Jahr ist das Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV-8) Anfang 2026 in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. Betroffen ist ein einzelnes Kalb eines Betriebes in Herzogenrath (Städteregion Aachen). Als Folge des Ausbruchs musste ein bereits bestehender 150-Kilometer-Radius um einen zuvor bestätigten Fall im benachbarten Rheinland-Pfalz erweitert werden. Aktuell ist mehr als die Hälfte des Bundeslandes von einem 150-Kilometer-Radius rund um einen BTV-8-Ausbruchsberieb herum betroffen. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW appelliert daher an Halter:innen von Rindern, Schafen und Ziegen, die Schutzimpfungen gegen BTV durchzuführen, auch um unnötiges Tierleid zu verhindern und Tierverluste zu minimieren.
„Das Virus der Blauzungenkrankheit ist ein Virus, das großes Tierleid hervorrufen kann, wenn die Erkrankung ausbricht. Um die Tiere vor schweren klinischen Erkrankungen zu schützen und im Fall von BTV-8 auch Verbringungsbeschränkungen zu vermeiden, empfehlen wir, alle Tiere, die sich mit dem Virus infizieren können, gegen BTV impfen zu lassen. Die ersten Tiere, die Symptome einer Blauzungenkrankheit aufweisen, sind umgehend dem zuständigen Veterinäramt zu melden“, erklärt NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen.
Sowohl Grundimmunisierungen als auch Wiederholungsimpfungen von Tieren, die bereits im vergangenen Jahr geimpft worden sind, sollten spätestens im Mai abgeschlossen sein, so Gorißen weiter. „Um Tiere vor schweren klinischen Erkrankungen zu schützen und auch um Handelshemmnisse zu vermeiden, empfehle ich empfängliche Tiere jetzt gegen BTV-8 impfen zu lassen. Es stehen gut wirksame und zugelassene Impfstoffe zur Verfügung“, ergänzt Monika Meyer-Schoppmann, Vetrinäramtsleiterin des zuletzt betroffenen Oberbergischen Kreises.
Erkrankte Tiere zeigen Symptome wie Fieber, Lahmheiten, Apathie und teilweise Schleimhautläsionen. Auch Aborte und Todesfälle sind möglich. Tierhalter:innen finden neben umfassenden Informationen auch eine interaktive Landkarte zur Überprüfung der eigenen Betroffenheit sowie gegebenenfalls erforderliche Vordrucke für Tierhaltererklärungen sind auf der Homepage des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW (LAVE).
Ministerium NRW
Waldbröl.de
Urbanisierung verändert tierisches Sozialverhalten
Versiegelte Flächen, künstliches Licht und anhaltender Lärm: Die Urbanisierung verändert das tierische Sozialverhalten. Dies betrifft sowohl die Auswahl der Partner:innen für die Fortpflanzung als auch das Zusammenleben in Gruppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue umfassende internationale Übersichtsarbeit von Wissenschaftlerinnen der Universität Bielefeld. Die Ergebnisse, die im Fachjournal Biological Reviews veröffentlicht wurden, sind hochrelevant für Naturschutz und Stadtplanung. Denn in Städten wirken sogenannte urbane Stressoren auf Tiere ein. Damit sind menschengemachte Belastungen wie Verkehrslärm, künstliches Licht in der Nacht, wenige Rückzugsmöglichkeiten oder chemische Verschmutzung gemeint.
„Städte greifen massiv in soziale Beziehungen von Tieren ein – viel stärker, als bisher angenommen“, sagt Avery L. Maune, Erstautorin der Studie und Forscherin an der Universität Bielefeld. „Soziales Verhalten beeinflusst, ob Tiere sich fortpflanzen, Nahrung finden oder Fressfeinden entkommen. Veränderungen dieser Verhaltensweisen können weitreichende Folgen haben.“ Somit bestätigt sich wieder einmal: kaum ein Tier bleibt unbeeinflusst vom menschlichen Lebensraum.
Die Forscherinnen werteten für die Analyse 227 wissenschaftliche Studien aus. Das Ergebnis ist eindeutig: 92 Prozent der untersuchten Arbeiten zeigen einen signifikanten Einfluss der Urbanisierung auf das Sozialverhalten von Tieren. Die Studie ist die erste systematische Zusammenfassung dazu, wie urbane Lebensräume soziale Systeme über Artgrenzen hinweg beeinflussen.
Biological Reviews
Förderbescheide für mehr Digitalisierung und KI in der Landwirtschaft übergeben
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stärkt die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft mit rund 10 Millionen Euro. Ziel ist es, neue Technologien für Betriebe aller Größen praxistauglich zu machen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen, Ressourcen effizienter einzusetzen und Bürokratie zu reduzieren. Die Förderbescheide für fünf Projekte wurden auf der Grünen Woche vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer übergeben.
„Unsere Aufgabe als Politik ist es, Innovationen gezielt möglich zu machen. Mit den digitalen Experimentierfeldern fördern wir Innovationen dort, wo sie gebraucht werden: in der landwirtschaftlichen Praxis. Künstliche Intelligenz hilft, Betriebsmittel passgenauer einzusetzen, unsere Umwelt besser zu schützen, das Tierwohl zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken. Entscheidend ist, dass neue Technologien nicht im Labor bleiben, sondern auf den Höfen ankommen – als praxisnahe Lösungen, die Arbeit erleichtern und Ressourcen schonen“, so Rainer.
Diese fünf Projekte werden vom BMLEH gefördert:
- iSoBeD (KI-gestützte Bewässerung und Drohneneinsatz im Wein- und Gemüsebau)
- FarmerSpaceAI (digitale und KI-basierte Lösungen für einen ressourcenschonenden Pflanzenschutz)
- DigiMilchPro (vernetzte Stalltechnik und KI für Tierwohl und Weidemanagement in der Milchviehhaltung)
- DiKI-Südwest (Hybrid-Cloud und vernetzte Datenräume für KI-basierte Beratungsdienste)
- EXPRESS.smart (praxisnahe KI-Anwendungen u. a. für Frost-, Pflanzen- und Wasserhaushaltsmonitoring).
Der Technologie- und Wissenstransfer in die Praxis ist fester Bestandteil aller Vorhaben.
Ergänzend fördert das BMLEH das Projekt „Smart Farming“ des Deutschen Instituts für Normung (DIN e.V.) mit rund 172.000 Euro. Ziel ist es, internationale Normen und Standards für datenbasierte Agrar- und Lebensmittelsysteme zu entwickeln. Einheitliche Standards verbessern die Interoperabilität digitaler Anwendungen, erleichtern den Datenaustausch und können einen wichtigen Beitrag zur Bürokratieerleichterung leisten.
BMLEH
Tierschutzforschungspreis 2026 ausgeschrieben
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt Maßnahmen, die den Einsatz von Versuchstieren verringern. Auch wenn in den vergangenen Jahren die Zahl der in Deutschland verwendeten Versuchstiere zurückgegangen ist, sollten Tierversuche auf das unerlässliche Maß beschränkt werden.
Mit dem Tierschutzforschungspreis würdigt das Ministerium jedes Jahr das Engagement für eine Verbesserung des Schutzes von Versuchstieren und die Förderung der sogenannten 3R-Forschung (Replace, Reduce, Refine). Die Nominierungsfrist für den diesjährigen Tierschutzforschungspreis geht bis zum 31. März 2026. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben und ist insgesamt mit 150.000 Euro dotiert.
„Bislang sind Tierversuche in Wissenschaft und Forschung noch nicht verzichtbar. Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass sich das möglichst rasch ändert. Mit unserem Tierschutzforschungspreis würdigen wir jene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in ihrer Arbeit der Suche nach bestmöglichen Alternativen gewidmet haben. Mit ihren Projekten zeigen sie Wege auf, wie Tierversuche immer weiter reduziert werden können“, erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher.
BMELH
Großbritannien bringt neue Tierwohlstrategie ins Parlament ein
Großbritannien möchte durch eine neue Strategie das Tierwohl verbessern. Dazu hat das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) seine Tierwohlstrategie kurz vor Weihnachten noch ins Parlament eingebracht. Demnach soll die Käfighaltung von Legehennen, das Töten von Eintagsküken, die Verwendung von Ferkelschutzkörben und die Schlachtung ohne Betäubung mit Kohlendioxid verboten werden. Dies seien „unerlässliche“ Reformen, so Ressortchefin Emma Reynolds und wies darauf hin, dass der Trend im Legehennensektor bereits jetzt hin zu Freiland- und Stallhaltungssystemen gehe und entsprechende Programme vom Staat unterstützt würden.
Dagegen kämen in der britischen Schweineerzeugung mehrheitlich noch Stallhaltungssysteme mit Abferkelbuchten mit Ferkelschutzkörben zum Einsatz. Lediglich etwa 8 % seien bereits auf alternative Abferkelanlagen umgestellt worden. Die Regierung möchte die Nutzung von alternativen Abferkelsystemen vorantreiben.
Weiterhin sollen die Landwirt:innen „ermutigt“ werden, die seit 2007 bestehenden Ausnahmen im Tierschutzgesetz zum Kupieren der Schwänze von Schweinen, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen, die Kastration bzw. das Kupieren der Schwänze von Lämmern nicht mehr routinemäßig anzuwenden. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Ministerium mit der Branche und den Tierärzt:innen kooperieren.
Topagrar
Boehringer Ingelheim erhält Zulassung für zwei Geflügelpest-Impfstoffe
Die Europäische Kommission hat zwei Impfstoffe gegen die Aviäre Influenza (AI) zugelassen. Die beiden neuen Impfstoffe des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim sind sogenannte DIVA-Impfstoffe („Differentiate Infected from Vaccinated Animals“) und dienen zur aktiven Immunisierung im Zusammenhang mit einer Infektion durch hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) des Subtyps H5. Sie können bei Hühnern und Puten, einer der beiden Vakzine kann zusätzlich bei Enten eingesetzt werden.
Der Virusstamm H5 ist der am weitesten verbreitete Erreger der Geflügelpest und verantwortlich für das derzeitige massive Seuchengeschehen in Deutschland und der Europäischen Union. Die Folge sind erhebliche wirtschaftliche Schäden entlang der gesamten Produktions- und Lieferketten.
Ein spezieller Biomarker in den neu zugelassenen Impfstoffen ermöglicht es, geimpfte Tiere eindeutig von solchen zu unterscheiden, die trotz Impfung mit einem Feldvirus infiziert sind. Das war eine Voraussetzung für den Einsatz von Impfstoffen in der EU.
Diese Unterscheidbarkeit könnte dazu beitragen, Handelsbeschränkungen zu vermeiden. Das Unternehmen appelliert daher an politische Entscheidungsträger:innen auf nationaler und internationaler Ebene, bestehende Exportregelungen zu überprüfen und anzupassen. Ziel ist es, DIVA-Impfstoffe als wirksames Instrument der Seuchenbekämpfung anzuerkennen, ohne den internationalen Handel unnötig einzuschränken. Nach Angaben des Unternehmens erlaubt die DIVA-Funktion eine verlässliche Überwachung und unterstützt gleichzeitig einen sicheren Handel trotz laufender Impfprogramme.
„Die DIVA-Funktion ermöglicht es unseren Abnehmern, ihre Überwachungsprogramme umzusetzen und den sicheren Handel zu unterstützen, während gleichzeitig geimpft wird“, sagt Taoufik Rawi, Head of Franchise Geflügel. „Die Zulassungen von Impfstoffen gegen Hochpathogene Aviäre Influenza ist von entscheidender Bedeutung, um die Bereitschaft zur Bekämpfung von Vogelgrippeausbrüchen in Europa zu erhöhen.“
„Grenzüberschreitende Tierseuchen wie die Vogelgrippe werden weiterhin eine Bedrohung darstellen, daher sind neue Ansätze zur Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten bei Tieren, insbesondere bei Nutztieren, zunehmend wichtig. Boehringer Ingelheim investiert weiterhin in Forschung und Innovation und ist bereit, Regierungen, Gesundheitsbehörden und Produzenten mit Impfstoffen und Expertise in der Überwachung sowie beim Aufbau robuster Krankheitsbekämpfungspläne zu unterstützen“, ergänzt Armin Wiesler, Leiter des Geschäftsbereiches Tiergesundheit und Mitglied des Vorstands.
Boehringer Ingelheim
Agrarheute
4. VetSurvey-Umfrage der FVE
Zum 4. Mal nach 2015, 2018 und 2023 hat die Federation of Veterinarians of Europe (FVE), der Dachverband für tierärztliche Organisationen aus Europa, ihre nächste Umfrage gestartet, um die aktuelle Lage des Tierarztberufs bewerten zu können.
Die 4. FVE VetSurvey beleuchtet sowohl Arbeitsbedingungen und Wohlbefinden als auch Karrieretrends und zukünftige Herausforderungen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Erhebung zu einer aussagekräftigen Evidenzbasis für den Berufsstand entwickelt und konnte bislang wertvolle Erkenntnisse zu der Stimmungslage der Tierärzteschaft in Europa liefern. Das nicht nur auf europäischer Ebene, sondern auch auf nationaler Ebene, sodass Länder ihre Situation mit anderen vergleichen können und die FVE und ihre Mitglieder Maßnahmen für einen widerstandsfähigen, zukunftssicheren Berufsstand priorisieren können.
Für die nun vierte Umfrage bittet der Dachverband um die umfassende Unterstützung seitens der Tierärzteschaft, damit robuste und statistisch aussagekräftige Ergebnisse gewährleistet werden können. Die Beantwortung dauert lediglich10 bis 15 Minuten. Je mehr Tierärzt:innen teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Daten sein, um mit politischen Entscheidungsträgern, Institutionen und Interessengruppen in Kontakt zu treten.
Bitte helfen Sie mit, indem Sie die Umfrage so weit wie möglich verbreiten.
Zur Umfrage
Igel zum Tier des Jahres gewählt
Der Igel ist in der Schweiz zum Tier des Jahres 2026 ernannt worden. Die Naturschutzorganisation Pro Natura hat den Wildsäuger gewählt, um mehr Aufmerksamkeit für die in Europa als „potenziell gefährdet“ eingestuften Tiere zu wecken und um für mehr Umwelt- und Igelschutz zu werben.
Der Bestand des westeuropäischen Igels (Erinaceus europaeus), der in Deutschland und der Schweiz sowie in den Benelux-Ländern, Skandinavien, Österreich und Großbritannien angesiedelt ist, ist im vergangenen Jahrzehnt nach Schätzungen je nach Land um 16 bis 33 Prozent zurückgegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Neben dem schwindenden Nahrungsangebot, der intensiven Bearbeitung von landwirtschaftlichen Kulturen sowie dem Rückgang der Lebensräume machen dem Insektenfresser auch die Verdichtungen der Siedlungen und die zunehmende Zahl der Mähroboter zu schaffen. Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2026 dazu auf, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen. Zudem fehle es dem auf Insekten spezialisierten Igel während des Jahres und vor allem im Winter an Futter, erklärt Pro Natura.
Da Igel auch immer häufiger in den Tierarztpraxen vorgestellt werden, können sich Tierärzt:innen mit dem Einsteigerkurs Igel auf Myvetlearn.de online fortbilden und damit auch einen Beitrag zur Arterhaltung leisten. In dem Kurs gehen die Referenten Dr. Florian Brandes, Karolin Schütte und Dana Ströse unter anderem auf die Besonderheiten des Wildsäugers ein, um ihm in Behandlung und Diagnostik gerecht werden zu können.
Pro Natura
Welt
Niedersachsen setzt bei ASP auf Aufklärung
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter in verschiedenen europäischen Ländern aus. Da auch zahlreiche deutsche Bundesländer immer wieder von Ausbrüchen betroffen sind, legt Niedersachsen seinen Fokus weiterhin auf Prävention. Dazu gehört die umfassende Aufklärung der Bevölkerung.
Dazu hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe die Erstellung von Aufklärungsvideos in Auftrag gegeben. Diese sollen helfen, Jäger:innen und Landwirt:innen sowie die breite Öffentlichkeit über die Tierseuche zu informieren und auf präventive Maßnahmen hinzuweisen. Die entstandenen Kurzfilme über die ASP zeigen unter anderem, dass das Virus „große Sprünge“ vollziehen kann. So sind nahezu genetisch gleiche Erreger in Nordrhein-Westfalen sowie in der italienischen Region Kalabrien nachgewiesen worden. Zuletzt wurde das ASP-Virus zudem auch bei Wildschweinen in Spanien festgestellt.
„Die enormen wirtschaftlichen Konsequenzen für die Schweinebranche in den betroffenen Regionen sowie das große Tierleid, das mit einer Infektion mit dem Erreger für jedes einzelne Tier einhergeht, gilt es für Niedersachsen so lange wie möglich abzuwenden. Ich danke allen, die mithelfen, die ASP von Niedersachsen fernzuhalten. Die nun veröffentlichten Filme zeigen, was jeder und jede Einzelne beitragen kann. Parallel arbeitet mein Haus fortlaufend an Lösungen, um die Folgen bei einem möglichen erneuten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Niedersachsen so gut wie möglich abzufedern“, erklärt die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte.
Die Aufklärungsvideos stehen sowohl auf der Webseite als auch auf dem You-Tube-Kanal des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) zur Verfügung.
Ministerium Niedersachsen
Tierhaltungskennzeichnungspflicht auf 2027 verschoben
Der Start des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes ist erneut verschoben worden. Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) hatte die Einführung der Kennzeichnungspflicht bereits kurz nach seinem Amtsantritt auf Anfang März 2026 verlegt. Nun haben sich Union und SPD auf eine erneute Verschiebung geeinigt. Der voraussichtliche Start ist nun für den 1. Januar 2027 vorgesehen.
Eine Pflicht zur Verwendung der Tierhaltungskennzeichnung ab dem 1. März 2026 würde zu Unsicherheiten in der Branche und bei den betroffenen Akteuren führen, heißt es auf der Seite des Deutschen Bundestages. Daher sei eine Verschiebung dieses Stichtags geboten.
Die verlängerte Vorbereitungszeit solle genutzt werden, um das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz „besser, verständlicher und praxistauglicher“ zu machen, so der SPD-Tierschutzbeauftragte Jens Behrens, der verlässliche Regeln für landwirtschaftliche Betriebe und mehr Transparenz für Verbraucher:innen verspricht.
Ab dem 1. Juli 2027 wird nach den Plänen der Bundesregierung auch die Kennzeichnung in Restaurants verpflichtend sein. Weitere Verbesserungen betreffen auch die Sauenhaltung und Ferkelaufzucht, die mindestens ab der Stufe „Frischluftstall“ berücksichtigt werden sollen.
Der Entwurf soll am heutigen Donnerstagabend (18.12.2025) in erster Lesung im Bundestag debattiert und anschließend dem federführenden Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat zur weiteren Beratung überwiesen werden.
Agrarheute
BTV-Ausbruch in Sachsen zieht weite Kreise
Erstmals seit 16 Jahren ist in Sachsen die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen worden. In den vergangenen zwei Jahren hatte ausschließlich der Serotyp 3 für massive Ausbruchsgeschehen in Deutschland gesorgt. Von dem aktuellen BTV-8-Ausbruch betroffen ist ein Rinderbetrieb im Landkreis Meißen. Nach Informationen des sächsischen Sozialministeriums wurde um den Ausbruchsbestand eine weiträumige Handelsrestriktionszone mit einem Radius von 150 km festgelegt. Damit sind neben großen Gebieten in Sachsen auch das südliche Brandenburg sowie Teile von Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen.
In dieser Zone gelten bestimmte Beschränkungen zum Handel und Verkauf. Das Verbringen von empfänglichen Tieren (Rinder, Schafe und Ziegen) innerhalb Sachsens sei weiterhin ohne Einschränkungen möglich, so das Ministerium. Für Tiere, die in andere Länder verbracht bzw. exportiert werden sollen, gelten andere Regeln, die auf der Internetseite der Sächsischen Staatskanzlei aufgeführt sind. Tierhaltende sind aufgerufen, ihre Tiere unverändert gegen BTV-3 und darüber hinaus verstärkt auch gegen BTV-8 zu impfen.
Proplanta
WNV-Fallzahlen im Vergleich zu 2024 stark zurückgegangen
Das sehr intensive Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit dem West-Nil-Virus (WNV) in 2024 hat sich im laufenden Jahr nicht wiederholt. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilt, könnte die Ursache für den Rückgang der Fallzahlen in den für Mücken ungünstigen Wetterverhältnissen liegen. Die kalten und trockenen Monate im Frühling 2025 haben dazu geführt, dass es deutlich weniger Stechmücken als im Vorjahr gegeben hat. Zudem seien viele Pferdebesitzer:innen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) gefolgt und hätten ihre Tiere gegen WNV impfen lassen, so das FLI weiter. Nach Angaben des Nationalen Referenzlabors waren alle bisher in Deutschland an WNV verstorbenen Pferde nicht gegen das Virus geimpft.
Das Institut weist allerdings darauf hin, dass das WNV bereits in etlichen Regionen in Deutschland etabliert und in der Vogel- und Stechmückenpopulation endemisch zirkuliert. Weiterhin prognostiziert das FLI, dass die Fallzahlen unter günstigeren Wetterbedingungen als 2025 sprunghaft ansteigen könnten. Mit einem jährlichen Auftreten sei zu rechnen, ebenso mit einer sehr wahrscheinlichen weiteren Ausbreitung über die bislang betroffenen Gebiete hinaus.
FLI
Weiterhin hohes Risiko für Geflügelpest
Die Geflügelpest (Aviäre Influenza, HPAI) greift weiter um sich. Zwar sind die Fallzahlen merklich zurückgegangen, aber auf Grund von möglichen Stammveränderungen des Virus sowie der Wetterlage kann nicht von einer Entwarnung gesprochen werden, so das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Das Institut schätzt daher das Risiko für Infektionen bei Wildvögeln und gehaltenen Vögeln weiterhin als hoch ein.
In der vergangenen Woche hat das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen (Bayern) die Empfehlung ausgesprochen, die Schlachtungen der für das Weihnachtsfest gezüchteten Gänse vorzuziehen. Grund dafür sei die aktuell sehr dynamische Seuchenentwicklung. Das Veterinäramt der Region weist erneut auf die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hin, um den Eintrag der Geflügelpest in Bestände zu vermeiden. Der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln müsse nachhaltig unterbunden werden.
Auch Sachsen meldete in der letzten Woche einen HPAI-Ausbruch in einem großen Geflügelbetrieb in der Gemeinde Ebersbach nahe Radeburg (Landkreis Meißen). Hier mussten 80.000 Legehennen gekeult werden. Im Leipziger Zoo mussten nach einem Ausbruch alle Krauskopfpelikane getötet werden, um andere Tiere vor einer Infektion zu schützen. „Der Verlust der Pelikane ist bitter, aber notwendig. Wir werden weiterhin alles tun, um unseren Bestand und den Zoo zu schützen“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.
Nach dem Tod eines ersten Pelikans vor 10 Tagen waren Proben von rund 350 weiteren Vögeln genommen und untersucht worden. Ein Pelikan war dann trotz der vorübergehenden Entwarnung noch gestorben und ein weiteres Tier der Gruppe erkrankt, wie der Zoo mitteilte. Daraufhin habe das Veterinäramt die Tötung der sieben übrigen Pelikane angeordnet.
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Spiegel
Backhaus fordert offene Diskussion über HPAI-Impfung
Die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat im laufenden Jahr in zahlreichen Regionen Deutschlands für hohe Verluste gesorgt. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) kam es zu bislang 175 Ausbrüchen in Geflügelhaltungen. Zudem meldet das Institut mehr als 2.000 Nachweise bei Wildvögeln.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist besonders von Geflügelpestausbrüchen betroffen und hat mit hohen Fallzahlen zu kämpfen. In den vergangenen Wochen wurden allein zwölf HPAI-Ausbrüche in Geflügel haltenden Betrieben mit mehr als 280.000 Tieren registriert. Hinzu kommen etwa 160 Fälle bei Wildvögeln, insbesondere bei Kranichen.
Angesichts des immensen Infektionsdrucks auf die Nutztierhaltungen fordert Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) daher eine offene Diskussion über den möglichen Einsatz von Impfungen gegen die Geflügelpest. „Angesichts der diesjährigen Zahlen müssen wir offen darüber reden, ob Impfungen künftig Teil einer abgestimmten Strategie sein sollten. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung und unter Abwägung aller Vor- und Nachteile. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Bestände zu schützen, wirtschaftliche Schäden zu begrenzen und die Geflügelwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern möglichst resilient aufzustellen“, so der Minister.
Impfungen könnten perspektivisch eine Ergänzung darstellen, um den Infektionsdruck zu senken und die wirtschaftliche Stabilität der Geflügelbranche zu sichern.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern
ASP-Ausbruch in Spanien könnte auf Laborunfall zurückgehen
Nach dem ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien hat sich die Zahl der nachweislich infizierten Wildschweine auf 13 Tiere erhöht. Alle 39 Schweinehaltungsbetriebe im Sperrgebiet wurden bislang jedoch negativ auf die Tierseuche getestet. 1.000 Einsatzkräfte arbeiten in dem betroffenen Gebiet daran, weitere verendete Wildschweine zu finden.
Hinsichtlich des Viruseintrags gibt es aktuell Spekulationen, wonach ein Laborvirus oder ein Abkömmling den ASP-Ausbruch verursacht haben könnte. Der Grund für den Verdacht liegt in den ersten Ergebnissen der Virusanalyse. Demnach unterscheidet sich das in Spanien nachgewiesene Virus von allen im Feld nachweisbaren ASP-Viren, die in den EU-Ländern zirkulieren, wie das spanische Agrarministerium mitteilt. Es gäbe jedoch Verbindungen zu einem Referenzvirus, das 2007 in Georgien aufgetreten sei und das derzeit häufig bei experimentellen Infektionen in Laboren verwendet werde. Nach Informationen des Ressorts seien weitere Untersuchungen dazu eingeleitet worden. Nach Informationen der FAZ wird aktuell in einem staatlichen Labor in der Nähe des Infektionsgebiets an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet.
Derweil hat die spanische Regierung die vorsorgliche Tötung von 80.000 gesunden Hausschweinen in der Sperrzone angeordnet, um eine weitere Ausbreitung der hoch ansteckenden Tierseuche zu verhindern.
Agrarheute
BRS
Mutierte Geflügelpestviren könnten schwerwiegende Folgen haben
Forschende des französischen Institut Pasteur sind angesichts des Geflügelpest-Seuchengeschehens in Sorge. Wie die Leiterin des Pariser Zentrums für Atemwegsinfektionen, Marie-Anne Rameix-Welti, erklärt, könnten Mutationen des Virus dazu führen, dass auch Menschen ohne Vorerkrankungen an einer entsprechenden Infektion sterben könnten. Den Grund für ihre Befürchtungen sieht die Forscherin in dem Mangel an Antikörpern gegen das Virus.
Erst im November 2025 war erstmals ein Mann in den USA an einer Infektion mit H5N5 gestorben. Wie das Gesundheitsministerium des US-Bundesstaats Washington mitteilte, habe der Patient bereits Vorerkrankungen und engen Kontakt zu Geflügel gehabt. Bei anderen beteiligten Personen konnte keine Infektion nachgewiesen werden. Auch wenn bislang keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung stattgefunden hat, geben die französischen Forschenden keinerlei Entwarnung. Sie prognostizieren, dass das menschliche Immunsystem in dem Fall machtlos wäre. Möglicherweise könnten die Folgen noch schwerwiegender als bei der Corona-Pandemie ausfallen, so Rameix-Welti.
Andere Expert:innen sehen die Lage nicht ganz so düster, sondern fühlen sich insgesamt gut vorbereitet auf mögliche neue Pandemien. Man habe aus der Coronakrise gelernt, erklärt etwa Gregorio Torres von der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH). Er stuft die Wahrscheinlichkeit einer Pandemie als niedrig ein. Auch existierten potenzielle Impfstoffe gegen Vogelgrippeviren.
Topagrar
Hilfsangebote für psychisch belastete Tierärzt:innen
Im Vergleich zur restlichen Bevölkerung haben Tierärztinnen und Tierärzte ein sehr viel größeres Suizidrisiko. Das ist das Ergebnis verschiedener Untersuchungen zur mentalen Gesundheit, die in vielen Ländern durchgeführt wurden. Nach Informationen des Bundes angestellter Tierärzte (BaT) sind Tierärzt:innen in Deutschland viermal häufiger suizidgefährdet als Menschen in anderen Berufen. Eine Online-Umfrage unter rund 3.160 Veterinärmediziner:innen im Jahr 2016 führte zu einem ähnlichen Ergebnis.
„Wir haben einfach keine Behandlungskapazitäten. Die aber werden von den Tierbesitzern eingefordert und das manchmal auch sehr vehement. Man kann das natürlich auch verstehen, sie sind besorgt um ihr Tier. Aber wir stecken in dem Dilemma, dass wir auch gerne wollen, aber es nicht können“, erklärt Jan Balzar. Der 53-jährige Tierarzt mit eigener Praxis im schleswig-holsteinischen Wees schätzt die vielen Fachgebiete seines Berufes. Neben dermatologischen und internistischen Fälle sowie Augen- und Zahnbehandlungen gehören aber auch Euthanasien zum Alltag.
„Das sind Momente, die sind natürlich sehr, sehr traurig. Man weiß, wie schwer es ist, so einen Verlust zu haben mit einem Tier, mit dem man jahrelang zusammengelebt hat. Manchmal ist das ja Kind-Ersatz, manchmal der letzte Partner, weil man alt ist“, so Balzar. Für ihn sind Euthanasien nicht belastend, er weiß aber von anderen Kolleg:innen, dass sie diese teilweise sehr viel mehr mitnehmen.
Die Präsidentin der Tierärztekammer Schleswig-Holstein, Evelin Stampa, erklärt, dass ihre Kolleg:innen sehr unterschiedlich mit dem Stress umgehen, der auch durch den Personalmangel und den damit verbundenen zusätzlich zu leistenden Nacht- und Notdiensten intensiviert wird. „Wir haben auch viele Kollegen, die ja sehr perfektionistisch sind und alles gut und richtig machen wollen. Und das sind eben oft solche Leute, die gefährdet sind“, so Stampa.
Um belastete Tierärzt:innen zu unterstützen, hat der Verein VETHilfe im Juni 2025 eine Telefonseelsorge ins Leben gerufen. Hier können Menschen mit psychischen Probleme professionelle Hilfe erhalten. „Wir haben ja zum Glück Vorlagen aus englischsprachigen Ländern, also aus den USA und England. Die sind da halt schon deutlich weiter mit Hilfsangeboten und Mentorprogrammen. Es ist halt wichtig, dass viel drüber gesprochen wird, damit das dann auch in Anspruch genommen wird“, betont die Tierärztin Doris Timmann, die sich in dem Verein engagiert. Das Hilfsangebot richtet sich speziell an Tierärztinnen und Tierärzte, aber auch an alle Mitarbeitenden im Bereich der Tiermedizin. Täglich von 20 bis 22 Uhr ist sie unter der Telefonnumer +49 3320 3326 370 geschaltet.
In einem geplanten Hilfsangebot können Tierärztinnen und Tierärzte aus Schleswig-Holstein und Hamburg im Februar und März 2026 für Einsätze in Kriseninterventionsteams geschult werden.
NDR
Spaniens Schweinefleischexport durch ASP-Ausbruch bedroht
Spanien ist mit rund fünf Millionen Tonnen jährlich der größte Schweinefleischproduzent der EU, im weltweiten Vergleich produzieren nur China und die USA mehr Schweinefleisch pro Jahr.
Während sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in zahlreichen Nachbarländern seit teilweise mehr als fünf Jahren ausgebreitet hat, war Spanien bislang von ASP-Ausbrüchen verschont geblieben. Ende November 2025 jedoch wurden in der Gemeinde Bellaterra (Region Barcelona) erstmals zwei verendete Wildschweine positiv auf die Tierseuche getestet. Nach Informationen des spanischen Landwirtschaftsministeriums wurde das Virus inzwischen bei insgesamt neun Wildschweinen in Katalonien nachgewiesen.
Auch wenn aktuell noch keine Schweinebetriebe in Spanien von ASP-Ausbrüchen betroffen sind, wie der zuständige Minister Luis Planas bekanntgab, sind schon jetzt Exporte in Milliardenhöhe bedroht. 20 Länder, darunter Kanada, Japan, Brasilien und Mexiko, haben den Import von spanischem Schweinefleisch bereits untersagt.
Vermutet wird, dass sich die Wildschweine im Naturpark Collserola durch achtlos entsorgte Essensreste mit der hochansteckenden Tierseuche infiziert haben. Endgültig bestätigt wurde das bislang aber noch nicht. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, wurde der Fundort im Umkreis von 20 Kilometern abgeriegelt. Zudem sind mehr als 400 Personen im Einsatz, um weitere infizierte Tiere zu finden. Das Militär und der Zivilschutzes unterstützen dabei mit Drohnen und Spürhunden. „Wir arbeiten mit Hochdruck und Entschlossenheit daran, das Virus auszurotten“, versicherte Minister Planas Mitte der vergangenen Woche.
Schweizerbauer
Geflügelpest: Katzen und Hunde vor Ansteckungen schützen
Freigängerkatzen und Hunde sind in Gebieten, in denen es eine hohe Zahl an Wildvögeln gibt, die an der Geflügelpest (Aviäre Influenza, AI) verendet sind, gefährdet, sich ebenfalls mit dem Virus zu infizieren. Bereits am 3.12.2025 hatte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mitgeteilt, dass bei einer tot aufgefundenen Katze in einem Waldgebiet bei Neuruppin das hochpathogene Geflügelpest-Virus H5N1 nachgewiesen worden war. Im gleichen Gebiet waren zudem positiv auf das Virus getestete Wildvögel gefunden worden. Weitere infizierte Katzen wurden in die Obhut des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft genommen, wie der Landkreis weiter mitteilt.
Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass sich die verendete Katze durch direkten Kontakt mit infizierten Vögeln bzw. deren Ausscheidungen angesteckt habe, so der Landkreis. So sollten Hundehalter:innen in Gebieten mit gehäuftem Wildvogelsterben ihre Tiere an der Leine führen. Der Landkreis rät Halter:innen von Freigängerkatzen zudem, den Freilauf für die nächsten Wochen einzuschränken, um die Tiere nicht zu gefährden.
In seltenen Fällen können sich Katzen und Hunde mit dem Geflügelpest-Virus anstecken, doch dafür sei eine große Virusmenge notwendig, heißt es weiter. Infizierte Tiere können Symptome wie Augen- und Nasenausfluss, Husten, Niesen, Atemprobleme, Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit zeigen. Aber es können auch Anzeichen wie Zittern, Krampfanfälle sowie eine gestörte Koordination auftreten. Hunde infizieren sich seltener als Katzen. Eine Übertragung des Virus von Säugetieren auf den Menschen ist unwahrscheinlich.
Tierhaltende sollten ungewöhnliche Verhaltensänderungen oder gesundheitliche Beschwerden bei ihren Tieren ernst nehmen und tierärztlich abklären lassen, rät das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Nicht jede Infektion müsse jedoch tödlich verlaufen, Heilmöglichkeiten außer der Behandlung der Symptome gebe es aber auch nicht.
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Proplanta